Aktuelles

 

 

Gammelfleisch ? BSE ? Angst ?
Einfach vegetarisch (lakto/ovo oder noch besser vegan) essen !

Aktuelles: Siehe auch www.vegetarisch.org. Aktuelle Nachrichten veröffentlichen wir meist unter www.vegetarisch.org

.Tierschützerprozess: Staatsanwalt hinauf - Richterin hinunter?
.Der Staatsanwalt, der in erster Instanz den Tierschützerprozess verloren hat, stieg die Karriereleiter n´hinauf. Er wurde "Erster Staatsanwalt" am Landesgericht Wiener Neustadt. Die Richterin, die alle angeklagten freisprach, wird künftig keine Prozesse mehr leiten.Tierschützerprozess. Sie wird Haftrichterin, (U.a. Entscheidung über Untersuchungshaft und Auslieferung), was bei der Justiz eher als weniger gilt. "Insgesamt senden Arleths Umorientierung und Handlers Avancement das Signal aus, dass man mit individuellen Entscheidungen, die das Funktionieren des Systems hemmen, ja, dieses vielleicht gar auf interne Fehler hinweisen, in der Justiz keine Karriere macht. Sondern vielmehr mit konformen Handlungen, die das Zusammenspiel von Ermittlern und Anklägern stärken und beiden nutzen. Denn immerhin hat ja nicht nur Staatsanwalt Handler einen Aufstieg geschafft, sondern auch Erich Zwettler, Leiter der Sonderkommission Bekleidung .. ".schreibt am 28.1.2012 die Wienr Tagszeitung "Standard.

Fleischimitate und neue Aufstriche jetzt nicht nur bei Merkur/Billa Vegavita) - auch in größeren Spar-Märkten (Jänner 2012)
info von spar:

Die Produktlinie wird in unseren SPAR Supermärkten sowie bei EUROSPAR und INTERSPAR vertrieben (nicht jedoch in den kleinen SPAR Märkten).
Offizielle Produkteinführung ist in Woche 8, dann wird es auch Folder geben und Informationen auf unserer Homepage.
bereits gesehene Produkte (vegan.at forum user sind quasi auf spar veggie entdeckungsreise)
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Mayonnaise auf Sokabasis 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Hummus 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Tomate-Basilikum 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Tomate-Olive
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Indianer Bohne-Chili 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Gemüse 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Curry-Ananas 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Karotte 125g, 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Tramezzini pikant 125g 1,49€
Spar Veggie Bio-Gemüse Laibchen 200g 2,29€
Spar Veggie Bio-Tofu-Laibchen 200g 2,29€
Spar Veggie Bio-Tofu Chilli 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Olive 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Bärlauch 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Natur 250g 1,99€ ungekühlt haltbar
Spar Veggie Bio-Tofu geräuchert 200g 1,99€ ungekühlt haltbar
Spar Veggie vegetarische Bio-Laibchen Tofu Seitan 300g 2,49
Spar Veggie vegetarische Bio-Laibchen Gemüse Kartoffel 300g 2,49€
Spar Veggie Bio-Tofu Natur 300g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu geräuchert 250g 1,99€
Spar Veggie Soja Salat 200g 1,79€
Spar Veggie Nudel-Gemüse Salat 200g 1,79€
Spar Veggie Vegetarisches Bio-Gulasch 300g 2,99€
Spar Veggie Vegetarisches Bio Chilli 300g 2,99€
Spar Veggie Vegetarische Vegetarische Bio Bratstreifen 200g 2,99€
Spar Veggie Bio-Gyros 200g 2,99€
Spar Veggie Vegetarischer Aufschnittwurst pikant mit Kräuter 60g 0,89€

rteisverkündung im Tierschützerprozess am 2.Mai 2011 in Wiener Neustadt: Freispruch für alle Angeklagten, siehe www.vegetarisch.org

Osar für eine Vegetarierin: Natalie Portman , siehe www.vegetarisch.org

Jagdgegner vor Gericht, Justizministerin auf dem Jägerball ( 2.2.2011)
siehe www.vegetarisch.org

Daunen: Konsumentenbetrug (siehe http://www.nutztierhaltung.org

Der neue kalifornische Gouverneur Jerry Brown, der Nachfolger Schwarzeneggers, ist Vegetarier,
siehe www.vegetarisch.org (Nov.2010)

Bizarrer Prozess um den Nachlass eines berühmten Vegetariers (20.7.2010) siehe www.vegetarisch.org

Fleischverzicht schont das Klima,
so das Potsdam-Institut für Klimaforschung, ORF 28.5.2010, siehe www.vegetarisch.org

Schlachthofalltag? Siehe www.vegetarisch.org

28.000 Rinder und Schafe auf der Fahrt von Uruguay nach Syrien am 17.12.2009 im Mittelmeer ertrunken. Siehe www.vegetarisch.org

"Fleisch wird Nahrungsmittel für die Unterschicht"
prognostiziert Achim Spiller, Professor für Lebensmittelmarketing an der Universität Göttingen.
Siehe www.vegetarisch.org

Der Vorsitzende des UNO-Weltklimarats, Dr. Rajendra Pachauri:
Less Meat - Less Heat - Weniger Fleisch = Klimaschutz:
siehe www.vegetarisch.org

Univ.Prof. zur Klima-Debatte: Wer täglich Fleisch frißt, ist ein Verbrecher. Siehe www.vegetarisch.org

Nachrichten aus dem Jahre 2008 und früher:

VEBU kritisiert Weltbank: Konzept zur Bekämpfung der sich anbahnenden Hungerkatastrophen ist mangelhaft

HANNOVER, 18.4.2008. Die Preise für Grundnahrungsmittel in Entwicklungsländern explodieren. Reis, Weizen und Mais haben sich in den letzten drei Jahren um bis zu 180% verteuert. Die Weltbank rechnet aus, dass demnächst 500 Millionen Dollar (315 Millionen Euro) benötigt werden, um das Schlimmste zu verhindern.
„ Das geplante Vorgehen der Weltbank wird leider nur kurzfristig helfen. Der mittelfristige Effekt der Hilfsgelder ist aber negativ, weil sie die Preisspirale weiter antreiben, anstatt sie zu verlangsamen. Von der Weltbank erwarte ich eine nachhaltigere Politik“, so Diplomkaufmann Mahi Klosterhalfen vom Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU). „Die wahren Ursachen für die Verteuerungen werden vollkommen ausgeblendet. Agrosprit spielt zwar eine gewisse Rolle, aber besonders problematisch ist, dass die aufstrebenden Nationen wie China gerade erst damit beginnen, immer mehr Fleisch zu konsumieren. Da zum Beispiel 17 Kilogramm Getreide benötigt werden, um nur ein Kilogramm Rindfleisch zu produzieren, dürfen wir nicht damit rechnen, dass sich die gegenwärtige Situation bald nennenswert entspannt“, so Klosterhalfen weiter.
Der VEBU fordert daher die Politik auf, sich auf die Kernprobleme zu konzentrieren. „Die weltweit massiven Subventionen für Tierprodukte sind für die aktuelle Lage mit verantwortlich. Alternativkonzepte, die die wahren Kosten der Fleischproduktion besteuern,liegen vor. Es fehlt aber der politische Mut zur Umsetzung“, erklärt Klosterhalfen. „Wir können uns hier leider nicht auf die Regierungen verlassen. Deshalb ist jeder Einzelne gefragt: Wer auf vegetarische Lebensmittel zurückgreift, leistet einen kleinen Beitrag zur Entspannung der Weltmarktpreise und somit auch gegen die sich anbahnenden Hungerkatastrophen“.

Hunde-und Katzenfelle. Endlich: ab 1.1.2009 gilt ein EU-weites Import- und Handelsverbot. doch skrupellose Geschäftemacher
Weiter ..

Rund 20 Prozent der jungen Frauen essen kein Fleisch mehr !
Aus dem Österr. Lebensmittelbericht 2006: Seite 143: Jugendliche stehen dem Fleischkonsum eher kritisch gegenüber, dies ists vor allem bei Mädchen zu beobachten.
,Seite 146: Die Konsumenten teilen sich in Fleischesser und eine wachsende Zahl von Selten-Fleischessern, die keine reinen Vegetarier sind, aber immer weniger Lust auf Fleisch haben .Rund 20 Prozent der jungen Frauen essen in Österreich kein Fleisch mehr. (http://www.lebensministerium.at/article/archive/17113/)

Vegetarismus - ein Symbol der Solidarität mit den hungernden Menschen
Pressemeldung zum Welternährungstag – 16. Oktober 2006

Projekt zur Vernetzung vegetarisch lebender Jugendlicher(4.10.2006)

Welt -Vegetarier-Tag 1.Oktober 2007

Gammelfleisch: Der Skandal ist der Alltag (6.9.2006)

#Offener Brief zur WHO/FAO Konferenz in Rom (22.5.2006)

Veganer wird Weltmeister im Bodybuilding (4.12.2005)

#Donald Watson gestorben (16.11.2005)

Miss Schweiz: , Ich werde nie eine Bratwurst essen’ (17.9.2005)

Ohne Fleischkonsum zum 6. Mal den härtesten Triathlon der Welt gewonnen (16.10.2005)

Der wahre Fleischpreis - Vogelgrippe: Viele Fragen und eine Antwort (18.10.2005)

35. Tag der Erde, 22. April 2005 (20.4.2005)

Der Dalai Lama VEGETARIER (April 2005)

Vorurteile gegen die vegetarische Ernährung (24.2.2005)

Wasser für Fleisch oder für Getreide? (24.3.2005)

EVU: Offener Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments (21.7.2004)

 

Archiv

Kampagne gegen den Import von Katzen- und Hundefell
(Juni 2005)
Hat er Rheuma ? Minister Bartenstein und das Katzenfell


Teilen oder fressen?


Der 11.November, Martini, das Namensfest des Heiligen Martin, ist nach alter Tradition der Tag des „Ganslessens“.
Martin wurde allerdings nicht des Gänse -Essens wegen verehrt, sondern weil er das wenige, das er besaß, mit Armen teilte. Warum nicht es ihm nachmachen? Und das Geld für den Gänsebraten an Arme spenden? Überhaupt wenn wir wissen wie grauslich die Gänsemast heutzutage ist.


Martin, Bischof von Tours, gestorben 397, so lesen wir in einem kirchlichen Text, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit nicht durch seinen Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches Leben erreichte. Er verkörperte, heißt es da, modellhaft für Jahrhunderte das neue spätantike Priester- und Bischofsideal: Ein asketischer Mönch, gebildet und tatkräftig zugleich, für den Kult und Kultur der gleichen Quelle entsprangen, der lebte, was er predigte, der sich vor Christus beugte, um ihn herrschen zu lassen.


Die Legende erzählt:
„Eines Tages in einem Winter von großer Kälte, als Martin nichts außer Waffen und seinen Soldatenmantel bei sich trug, begegnete er einem nackten Armen. Dieser flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen an. Doch alle liefen an dem Elenden vorüber. Da erkannte Martin, von Gott erfüllt, dass der Arme, dem die anderen keine Barmherzigkeit schenkten, für ihn da sei. Aber was sollte er tun? Außer seinem Soldatenmantel hatte er ja nichts. Also nahm er sein Schwert und teilte den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Etliche der Umstehenden begannen zu lachen, denn Martin sah mit dem halben Mantel kümmerlich aus. Viele jedoch, die mehr Einsicht hatten, bedauerten sehr, dass sie nicht selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender als Martin waren und den Armen hätten bekleiden können, ohne sich selbst eine Blöße zu geben.“


Zur Gänsemast: Freilandhaltung gitbt es kaum mehr. Über 90 % der hier gegessenen Vögel werden aus dem Ausland importiert, aus Ländern mit niedrigem Tierschutzstandard. Auf engstem Raum unnatürlich ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeit in Massen gehalten, Hochleistungszucht zur raschesten Gewichtszunahme mit all den schmerzlichen Folgen, Entzündungen, Knochenbrüche, Atemnot, etc. Die Mastdauer, bei Freilandgänsen mindestens 20 Wochen, wird auf etwa die Hälfte reduziert. Alles in allem, ein trauriges Los, selbst wenn die Gänse nicht mehr “gestopft“ werden.


 

Vegetarismus - ein Symbol der Solidarität mit den hungernden Menschen

Europäische Vegetarier Union, Pressemeldung zum Welternährungstag – 16. Oktober 2006


Heutzutage hungern 815 Million Menschen, das sind 17 Prozent der Bevölkerung in Entwicklungsländern. Der Prozentsatz hat sich seit 1990 (20 Prozent) nicht erheblich verringert, und es ist zu befürchten, dass er auch im Jahr 2015 immer noch auf einem nicht akzeptablen hohen Niveau (11 Prozent) liegen wird.


