Gammelfleisch ? BSE ? Angst ?
Einfach
vegetarisch (lakto/ovo oder noch besser vegan) essen !
Aktuelles: Siehe auch
www.vegetarisch.org. Aktuelle
Nachrichten veröffentlichen wir meist unter www.vegetarisch.org
.Tierschützerprozess: Staatsanwalt hinauf - Richterin hinunter?
.Der Staatsanwalt, der in erster Instanz den Tierschützerprozess verloren hat,
stieg die Karriereleiter n´hinauf. Er wurde "Erster Staatsanwalt" am Landesgericht
Wiener Neustadt. Die Richterin, die alle angeklagten freisprach, wird künftig
keine Prozesse mehr leiten.Tierschützerprozess. Sie wird Haftrichterin,
(U.a. Entscheidung über Untersuchungshaft und Auslieferung), was bei der
Justiz eher als weniger gilt. "Insgesamt senden Arleths Umorientierung und
Handlers Avancement das Signal aus, dass man mit individuellen Entscheidungen,
die das Funktionieren des Systems hemmen, ja, dieses vielleicht gar auf interne
Fehler hinweisen, in der Justiz keine Karriere macht. Sondern vielmehr mit
konformen Handlungen, die das Zusammenspiel von Ermittlern und Anklägern
stärken und beiden nutzen. Denn immerhin hat ja nicht nur Staatsanwalt
Handler einen Aufstieg geschafft, sondern auch Erich Zwettler, Leiter der
Sonderkommission Bekleidung .. ".schreibt am 28.1.2012 die Wienr Tagszeitung
"Standard.
Fleischimitate und neue Aufstriche jetzt nicht nur bei Merkur/Billa
Vegavita) - auch in größeren Spar-Märkten (Jänner
2012)
info von spar:
Die Produktlinie wird in unseren SPAR Supermärkten sowie bei EUROSPAR
und INTERSPAR vertrieben (nicht jedoch in den kleinen SPAR Märkten).
Offizielle Produkteinführung ist in Woche 8, dann wird es auch Folder
geben und Informationen auf unserer Homepage.
bereits gesehene Produkte (vegan.at forum user sind quasi auf spar veggie entdeckungsreise)
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Mayonnaise auf Sokabasis 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Hummus 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Tomate-Basilikum 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Tomate-Olive
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Indianer Bohne-Chili 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Gemüse 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Curry-Ananas 125g 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Aufstrich Karotte 125g, 1,49€
Spar Veggie Vegetarischer Bio-Tramezzini pikant 125g 1,49€
Spar Veggie Bio-Gemüse Laibchen 200g 2,29€
Spar Veggie Bio-Tofu-Laibchen 200g 2,29€
Spar Veggie Bio-Tofu Chilli 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Olive 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Bärlauch 200g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu Natur 250g 1,99€ ungekühlt haltbar
Spar Veggie Bio-Tofu geräuchert 200g 1,99€ ungekühlt haltbar
Spar Veggie vegetarische Bio-Laibchen Tofu Seitan 300g 2,49
Spar Veggie vegetarische Bio-Laibchen Gemüse Kartoffel 300g 2,49€
Spar Veggie Bio-Tofu Natur 300g 1,99€
Spar Veggie Bio-Tofu geräuchert 250g 1,99€
Spar Veggie Soja Salat 200g 1,79€
Spar Veggie Nudel-Gemüse Salat 200g 1,79€
Spar Veggie Vegetarisches Bio-Gulasch 300g 2,99€
Spar Veggie Vegetarisches Bio Chilli 300g 2,99€
Spar Veggie Vegetarische Vegetarische Bio Bratstreifen 200g 2,99€
Spar Veggie Bio-Gyros 200g 2,99€
Spar Veggie Vegetarischer Aufschnittwurst pikant mit Kräuter 60g 0,89€
rteisverkündung im Tierschützerprozess am
2.Mai 2011 in Wiener Neustadt: Freispruch für alle Angeklagten, siehe www.vegetarisch.org
Osar für eine Vegetarierin: Natalie Portman ,
siehe www.vegetarisch.org
Jagdgegner vor Gericht, Justizministerin auf dem Jägerball (
2.2.2011)
siehe www.vegetarisch.org
Daunen: Konsumentenbetrug (siehe http://www.nutztierhaltung.org
Der neue kalifornische Gouverneur Jerry Brown, der
Nachfolger Schwarzeneggers, ist Vegetarier,
siehe www.vegetarisch.org (Nov.2010)
Bizarrer Prozess um den Nachlass eines berühmten
Vegetariers (20.7.2010) siehe www.vegetarisch.org
Fleischverzicht schont das Klima,
so das Potsdam-Institut für Klimaforschung, ORF 28.5.2010, siehe www.vegetarisch.org
Schlachthofalltag? Siehe www.vegetarisch.org
28.000 Rinder und Schafe auf der Fahrt
von Uruguay nach Syrien am 17.12.2009 im Mittelmeer ertrunken. Siehe www.vegetarisch.org
"Fleisch wird Nahrungsmittel für die Unterschicht"
prognostiziert Achim Spiller, Professor für Lebensmittelmarketing an der
Universität Göttingen.
Siehe www.vegetarisch.org
Der Vorsitzende des UNO-Weltklimarats, Dr. Rajendra
Pachauri:
Less Meat - Less Heat - Weniger Fleisch = Klimaschutz: siehe www.vegetarisch.org
Univ.Prof. zur Klima-Debatte: Wer täglich Fleisch
frißt, ist ein Verbrecher. Siehe www.vegetarisch.org
Nachrichten aus dem Jahre 2008 und früher: VEBU kritisiert Weltbank: Konzept zur Bekämpfung der sich anbahnenden
Hungerkatastrophen ist mangelhaft
HANNOVER, 18.4.2008. Die Preise
für Grundnahrungsmittel
in Entwicklungsländern explodieren. Reis, Weizen und Mais haben sich in
den letzten drei Jahren um bis zu 180% verteuert. Die Weltbank rechnet aus,
dass demnächst 500 Millionen Dollar (315 Millionen Euro) benötigt
werden, um das Schlimmste zu verhindern.
„
Das geplante Vorgehen der Weltbank wird leider nur kurzfristig helfen. Der
mittelfristige Effekt der Hilfsgelder ist aber negativ, weil sie die Preisspirale
weiter antreiben, anstatt sie zu verlangsamen. Von der Weltbank erwarte ich
eine nachhaltigere Politik“, so Diplomkaufmann Mahi Klosterhalfen vom
Vegetarierbund Deutschland e.V. (VEBU). „Die wahren Ursachen für
die Verteuerungen werden vollkommen ausgeblendet. Agrosprit spielt zwar eine
gewisse Rolle, aber besonders problematisch ist, dass die aufstrebenden Nationen
wie China gerade erst damit beginnen, immer mehr Fleisch zu konsumieren. Da
zum Beispiel 17 Kilogramm Getreide benötigt werden, um nur ein Kilogramm
Rindfleisch zu produzieren, dürfen wir nicht damit rechnen, dass sich
die gegenwärtige Situation bald nennenswert entspannt“, so Klosterhalfen
weiter.