Ein Mangel an Nahrungsmitteln führt schon unter 'normalen ' Umständen zu dramatischen Folgen, aber wie wird die Situation aussehen, wenn auch noch die Ernten schlecht ausfallen? Und sie sind schlecht: Schwierige klimatische Bedingungen in verschiedenen Teilen der Welt, besonders in Australien, Argentinien und Brasilien, ruinieren gegenwärtig die Ernten. Andauernde Hitzeperioden und Dürre
bedrohen aber auch zukünftige Erträge, so dass ein erheblicher Rückgang der Reserven zu befürchten ist. Geschrumpfte Vorräte und hohe Preise werden viel Elend bringen.


Der Grund dafür, dass der Bedarf an Getreide die weltweite Produktion übersteigt, ist eine Konsequenz des ständig wachsenden Fleischverbrauchs. Bedauerlicherweise ist ein Eingeständnis dieser Tatsache nirgendwo zu finden. Die einzige Reaktion auf das bedrohliche Szenario besteht in Warnungen, aber welche Hilfe bieten Sirenen, wenn nicht gleichzeitig ein
sicherer Weg aus der Notsituation aufgezeigt werden kann?

Sollte irgendeine Organisation, national oder international, einen Gesamtplan zur Lösung des Problems vorlegen können, dann ist dies nun der ideale Augenblick dafür, damit nicht einfach wieder zur Tagesordnungü bergegangen wird: Reiche füttern ihre Tiere mit Getreide, Mais und Sojabohnen, aber die Kinder der Armen müssen hungern.


Die Europäische Vegetarier Union weist darauf hin, dass die Bedrohung durch schlechte Ernten erneut die Dringlichkeit unterstreicht, den Hunger in der Welt mit einem neuen Konzept zu bekämpfen: Vegetarismus.


Diese friedliche Lebensweise kann verhindern, dass weiterhin Ressourcen durch die Fleischwirtschaft verschleudert werden: 6000 Kilo Karotten, 4000 Kilo Äpfel oder 1000 Kilo Kirschen können auf der gleichen Landfläche geerntet werden, die nicht mehr als 50 Kilos Rindfleisch produziert. Eine derart unerhörte Extravaganz zwingt zum Umdenken, denn Fleisch ist ein Luxus, den wir uns im Namen von Menschlichkeit und Solidarität nicht mehr länger erlauben können.


Renato Pichler Präsident
Europäische Vegetarier Union


Projekt zur Vernetzung vegetarisch lebender Jugendlicher

4.10.2006 vebu4you

- Das bundesweite Projekt zur Vernetzung vegetarisch lebender Jugendlicher stellte sich vor
Auf dem vegetarischen Fest des Jahres, einer Veranstaltung des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.), stellte sich das Jugendprojekt vebu4you zum ersten Mal in der Öffentlichkeit vor. Sowohl die Verantwortliche, Mandy Kritz, als auch der Pressesprecher Michael Hartl standen den VEBU-Mitgliedern Rede und Antwort.
vebu4you steht für eine Vernetzung von Jugendlichen. "Für die Jugendgruppen haben wir keine bestimmte Altersgrenze festgelegt. Die meisten sollten etwa zwischen 12 und 20 Jahren alt sein, aber wer etwas jünger oder älter ist, darf natürlich trotzdem mitmachen", erklärt Mandy Kritz die Ausrichtung des Projekts. Auch habe man kein Interesse an einem Alleingang. So erklärte sie weiter: "Das vebu4you-Projekt ist prinzipiell offen für alle Organisationen, in denen sich ebenfalls vegetarisch lebende Jugendliche engagieren, also auch für die DRJ und andere Tier- und Umweltschutzvereine."
Der Pressesprecher Michael Hartl schätzt die Zukunft des gerade erst zwei Monate alten Projekts relativ gut ein. "Wir haben jetzt schon in ganz Deutschland interessierte Jugendliche. Einige Gruppen sind im entstehen. Ich denke, wir werden Ende des Jahres die ersten 5 bis 6 aktiven Gruppen haben", so Hartl.
In seinen einleitenden Worten blickte Thomas Schönberger, der Vorsitzende des VEBU, ein Stück in die Zukunft. Das Jugendprojekt vebu4you sei auf dem Weltvegetarierkongress 2008 in Dresden vertreten und werde Workshops veranstalten. Vielleicht sogar gemeinsam mit der Deutschen Reformjugend.
vebu4you
Das Jugendprojekt des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.)
www.vebu4you.de
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.
vebu4you
Blumenstr. 3
30159 Hannover
Pressekontakt:
Michael Hartl
presse@vebu4you.de
0170 2 80 40 24
vebu4you ist das Jugendprojekt des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.). Ziel des Projektes ist es, vor allem denjenigen vegetarisch oder auch vegan lebenden Kindern und Jugendlichen Unterstützung zu bieten, die in ihrer Familie oder ihrem Bekanntenkreis auf wenig Verständnis stoßen.


VEBU-Pressemeldung zum jüngsten Gammelfleisch-Skandal, 4.9.2006


Jetzt vegetarisch einsteigen!
Gammelfleisch: Der Skandal ist der Alltag


HANNOVER, 4.9.2006. Der nicht erste und sicher auch nicht letzte „Gammelfleisch-Skandal“ zeigt erneut deutlich die Zustände in der Fleischindustrie auf. Offen bleibt, was auf Grund mangelnder Kontrollen noch nicht aufgedeckt wurde: Ist der aktuelle Skandal nur die Spitze des Eisbergs, der„ Skandal“ gar der Alltag in der Fleischproduktion?


Skandalös ist dabei nicht nur der wiederholte und vorsätzliche Verkauf vergammelter Ware, sondern das Agieren der Fleischindustrie insgesamt: Die unwürdige Haltung der Tiere, quälerische Tiertransporte, Fließbandtötung in den Schlachthöfen.


Auch im Angesicht der aktuellen Klimadebatte ist die industrielle Fleischproduktion skandalös: Während bei der Erzeugung von z.B. Weizen oder Karotten nur 230 bzw. 69 g CO2-Äquvalente pro kg emittiert werden, sind es bei Rindfleisch 10693 g/kg - es besteht also ein enormes Klimaentlastungspotential durch eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährungsweise. Dies ergab eine an der Universität Gießen
durchgeführte Studie.

Eine fleischarme oder vegetarische Ernährung bietet nicht nur gesundheitliche und auch ökologische Vorteile, sondern sie schmeckt auch einfach besser! Nicht zufällig betonen Spitzenköche mittlerweile, dass Ihnen die vegetarische Küche viel mehr kreative Möglichkeiten bietet“ so Thomas Schönberger, Vorsitzender des Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. (VEBU).


 

Die Europäische Vegetarier Union wünscht allen einen schönen Weltvegetariertag 2007:

Welt-Vegetarier-Tag 1. Oktober

Auf Initiative der nordamerikanischen Vegetarier Organisation (North American Vegetarian Society) wurde am Welt-Vegetarier-Kongress in Schotland 1977 der 1. Oktober als Weltvegetariertag ausgerufen. Seither feiern vegetarische Organisationen überall auf der Welt diesen besonderen Tag jedes Jahr. Der Weltvegetariertag hat die segensreichen, mitfühlenden und lebensbejahenden Aspekte des Vegetarismus zum Thema, von denen einige nachfolgend aufgezählt werden:


Gesundheitliche Beweggründe
" ...eine umsichtig geplante vegetarische Ernährung ist gesund und angemessen, bietet gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Heilung von gewissen Krankheiten." (Stellungname der ernährungswissenschaftlichen Vereinigung von Amerika und Kanada im Juni 2003)


Mitgefühl mit Tieren
* 800 Millionen Hühner, 15 Millionen Schafe, 9 Millionen Schweine und 3 Millionen Rinder werden jedes Jahr allein in Großbritannien geschlachtet. (Quelle: Compassion in World Farming)
* "Die Frage heisst nicht: können Tiere denken oder reden, sondern können sie leiden." (Jeremy Bentham)


Ökologisches Bewusstsein
* Beispiel: zunehmender Wassermangel: Man braucht 100.000 Liter Wasser für die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch und nur 500 Liter für ein Kilogramm Kartoffeln (Quelle: Compassion in World Farming Trust, 2002)
Individueller Beitrag zur Lösung des Welthungerproblems
* Ungefähr 60 % des Weltverbrauchs von Gerste, Roggen, Hafer, Hirse u.a. wird für Tierfutter verwendet.
* In Industrieländern wird ein zunehmender Anteil der Weizenernte an Tiere verfüttert – 45 Prozent des Gesamtverbrauchs in der EU.
* Es wird erwartet, daß "selbst im Jahr 2030 noch ungefähr 440 Millionen Menschen hungern werden." (Quelle: FAO – World agriculture 2015/2030)


Nachfolgend geben wir einige Vorschläge, wie man den Weltvegetariertag angemessen begehen kann:
Einladung zu einem besonderen Essen für Familienangehörige und Freunde
Vorbereitung eines vegetarischen Essens für die lokale Gemeinschaft mit Einladung an VIPs
Stände auf öffentlichen Plätzen und Verteilung von Informationsmaterial
Verkauf von Kochbüchern
Organisieren von Sonderprogrammen in Schulen und Universitäten
Teilnahme an Radio- und Fernsehsendungen
Anzeigen in Zeitungen
Aufforderung an Zeitungen, Dokumentationen über den Vegetarismus zu publizieren
Mahnwachen und Märsche
Aufsatz- oder Kunst-Wettbewerb im Rahmen von Vegetarismus-Themen ausschreiben
Forderungen nach vegetarischem Essen in öffentlichen Einrichtungen stellen
Solidarität zeigen durch das Sammeln von vegetarischen Lebensmitteln für ein kostenloses Essen
Verschicken von Postkarten (Englische e-cards kann man hier finden: http://www.dgreetings.com/vegetarianday )


Die Europäische Vegetarier Union wünscht allen einen schönen Weltvegetariertag 2006.


Offener Brief der
EUROPÄISCHE VEGETARIER UNION
an den Generalsekretär der UNO Kofi Annan
zur WHO/FAO Konferenz in Rom


Sehr geehrter Herr Generalsekretär,


anlässlich einer WHO/FAO Konferenz in Rom verschickte die FAO eine Presseerklärung mit Datum vom 18. Mai 2006, in der festgestellt wurde, "dass die Ernährung in der EU sich immer mehr verschlechtert, dass der Anteil an Fetten, besonders gesättigten Fetten, Zucker und Cholesterin zu hoch ist" und damit zu der dramatischen Situation beiträgt, dass jedes Jahr mehr als 400.000 Kinder übergewichtig werden.
Zunehmendes Übergewicht bedroht die Europäer mit Herzkrankheiten, hohem Blutdruck, Schlaganfall, Diabetes, Atembeschwerden, Arthritis und verschiedenen Arten von Krebs.
Auch in den USA geriet die öffentliche Gesundheit im vergangenen Jahrzehnt massiv unter Druck durch die Zunahme von übergewichtigen Menschen.
Während einer Tagung in Brüssel vom 11. bis 12. Mai 2006 haben sich EU und USA zusammengetan und eine gemeinsame Strategie gegen Übergewicht entwickelt, das der Europa-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz Markos Kyprianu als die "größte gesundheitliche Herausforderung des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. 1
Eine bewegungsarme Lebensweise spielt in dieser dramatischen Situation sicherlich auch eine Rolle, aber - und so erklärt es auch die FAO - die Ernährung ist eine der Hauptursachen.
Wenn sie so gefährlich sind, warum kaufen dann die Menschen diese Unmengen an fettreichen tierischen Produkten?
Die EU-Landwirtschaftspolitk, die alles massiv subventioniert, nur keine pflanzlichen Produkte, mag eine der Ursachen sein, wenn die Verbraucher eher cholesterinhaltige Lebensmittel kaufen als teureres Obst und Gemüse.
Die Situation in den USA ist ähnlich. Mark Muller, Direktor des Instituts für Landwirt-schaft und Handel und sein Umwelt- und Landwirtschaftsprogramm2 sagt: "Wenn wir uns ernsthaft mit dem Übergewichtsproblem beschäftigen wollen, sollten wir Märkte schaffen, die gesunde Nahrungsmittelproduktion und -verbrauch fördern. Im Moment macht die Landwirtschaftspolitik gerade das Gegenteil."
Es wird von Tag zu Tag offensichtlicher, dass die Erforschung und Förderung von Alternativen zur traditionellen fleisch-zentrierten Ernährung längst überfällig ist, und deshalb begrüßen die unterzeichnenden Vegetarier-Verbände den Kampf der UN gegen das Übergewicht. Allerdings möchten wir die FAO/WHO-Experten dazu ermuntern, auch den nächsten Schritt zu tun, die Vorteile einer gesunden vegetarischen Ernährung3 zu untersuchen, die neben vielen anderen Vorzügen
∑ gesättigte Fette vermeidet und durch Antioxidantien und Ballaststoffe ersetzt
∑ Cholesterin reduziert, das man nur in tierischen Produkten findet
∑ eine große Anzahl von Gefahren für die Gesundheit drastisch reduziert oder ganz ausschaltet
∑ eine Gewichtsreduktion zur Folge ha-ben kann (es ist erwiesen, dass Vegetarier schlanker sind als die durchschnittliche Bevölkerung)
Sehr geehrter Herr Generalsekretär, wir sind gerne bereit, alle Initiativen der Vereinten Nationen zu unterstützen, die zu einer Empfehlung für einen gesunden und verantwortungsbewussten vegetarischen Lebensstil führen, der den Menschen zu besserer Gesundheit verhilft und eine entscheidende Rolle dabei spielt, wenn es darum geht eine bessere Welt für alle zu schaffen.
Mit freundlichen Grüßen
Renato Pichler, Präsident, EVU, 22.5.2006

 

Meatout 2006 - Aktionsaufruf 18.3. -20.3.2006

Der Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. - VEBU (und auch die Öster.Vegetarier Union - ÖVU) ruft am ersten Frühlingswochenende vom 18. - 20.03.2006 zu einer bundesweiten Frühlingsaktion unter dem Motto " Meatout 2006 - Gesund ohne Fleisch !" auf.