Der VEBU fordert daher die Politik auf, sich auf die Kernprobleme zu konzentrieren. „Die
weltweit massiven Subventionen für Tierprodukte sind für die aktuelle
Lage mit verantwortlich. Alternativkonzepte, die die wahren Kosten der Fleischproduktion
besteuern,liegen vor. Es fehlt aber der politische Mut zur Umsetzung“,
erklärt Klosterhalfen. „Wir können uns hier leider nicht auf
die Regierungen verlassen. Deshalb ist jeder Einzelne gefragt: Wer auf vegetarische
Lebensmittel zurückgreift, leistet einen kleinen Beitrag zur Entspannung
der Weltmarktpreise und somit auch gegen die sich anbahnenden Hungerkatastrophen“. Hunde-und Katzenfelle. Endlich: ab 1.1.2009 gilt ein EU-weites Import-
und Handelsverbot. doch skrupellose Geschäftemacher
Weiter ..
Rund 20 Prozent der jungen Frauen essen kein Fleisch mehr !
Aus dem Österr. Lebensmittelbericht 2006: Seite 143: Jugendliche stehen
dem Fleischkonsum eher kritisch gegenüber, dies
ists vor allem bei Mädchen zu beobachten.
,Seite 146: Die Konsumenten teilen
sich in Fleischesser und eine wachsende Zahl von Selten-Fleischessern, die
keine reinen Vegetarier sind, aber immer
weniger Lust auf Fleisch haben
.Rund
20 Prozent der jungen Frauen essen in Österreich kein Fleisch mehr. (http://www.lebensministerium.at/article/archive/17113/)
Vegetarismus -
ein Symbol der Solidarität mit den hungernden
Menschen
Pressemeldung zum Welternährungstag – 16. Oktober 2006
Projekt zur
Vernetzung vegetarisch lebender Jugendlicher(4.10.2006)
Welt -Vegetarier-Tag
1.Oktober 2007
Gammelfleisch:
Der Skandal ist der Alltag (6.9.2006)
#Offener Brief zur WHO/FAO Konferenz in Rom (22.5.2006)
Veganer wird
Weltmeister im Bodybuilding (4.12.2005)
#Donald
Watson gestorben (16.11.2005)
Miss
Schweiz: ,
Ich werde nie eine Bratwurst essen’ (17.9.2005)
Ohne Fleischkonsum
zum 6. Mal den härtesten Triathlon der Welt gewonnen (16.10.2005)
Der wahre Fleischpreis - Vogelgrippe:
Viele Fragen und eine Antwort (18.10.2005)
35. Tag der
Erde, 22. April 2005 (20.4.2005)
Der Dalai Lama
VEGETARIER (April 2005)
Vorurteile
gegen die vegetarische Ernährung (24.2.2005)
Wasser für
Fleisch oder für Getreide? (24.3.2005)
EVU: Offener Brief an
den Präsidenten des Europäischen Parlaments (21.7.2004)
Archiv
Kampagne
gegen den Import von Katzen- und Hundefell (Juni 2005)
Hat er Rheuma ? Minister Bartenstein und das Katzenfell
Teilen oder fressen?
Der 11.November, Martini, das Namensfest des Heiligen Martin, ist nach
alter Tradition der Tag des „Ganslessens“.
Martin wurde allerdings nicht des Gänse -Essens wegen verehrt, sondern
weil er das wenige, das er besaß, mit Armen teilte. Warum nicht
es ihm nachmachen? Und das Geld für den Gänsebraten an Arme spenden? Überhaupt
wenn wir wissen wie grauslich die Gänsemast
heutzutage ist.
Martin, Bischof von Tours, gestorben 397, so lesen wir in einem kirchlichen
Text, war in der lateinischen Kirche der erste, der den Grad der Heiligkeit
nicht durch seinen Tod als Märtyrer, sondern durch sein heroisches
Leben erreichte. Er verkörperte, heißt es da, modellhaft für
Jahrhunderte das neue spätantike Priester- und Bischofsideal: Ein
asketischer Mönch, gebildet und tatkräftig zugleich, für
den Kult und Kultur der gleichen Quelle entsprangen, der lebte, was er
predigte, der sich vor Christus beugte, um ihn herrschen zu lassen.
Die Legende erzählt:
„Eines Tages in einem Winter von großer Kälte, als Martin nichts
außer Waffen und seinen Soldatenmantel bei sich trug, begegnete
er einem nackten Armen. Dieser flehte die Vorbeigehenden um Erbarmen
an. Doch alle liefen an dem Elenden vorüber. Da erkannte Martin,
von Gott erfüllt, dass der Arme, dem die anderen keine Barmherzigkeit
schenkten, für ihn da sei. Aber was sollte er tun? Außer
seinem Soldatenmantel hatte er ja nichts. Also nahm er sein Schwert
und teilte
den Mantel mitten entzwei. Den einen Teil gab er dem Armen, in den
anderen Teil hüllte er sich wieder selbst. Etliche der Umstehenden
begannen zu lachen, denn Martin sah mit dem halben Mantel kümmerlich
aus. Viele jedoch, die mehr Einsicht hatten, bedauerten sehr, dass
sie nicht
selbst geholfen hatten, zumal sie viel wohlhabender als Martin waren
und den Armen hätten bekleiden können, ohne sich selbst eine
Blöße zu geben.“
Zur Gänsemast: Freilandhaltung gitbt es kaum mehr. Über 90
% der hier gegessenen Vögel werden aus dem Ausland importiert, aus
Ländern mit niedrigem Tierschutzstandard. Auf engstem Raum unnatürlich
ohne ausreichende Bewegungsmöglichkeit in Massen gehalten, Hochleistungszucht
zur raschesten Gewichtszunahme mit all den schmerzlichen Folgen, Entzündungen,
Knochenbrüche, Atemnot, etc. Die Mastdauer, bei Freilandgänsen
mindestens 20 Wochen, wird auf etwa die Hälfte reduziert. Alles
in allem, ein trauriges Los, selbst wenn die Gänse nicht mehr “gestopft“ werden.
Vegetarismus -
ein Symbol der Solidarität mit
den hungernden Menschen
Europäische Vegetarier Union,
Pressemeldung zum Welternährungstag – 16. Oktober 2006
Heutzutage hungern 815 Million Menschen, das sind 17 Prozent der Bevölkerung
in Entwicklungsländern. Der Prozentsatz hat sich seit 1990 (20 Prozent)
nicht erheblich verringert, und es ist zu befürchten, dass er auch
im Jahr
2015 immer noch auf einem nicht akzeptablen hohen Niveau (11 Prozent)
liegen
wird.
Ein Mangel an Nahrungsmitteln führt schon unter 'normalen ' Umständen
zu
dramatischen Folgen, aber wie wird die Situation aussehen, wenn auch
noch
die Ernten schlecht ausfallen?
Und sie sind schlecht: Schwierige klimatische Bedingungen in verschiedenen
Teilen der Welt, besonders in Australien, Argentinien und Brasilien,
ruinieren gegenwärtig die Ernten. Andauernde Hitzeperioden und Dürre
bedrohen aber auch zukünftige Erträge, so dass ein erheblicher
Rückgang der
Reserven zu befürchten ist. Geschrumpfte Vorräte und hohe Preise
werden viel
Elend bringen.