Angesprochen sind alle Organisationen und Einzelpersonen, die sich der vegetarischen oder veganen Ernährung, dem Tierschutz
oder / und den Tierrechten verpflichtet fühlen.Meatout, das ist das Motto dieser Aktionstage.

Meatout gibt es seit 1985, es wurde von Farm (Farm Animal Reform Movement) in den USA initiiert und findet auf der ganzen Welt
immer mehr Unterstützer.

Wir nennen jetzt unsere Aktionstage auch Meatout, denn wir wollen uns solidarisch zeigen und finden:
Wird auf der ganzen Welt unter diesem Motto etwas unternommen, ist die Medienwirksamkeit deutlich größer, als wenn
jede Gruppe "ihr eigenes Süppchen kocht"
.
Auf europäischer Ebene koordiniert die European Vegetarian Union (EVU) die Kampagne und wird auf der Ebene
die Pressearbeit leiten.
Es gibt bezüglich der Gestaltung der einzelnen Aktionen keinerlei Vorgaben. Das bleibt jedem Einzelnen, bzw. jeder Gruppe überlassen.
Wer einen Infostand organisieren kann, bitte, wer auf der Straße Handzettel verteilen möchte, bitte gerne, wer Theater spielen
möchte, wunderbar, wer eine politische Rede halten möchte, nur Mut, wer Interessierten leckere vegetarische oder vegane
Häppchen kredenzen möchte, feel free. Ihr habt also reichlich Raum für Kreatives. Wir wollen Interesse wecken und aufklären.

Vegetarisch oder vegan ist köstlich, gesund und "ehrlich".
Ernährung als Umweltschutz,
Ernährung als Basis menschlicher Werte und vor allem Ernährung als Voraussetzung für Gerechtigkeit und Frieden.

Meatout wird neben Joaquin Phoenix und Pamela Andersen auch unterstützt von der Schauspielerin Stephanie Kindermann, der Deutschen Meisterin im Amateur-Boxen Elena Walendzik, der Deutschen Meisterin im Rugby mit St. Pauli Johanna Jahnke, dem Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz und dem Kabarettisten Ingo Insterburg.


Importverbot für Hunde-und Katzenfelle

Hunde-und Katzenfelle. Endlich ab 1.1.2009 gilt ein EU-weites Import- und Handelsverbot. Doch skrupellose Geschäftemacher wollen noch schnell aus der Verzweiflung kranker Menschen Kapital schlagen. Lesen Sie dazu einen Artikel aus der anima Nr 1/2008. Rocky, das Redaktionshündchen schreibt dort unter demTitel Achtung Falle – Achtung Felle :


Heute, meine lieben Freunde, möchte ich Ihnen über die Vorgangsweise von skrupellosen Geschäf-te-machern erzählen, die mein Frauchen und mich aus zweierlei Gründen empört. Es geht nämlich einerseits um entsetzliches Tierleid und andererseits um das schamlose Abkassieren bei meist sehr ver-zweifelten, kranken und alten Menschen. Lassen Sie mich mehr darüber berichten:

Vor wenigen Wochen flatterte aus dem Briefkasten meines Frauchens ein Flugblatt. In großen Lettern stand das Wort „Schmerzen“ darauf. Dann die Frage: „ Leiden auch Sie unter Rheuma, Bandscheibenleiden, Ischias- und Nierenschmerzen, Schlafstörungen, Nervenschmerzen ...?
Dagegen können Sie jetzt etwas tun! Die Anwendung ist einfach, mühelos und ohne Zeitaufwand. Keine Salbe, kein Medikament. Eine Wohltat für den schmerzgeplagten Körper. Mit der Kraft der Natur....“. Weiters Auszüge aus Dankschreiben von Menschen, die dieses „Wundermittel“ bereits verwenden und die Aufforderung, einen „Gutschein für eine Gratisinformation“ rasch einzusenden. Was kann das bloß sein?


Mein Frauchen wusste bereits bestens Be-scheid. Es war wieder einmal ein Flugblatt einer nahen Firma, die Katzenfelldecken vertreibt. Schickt man den „Gutschein“ ein, steht unangemeldet ein Vertreter vor der Haustür der Linderung aller Schmerzzustände und Krankheiten verspricht, wenn man schnell den Kaufvertrag für sein „Naturprodukt“ unter-schreibt und gleich Bares auf den Tisch legt. Ist man nicht gleich zu einem Geschäftsabschluss bereit, wird Druck auf die oft überforderten betagten Menschen ausgeübt. Ist man gar nicht zu überreden, endet der „Besuch“ mit aggressiven und beleidigenden Beschimpfungen. Respekt und Mitgefühl vor alten kranken Menschen sind diesen Qualprodukt-Vertretern völlig fremd, erst gar nicht zu reden von den Tieren, die für diesen wirkungslosen Unsinn ihr Leben lassen müssen. Auch darüber weiß mein Frauchen gut Bescheid.


Ich war fassungslos, als sie mir erzählte, dass sie Filmmaterial über die Haltung und Tötung von Katzen und meinesgleichen gesehen hat, die einen vor Entsetzen erstarren lassen. Nach einem elenden Leben wird den Tieren nicht selten noch lebend das Fell abgezogen. Hunde liegen noch röchelnd ohne Fell auf dem Boden, Katzen schreien während des Häutens und versuchen danach noch wegzukriechen. Mein Frauchen hat nach diesen Bildern nächtelang nicht geschlafen, weil die Bilder der geschun-denen Tiere nicht mehr aus ihrem Kopf wollten. Hunde- und Katzenfelle kommen häufig aus China, weil man dort zu sehr günstigen Preisen liefert. In den letzten Jahren fanden diese als Pelzkrägen, Verzierungen usw. leider in der Textilbranche großen Anklang.


Tierschützer haben intensiv für ein Importverbot dieser tierquälerischen „Ware“ gekämpft. Tatsächlich konnte sich der Gesetzgeber voriges Jahr für ein Importverbot entschließen. Leider tritt dieses erst mit Beginn 2009 in Kraft. Ich hoffe doch sehr, dass dann auch der Handel mit dieser, für Tiere so verhängnisvollen Ware, beendet werden kann.


Bis dahin möchte ich alle Menschen mit Herz und Verstand vor derartigen Werbeaussendungen warnen. Gehen Sie nicht in die Falle von geldgierigen, unmoralischen Geschäftemachern. Denn wer eine Katzenfelldecke kauft, verursacht immenses Tierleid, verliert viel Geld (eine Doppelbettdecke kostet bei der Fa. 1.400 Euro!!) und behält seine Krankheiten.
Es kann einem schließlich nicht besser gehen, wenn man sich auf zu Tode gequälte Katzen legt, meint Ihr Rocky

 


Veganer wird Weltmeister im Bodybuilding

04. Dezember 2005 Presseinformation
Deutscher Veganer ist Bodybuilding-Weltmeister 2005 · Wandkalender mit veganen Sportlern
Frankfurt / Erfurt – Bei der WFF-Bodybuilding Weltmeisterschaft am 02. und 03. Dezember in Erfurt hat sich Alexander Dargatz aus Frankfurt gegen elf weitere Bodybuilder durchgesetzt und den Gesamtsieg in der Fitnessklasse errungen. Der 28-Jährige Veganer hat damit bewiesen, dass es durchaus möglich ist, sich als Hochleistungssportler rein pflanzlich zu ernähren.
Dargatz, der Drogen und Aufbaupräparate strikt ablehnt, sieht seine Stärke in der Rücken- und Bauchmuskulatur sowie ausgewogener Muskelentwicklung (Symmetrie) und guteer Härte. Viele Kraftsportler reagieren erstaunt, wenn sie erfahren, dass er keine tierliche Nahrung konsumiert. »Der Mythos vom Kraft spendenden Fleisch ist noch sehr verbreitet – auch unter Kraftsportlern«, erklärt der 28-jährige Arzt, der zur Zeit an seiner Doktorarbeit schreibt. »Häufig werde ich gefragt, wo ich denn mein Eiweiss her bekomme. Viele schreiben meine Leistung ‘trotz’ veganer Ernährung einer angeblich ‘guten Genetik’ zu, aber das ist Quatsch. In Bezug auf Kraftsport habe ich eine bestenfalls durchschnittliche Genetik. Außerdem habe ich sechs Jahre lang omnivor trainiert. Und meine Leistung war damals schlechter als heute.«
Diese wahrlich guten Leistungen (2-facher Deutscher Vizemeister 2005, Europa- und Weltmeister 2005) schreibt er einerseits seinem konsequenten Training, andererseits aber auch seiner gesunden veganen Ernährung zu. »Ich esse so viel wie möglich aus Bio-Anbau und so gut wie keine Fertigprodukte – nichts mit chemischen Zusatzstoffen. Außerdem achte ich auf einen gewissen Rohkostanteil – viel Frisches und Vollwertiges. Wenn ich diäte, verzichte ich vollständig auf Zucker und Gebäck und erhöhre meinen Proteinanteil, wenn ich versuche aufzubauen, esse ich so viel wie es bequem möglich ist. Ich stopfe mich nicht voll wie viele andere Kraftsportler. Ich versuche, ausgewogen in Bezug auf die Nahrungsmittelgruppen und relativ proteinreich zu essen.«
Als Dargatz im Sommer 2000 vegan wurde und damit den Konsum von Fleisch, Fisch, Milch, Eiern und anderen tierlichen Produkten strikt aufgab, stellte sich sein ganzer Körper um. »Anfangs bin ich etwas schwächer geworden, aber später habe ich Gewicht und Kraft wiedererlangt und außerdem sämtliche alte Bestleistungen übertroffen.«
Diese Erfahrung hat auch Brendan Brazier aus Kanada gemacht. Der kanadische 50km-Ultra-Marathon-Champion 2003 und professionelle Ironman-Triathlet lebt seit 15 Jahren vegan um seine sportlichen Leistungen sogar noch zu steigern. Er unterstützt auch zusammen mit weiteren Athletinnen und Athleten wie der Olympionikin Fiona Oakes aus Großbritannien Alexander Dargatz’ Fit Vegan Photo Calendar 2006. Die Motive des Wandkalenders zeigen ausnahmslos vegane Sportlerinnen und Sportler, die mit dem Vorurteil aufräumen, dass Veganer schlapp, krank und schwächlich seien.
Bei allen Sportlern, die sich mit einem Foto an diesem Projekt beteiligt haben, spielt auch der ethische Aspekt für ihre Ernährungsform eine Rolle. Daher spendet Dargatz den erzielten Gewinn an Tierrechtsvereine und Gnadenhöfe. Auch voice-design aus Offenbach unterstützt dieses Projekt gerne und übernahm kostenlos die Gestaltung des Kalenders.
Somit ist der Fit Vegan Photo Calendar 2006 nicht nur ein optisch schönes und ästhetisches sondern auch ein sozial engagiertes Geschenk für alle Sportler, Veganer, Familienmitglieder und Freunde.

Fit Vegan Photo Calendar 2006
Format DIN-A3, 14 farbige Seiten (davon 12 Monatsblätter), 12,95 Euro
Erhältlich bei: SO-JA Versand, Steilshooper Straße 33, D-22305 Hamburg,
Bestellhotline 0700 / 22 55 76 52, www.so-ja.de

 


Donald Watson gestorben

Aus der Website der Vegan Society, England:
In grosser Trauer geben wir den Tod von Donald Watson, dem Gründer der englischen Vegan Society (1944) und Schöpfer des Wortes "vegan" bekannt.
Donald ist am 16.November 2005 in seinem Heim in Nordengland im Alter von 95 Jahren gestorben.

Siehe das in der anima Nr.2/2005 wiedergegebene Interview mit Donald Watson.