Der Grund dafür, dass der Bedarf an Getreide die weltweite Produktion übersteigt,
ist eine Konsequenz des ständig wachsenden Fleischverbrauchs.
Bedauerlicherweise ist ein Eingeständnis dieser Tatsache nirgendwo
zu
finden. Die einzige Reaktion auf das bedrohliche Szenario besteht in
Warnungen, aber welche Hilfe bieten Sirenen, wenn nicht gleichzeitig
ein
sicherer Weg aus der Notsituation aufgezeigt werden kann?
Sollte irgendeine Organisation, national oder international, einen
Gesamtplan zur Lösung des Problems vorlegen können, dann ist
dies nun der
ideale Augenblick dafür, damit nicht einfach wieder zur Tagesordnungü
bergegangen wird: Reiche füttern ihre Tiere mit Getreide, Mais und
Sojabohnen, aber die Kinder der Armen müssen hungern.
Die Europäische Vegetarier Union weist darauf hin, dass die Bedrohung
durch
schlechte Ernten erneut die Dringlichkeit unterstreicht, den Hunger in
der
Welt mit einem neuen Konzept zu bekämpfen: Vegetarismus.
Diese friedliche Lebensweise kann verhindern, dass weiterhin Ressourcen
durch die Fleischwirtschaft verschleudert werden: 6000 Kilo Karotten,
4000
Kilo Äpfel oder 1000 Kilo Kirschen können auf der gleichen
Landfläche
geerntet werden, die nicht mehr als 50 Kilos Rindfleisch produziert.
Eine derart unerhörte Extravaganz zwingt zum Umdenken, denn Fleisch
ist ein
Luxus, den wir uns im Namen von Menschlichkeit und Solidarität nicht
mehr
länger erlauben können.
Renato Pichler
Präsident
Europäische Vegetarier Union
Projekt zur Vernetzung vegetarisch
lebender Jugendlicher
4.10.2006 vebu4you
- Das bundesweite Projekt zur Vernetzung vegetarisch lebender Jugendlicher
stellte sich vor
Auf dem vegetarischen Fest des Jahres, einer Veranstaltung des VEBU (Vegetarier-Bund
Deutschlands e.V.), stellte sich das Jugendprojekt vebu4you zum ersten Mal
in der Öffentlichkeit vor. Sowohl die Verantwortliche, Mandy Kritz, als
auch der Pressesprecher Michael Hartl standen den VEBU-Mitgliedern Rede und
Antwort.
vebu4you steht für eine Vernetzung von Jugendlichen. "Für die
Jugendgruppen haben wir keine bestimmte Altersgrenze festgelegt. Die meisten
sollten etwa zwischen 12 und 20 Jahren alt sein, aber wer etwas jünger
oder älter ist, darf natürlich trotzdem mitmachen", erklärt
Mandy Kritz die Ausrichtung des Projekts. Auch habe man kein Interesse an einem
Alleingang. So erklärte sie weiter: "Das vebu4you-Projekt ist prinzipiell
offen für alle Organisationen, in denen sich ebenfalls vegetarisch lebende
Jugendliche engagieren, also auch für die DRJ und andere Tier- und Umweltschutzvereine."
Der Pressesprecher Michael Hartl schätzt die Zukunft des gerade erst zwei
Monate alten Projekts relativ gut ein. "Wir haben jetzt schon in ganz
Deutschland interessierte Jugendliche. Einige Gruppen sind im entstehen. Ich
denke, wir werden Ende des Jahres die ersten 5 bis 6 aktiven Gruppen haben",
so Hartl.
In seinen einleitenden Worten blickte Thomas Schönberger, der Vorsitzende
des VEBU, ein Stück in die Zukunft. Das Jugendprojekt vebu4you sei auf
dem Weltvegetarierkongress 2008 in Dresden vertreten und werde Workshops veranstalten.
Vielleicht sogar gemeinsam mit der Deutschen Reformjugend.
vebu4you
Das Jugendprojekt des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.)
www.vebu4you.de
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.
vebu4you
Blumenstr. 3
30159 Hannover
Pressekontakt:
Michael Hartl
presse@vebu4you.de
0170 2 80 40 24
vebu4you ist das Jugendprojekt des VEBU (Vegetarier-Bund Deutschlands e.V.).
Ziel des Projektes ist es, vor allem denjenigen vegetarisch oder auch vegan
lebenden Kindern und Jugendlichen Unterstützung zu bieten, die in ihrer
Familie oder ihrem Bekanntenkreis auf wenig Verständnis stoßen.
VEBU-Pressemeldung zum jüngsten Gammelfleisch-Skandal,
4.9.2006
Jetzt vegetarisch einsteigen!
Gammelfleisch: Der Skandal ist der Alltag
HANNOVER, 4.9.2006. Der nicht erste und sicher auch nicht letzte „Gammelfleisch-Skandal“ zeigt
erneut deutlich die Zustände in der Fleischindustrie auf. Offen
bleibt, was auf Grund mangelnder
Kontrollen noch nicht aufgedeckt wurde: Ist der aktuelle Skandal nur
die Spitze des Eisbergs, der„
Skandal“ gar der Alltag in der Fleischproduktion?
Skandalös ist dabei nicht nur der wiederholte und vorsätzliche
Verkauf vergammelter Ware, sondern das
Agieren der Fleischindustrie insgesamt: Die unwürdige Haltung der
Tiere, quälerische Tiertransporte,
Fließbandtötung in den Schlachthöfen.
Auch im Angesicht der aktuellen Klimadebatte ist die industrielle
Fleischproduktion skandalös: Während
bei der Erzeugung von z.B. Weizen oder Karotten nur 230 bzw.
69 g CO2-Äquvalente
pro kg emittiert
werden, sind es bei Rindfleisch 10693 g/kg - es besteht also
ein enormes Klimaentlastungspotential durch
eine fleischreduzierte oder vegetarische Ernährungsweise. Dies ergab
eine an der Universität Gießen
durchgeführte Studie.
Eine fleischarme oder vegetarische Ernährung bietet nicht nur gesundheitliche
und auch ökologische Vorteile, sondern sie schmeckt auch einfach besser! Nicht zufällig
betonen Spitzenköche mittlerweile,
dass Ihnen die vegetarische Küche viel mehr kreative Möglichkeiten
bietet“ so Thomas Schönberger,
Vorsitzender des Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. (VEBU).