Miss Schweiz: ,Ich werde nie eine Bratwurst essen’

betitelte das Schweizer Journal,20 Minuten’ einen Bericht über die Wahl der Miss Schweiz 2005. Tatsächlich, die am 17.September gewählte Laurianne Gilliéron ist Vegetarierin, und das seit ihrem siebten Lebensjahr. Die dunkelblonde Jus-Studentin stammt aus Prilly nahe Lausanne in der französischen Schweiz.,Maße 168 cm groß, 85 – 60 –91. Ißt viel Salat und Gemüse. Geht regelmäßig ins Fitness-Studio’ und,Ich sollte gewinnen, weil ich die Schweiz bereits an internationalen Tanz-Wettbewerben repräsentiert habe, was mich immer stolz machte.’ steht in ihrem Steckbrief auf der Website w ww.missschweiz.ch.
Insgesamt hatten sich 400 Bewerberinnen um den Miss-Titel beworben. Im Vorfeld waren die 16 Kandidatinnen, die in die Endrunde kamen, in den Medien umfassend vorgestellt worden Die Miss Schweiz wurde dieses Jahr erstmals nach einem neuen Modus unter stärkerem Einbezug des Publikums gewählt. Bisher entschied die Jury, die Zuschauer hatten zusammen nur eine von neun Stimmen. Die Jury wurde dieses Mal von acht auf sechs Mitglieder reduziert. Bei den ersten beiden Durchgängen wogen Jury- und Publikumsentscheid je 50 Prozent. Unter den letzten drei im Rennen verbliebenen Kandidatinnen oblag die Kür dann einzig und allein dem Fernsehpublikum.
Warum sie Vegetarierin ist:
Die Vorstellung, fürs Essen Tiere zu töten, finde ich schrecklich.


Ü brigens, Laurianne Gilliéron ist nicht die erste Fleischverweigerin, die das Missenkrönlein trägt. Auch 2003 war der Posten mit einer Vegetarierin besetzt, der kaffeefarbenen Psychologin Bianca Sissing, Tochter einer Südafrikanerin und eines in Kanada lebenden Schweizers. Über die Schweiz hinaus wurde sie durch eine Anzeigekampagne der Tierschutzorganisation PETA bekannt. Nur bekleidet mit einem sexy Bikini aus Wirsingkohl warb sie auf dem Plakat für gesunde vegetarische Ernährung. Bianca Sissing seit vielen Jahren Vegetarierin, wollte mit dieser Aktion ein Zeichen setzen:
,Nachdem ich gesehen habe, wie die Tiere in Schlachthöfen oder auf Tiertransporten behandelt werden, war es für mich klar: Ich esse nie wieder Fleisch!’


Ohne Fleischkonsum zum 6. mal den härtesten Triathlon der Welt gewonnen
Natascha Badmann gewann 16. Okt. 2005 zum sechsten mal den
Ironman-Triathlon in Hawaii. Sie führt ihre Leistungsfähigkeit unter anderem auf den Verzicht auf die
belastende Fleischkost zurück.
http://www.nataschabadmann.ch/


Der wahre Fleisch-Preis
Vogelgrippe: Viele Fragen und eine Antwort

In einem Interview mit der BBC wurde Samuel Jutzi, Direktor der
FAO-Abteilung Tierproduktion und Gesundheit, gefragt, was die wirksamsten
Möglichkeiten zur Abwehr des gefährlichen Vogelgrippe Virus H5N1 sei, das
sich langsam in Europa einschleicht und Fleischesser und Vegetarier
gleichermassen in Angst und Schrecken versetzt.

Die Antwort war, daß entsprechender finanzieller Einsatz und die
Entschlossenheit, mit dem Virus auch Tiere auszurotten, die entscheidende
Rolle spiele in Fragen der Sicherheit europäischer Bürger. Allerdings gäbe
es keinen Plan für Tötungsaktionen wilder Vögel, denn selbst wenn diese an
der Vogelgrippe erkrankten, würde sich das Problem nach einer Weile von
selbst regeln und die Tierkrankheit ohne Auswirkungen auf Menschen bleiben.
Diese Aussage führt zu der berechtigten Annahme, dass die für Fleisch
gezüchteten Hühner die Ursache für die drohende Pandemie sind, vor der sich
alle so sehr fürchten.

Waere es dann nicht auch folgerichtig, in einer solchen Situation für den
Verzicht auf Hühnerfleisch zu werben, auch wenn dies schwierig ist für
diejenigen, die sich für dieses Fleisch entschieden haben, weil sie die
Konsequenzen von BSE und von anderen für die menschliche Gesundheit
gefährlichen Tierkrankheiten fürchten und auch mit Hormonen, PCB, Dioxin und
Quecksilber verseuchte Fische nicht mehr essen mögen?
Warum gibt die FAO nicht öffentlich zu, daß wegen grenzüberschreitender
Tierkrankheiten sicheres Fleisch nicht mehr garantiert werden kann?
Warum hat keine Institution den Mut zur der Aussage, dass der Verzehr von
Fleisch zunehmend riskanter wird?

Warum wird an den Symptomen des Vogelgrippe herumgedoktert, die Wurzel des
Problems aber nicht beachtet?

Warum vermeidet die WHO die Förderung des Vegetarianismus, obwohl jede ihrer
Ernährungsempfehlungen den Wert von Obst und Gemüse immer wieder und immer
nachdrücklicher unterstreicht?


Warum werden keine amtlichen Gesundheitswarnungen bei Fleisch herausgegeben?
Warum besteht die Schadensbegrenzung bis jetzt hauptsächlich im Töten von
vielen Millionen fühlender Wesen und der Empfehlung, das Fleisch der jeweils
nicht betroffenen Tierarten zu essen, welches zur gegebenen Zeit als
verhältnismäßig sicher gilt (bis auf weiteres)?

Warum ist in der industrialisierten Welt trotz aller Probleme das Fleisch
immer noch stark subventioniert - auf Kosten der Steuerzahler?
Warum ignorieren internationale, europäische und nationale Gesellschaften
nach wie vor die Tatsache, daß eine vegetarische Lebensart gesund ist, was
von unabhängigen Wissenschaftlern immer wieder bestätigt wird?
Was muss eigentlich noch geschehen, bis Experten die Notwendigkeit erkennen,
die Vorteile einer fleischlosen Lebensweise ernsthaft zu untersuchen?

All diese Fragen führen zu einer Folgerung: Da die Produktion und der
Verzehr von Fleisch riskant ist, eine enorme Belastung für die Ökologie der
Welt darstellt, das Problem des Welthungers verstärkt und die Sicherheit
künftiger Generationen in Frage stellt, können wir uns Fleisch nicht mehr
leisten!

Renato Pichler
Präsident
Europäische Vegetarier Union, 18.10.2005
www.european-vegetarian.org



 

 


Vegetarische Lebensweise für die Zukunft unseres Planeten
Pressemeldung der Europaeischen Vegetarier Union


35. Tag der Erde, 22. April 2005


Am 22. April 2005 wird zum 35. Mal der Tag der Erde gefeiert. Die
Europäische Vegetarier Union (EVU) nimmt dieses Ereignis zum Anlass, auf die
herausragende Bedeutung einer intakten, im Gleichgewicht befindlichen Natur
für den Menschen bzw. das ganze Leben auf dem Planeten Erde hinzuweisen.
" Für uns steht dabei natürlich die Bedeutung der vegetarischen Ernährung als
entscheidender Umweltschutz-Faktor im Vordergrund", sagt Guido Barth,
Pressesprecher der Europäischen Vegetarier Union.
Der Flächenbedarf für den Anbau von Pflanzen für die menschliche Ernährung
ist um ein Vielfaches geringer als für den Anbau von Futtermitteln zur
Produktion von Fleisch. Welches Ausmaß an Verschwendung dahinter steckt,
zeigt allein schon die Tatsache, dass bereits die ausschließlich in den USA
angebauten Futtermittel ausreichen würden, um alle 800 Millionen von Hunger
betroffenen Menschen dieser Welt mit genügend Nahrungsmitteln zu versorgen.
(Cornell University, Ithaca, N.Y.)*
Statt diese Erkenntnisse umzusetzen, wird die Fleisch-Produktion noch
gesteigert und der Bedarf an neuen Anbau- und Weideflächen wächst rapide
weiter. Gerade diese Flächen sind aber stark von Erosion bedroht, was
mittelfristig zur Versteppung weiter Landstriche führt.
Es ist höchste Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und dem
Umweltschutz einen höheren Stellenwert beizumessen. Nach Ansicht der
Europäischen Vegetarier Union ist eine vegetarische Lebensweise dazu bestens
geeignet. Sie ist zeitgemäß, gesund und umweltgerecht und damit ideal für
eine sichere Zukunft auf unserem Planeten.


Kontakt: Guido Barth, Pressesprecher EVU
Rampenstraße 11
D 30449 HANNOVER
guido.barth@european-vegetarian.org

 


Der Dalai Lama VEGETARIER

In einer Rede zu Tier- und Naturschutz bekannte der Dalai Lama, er sei kürzlich zu einer vegetarischen Ernährungsweise übergegangen. "Heutezutage mehr als je zuvor muß das Leben durch ein Verständnis für Universelle Verantwortlichkeit geprägt sein, nicht nur zwischen Nationen und zwischen Menschen sondern auch der Menschen gegenüber den anderen Formen des Lebens." Die Buddhistische Philosophie lasse sich nicht mitt dem Töten und Aufessen von Tieren vereinbaren. Er sei deshalb Vegetarier geworden und lege dies auch jedem Buddhisten nahe. (www.buddhistchannel.tv, 4-05)


 

Vorurteile gegen die vegetarische Ernährung

Pressemeldung der Europäischen Vegetarier Union (EVU) vom 24. Februar 2005


Versuche mit dem Ziel, die vegetarische Lebensweise in Mißkredit zu bringen, sind bekannt. Der neue Fall aber stellt eine besonders bemerkenswerte Kombination von wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen, extremen Lebensbedingungen der untersuchten Kinder und ganz offensichtlicher finanzieller Beteiligung der Fleischindustrie dar.
In einem Vortrag vor der "American Association for the Advancement of Science" in Washington machte Professor Lindsay Allen (Universität von Kalifornien) ernste Anklagen: "Von Tieren stammende Nahrungsmittel haben einige Nährstoffe, die nirgendwo anders enthalten sind. Hinsichtlich der Ernährung von kleinen Kindern und schwangeren und stillenden Frauen würde ich so weit gehen zu sagen, daß es unmoralisch ist, ihnen diese Nahrungsmittel in den Lebensphasen vorzuenthalten."
Unmoralisch? Die Europäische Vegetarier Union kann diese Aussage keinesfalls ak-zeptieren und stellt richtig:
1. Die Behauptung von Professor Allen ba-siert auf einer Studie (1) mit 544 Kindern in Kenia, die sehr einseitig mangelernährt waren und von denen viele eine Reihe von Gesundheitsproblemen hatten, unter ande-rem auch Infektionskrankheiten, die zu in-neren Blutungen führen und damit zu einem Mangel am Vitamin B12 und Eisen. Es ist bekannt, daß ein Mangel an B12 die kognitive Entwicklung von Kindern beeinträchtigen kann. Eine positive gesundheitliche Entwicklung bei zusätzlichem B12 ist also keinesfalls überraschend.
Obwohl die Kinder an einem Mangel an ver-schiedenen Vitaminen und Mineralstoffen litten, konnte durch die zusätzliche Gabe von Milch und Fleisch nur der Wert des Vit-amin B12 im Blutplasma erhöht werden.
Es muß jedoch betont werden, daß von den drei durchgeführten Tests nur einer für die Fleisch-Gruppe günstige Ergebnisse brachte. Bei den beiden anderen ergab die Ernährung ohne tierische Produkte (aber mit Pflanzenöl) die besten Resultate. Bei allen drei Testmethoden hatte die Milchgruppe die schlechtesten Ergebnisse, in einem Fall sogar schlechter als die Kontrollgruppe. Wenn man diesen mangelernährten Kindern eine sorgfältig geplante vegetarische Diät gegeben hätte, man hätte mehr für deren Gesundheit erreicht.
2. In einigen Berichten bezieht man sich auf nicht weiter spezifizierte "Vegetarier-Studien in den Vereinigten Staaten und in Europa/Holland", aus denen hervorgehen soll, daß die Entwicklung eines Kindes ohne Fleisch und Milchprodukte dauerhaft beeinträchtigt werden könne.
Derartige Behauptungen können leicht durch sehr Beweise widerlegt werden:
- Schon seit mehreren hundert oder sogar tausend Jahren sind viele Inder Vegetarier. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen, daß ihnen diese Lebensweise geschadet hätte – genau das Gegenteil ist der Fall.
- Kinder in einigen europäischen Familien sind Vegetarier in der vierten oder sogar fünften Generation. Sie sind aufgeweckt und gesund.
- Langjährige Vegetarier sind entsetzt über die von Professor Allen aufgestellten Behauptungen. Sir Paul McCartney, selbst Vater von vier gesunden und erfolgreichen vegetarischen Kindern, weist ihre Anklage als "Quatsch" zurück.
- In ihrem Papier "Vegetarische Ernährung", stellt die American Dietetic Association and Dietitians of Canada (ADA), der größte nationale Verband für Experten in Ernährungsfragen mit fast 70.000 Mitgliedern, fest, daß "eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt. [...] Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische Ernährungsweisen bieten eine Reihe von Ernährungsvorteilen.
3. Die Untersuchungen von Professor Allen lassen sogar bei unbefangenen Beobachtern Zweifel an deren Objektivität aufkommen: Sie wurden auf einer Konferenz "Tierische Nahrungsmittel und Ernährung in Entwicklungsländern" vorgestellt, die in Washington im Juni 2002 stattfand und von einer Reihe von Viehzucht- und Fleischgenossenschaften finanziell gefördert wurde, unter anderem von der Vereinigung der amerikanischen Rinderzüchter.
Zusammenfassung: Die Europäische Vege-tarier Union stellt fest, daß eine vegetari-sche Ernährung ausgewogen sein sollte, wie jede andere auch. Jedoch haben umfangreiche Studien, die über lange Perioden und mit Tausenden von Teilnehmern durchgeführt wurden, immer wieder bewiesen, dass die vegetarische Lebensweise gesund ist.
Renato Pichler
Geschäftsführender Präsident der Europäische Vegetarier Union (EVU) www.european-vegetarian.org
Kontakt: EVU Sekretariat Tel. +32 65 362584,
e-mail: evu@ivu.org


Wasser für Fleisch oder für Getreide?