Die Europäische Vegetarier Union wünscht allen einen
schönen Weltvegetariertag 2007:
Welt-Vegetarier-Tag 1. Oktober
Auf Initiative der nordamerikanischen Vegetarier Organisation (North
American Vegetarian Society) wurde am Welt-Vegetarier-Kongress in Schotland
1977 der 1. Oktober als Weltvegetariertag ausgerufen. Seither feiern
vegetarische Organisationen überall auf der Welt diesen besonderen
Tag jedes Jahr. Der Weltvegetariertag hat die segensreichen, mitfühlenden
und lebensbejahenden Aspekte des Vegetarismus zum Thema, von denen einige
nachfolgend aufgezählt werden:
Gesundheitliche Beweggründe
" ...eine umsichtig geplante vegetarische Ernährung ist gesund und
angemessen, bietet gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Heilung von
gewissen Krankheiten." (Stellungname der ernährungswissenschaftlichen
Vereinigung von Amerika und Kanada im Juni 2003)
Mitgefühl mit Tieren
* 800 Millionen Hühner, 15 Millionen Schafe, 9 Millionen Schweine und
3 Millionen Rinder werden jedes Jahr allein in Großbritannien geschlachtet.
(Quelle: Compassion in World Farming)
* "Die Frage heisst nicht: können Tiere denken oder reden, sondern
können sie leiden." (Jeremy Bentham)
Ökologisches Bewusstsein
* Beispiel: zunehmender Wassermangel: Man braucht 100.000 Liter Wasser für
die Produktion von einem Kilogramm Rindfleisch und nur 500 Liter für ein
Kilogramm Kartoffeln (Quelle: Compassion in World Farming Trust, 2002)
Individueller Beitrag zur Lösung des Welthungerproblems
* Ungefähr 60 % des Weltverbrauchs von Gerste, Roggen, Hafer, Hirse u.a.
wird für Tierfutter verwendet.
* In Industrieländern wird ein zunehmender Anteil der Weizenernte an Tiere
verfüttert – 45 Prozent des Gesamtverbrauchs in der EU.
* Es wird erwartet, daß "selbst im Jahr 2030 noch ungefähr
440 Millionen Menschen hungern werden." (Quelle: FAO – World agriculture
2015/2030)
Nachfolgend geben wir einige Vorschläge,
wie man den Weltvegetariertag angemessen begehen kann:
Einladung zu einem besonderen Essen für Familienangehörige und Freunde
Vorbereitung eines vegetarischen Essens für die lokale Gemeinschaft mit
Einladung an VIPs
Stände auf öffentlichen Plätzen und Verteilung von Informationsmaterial
Verkauf von Kochbüchern
Organisieren von Sonderprogrammen in Schulen und Universitäten
Teilnahme an Radio- und Fernsehsendungen
Anzeigen in Zeitungen
Aufforderung an Zeitungen, Dokumentationen über den Vegetarismus zu publizieren
Mahnwachen und Märsche
Aufsatz- oder Kunst-Wettbewerb im Rahmen von Vegetarismus-Themen ausschreiben
Forderungen nach vegetarischem Essen in öffentlichen Einrichtungen stellen
Solidarität zeigen durch das Sammeln von vegetarischen Lebensmitteln für
ein kostenloses Essen
Verschicken von Postkarten (Englische e-cards kann man hier finden: http://www.dgreetings.com/vegetarianday
)
Die Europäische Vegetarier Union wünscht allen einen
schönen Weltvegetariertag 2006.
Offener Brief der
EUROPÄISCHE VEGETARIER UNION
an den Generalsekretär der UNO Kofi Annan
zur WHO/FAO
Konferenz in Rom
Sehr geehrter Herr Generalsekretär,
anlässlich einer WHO/FAO Konferenz in Rom verschickte die FAO eine
Presseerklärung mit Datum vom 18. Mai 2006, in der festgestellt
wurde, "dass die Ernährung in der EU sich immer mehr verschlechtert,
dass der Anteil an Fetten, besonders gesättigten Fetten, Zucker
und Cholesterin zu hoch ist" und damit zu der dramatischen Situation
beiträgt, dass jedes Jahr mehr als 400.000 Kinder übergewichtig
werden.
Zunehmendes Übergewicht bedroht die Europäer mit Herzkrankheiten,
hohem Blutdruck, Schlaganfall, Diabetes, Atembeschwerden, Arthritis und
verschiedenen Arten von Krebs.
Auch in den USA geriet die öffentliche Gesundheit im vergangenen
Jahrzehnt massiv unter Druck durch die Zunahme von übergewichtigen
Menschen.
Während einer Tagung in Brüssel vom 11. bis 12. Mai 2006 haben
sich EU und USA zusammengetan und eine gemeinsame Strategie gegen Übergewicht
entwickelt, das der Europa-Kommissar für Gesundheit und Verbraucherschutz
Markos Kyprianu als die "größte gesundheitliche Herausforderung
des 21. Jahrhunderts" bezeichnet. 1
Eine bewegungsarme Lebensweise spielt in dieser dramatischen Situation
sicherlich auch eine Rolle, aber - und so erklärt es auch die FAO
- die Ernährung ist eine der Hauptursachen.
Wenn sie so gefährlich sind, warum kaufen dann die Menschen diese
Unmengen an fettreichen tierischen Produkten?
Die EU-Landwirtschaftspolitk, die alles massiv subventioniert, nur keine
pflanzlichen Produkte, mag eine der Ursachen sein, wenn die Verbraucher
eher cholesterinhaltige Lebensmittel kaufen als teureres Obst und Gemüse.
Die Situation in den USA ist ähnlich. Mark Muller, Direktor des
Instituts für Landwirt-schaft und Handel und sein Umwelt- und Landwirtschaftsprogramm2
sagt: "Wenn wir uns ernsthaft mit dem Übergewichtsproblem beschäftigen
wollen, sollten wir Märkte schaffen, die gesunde Nahrungsmittelproduktion
und -verbrauch fördern. Im Moment macht die Landwirtschaftspolitik
gerade das Gegenteil."
Es wird von Tag zu Tag offensichtlicher, dass die Erforschung und Förderung
von Alternativen zur traditionellen fleisch-zentrierten Ernährung
längst überfällig ist, und deshalb begrüßen
die unterzeichnenden Vegetarier-Verbände den Kampf der UN gegen
das Übergewicht. Allerdings möchten wir die FAO/WHO-Experten
dazu ermuntern, auch den nächsten Schritt zu tun, die Vorteile einer
gesunden vegetarischen Ernährung3 zu untersuchen, die neben vielen
anderen Vorzügen
∑
gesättigte Fette vermeidet und durch Antioxidantien und Ballaststoffe
ersetzt
∑
Cholesterin reduziert, das man nur in tierischen Produkten findet
∑
eine große Anzahl von Gefahren für die Gesundheit drastisch
reduziert oder ganz ausschaltet
∑
eine Gewichtsreduktion zur Folge ha-ben kann (es ist erwiesen, dass Vegetarier
schlanker sind als die durchschnittliche Bevölkerung)
Sehr geehrter Herr Generalsekretär, wir sind gerne bereit, alle
Initiativen der Vereinten Nationen zu unterstützen, die zu einer
Empfehlung für einen gesunden und verantwortungsbewussten vegetarischen
Lebensstil führen, der den Menschen zu besserer Gesundheit verhilft
und eine entscheidende Rolle dabei spielt, wenn es darum geht eine bessere
Welt für alle zu schaffen.
Mit freundlichen Grüßen
Renato Pichler, Präsident, EVU, 22.5.2006
Meatout 2006 - Aktionsaufruf 18.3. -20.3.2006
Der Vegetarier-Bund Deutschlands
e.V. - VEBU (und auch die Öster.Vegetarier Union - ÖVU) ruft am ersten
Frühlingswochenende
vom 18. - 20.03.2006 zu einer
bundesweiten Frühlingsaktion unter dem Motto "
Meatout 2006 - Gesund ohne Fleisch !" auf.
Angesprochen sind alle Organisationen und Einzelpersonen,
die sich der vegetarischen oder veganen Ernährung, dem Tierschutz
oder / und den Tierrechten verpflichtet fühlen.Meatout, das ist
das Motto dieser Aktionstage.
Meatout gibt es seit 1985, es wurde von Farm (Farm Animal
Reform Movement) in den USA initiiert und findet auf der ganzen Welt
immer mehr Unterstützer.
Wir nennen jetzt unsere Aktionstage auch Meatout, denn wir
wollen uns solidarisch zeigen und finden:
Wird auf der ganzen Welt unter diesem Motto etwas unternommen,
ist die Medienwirksamkeit deutlich größer, als wenn
jede Gruppe "ihr eigenes Süppchen kocht"
.
Auf europäischer Ebene koordiniert die European Vegetarian
Union (EVU) die Kampagne und wird auf der Ebene
die Pressearbeit leiten.
Es gibt bezüglich der Gestaltung der einzelnen Aktionen keinerlei
Vorgaben. Das bleibt jedem Einzelnen, bzw. jeder Gruppe überlassen.
Wer einen Infostand organisieren kann, bitte, wer auf der Straße
Handzettel verteilen möchte, bitte gerne, wer Theater spielen
möchte, wunderbar, wer eine politische Rede halten möchte,
nur Mut, wer Interessierten leckere vegetarische oder vegane
Häppchen kredenzen möchte, feel free. Ihr habt also reichlich
Raum für Kreatives.
Wir wollen Interesse wecken und aufklären.
Vegetarisch oder vegan
ist köstlich, gesund und "ehrlich".
Ernährung als
Umweltschutz,
Ernährung als Basis menschlicher Werte und vor allem Ernährung
als Voraussetzung für Gerechtigkeit und Frieden.
Meatout wird neben Joaquin Phoenix und Pamela Andersen
auch unterstützt von der Schauspielerin Stephanie Kindermann,
der Deutschen Meisterin im Amateur-Boxen Elena Walendzik,
der Deutschen Meisterin im Rugby mit St. Pauli Johanna Jahnke,
dem Bodybuilding Weltmeister Alexander Dargatz
und dem Kabarettisten Ingo Insterburg.
Importverbot für Hunde-und
Katzenfelle
Hunde-und Katzenfelle. Endlich ab 1.1.2009 gilt ein EU-weites
Import- und Handelsverbot. Doch skrupellose Geschäftemacher wollen
noch schnell aus der Verzweiflung kranker Menschen Kapital schlagen. Lesen
Sie dazu einen Artikel aus der anima Nr 1/2008. Rocky, das Redaktionshündchen
schreibt dort unter demTitel Achtung Falle – Achtung
Felle :
Heute, meine
lieben Freunde, möchte ich Ihnen über die Vorgangsweise von
skrupellosen Geschäf-te-machern erzählen, die mein Frauchen
und mich aus zweierlei Gründen empört. Es geht nämlich
einerseits um entsetzliches Tierleid und andererseits um das schamlose
Abkassieren bei meist sehr ver-zweifelten, kranken und alten Menschen.
Lassen Sie mich mehr darüber berichten:
Vor wenigen Wochen flatterte aus dem Briefkasten meines Frauchens ein
Flugblatt. In großen Lettern stand das Wort „Schmerzen“ darauf.
Dann die Frage: „ Leiden auch Sie unter Rheuma, Bandscheibenleiden,
Ischias- und Nierenschmerzen, Schlafstörungen, Nervenschmerzen
...?
Dagegen können Sie jetzt etwas tun! Die Anwendung ist einfach, mühelos
und ohne Zeitaufwand. Keine Salbe, kein Medikament. Eine Wohltat für
den schmerzgeplagten Körper. Mit der Kraft der Natur....“.
Weiters Auszüge aus Dankschreiben von Menschen, die dieses „Wundermittel“ bereits
verwenden und die Aufforderung, einen „Gutschein für eine
Gratisinformation“ rasch einzusenden. Was kann das bloß sein?
Mein Frauchen wusste bereits bestens Be-scheid. Es war wieder einmal
ein Flugblatt einer nahen Firma, die Katzenfelldecken vertreibt. Schickt
man den „Gutschein“ ein, steht unangemeldet ein Vertreter
vor der Haustür der Linderung aller Schmerzzustände und Krankheiten
verspricht, wenn man schnell den Kaufvertrag für sein „Naturprodukt“ unter-schreibt
und gleich Bares auf den Tisch legt. Ist man nicht gleich zu einem Geschäftsabschluss
bereit, wird Druck auf die oft überforderten betagten Menschen ausgeübt.
Ist man gar nicht zu überreden, endet der „Besuch“ mit
aggressiven und beleidigenden Beschimpfungen. Respekt und Mitgefühl
vor alten kranken Menschen sind diesen Qualprodukt-Vertretern völlig
fremd, erst gar nicht zu reden von den Tieren, die für diesen wirkungslosen
Unsinn ihr Leben lassen müssen. Auch darüber weiß mein
Frauchen gut Bescheid.
Ich war fassungslos, als sie mir erzählte, dass sie Filmmaterial über
die Haltung und Tötung von Katzen und meinesgleichen gesehen hat,
die einen vor Entsetzen erstarren lassen. Nach einem elenden Leben wird
den Tieren nicht selten noch lebend das Fell abgezogen. Hunde liegen
noch röchelnd ohne Fell auf dem Boden, Katzen schreien während
des Häutens und versuchen danach noch wegzukriechen. Mein Frauchen
hat nach diesen Bildern nächtelang nicht geschlafen, weil die Bilder
der geschun-denen Tiere nicht mehr aus ihrem Kopf wollten. Hunde- und
Katzenfelle kommen häufig aus China, weil man dort zu sehr günstigen
Preisen liefert. In den letzten Jahren fanden diese als Pelzkrägen,
Verzierungen usw. leider in der Textilbranche großen Anklang.
Tierschützer haben intensiv für ein Importverbot dieser tierquälerischen „Ware“ gekämpft.
Tatsächlich konnte sich der Gesetzgeber voriges Jahr für ein
Importverbot entschließen. Leider tritt dieses erst mit Beginn
2009 in Kraft. Ich hoffe doch sehr, dass dann auch der Handel mit dieser,
für Tiere so verhängnisvollen Ware, beendet werden kann.
Bis dahin möchte ich alle Menschen mit Herz und Verstand vor derartigen
Werbeaussendungen warnen. Gehen Sie nicht in die Falle von geldgierigen,
unmoralischen Geschäftemachern. Denn wer eine Katzenfelldecke kauft,
verursacht immenses Tierleid, verliert viel Geld (eine Doppelbettdecke
kostet bei der Fa. 1.400 Euro!!) und behält seine Krankheiten.
Es kann einem schließlich nicht besser gehen, wenn man sich auf
zu Tode gequälte Katzen legt, meint
Ihr Rocky
Veganer wird Weltmeister im Bodybuilding
04. Dezember 2005 Presseinformation
Deutscher Veganer ist Bodybuilding-Weltmeister 2005 · Wandkalender mit
veganen Sportlern
Frankfurt / Erfurt – Bei der WFF-Bodybuilding Weltmeisterschaft am 02.
und 03. Dezember in Erfurt hat sich Alexander Dargatz aus Frankfurt gegen elf
weitere Bodybuilder durchgesetzt und den Gesamtsieg in der Fitnessklasse errungen.