Offener Brief an Herrn Dr, Jacques Diouf,
Generaldirektor der Nahrungsmittel-und Landwirtschaftorganisation der Vereinten Nationen, Rom

 
 
Sehr geehrter Herr Dr. Diouf,
 
In einer Pressemitteilung vom  21. Maerz 2005 mit dem Titel ' Wasser für Leben ', bezog sich die FAO auf  'die Notwendigkeit einer angemessenen Politik zum schonenderen Gebrauch von Wasser ', weil man 'eine Tonne Wasser zur Erzeugung von einem Kilogramm Weizen benoetigt'. 1)
 
Die Europaeische Vegetarier Union weist ausdruecklich darauf hin, dass der Wasserverbrauch fuer die Herstellung von Fleisch noch viel hoeher ist und daher auch erwaehnt werden muss.
 
Schon im letzten April erklaerte das International Water Institute Stockholm, dass  'die Landwirtschaft sehr große Mengen zusaetzlichen Wassers benoetigen wird.  Folglich wird Wasser für Landwirtschaft ein GROSSES Thema in den naechsten Jahrzehnten sein.' 2)
 
In ihrem 2004-Bericht 'The global benefits of eating less meat' (Der globale Nutzen von reduziertem Fleischkonsum) 3)  erklaert der 'Compassion in World Farming Trust': 'In seinem Buch 'Cadillac Desert: the American West and its disappearing water' argumentiert Marc Reisner, dass ein Pfund Rindfleisch 20 bis 80mal mehr Wasser als die 400 bis 1000 Liter benötigt, die man zur Herstellung von einem Pfund Mais benoetigt. Im 'New Scientist' (Ausgabe 18. Mai 2002) wird eine Studie aus dem Jahr 1998 im 'Forbes Magazin' vorgestellt, die angibt, daß man 50.000 Liter Wasser zur Herstellung von einem Kilogramm Beefsteak braucht. David Pimentel, ein Spezialist fuer Wasser-Ressourcen von der amerikanischen Cornell Universitaet, glaubt, daß diese Zahl noch viel zu niedrig ist und erhoeht sie auf 100.000 Liter Wasser pro Kilo Rindfleisch (verglichen mit 500 l für 1 Kilo Kartoffeln, 900 l für Weizen und Alfalfa (Luzerne), 1100 l für Sorghum (Hirsegetreideart), 1400 l für Mais, 1910 l für Reis und 2000 l für Sojabohnen).
 
In diesem Kontext ist es erwaehnenswert, dass ein großer Prozentsatz der globalen Getreideernte nicht fuer die hungernden Menschen bestimmt ist, sondern fuer die Fuetterung von Tieren. Dasselbe gilt fuer 90 Prozent der Sojabohnen aus Bralien, fuer deren Anbau grosse Teile des Regenwaldes zerstoert werden.
 
Die FAO erklärte, daß der 'Sektor Landwirtschaft einer komplexen Herausforderung' gegenuebersteht und listet eine Reihe moeglicher Massnahmen auf. Leider ist in dieser Aufstellung weder eine Verringerung des Fleischverbrauchs, noch der Vegetarismus beruecksichtigt oder auch nur angedeutet. Das ist sehr bedauerlich, da bei dem Streben nach einer nachhaltigen und humaneren Ernaehrung 'die hundertprozentige Reduzierung im Fleischverbrauch bei nur einer Person dabei helfen kann, sechs Menschen zu 'subventionieren', die ihren Fleischverbrauch noch nicht zurueckgeschraubt haben'.3)
 
Die Europaeische Vegetarier Union bittet Sie persoenlich, neue und vielversprechende Alternativen in Erwaegung zu ziehen und den Vegetarismus, eine sanfte und vorteilhafte Art der Ernaehrung, nun ernsthaft ueberpruefen zu lassen.
 
Mit freundlichem Gruss
 
Renato Pichler
Amtierender Praesident
Europaeische Vegetarier Union
www.european-vegetarian.org
  24.3.2005
 
1) http://www.fao.org/newsroom/en/news/2005/100274/index.html
2) 2004 Stockholm Water Symposium http://www.siwi.org/press/presrel_04_SWS%20Conclusions.htm
3) Compassion in World Farming Trust: The global benefits of eating less meat (2004)
 


 

Offener Brief an den Präsidenten des Europäischen Parlaments

EUROPÄISCHE VEGETARIER UNION
 
OFFENER BRIEF   
 

Herrn Josep Borrell Fontelles
Präsident des Europäischen Parlaments
Brüssel – Strassburg

Sehr geehrter Herr Präsident,

der Vorstand und die Mitglieder der Europäischen Vegetarier Union (EVU), eine für die Interessen von Millionen europäischer Vegetarier arbeitende Dachorganisation, möchte Ihnen und allen neu gewählten EU-Parlamentariern dazu gratulieren, dass Sie nun ein neues und besseres Europa für 435 Millionen Bürger gestalten dürfen. Der vegetarische Lebensstil hat viele Facetten, die auch Umweltbewusstsein und Fürsorge für Tiere einschliessen. Daher bitten wir Sie, mit aller dem Europäischen Parlament verfügbaren legislativen Gewalt zukünftige landwirtschaftliche Überproduktion zu verhindern und zur Beseitigung der katastrophalen Folgen des Intensiv-Anbaus beizutragen, wie z.B. hohe Nitrat-Konzentrationen  in Boden und  Grundwasser von 15 EU-Mitgliedsstaaten. Lassen Sie nicht zu, dass alte Fehler in die neuen Mitgliedsstaaten exportiert werden, in denen bisher, glücklicherweise, Anbau und Tierhaltung noch weniger intensiv praktiziert werden.
 
Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind erste viel versprechende Schritte bereits getan, aber ein allgemeines Verständnis, dass Tiere mehr sind als Produktionsmittel, ist noch nicht zu erkennen. Tiere sind fühlende Wesen mit einem Recht auf Respekt und auf ein Leben ohne Leiden. Leider deutet die heutige Situation auf allgemein mangelndes Interesse an einer menschlicheren Behandlung von Tieren hin.Der Etat für die Landwirtschaft beläuft sich auf ungefähr 50% des gesamten EU-Haushaltes. Das ist sehr viel Geld. Leider wurde bisher ein grosser Teil dieser Mittel für die Finanzierung von Massenschlachtungen im kurzfristigen Interesse gewisser Wirtschaftskreise, Töten von neugeborenen Kälbern, Aufzucht von Stieren für Stierkämpfe und zum Transport von Tieren zu Schlachthäusern, quer durch Europa und darüber hinaus, ausgegeben. Fraglos gibt es sinnvollere Möglichkeiten, diese enormen Mittel zu investieren.
Im Namen aller betroffenen Bürger und im Interesse der misshandelten Tiere ruft die Europäische Vegetarier Union alle Entscheidungsträger der EU auf, den Weg zu einer humaneren Zukunft zu ebnen und fordert: Schluss mit Subventionen für Grausamkeiten

.Herma Caelen
Generalsekretärin
Europäische Vegetarier Union, 21 Juli 2004


 


 




Inhalt:

Archiv

 

#MeatoutMeatout 2006 - Aktionsaufruf 18.3. -20.3.2006

Jilll’s Day 2005 (1.2.2005)

Protest gegen Peter Singer (1.12.2004)

Erwin Kessler, Schweizer Vgt-Chef verurteilt (30.11.2004)

Animals’ Angels (30.11.2004)

Stierkampf-Kontroverse (10.12.2004)

Neo-Ö3-Moderator Gerald Fleischhacker (10.12.2004)

Lohnsklaverei auf Schlachthöfen (7.4.2004)

Die Helle Not

Tierversuche (21.4.2004)

Schokolade Gift für Hunde (20.9.2003)

Katzen- und Hundefell, Verbotsforderung (12.2.2004)

Europäische Vegetarier Union: Resolution der anläßlich der EU-Erweiterung (28.12.2002)

Professor Hertha Heger gestorben. (28.10.2003)

 

B. Gesundheit

US - Ernaehrungswissenschaftler
-
zur Vegetarischen Ernährung (siehe unter "Gesundheit und Ernährung" und unter "anima", Nr. 1/2004)

Prostatakrebs (2001)
Dickdarmkrebs (15.4.2001)

Udo Pollmer und Vollkorn - Vollkornbrot Abführmittel? (30.1.2003)
Warum keine Kennzeichnung für Vollkornbrote ?

 

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Jill's Day 2005
Am 1.Februar 1995 wurde die junge Engländerin Jill Phipps bei einer Demonstration gegen die grausamen Todestransporte von zwei bis drei Wochen alten Kälbchen in England von einem Tiertransporter überrollt und getötet. Sie hinterließ einen neunjährigen Sohn.
Zum Gedenken an das Opfer fandam 5.Februar in Coventry (Central Hall) eine Gedenkfeier, und verschiedene weitere Veranstaltungen statt. Näheres unter www .jillsday2005.co.uk

Protest gegen Peter Singer
Der australisch-amerkanische Philosoph, dessen Wiener Großeltern dem Holocaust zum Opfer fielen, – mit seinem Buch animal liberation/Befreiuung der Tiere (1975) einer der Väter der Tierrechtsbewegung – wurde vom Philosophischen Institut der Universität Düsseldorf zu einer Vorlesung zum Thema „Animals and Ethics“ bzw. zu einer weiteren Veranstaltung in Heidelberg im Dezember 2004 eingeladen.
Mit einem offenen Brief protestierte dagegen die Fachhochschule Düsseldorf. “Für den Forschungsschwerpunkt «Rechtsextremismus und Neonazismus» stelle sich die Frage, ob den Veranstaltern nicht bekannt ist, dass sich Peter Singer mit seinen Thesen zwar für die Rechte der Tiere einsetzt, gleichzeitig aber auch die Tötung Behinderter legitimiert.“

Uns stellt sich die Frage, ob Redeverbote und Zensurmethoden, wie sie zur Nazizeit üblich waren, Probleme lösen hilft.

Zur Abrundung noch ein Zitat aus Singers Praktische Ethik:
„ Es ist wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, daß ich die Absicht verfolge, den Status der Tiere zu heben, nicht aber, den der Menschen zu senken. Ich möchte nicht vorschlagen, geistesgestörte Menschen mit Lebensmittelfarben zwangszuernähren, bis die Hälfte von ihnen stirbt – obwohl uns dies sicherlich exaktere Hinweise dafür gäbe, ob eine Substanz für Menschen ungefährlich ist, als es die Versuche mit Kaninchen und Hunden vermögen.
Ich möchte allerdings unsere Überzeugung, daß es falsch wäre, geistesgestörte Menschen so zu behandeln, gern auf nicht menschliche Lebewesen übertragen wissen, die auf einer ähnlichen Stufe des Selbstbewußtseins stehen und ähnliche Leidensfähigkeit besitzen. Es wäre übertrieben pessimistisch, auf die Veränderung unserer Verhaltensweisen zu verzichten – nur weil dies etwa dazu führen könnte, daß wir die Geistesgestörten mit derselben Rücksichtslosigkeit wie heute die Tiere behandeln -, anstatt den Tieren größere Rücksichtnahme angedeihen zu lassen, wie sie heute gegenüber den Geistesgestörten üblich ist.“ (anima 4/2004)

Erwin Kessler, Schweizer Vgt-Chef verurteilt

Das Zürcher Obergericht als Berufungsgericht hat imSpätherbst 2004 eine fünfmonatige unbedingte Gefängnisstrafe gegen Dr. Erwin Kessler, den Präsidenten des Schweizer Vereins gegen Tierfabriken (VgT) verhängt. Keßler, bereits einschlägig vorbestraft, hat Nichtigkeitsbeschwerde angekündigt. Die ihm zur Last gelegten Tatbestände reichen bis 1994 zurück. Kern ist der Vorwurf der Rassendiskriminierung durch verschiedene Veröffentlichungen in seinem erbitterten Kampf gegen das Schächten. Interessanterweise war ihm wenigstens von der Unterinstanz auch die Publizierung einer Seite aus Manfred Kybers Buch „Tierschutz und Kultur“ 1998 zur Last gelegt (welche konnten wir nicht erkunden). Jeden, der Kyber und seine Werke, etwa die Drei Lichter der kleinen Veronika kennt, wird es erstaunen, daß man den Dichter mit Antisemitismus in Zusammenhang bringen kann.
Kessler war ursprünglich vom Bezirksgericht Bülach zu 9 Monaten verurteilt worden und nach Aufhebung des Urteils durch das Obergericht 2003 zu fünf Monaten. Die Oberrichter sahen jetzt, teilweise abweichend von der Erstinstanz, sowohl in Vergleichen des jüdischen Schächtens mit Naziverbrechen in den «VgT-Nachrichten» vom Mai 2002 als auch die Publikation von wesentlichen Teilen eines Medienberichts und des Protokolls einer Gerichtsverhandlung gegen die Holocaust-Leugner Jürgen Graf und Gerhard Förster im Juli 1998 auf der VgT-Homepage den Straftatbestand der Rassendiskriminierung. Ein weiterer Schuldpunkt war Notwehrüberschreitung.
Kessler war im Lauf der Jahre von einem moderaten Anwalt der Nutztiere durch die Lethargie der offiziellen Stellen immer mehr in die Radikalität gedrängt worden.
Manche Katholiken meinen, stand unlängst in einem langen, Kessler gewidmeten Bericht der Schweizer Weltwoche, er hasse alle Katholiken – er fordert nämlich, auch Klöster müßten sich in ihrer Viehwirtschaft ans Tierschutzgesetz halten – , die Juden wiederum fühlten sich von ihm gehaßt wegen seines Sturmlaufs gegen das Schächten.
Kessler mit rund hundert Aktivist/inn/en, 30.000 Mitglieder zählt sein Verein, kontrolliert meist heimlich tierschutzwidrige Viehhaltungen. Das verlaufe meist nach dem Schema: Anzeige mit Fotos; die werden vom Gericht nicht als Beweismittel zugelassen, da ohne Bewilligung geschossen; der Bauer lege Kontrollblätter vor, auf denen die amtlichen Überwacher mit flottem Strich alle Fragen bejahten; Geldbuße gegen Keßler wegen haltloser Anzeige. „Ein Filz aus Bauernverband, Politikern, kantonalen und eidgenössischen Landwirtschafts- und Veterinärämtern.“ Allerdings oft nachträgliche positive Wirkung: Dutzende von staatlichen Betrieben, Schulen, Altersheime etc., auch Klöster hätten nach seinen Aktionen ihre Ställe still und heimlich saniert. (anima 4/2004)

Animals’ Angels,
die von der ehemaligen evangelischen Pfarrerin Christa Blanke gegründete Organisation, die sich speziell der Tiertransporte annimmt, verweist auf die durch die EU-Osterweiterung entstandenen Probleme. Die Grenzen wurden um bis zu 1000 km verschoben, die Transport- und Leidenswege für die Tiere qualvoll verlängert, die Aufgaben für die Organisation sind sehr gewachsen. Sie bittet um finanzielle Hilfe. Nähere Informationen: Animals’ Angels e.V., Mozartstr. 32 D-79104 Freiburg, www .animals-angels.de.

(anima 4/2004)

Neo-Ö3-Moderator Gerald Fleischhacker, 33, der etliche Jahre die Morgenshow des Privatsenders Antenne Steiermark moderiert hatte, in einem Interview (nach dem Alphabet) mit dem Gratis-Wochenblatt Der neue Grazer (Dez.2004):
„ ... G wie Geschnetzeltes. Nein, danke. Ich esse kein Fleisch. ...“


Stierkampf-Kontroverse
Der von Frau Coudenhove-Kalergi vor einigen Monaten in der Wiener Presse publizierte, vom Philosophieprofessor Burger beklatschte Lobebeshymne auf den Stierkampf entgegnete jetzt Univ.Prof. Antal Festetics, in der Nov.Dez.-Ausgabe des Tierbefreiers, Graz, mit Schärfe. (anima 4/2004)


Lohnsklaverei auf Schlachthöfen

Das Hamburger Wochenmagazin DIE ZEIT berichtet in der Ausgabe vom 7.April 2004 unter dem Titel "Und bist du nicht billig..." über extremes Preisdumping bei Fleisch. Das Diktat des Handels sei mächtig.Die Preise verfallen. Deutsche Schlacht- und Zerlegebetriebe seien so gezwungen, illegal rumänische und andere ausländische Arbeiter zu Dumpinglöhnen zu beschäftigen.Erleichtert werde dies durch ein Abkommen zwischen der deutschen und der rumänischen sowie anderen osteuropäischen Regierungen, welches es osteuropäischen Unternehmen gestatte, auf Werksvertagsbasis mit ihren Arbeitskräften indeutschland zu arbeiten.Das Ergebnis - so ein Gewerkschafter - sei ein gewerbsmäßiger Menschenhandel, wie man ihn bisher nur mit Prostituierten kannte. Gegen etliche Großschlächtereien ermittle bereits die Staatsanwaltschaft wegen illegaler Beschäftigung zu Dumpinglöhnen.. Rumänische Arbeiter hätten angegeben, sie seien geschlagen und eingeschüchtert worden, nur weil sie den versprochenen Lohn forderten.

Die Helle Not

Die nächtliche "Lichtverschmutzung", übermäßige Beleuchtung, stört nicht nur die Astronomen. Nachtaktive Insekten orientieren sich bei ihren Flügen am UV-Licht des Mondes oder der Himmelskör-per. Die in Österreich meist eingesetzten Beleuchtungskörper strahlen ein derarti-ges Licht aus, so daß die Tiere geblendet werden und ihre Orientierung verlieren. Sie fliegen zwanghaft die Leuchtkörper an, bis sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen. Starke Beleuchtung kann aber auch Zugvögel gefährden.
" Die Helle Not - Künstliche Lichtquellen, ein unterschätztes Naturschutzproblem", eine Broschüre der Tiroler und der Wiener Umweltanwaltschaft zeigt, wie durch be-wußten Umgang mit Beleuchtungssyste-men nachtaktiven Insekten und Vögeln das Überleben erleichtert und die Pracht des Sternenhimmels erhalten werden kann. Zusätzlich werden durch die richtige Leuchtenwahl Energie und Kosten einge-spart. www.wien.at/wua/pdf/hellenot.pdf


Presseerklaerung der Aerzte gegen Tierversuche vom 21. April 2004:

Tierversuche - immense Schaeden fuer die Volkswirtschaft


Protest der Aerzte gegen Tierversuche zum Tag des VersuchstiersDie Aerzte gegen Tierversuche nehmen den internationalen Tag des Versuchstiers zum Anlass auf die volkswirtschaftlichen Folgen von Tierversuchen hinzuweisen. Anstatt sich zeitgemaessen Forschungsmethoden zuzuwenden, versucht die tierexperimentell ausgerichtete
Medizin vergeblich unsere Zivilisationskrankheiten mit Hilfe so genannter "Tiermodelle" in den Griff zu bekommen.
Die Kosten unseres Gesundheitssystems sind in den letzten Jahren explodiert. Rund 163 Milliarden Euro betrugen die Gesundheitsaus-
gaben in Deutschland noch im Jahr 1991, im Jahr 2001 waren es bereits 226 Milliarden.

Einer Studie des Pharma-Riesen GlaxoSmithKline zufolge sind ca. 50-70% der verschreibungspflichtigen Arzneimittel beim Patienten wirkungslos. Zudem nehmen
viele Patienten die vom Arzt verordneten Medikamente nicht ein, wenn sie den Beipackzettel mit oft seitenlangen Aufzaehlungen von Nebenwirkungen lesen. Jedes Jahr landen mehr als 4.000 Tonnen Medikamente im Muell. Allein das kostet die Versicherten zwei Milliarden Euro.

Trotz steigender Ausgaben im Gesundheitssystem nehmen unsere Zivilisationskrankheiten staendig zu. Fuer Dr. med. Werner Autenrieth, Facharzt fuer Neurologie und Psychiatrie und
1. Vorsitzender der Aerzte gegen Tierversuche, liegt eine der wichtigsten Ursachen hierfuer in einem falschen Forschungsansatz.
" Mit kuenstlich krank gemachten Tieren, so genannten 'Tiermodellen', wird versucht menschliche Erkrankungen nachzuahmen", erklaert
Dr. Autenrieth, "Ein sinnloses Unterfangen, bei dem keine nuetzlichen Erkenntnisse zu erwarten sind." So werden beispiels weise bei Kaninchen mit Stromschlaegen Arterienverdickungen hervorgerufen, um eine Arteriosklerose zu simulieren, Ratten werden Bakterien in die Gelenke gespritzt, um Rheuma darzustellen oder Hunden werden die Herzkranzgefaesse abgebunden, um einen Herzinfarkt nachzuahmen.

Die Ursachen fuer Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheuma usw. sind zum grossen Teil in der Lebensfuehrug der Menschen zu suchen: ungesunde Ernaehrung, Rauchen, Stress, mangelnde Bewegung, Umweltgifte. Entsprechend muessen wirksame Vorbeugung und Therapie auch hier ansetzen.
" Damit unser Gesundheitssystem nicht vollstaendig kollabiert, bedarf es einer Neuorientierung in der Medizin", fordert Mediziner Autenrieth.

"Statt unser Heil in nebenwirkungstraechtigen, auf Tierversuchen basierenden Medikamenten zu suchen und uns einer symptomorientierten Ersatzteilmedizin auszuliefern, muessen
Praevention sowie der kranke Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt gestellt werden." Selbstverstaendlich kann nicht jede Krankheit durch Vorbeugung verhindert werden. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden liefern aber im Gegensatz zum Tierversuch sinnvolle, fuer den Menschen relevante Ergebnisse und sind schneller und kosten-
guenstiger", so der Arzt weiter. "Wenn die Milliarden Steuergelder, die in die tierexperimentelle Forschung fliessen, in tierversuchsfreie Methoden investiert wuerden, waere es um unsere Gesundheit mit Sicherheit besser bestellt."


Im Jahr 2002 wurden den offiziellen Statistiken zufolge 2,2 Millionen Tiere zu Versuchszwecken getoetet, 21 % mehr als noch zwei Jahre zuvor. Der internationale Tag des Versuchstiers wird seit 1962 begangen, um auf das Leid der Versuchstiere aufmerksam zu machen und geht auf den Geburtstag von Lord Dowding zurueck, einem tierschutz-engagierten Mitglied des britischen Oberhauses

 

Quellen:
Statistisches Bundesamt 2003
Der Spiegel 33/2003
Neue Westfaelische, 09.12.2003
Bonner General-Anzeiger, 16.03.2000
Bundesministerium fuer Verbraucherschutz, Ernaehrung und Landwirtschaft 2003

Pressekontakt:
Astrid Reinke, Tel: 05241-238467, presse@aerzte-gegen-tierversuche.de


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Aerzte gegen Tierversuche ist eine Vereinigung von mehreren Hundert Medizinern und Wissenschaftlern, die den Tierversuch aus ethischen und medizinischen Gruenden ablehnen.
Aerzte gegen Tierversuche e.V., Nusszeil 50, 60433 Frankfurt
Fon 069-519411, Fax 069-519507
info@aerzte-gegen-tierversuche.de, www.aerzte-gegen-tierversuche.de
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Schokolade Gift für Hunde
Eine Tafel Vollmilchschokolade kann für einen Pekinesen tödlich sein, eine Tafel Zartbitterschokolade für einen mittelgroßen Hund. Schuld ist das in Kakaokernen und -schalen vorkommende Toxin Theobromin. Die tödliche Dosis an reinem Theobromin geben Wissenschaftler wird für den Hund mit 100-200 mg/kg angegeben. (anima 4/2004)ima Nr.2/2003 ((Versuchstiere) geschilderte VgT-Aktion veranlaßte Univ.Prof. Huber, den Obmann des Vereins und Mitarbeiter sowohl zivilrechtlich auf Unterlassung als auch strafrechtlich wegen übler Nachrede zu klagen. Die beantragte Einstweilige Verfügung gegen die Webseite des VgT hatte das Gericht ab-gelehnt. Knapp vor dem Strafgerichtstermin zog der Tierexperimentator seinen Strafantrag zurück. Die Zivilprozesse laufen noch. Huber fühlte sich beleidigt, weil der Obmann des VGT seine Versuche u.a. als "offensichtlich sinnlose Tierquälerei" bezeichnet hatte . Quelle: VgT, anima 3/2003

Kampagne gegen den Import von Katzen- und Hundefell

(aus anima Nr.3/2003, Herbst 2003)

Hunde und Katzen sind die Tiere, denen die Menschen hierzulande am engsten verbunden sind. In zahllosen Familien sind sie umsorgtes Familienmitglied, Freund und Liebling der Kinder. Umso mehr erschüttern die Berichte, die seit Jahren vor allem aus Ostasien aber auch aus Osteuropa über Formen der Hunde-und Katzen"Produktion" und Tötung zu uns kommen und uns schaudern machen (Denken Sie an die Karremann-Filme.)