Der 28-Jährige Veganer hat damit bewiesen, dass es durchaus möglich
ist, sich als Hochleistungssportler rein pflanzlich zu ernähren.
Dargatz, der Drogen und Aufbaupräparate strikt ablehnt, sieht seine Stärke
in der Rücken- und Bauchmuskulatur sowie ausgewogener Muskelentwicklung
(Symmetrie) und guteer Härte. Viele Kraftsportler reagieren erstaunt, wenn
sie erfahren, dass er keine tierliche Nahrung konsumiert. »Der Mythos vom
Kraft spendenden Fleisch ist noch sehr verbreitet – auch unter Kraftsportlern«,
erklärt der 28-jährige Arzt, der zur Zeit an seiner Doktorarbeit schreibt. »Häufig
werde ich gefragt, wo ich denn mein Eiweiss her bekomme. Viele schreiben meine
Leistung ‘trotz’ veganer Ernährung einer angeblich ‘guten
Genetik’ zu, aber das ist Quatsch. In Bezug auf Kraftsport habe ich eine
bestenfalls durchschnittliche Genetik. Außerdem habe ich sechs Jahre lang
omnivor trainiert. Und meine Leistung war damals schlechter als heute.«
Diese wahrlich guten Leistungen (2-facher Deutscher Vizemeister 2005, Europa-
und Weltmeister 2005) schreibt er einerseits seinem konsequenten Training, andererseits
aber auch seiner gesunden veganen Ernährung zu. »Ich esse so viel
wie möglich aus Bio-Anbau und so gut wie keine Fertigprodukte – nichts
mit chemischen Zusatzstoffen. Außerdem achte ich auf einen gewissen Rohkostanteil – viel
Frisches und Vollwertiges. Wenn ich diäte, verzichte ich vollständig
auf Zucker und Gebäck und erhöhre meinen Proteinanteil, wenn ich versuche
aufzubauen, esse ich so viel wie es bequem möglich ist. Ich stopfe mich
nicht voll wie viele andere Kraftsportler. Ich versuche, ausgewogen in Bezug
auf die Nahrungsmittelgruppen und relativ proteinreich zu essen.«
Als Dargatz im Sommer 2000 vegan wurde und damit den Konsum von Fleisch, Fisch,
Milch, Eiern und anderen tierlichen Produkten strikt aufgab, stellte sich sein
ganzer Körper um. »Anfangs bin ich etwas schwächer geworden,
aber später habe ich Gewicht und Kraft wiedererlangt und außerdem
sämtliche alte Bestleistungen übertroffen.«
Diese Erfahrung hat auch Brendan Brazier aus Kanada gemacht. Der kanadische 50km-Ultra-Marathon-Champion
2003 und professionelle Ironman-Triathlet lebt seit 15 Jahren vegan um seine
sportlichen Leistungen sogar noch zu steigern. Er unterstützt auch zusammen
mit weiteren Athletinnen und Athleten wie der Olympionikin Fiona Oakes aus Großbritannien
Alexander Dargatz’ Fit Vegan Photo Calendar 2006. Die Motive des Wandkalenders
zeigen ausnahmslos vegane Sportlerinnen und Sportler, die mit dem Vorurteil aufräumen,
dass Veganer schlapp, krank und schwächlich seien.
Bei allen Sportlern, die sich mit einem Foto an diesem Projekt beteiligt haben,
spielt auch der ethische Aspekt für ihre Ernährungsform eine Rolle.
Daher spendet Dargatz den erzielten Gewinn an Tierrechtsvereine und Gnadenhöfe.
Auch voice-design aus Offenbach unterstützt dieses Projekt gerne und übernahm
kostenlos die Gestaltung des Kalenders.
Somit ist der Fit Vegan Photo Calendar 2006 nicht nur ein optisch schönes
und ästhetisches sondern auch ein sozial engagiertes Geschenk für alle
Sportler, Veganer, Familienmitglieder und Freunde.
Fit Vegan Photo Calendar 2006
Format DIN-A3, 14 farbige Seiten (davon 12 Monatsblätter), 12,95 Euro
Erhältlich bei: SO-JA Versand, Steilshooper Straße 33, D-22305 Hamburg,
Bestellhotline 0700 / 22 55 76 52, www.so-ja.de
Donald Watson gestorben
Aus der Website der Vegan Society, England:
In grosser Trauer geben wir den Tod von
Donald Watson, dem Gründer der englischen Vegan Society (1944)
und Schöpfer des Wortes "vegan" bekannt.
Donald ist am 16.November 2005 in seinem Heim in Nordengland im Alter
von 95 Jahren gestorben.
Siehe das in der anima Nr.2/2005 wiedergegebene Interview mit Donald
Watson.
Miss Schweiz: ,Ich werde nie eine Bratwurst essen’
betitelte das Schweizer Journal,20 Minuten’ einen Bericht über
die Wahl der Miss Schweiz 2005. Tatsächlich, die am 17.September gewählte
Laurianne Gilliéron ist Vegetarierin, und das seit ihrem siebten Lebensjahr.
Die dunkelblonde Jus-Studentin stammt aus Prilly nahe Lausanne in der französischen
Schweiz.,Maße 168 cm groß, 85 – 60 –91. Ißt
viel Salat und Gemüse. Geht regelmäßig ins Fitness-Studio’ und,Ich
sollte gewinnen, weil ich die Schweiz bereits an internationalen Tanz-Wettbewerben
repräsentiert habe, was mich immer stolz machte.’ steht in ihrem
Steckbrief auf der Website w ww.missschweiz.ch.
Insgesamt hatten sich 400 Bewerberinnen um den Miss-Titel beworben. Im Vorfeld
waren die 16 Kandidatinnen, die in die Endrunde kamen, in den Medien umfassend
vorgestellt worden Die Miss Schweiz wurde dieses Jahr erstmals nach einem neuen
Modus unter stärkerem Einbezug des Publikums gewählt. Bisher entschied
die Jury, die Zuschauer hatten zusammen nur eine von neun Stimmen. Die Jury
wurde dieses Mal von acht auf sechs Mitglieder reduziert. Bei den ersten beiden
Durchgängen wogen Jury- und Publikumsentscheid je 50 Prozent. Unter den
letzten drei im Rennen verbliebenen Kandidatinnen oblag die Kür dann einzig
und allein dem Fernsehpublikum.
Warum sie Vegetarierin ist:
Die Vorstellung, fürs Essen Tiere zu töten, finde ich schrecklich.
Ü
brigens, Laurianne Gilliéron ist nicht die erste Fleischverweigerin,
die
das Missenkrönlein trägt. Auch 2003 war der Posten mit einer Vegetarierin
besetzt, der kaffeefarbenen Psychologin Bianca Sissing,
Tochter einer Südafrikanerin
und eines in Kanada lebenden Schweizers. Über die Schweiz hinaus wurde
sie durch eine Anzeigekampagne der Tierschutzorganisation PETA bekannt. Nur
bekleidet mit einem sexy Bikini aus Wirsingkohl warb sie auf dem Plakat für
gesunde vegetarische Ernährung. Bianca Sissing seit vielen Jahren Vegetarierin,
wollte mit dieser Aktion ein Zeichen setzen:
,Nachdem ich gesehen habe, wie die Tiere in Schlachthöfen oder auf
Tiertransporten behandelt werden, war es für mich klar: Ich esse nie
wieder Fleisch!’
Ohne Fleischkonsum
zum 6. mal den härtesten Triathlon
der Welt gewonnen
Natascha Badmann gewann 16. Okt. 2005 zum sechsten mal den
Ironman-Triathlon in Hawaii.
Sie führt ihre Leistungsfähigkeit unter anderem auf den Verzicht
auf die
belastende Fleischkost zurück.
http://www.nataschabadmann.ch/
Der wahre Fleisch-Preis
Vogelgrippe: Viele Fragen und eine Antwort
In einem Interview mit der BBC wurde Samuel Jutzi, Direktor der
FAO-Abteilung Tierproduktion und Gesundheit, gefragt, was die wirksamsten
Möglichkeiten zur Abwehr des gefährlichen Vogelgrippe Virus H5N1
sei, das
sich langsam in Europa einschleicht und Fleischesser und Vegetarier
gleichermassen in Angst und Schrecken versetzt.
Die Antwort war, daß entsprechender finanzieller Einsatz und die
Entschlossenheit, mit dem Virus auch Tiere auszurotten, die entscheidende
Rolle spiele in Fragen der Sicherheit europäischer Bürger. Allerdings
gäbe
es keinen Plan für Tötungsaktionen wilder Vögel, denn selbst
wenn diese an
der Vogelgrippe erkrankten, würde sich das Problem nach einer Weile
von
selbst regeln und die Tierkrankheit ohne Auswirkungen auf Menschen bleiben.
Diese Aussage führt zu der berechtigten Annahme, dass die für Fleisch
gezüchteten Hühner die Ursache für die drohende Pandemie sind,
vor der sich
alle so sehr fürchten.
Waere es dann nicht auch folgerichtig, in einer solchen Situation für
den
Verzicht auf Hühnerfleisch zu werben, auch wenn dies schwierig ist für
diejenigen, die sich für dieses Fleisch entschieden haben, weil sie
die
Konsequenzen von BSE und von anderen für die menschliche Gesundheit
gefährlichen Tierkrankheiten fürchten und auch mit Hormonen, PCB,
Dioxin und
Quecksilber verseuchte Fische nicht mehr essen mögen?
Warum gibt die FAO nicht öffentlich zu, daß wegen grenzüberschreitender
Tierkrankheiten sicheres Fleisch nicht mehr garantiert werden kann?
Warum hat keine Institution den Mut zur der Aussage, dass der Verzehr von
Fleisch zunehmend riskanter wird?
Warum wird an den Symptomen des Vogelgrippe herumgedoktert, die Wurzel des
Problems aber nicht beachtet?
Warum vermeidet die WHO die Förderung des Vegetarianismus, obwohl jede
ihrer
Ernährungsempfehlungen den Wert von Obst und Gemüse immer wieder
und immer
nachdrücklicher unterstreicht?
Warum werden keine amtlichen Gesundheitswarnungen bei Fleisch herausgegeben?
Warum besteht die Schadensbegrenzung bis jetzt hauptsächlich im Töten
von
vielen Millionen fühlender Wesen und der Empfehlung, das Fleisch der
jeweils
nicht betroffenen Tierarten zu essen, welches zur gegebenen Zeit als
verhältnismäßig sicher gilt (bis auf weiteres)?
Warum ist in der industrialisierten Welt trotz aller Probleme das Fleisch
immer noch stark subventioniert - auf Kosten der Steuerzahler?
Warum ignorieren internationale, europäische und nationale Gesellschaften
nach wie vor die Tatsache, daß eine vegetarische Lebensart gesund ist,
was
von unabhängigen Wissenschaftlern immer wieder bestätigt wird?
Was muss eigentlich noch geschehen, bis Experten die Notwendigkeit erkennen,
die Vorteile einer fleischlosen Lebensweise ernsthaft zu untersuchen?
All diese Fragen führen zu einer Folgerung: Da die Produktion und der
Verzehr von Fleisch riskant ist, eine enorme Belastung für die Ökologie
der
Welt darstellt, das Problem des Welthungers verstärkt und die Sicherheit
künftiger Generationen in Frage stellt, können wir uns Fleisch
nicht mehr
leisten!
Renato Pichler
Präsident
Europäische Vegetarier Union, 18.10.2005
www.european-vegetarian.org
Vegetarische Lebensweise für die Zukunft unseres Planeten
Pressemeldung der Europaeischen Vegetarier Union
35. Tag der Erde, 22. April 2005
Am 22. April 2005 wird zum 35. Mal der Tag der Erde gefeiert. Die
Europäische Vegetarier Union (EVU) nimmt dieses Ereignis zum Anlass,
auf die
herausragende Bedeutung einer intakten, im Gleichgewicht befindlichen Natur
für den Menschen bzw. das ganze Leben auf dem Planeten Erde hinzuweisen.
"
Für uns steht dabei natürlich die Bedeutung der vegetarischen Ernährung
als
entscheidender Umweltschutz-Faktor im Vordergrund", sagt Guido Barth,
Pressesprecher der Europäischen Vegetarier Union.
Der Flächenbedarf für den Anbau von Pflanzen für die menschliche
Ernährung
ist um ein Vielfaches geringer als für den Anbau von Futtermitteln
zur
Produktion von Fleisch. Welches Ausmaß an Verschwendung dahinter
steckt,
zeigt allein schon die Tatsache, dass bereits die ausschließlich
in den USA
angebauten Futtermittel ausreichen würden, um alle 800 Millionen von
Hunger
betroffenen Menschen dieser Welt mit genügend Nahrungsmitteln zu versorgen.
(Cornell University, Ithaca, N.Y.)*
Statt diese Erkenntnisse umzusetzen, wird die Fleisch-Produktion noch
gesteigert und der Bedarf an neuen Anbau- und Weideflächen wächst
rapide
weiter. Gerade diese Flächen sind aber stark von Erosion bedroht,
was
mittelfristig zur Versteppung weiter Landstriche führt.
Es ist höchste Zeit, diesen Teufelskreis zu durchbrechen und dem
Umweltschutz einen höheren Stellenwert beizumessen. Nach Ansicht der
Europäischen Vegetarier Union ist eine vegetarische Lebensweise dazu
bestens
geeignet. Sie ist zeitgemäß, gesund und umweltgerecht und damit
ideal für
eine sichere Zukunft auf unserem Planeten.
Kontakt: Guido Barth, Pressesprecher EVU
Rampenstraße 11
D 30449 HANNOVER
guido.barth@european-vegetarian.org
Der Dalai Lama VEGETARIER
In
einer Rede zu Tier- und Naturschutz bekannte der Dalai Lama, er sei kürzlich
zu einer vegetarischen Ernährungsweise übergegangen. "Heutezutage
mehr als je zuvor muß das Leben durch ein Verständnis für Universelle
Verantwortlichkeit geprägt sein, nicht nur zwischen Nationen und zwischen
Menschen sondern auch der Menschen gegenüber den anderen Formen des Lebens." Die
Buddhistische Philosophie lasse sich nicht mitt dem Töten
und Aufessen von Tieren vereinbaren. Er sei deshalb
Vegetarier geworden und lege dies auch jedem Buddhisten nahe. (www.buddhistchannel.tv,
4-05)
Vorurteile
gegen die vegetarische Ernährung
Pressemeldung der Europäischen Vegetarier Union (EVU) vom 24.