Die Felle der geschundenen Tiere gelangen in mehr oder minder großer Zahl, man spricht von zwei Millionen jährlich, zu uns, werden auch hier verarbeitet und häufig unter Phantasienamen verkauft. Die Methode, die Kunden mit hübschen Namen hinters Licht zu führen, beschränkt sich nicht auf Hunde- und Kat-zenfell. So werden z.B. Schweinslederjacken als Porc-Leder verkauft, z.B. von C&A. Unsere Anfrage warum, wurde bislang nicht beantwortet. Auch hier gilt, je mehr Kunden entschieden nachfragen und sich nicht abwimmeln lassen, umso eher werden die Unternehmen erkennen, daß Ehrlichkeit mehr bringt.

Seit Jahren bemühen sich Tierschutzorganisationen in den westlichen Ländern - so unter anderem in Österreich auch der Bund der Tierversuchsgegner vor einem Jahr mit einer Briefaktion -, ihre Regierungen zum Handeln zu bewegen. Dies verhielten sich bis vor nicht allzu langer Zeit oder auch jetzt noch meist ablehnend und schützten WTO-Verpflichtungen vor.

So lehnten etwa Schweizer Regierung und Parlament vor zwei Jahren eine von 160.000 Bürgern unterschriebene Petition mit der eher kuriosen Begründung ab: Der Bundesrat ist überzeugt, daß ein gewisser Druck der Öffentlichkeit aus westlichen Ländern mehr zu-gunsten der Tiere bewirkt als eine gesetzliche Maßnahme In diesem Sinne begrüßt er die Petition "Katzen sind keine Fell- und Lederlieferanten" Er erachtet es aber als eine ungeeignete Reaktion auf einen Medienbericht und die darauf eingereichte Petition , wenn er dem Parlament eine Vorlage un-terbreiten müßte , mit welcher die Einfuhr von Katzenfellen verboten würde. Überdies sei die eingeführte Menge gering. Die Schweiz decke den weitaus größten Teil des Inlandsbedarfs an Katzenfellen aus eigener Produktion.

Wieviel "Eigenproduktion" es in Westeuropa gibt, ist strittig. Ein BBC-Bericht über europäische Katzenfarmen wurde von der EU dementiert (Woher kommt die Schweizer Eigenproduktion? Von gestohlenen Tieren?). Die Abwehrfront der Regierungen wurde allerdings durch die USA gebrochen. Dort ist seit Dezember 2000 der Import von Produkten aus Hunde- und Katzenfellen verboten, was allerdings zu verstärktem Importdruck in Europa geführt hat. Ebenso hat vor kurzem Italien ein Importverbot erlassen, und jüngst dem Vernehmen nach Dänemark. (Anm.Jänner 2004: Auch Belgien erwägt jetzt nach Tierschutz-Demonstrationen ein Verbot.).

Damit ist jedenfalls das Argument, man dürfe WTO-halber nichts tun, unglaubwürdig geworden. In Großbritannien soll der Handelsminister, bewegt von aufrüttelnden Presseberichten, ein Importverbot ins Auge fassen.
Auf EU-Ebene sollen sich vor knapp einem Jahr 10 Landwirtschaftsminister, darunter auch der österreichische beim zuständigen EU-Kommissar Byrne für ein Verbot stark gemacht haben, der habe jedoch den Ball an die Länder zurückgespielt.

Wir haben vor Redaktionsschluß in mehr als 20 Telefongesprächen mit Ministerialstellen und Regierungsbüros versucht, die Meldung zu verifizieren und etwas mehr darüber und über Zuständigkeiten und Absichten der Maßgeblichen in Österreich zu erfahren, bislang ergebnislos.

Nur ständiger Druck aus der Bevölkerung kann die Regierung bewegen. Wir bitten darum unsere Leserinnen und Leser, sich untenstehender Unterschriftenliste anzunehmen, und auch durch Briefe an Politiker ihr dringendes Interesse an Importverbot und Kennzeichnungs-Verpflichtung zu dokumentieren

(

Nachtrag Ende Jänner 2004:

Die um Hilfe gebetene Bundesministerin Rauch-Kallat schweigt bisher konsequent, ebenso der Landwirtschaftsminister, eine Antwort erhielten wir jedoch am 11.2.2004 im Auftrag des ebenfalls interpellierten Ministers Bartenstein (Text siehe weiter unten).

Auf EU-Ebene hat sich allerdings etwas getan:

Der EU-Abgeordnete Stuart Stevenson, ein schottischer Konservativer, der seit langem gegen den Katzen- und Hundefellimport kämpft, hat im September im EU-Parlament eine Initiative gestartet .Er legte eine sogenannte "Schriftliche Erklärung" zur Unterschrift unter den Abgeordneten auf, die die Forderung nach entsprechenden Import- und Handelsverboten enthält. Eine derartige "Schriftliche Erklärung" gilt, wenn sie binnen drei Monaten von mindestens der Hälfte der Parlamentarier unterzeichnet ist, als Entschließung des EU-Parlaments an die Europäische Kommission. Sie ist für diese allerdings nicht verbindlich, ebenso wenig wie hierzulande ein Volksbegehren. Die Erklärung wurde von mehr als der Hälfte der Abgeordneten unterschrieben. Dementsprechend hat der Präsident des Europa-Parlaments die Kommission jetzt aufgefordert, einen entsprechenden Verordnungsentwurf auszuarbeiten.

Wie haben sich die österreichischen Abgeordneten im EU-Parlament verhalten?:

Von den 21 österreichischen Abgeordneten haben 13 die Erklärung unterschrieben, und zwar alle 7 sozialdemokratischen und die 2 grünen Abgeordneten. von den 7 VP-Parlamentariern nur 2, ebenso nur 2 der 5 Freiheitlichen.

Hier die Liste der österreichischen Unterzeichner:
Berger Maria (S), Bösch Herbert (S), Echerer Raina A.Mercedes (G), Ettl Harald (S), Flemming Marialiese (V), Hager Gerhard (F), Kronberger Hans (F), Martin Hans-Peter(S), Prets Christa (S), Scheele Karin (S), SchierhuberAgnes (V), Swoboda Hannes (S), Voggenhuber Johannes (G).

Hier noch das am 11.2.2004 eingelangte Antwortschreiben aus dem Wirtschaftsministerium (Bartenstein)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit dankt für Ihr Schreiben vom 3. Dezember 2003 und erlaubt sich zu Ihrem Ansuchen mitzuteilen, dass der Herr Bundesminister volles Verständnis für Ihr Anliegen hat und für eine Diskussion und Thematisierung dieses Themas auf europäischer Ebene eintritt.
Für die Beantwortung der Frage nach der Verhängung eines Importverbots, bedarf es einer eingehenden europarechtlichen Analyse, für die das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten zuständig wäre. (Unsere Anmerkung: Wir haben diesbezüglich am 28.2.2004 bei Frau Bundesministerin Benita Ferrero-Waldner nachgefragt, jedoch bislang (21.4.2004) keine Antwort erhalten).

Hinsichtlich der Zuständigkeit auf nationaler Ebene kann eine abschließende Prüfung nur durch das für die Auslegung des Bundesministeriengesetzes zuständige Bundeskanzleramt erfolgen. (Redakt. Anmerkung: Unsere telef. und schriftlichen Anfragen an das BKA waren ergebnislos geblieben. Nachdem das Importverbot schon seit Jahren immer wieder vonTierschutzorganisationen gefordert wird, erstaunt es, daß man in Ministerien immer noch über die regierungsinterne Zustänigkeit im Zweifel it.

Nähere Auskünfte darüber, ob vor Jahresfrist zehn der EU-Landwirtschaftsminister, darunter auch der österreichische Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, DI Josef Pröll, vom zuständigen EU-Kommissar - vergeblich - ein Importverbot gefordert haben, können nur vom angesprochenen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft gegeben werden.(Redakt .Anmerkung: BM Pröll hatte auch auf unsere schrifltiche anfrage vom Nov.2003 nicht reagiert).

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat daher Ihr Schreiben an das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, das Bundeskanzleramt und das Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur weiteren Veranlassung übermittelt

.Wien, am 29. Jänner 2004
Für den Bundesminister:
Sekt. Chef Mag. Mayer

 

Europäische Vegetarier Union

Beitrag zum Europäischen Konvent
Resolution anlässlich der Erweiterung der EU

Im Rahmen des Europäischen Konvents organisierte die Europäische Vegetarier Union am 1. November 2002 in Brüssel das Seminar "VEGETARIANS IN AN ENLARGED EUROPEAN UNION - HOW TO PROMOTE VEGETARIANISM IN EUROPE". Repräsentanten von 12 Organisationen aus 11 Staaten und Einzelmitglieder der EVU nahmen teil und verabschiedeten nachfolgende Resolution:

Europäische Vegetarier Union


Brüssel, 1. November 2002
Die Europäische Vegetarier Union, eine für die Interessen von Millionen europäischer Vegetarier tätige Dachorganisation, nimmt die anstehende Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft als Anlass für einige kritische Anmerkungen. Die neu entstehende politische Einheit wird für alle betroffenen ungefähr 453 Millionen Bürger Veränderungen mit sich bringen. Zwar wird die Erweiterung die Bedeutung Europas zweifellos verstärken, jedoch ist gleichzeitig auch damit zu rechnen, dass bisher nicht gelöste Probleme noch verschärft werden.
Unter anderem geben die folgenden Punkte Anlass zur Besorgnis:
Nahrungsmittelsicherheit:
Grosse Unsicherheiten im Fleischsektor und damit verbundene Bedrohungen für die öffentliche Gesundheit sind immer noch nicht unter Kontrolle. Als ein Beispiel unter vielen ennen wir BSE: Trotz aller Anstrengungen, einschliesslich der Tötung von Millionen von Tieren, ist die tatsächliche Problematik in der Vergangenheit offensichtlich falsch beurteilt worden (AP am 9. Okt. 2002: «laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie betraf die Rinderwahn-Epidemie der 90er Jahre etwa eine Million Kühe mehr als angenommen. Wissenschaftler vom Imperial College in London berichteten, dass aufgrund ihrer Untersuchungen fast 2 Millionen Kühe von BSE befallen waren. In früheren Schätzungen hatte die Zahl der infizierten Kühe bei 1.05 Millionen gelegen») und ist auch heute noch nicht unter Kontrolle. (AP berichtete am gleichen Tag «Italien meldet den 75. Fall von BSE»; am 23. Oktober 2002 veröffentlichte AFP die Nachricht über die 11. BSE Infizierung in Dänemark).

Subventionen: Kürzlich las man auf der EU Homepage: «Im Rindfleischsektor wurden seit Beginn der zweiten BSE-Krise im Oktober 2000 neue Maßnahmen getroffen, um den Angebotsüberhang infolge der rückläufigen Nachfrage zu verringern ...»
Welch vielversprechende Initiative! Falls aber nachdrückliche Weigerungen einiger Mitgliedsländer effektive Massnahmen zur Regulierung auch weiterhin vereiteln, wird die unakzeptable Situation von Überproduktion sich in einer erweiterten Europäischen Gemeinschaft noch mehr zuspitzen (der britische EU Repräsentant kommentierte:
«Die Osterweiterung der EU wird zu einem Anwachsen der bebaubaren Flächen führen, zur Verdoppelung des verfügbaren landwirtschaftlichen Arbeitspotentials und zu einer wahrscheinlichen Überproduktion von Zucker, Milch und Fleisch ...»).

Fleischkonsum: Die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung (s. auch die Empfehlungen der WHO 2003) werden immer offensichtlicher und die Warnungen im Zusammenhang mit übermässigem Fleischkonsum immer häufiger und dringlicher. Aber trotz aller Bedenken von Ärzten, Wissenschaftlern, Umweltschützern und für das Wohl von Tieren arbeitenden Organisationen bleibt die Unterstützung der Fleischindustrie eine Priorität in allen nationalen und EU Etats.
Wir betonen, dass Alternativen zur traditionellen Fleischernährung vorhanden sind, die gesundheitlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und ethischen Ansprüchen bestens entsprechen. Für alle vegetarischen Organisationen ist die Information über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung von allerhöchster Priorität.
Wir möchten daher die Gelegenheit der anstehenden Erweiterung nutzen, um unseren Lebensstil als einen hoffnungsvollen Weg in die Zukunft aufzuzeigen:
eine vegetarische Lebensweise verbessert die Nahrungsmittelsicherheit und führt somit zu einer besseren öffentlichen Gesundheit,
sie schont natürliche und finanzielle Ressourcen, ist hilfreich im Kampf gegen Ungerechtigkeit und Welthunger - und
vor allem reduziert sie Tierleid.

Obwohl die Anzahl von Vegetariern in Europa rasant anwächst, wird deren Recht auf eine angemessene Ernährung oft nicht respektiert. Aus diesem Grund müssen Gesetze geschaffen werden, die vegetarische Alternativen in den Kantinen aller öffentlichen Einrichtungen (Krankenhäuser, Schulen etc.) garantieren.

Die Europäische Vegetarier Union fordert daher alle Verantwortlichen in Europa auf - den Vegetarismus offiziell als gültige und nutzbringende Art der Ernährung anzuerkennen - den Anspruch auf vegetarische Ernährung als Menschenrecht zu akzeptieren - der menschlichen Gesundheit und dem Schutz von Tieren Vorrang zu geben vor wirtschaftlichen

Interessen - Verhandlungen zur strikten Vermeidung von Überproduktion abzuschliessen - vom «Export» von Tierfabriken in die neuen Länder abzusehen. Der Vorstand und die Mitglieder der Europäischen Vegetarier Union werden allen derartigen Bemühungen jede nur mögliche Unterstützung geben.
Dr. Igor Bukovsky
President European Vegetarian Union
26, Rue Moncoureur B 7011 Ghlin
evu@ivu.org. http://www.european-vegetarian.org


Professor Hertha Heger gestorben

In der Herbst-Nummer 2003 der anima gratulierten und würdigten wir Hertha noch zu ihrem 85.Geburtstag am 29.9.2003:

Ein schweres, ein erfülltes Leben, junge Schauspielerin in Graz, 1938 Berufsverbot, glücklich in die Schweiz entkommen, doch die mütterlichen Verwandten dem Holocaust zum Opfer gefallen, an Schweizer Bühnen, später wieder am Grazer Schauspielhaus, Professorin an der Hochschule für Musik und angewandte Kunst, Auszeichnung "Bürgerin der Stadt Graz", Großes goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark; und dann die Tierschutzaktivitäten, erfolgreiche Spendensammlungen für das neue Tierheim in Graz, das Assisi-Projekt, Tierschutzkolumnistin der Grazer Tagespost, um nur einige zu nennen, fast von der ersten Stunde an auch aktiv in unserer Vegetarier Union, und selbst jetzt mit 85 mit neuen Ideen immer noch voll Elan für den Tierschutz.
Einen Monat später, am 28. Oktober, ist sie nach kurzer Krankheit von uns gegangen.
Hertha, wir danken Dir.
anima -Redaktion und Österreichische Vegetarier Union

(Das Begräbnis fand am 6. November 2003 in Graz am St.Peter-Stadtfriedhof statt.)

_____________

 

B) Gesundheit


US - Ernaehrungswissenschaftler -
zur vegetarischen Ernährung

Die ADA (American Dietetic Association), die grösste US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten (Ernährungswissenschaftlern, Diätberatern etc.) mit rund 70000 Mitgliedern, gegründet 1917, hat in der Juni 2003 - Ausgabe ihrer Zeitschrift JADA ihr neues Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht. Die Aussagen der ADA gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend.(siehe : www.eatright.org). Im Positionspapier ("Position of the ADA and Dietitians of Canada: Vegetarian diets", voller Text in Englisch: http://envirolink.org./arrs/ADA.html) heißt es:

Die ADA und die Ernährungswissenschaftler von Kanada, sind der Auffassung, daß eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt.

Ungefähr 2,5% der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten und 4% der Erwachsenen in Kanada sind - wird weiter ausgeführt - Vegetarier. Eine vegetarische Ernährung werde dadurch definiert, daß sie kein Fleisch, keinen Fisch oder kein Geflügel enthält. Das Interesse am Vegetarismus scheine zu wachsen; viele Restaurants und Bildungsstätten böten vegetarische Mahlzeiten routinemässig an. Der Umsatz an Nahrungsmitteln, die Vegetarier ansprechen, wachse erheblich.

Im Positionspapier werden die aktuellen wissenschaftlichen Daten bezüglich der wichtigsten Nährstoffe für Vegetarier, einschliesslich Protein, Eisen, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren und Jod untersucht. Die ADA kommt zum Schluß, die vegetarische wie auch die vegane Ernährung erfülle die gegenwärtigen Empfehlungen für all diese Nährstoffe. In einigen Fällen könne der Verzehr von angereicherten Nahrungsmitteln oder Ernährungszusätzen zum Erreichen der jeweiligen Empfehlungen für einzelne Nährstoffe nützlich sein.

Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise seien für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische Ernährungsweisen bieten laut ADA eine Reihe von Ernährungsvorteilen, einschliesslich niedrigerer Werte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Eiweiss und höhere Niveaus an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Vitamin C und E und Phytochemikalien.

(siehe auch unter "anima", Nr. 1/2004)


Prostata-Krebs

Karl Pummer, Professor an der Grazer Universitätsklinik, seit 15 Jahren mit der urologischen Onkologie befaßt, zur Frage, welche vorbeugenden Maßnahmen gegen Prostatakrebs sind möglich: Langfristig gesehen wirkt sich eine entsprechende Ernährung am günstigsten aus: wenig tierisches Fett, Schweine- und Rindfleisch, viel Gemüse aber auch Obst und Getreide. Man sollte mit der Ernährungsumstellung auf jeden Fall im frühen Alter beginnen. Es ist unklar, wie lange etwaige Effekte der Ernährung benötigen, um zu wirken. Kleine Zeitung ,Graz, 8.Juni 2000


Der Imperial Cancer Research Fund, Oxford stellte vor einigen Monaten eine neue Studie vor, nach der das Blut veganer Männer einen niedrigeren Gehalt eines Proteins besitzt, das mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht wird. Zwar sei ein Zusammenhang noch nicht eindeutig bewiesen, doch die Resultate deuteten darauf hin, daß eine Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte das Risiko für Prostatakrebs reduzieren könne. 2001


Dickdarmkrebs
Siegfried Knasmüller vom Krebsforschungsinstitut der Uni Wien: "Es landet viel zu viel Fleisch auf unseren Tellern. Die Leute essen sich über lange Jahre hindurch in den Tod hohen Fleischkonsum zusammen." Quelle: Kurier 15.4.2001

 

 

Udo Pollmer und Vollkorn

Vollkornbrot Abführmittel?
Warum keine Kennzeichnung für Vollkornbrote ?

Wir richteten im Herbst 2002 an die kompetenzmäßig in Frage kommenden Bundesminister Dr.Martin Bartenstein, Dr. Dieter Böhmdorfer und Mag. Herbert Haupt folgende Anfrage:


Sehr geehrter Herr Bundesminister!
Udo Pollmer/B.Schmelzer -Sandtner schreiben in "Wohl bekomm's!", Kiepenheuer 2001, Seite 18: "Bei der heute üblichen Verwendung von Kunstsauer" (statt Natursauer) für die Herstellung von Vollkornbrot "unterbleibt der Abbau des Phytins....Derartige Vollkornbrote taugen als Abführmittel, nicht aber für eine gesunde Ernährung." Und in Pollmer/Fock/Gonder/Hauk, Prost Mahlzeit !, Kiepenheuer 2001, heißt es (S. 180): "Das Brot ist ein typisches Beispiel, wie die Herstellungsmethoden klammheimlich verändert werden, ohne daß es dem Kunden bewußt wird. Beim Brot war es der "Kunstsauer", der die uralte Natursauerteigführung verdrängte....Dem Kunden fällt es in den seltesten Fällen auf, denn eine Kennzeichnungspflicht gibt es nur für verpacktes Brot...."
Bedauerlicherweise erfährt der Konsument auch bei Nachfrage kaum näheres - wenigstens machten wir diese Erfahrung bei Tests in etlichen Bäckereien und Lebensmittelmärkten. Wir können als Laien natürlich nicht beurteilen, ob die griffig vorgetragenen Behauptungen der Ernährungsfachleute Pollmer u. Koll., die sogar in Richtung Gesundheitsschädigung argumentieren, zutreffend sind.
Zwar geht es der Mehrzahl der Vegetarier weniger um die Gesundheit, es sind Leute, die keine Freude daran, haben Tiere quälen zu lassen und dazu auch keine Notwendigkeit sehen. Doch propagieren manche Ernährungswissenschaftler gerade für Vegetarier Vollwertkost (vgl. Leitzmann/Hahn, Vegetarische Ernährung, UTB Ulmer 1996), wodurch die Frage auch für Vegetarier interessanter wird.
Sei dem wie immer, auch wenn die Gegenüberstellung Brot : Abführmittel überspitzt sein sollte: Da sie nun aber einmal im Raume steht, vermuten wir, die Konsumenten, ob Vegetarier oder Fleischesser, würden doch gerne wissen, was sie nun in der Einkaufstasche nach Hause tragen, und das Verlangen, über strittige Erzeugungsprozesse informiert zu werden, scheint uns nur billig.
Wir regen daher entsprechende Kennzeichnungsverpflichtungen an..Unsere Leser wären interessiert, zu erfahren, ob Sie, sehr geehrter Herr Minister, diesem Vorschlag nähertreten könnten.
Mit vorzüglicher Hochachtung

 

Von den Ministern Bartenstein und Böhmdorfer erhielten wir keine, im Auftrag von Minister Haupt folgende Antwort:

" Besten Dank für Ihr an Herrn Bundesminister Mag. Haupt gerichtetes Schreiben. Sie weisen darauf hin, dass manche Konsumenten, besonders wenn sie gewisse Lebensmittel bevorzugen, über bestimmte Details des Erzeugungsprozesses informiert werden möchten.
Zu Recht sprechen Sie bezüglich Brot den Umstand an, dass es zumeist als unverpacktes, nicht der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung unterfallendes Lebensmittel in Verkehr gebracht wird. In solchen Fällen ist die Information über die Ware durch die Verkäufer, die für die Konsumenten ja die direkten Ansprechpartner sind, wesentlich. Im Hinblick auf diesbezügliche, mehrfach geäußerte Anregungen wurde, um das Verkaufspersonal sowohl in gewerblichen Bäckereien wie auch im Lebensmittelhandel besser auf Fragen zu Backerzeugnissen vorzubereiten, bereits im September d.J. lnformationsmaterial ausgearbeitet, welches im Bedarf ergänzt werden kann.
Zu den von Ihnen übermittelten Zitaten ist anzumerken, dass"Kunstsauer" ein sowohl fachlich wie branchenintern unbestimmter Begriff ist; Der Begriff "Natursauer' hingegen ist im Kapitel B 9 des Österr. Lebensmittelbuches als Sauerteig definiert, der vom sogenannten Reinzuchtsauer zu unterscheiden ist. Ein Hinweis darauf kann - zutreffendenfalls - vom Hersteller freiwillig gemacht werden. Bei der Vollkorn-Teigführung werden stets Mikroorganismen eingesetzt, also lebende Organismen und keine "Kunstprodukte".
Weiters ist festzustellen, dass bei der Herstellung von Vollkornbrot zumindest ein teilweiser Phytinsäureabbau durch endogene Phytase des Getreidekornes erfolgt, der dann durch die mikrobielle Aktivität der jeweiligen Teigflora weiter verstärkt wird.
Die unerwünschte Wirkung von Phytinsäure ergibt sich aus der verminderten "Bioverfügbarkeit" (also der Aufnahme bei der Verdauung) von bestimmten Mineralstoffen wie Zink, Caicium und Eisen, die gerade in ballaststoffreichen Getreideprodukten stärker vorhanden sind. Eine abfahrende Wirkung ist mit diesem Vorgang aber nicht verbunden. "

Was ist dran an Pollmers Thesen ?
Eingehend befaßt sich die auflagenstarke Zeitschrift Schrott &und Korn - Das Naturkostmagazin in ihrer April-Nummer 2002 mit den Thesen Pollmers, die unter denr Freunden der Vollwerternährung verwirrung gestiftet haben. Angriffspunkte Pollmers und anderer sind die drei Stoffgruppen: Phytinsäure, Enzyminhibitoren und Lektine, .insbesondere Weizen-Lektin. Das Magazin behandelt die Thesen eingehend und erachtet die Bedenken Pollers für unrichtig oder zumindest stark übertrieben. Es gebe keinen Grund von den bisherigen Empfehlungen pro Vollkorn abzurücken. Sie können den Artikel unter www.naturkost.de in der Rubrik Infos - Schrot & Korn nachlesen.


 

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