Februar 2005
Versuche mit dem Ziel, die vegetarische Lebensweise in Mißkredit zu
bringen, sind bekannt. Der neue Fall aber stellt eine besonders bemerkenswerte
Kombination
von wissenschaftlich unhaltbaren Aussagen, extremen Lebensbedingungen der
untersuchten Kinder und ganz offensichtlicher finanzieller Beteiligung der
Fleischindustrie
dar.
In einem Vortrag vor der "American Association for the Advancement of
Science" in
Washington machte Professor Lindsay Allen (Universität von Kalifornien)
ernste Anklagen: "Von Tieren stammende Nahrungsmittel haben einige Nährstoffe,
die nirgendwo anders enthalten sind. Hinsichtlich der Ernährung von
kleinen Kindern und schwangeren und stillenden Frauen würde ich so weit
gehen zu sagen, daß es unmoralisch ist, ihnen diese Nahrungsmittel
in den Lebensphasen vorzuenthalten."
Unmoralisch? Die Europäische Vegetarier Union kann diese Aussage keinesfalls
ak-zeptieren und stellt richtig:
1. Die Behauptung von Professor Allen ba-siert auf einer Studie (1) mit 544
Kindern in Kenia, die sehr einseitig mangelernährt waren und von denen viele eine
Reihe von Gesundheitsproblemen hatten, unter ande-rem auch Infektionskrankheiten,
die zu in-neren Blutungen führen und damit zu einem Mangel am Vitamin B12
und Eisen. Es ist bekannt, daß ein Mangel an B12 die kognitive Entwicklung
von Kindern beeinträchtigen kann. Eine positive gesundheitliche Entwicklung
bei zusätzlichem B12 ist also keinesfalls überraschend.
Obwohl die Kinder an einem Mangel an ver-schiedenen Vitaminen und Mineralstoffen
litten, konnte durch die zusätzliche Gabe von Milch und Fleisch nur der
Wert des Vit-amin B12 im Blutplasma erhöht werden.
Es muß jedoch betont werden, daß von den drei durchgeführten
Tests nur einer für die Fleisch-Gruppe günstige Ergebnisse brachte.
Bei den beiden anderen ergab die Ernährung ohne tierische Produkte (aber
mit Pflanzenöl) die besten Resultate. Bei allen drei Testmethoden hatte
die Milchgruppe die schlechtesten Ergebnisse, in einem Fall sogar schlechter
als die Kontrollgruppe. Wenn man diesen mangelernährten Kindern eine sorgfältig
geplante vegetarische Diät gegeben hätte, man hätte mehr für
deren Gesundheit erreicht.
2. In einigen Berichten bezieht man sich auf nicht weiter spezifizierte "Vegetarier-Studien
in den Vereinigten Staaten und in Europa/Holland", aus denen hervorgehen
soll, daß die Entwicklung eines Kindes ohne Fleisch und Milchprodukte dauerhaft
beeinträchtigt werden könne.
Derartige Behauptungen können leicht durch sehr Beweise widerlegt werden:
- Schon seit mehreren hundert oder sogar tausend Jahren sind viele Inder
Vegetarier. Es gibt nicht die geringsten Anzeichen, daß ihnen diese Lebensweise geschadet
hätte – genau das Gegenteil ist der Fall.
- Kinder in einigen europäischen Familien sind Vegetarier in der vierten
oder sogar fünften Generation. Sie sind aufgeweckt und gesund.
- Langjährige Vegetarier sind entsetzt über die von Professor Allen
aufgestellten Behauptungen. Sir Paul McCartney, selbst Vater von vier gesunden
und erfolgreichen vegetarischen Kindern, weist ihre Anklage als "Quatsch" zurück.
- In ihrem Papier "Vegetarische Ernährung", stellt die American
Dietetic Association and Dietitians of Canada (ADA), der größte nationale
Verband für Experten in Ernährungsfragen mit fast 70.000 Mitgliedern,
fest, daß "eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung
gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche
Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt. [...]
Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise sind
für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft,
Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische
Ernährungsweisen bieten eine Reihe von Ernährungsvorteilen.
3. Die Untersuchungen von Professor Allen lassen sogar bei unbefangenen Beobachtern
Zweifel an deren Objektivität aufkommen: Sie wurden auf einer Konferenz "Tierische
Nahrungsmittel und Ernährung in Entwicklungsländern" vorgestellt,
die in Washington im Juni 2002 stattfand und von einer Reihe von Viehzucht- und
Fleischgenossenschaften finanziell gefördert wurde, unter anderem von der
Vereinigung der amerikanischen Rinderzüchter.
Zusammenfassung: Die Europäische Vege-tarier Union stellt fest, daß eine
vegetari-sche Ernährung ausgewogen sein sollte, wie jede andere auch. Jedoch
haben umfangreiche Studien, die über lange Perioden und mit Tausenden von
Teilnehmern durchgeführt wurden, immer wieder bewiesen, dass die vegetarische
Lebensweise gesund ist.
Renato Pichler
Geschäftsführender Präsident der Europäische Vegetarier Union
(EVU) www.european-vegetarian.org
Kontakt: EVU Sekretariat Tel. +32 65 362584,
e-mail: evu@ivu.org
Wasser für Fleisch oder für
Getreide?
Offener Brief an Herrn Dr, Jacques Diouf,
Generaldirektor der Nahrungsmittel-und Landwirtschaftorganisation der Vereinten
Nationen, Rom
Sehr geehrter Herr Dr. Diouf,
In einer Pressemitteilung vom 21. Maerz 2005 mit dem Titel ' Wasser für
Leben ', bezog sich die FAO auf 'die Notwendigkeit einer angemessenen Politik
zum schonenderen Gebrauch von Wasser ', weil man 'eine Tonne Wasser zur Erzeugung
von einem Kilogramm Weizen benoetigt'. 1)
Die Europaeische Vegetarier Union weist ausdruecklich darauf hin, dass der Wasserverbrauch
fuer die Herstellung von Fleisch noch viel hoeher ist und daher auch erwaehnt
werden muss.
Schon im letzten April erklaerte das International Water Institute Stockholm,
dass 'die Landwirtschaft sehr große Mengen zusaetzlichen Wassers
benoetigen wird. Folglich wird Wasser für Landwirtschaft ein GROSSES
Thema in den naechsten Jahrzehnten sein.' 2)
In ihrem 2004-Bericht 'The global benefits of eating less meat' (Der globale
Nutzen von reduziertem Fleischkonsum) 3) erklaert der 'Compassion in World
Farming Trust': 'In seinem Buch 'Cadillac Desert: the American West and its disappearing
water' argumentiert Marc Reisner, dass ein Pfund Rindfleisch 20 bis 80mal mehr
Wasser als die 400 bis 1000 Liter benötigt, die man zur Herstellung von
einem Pfund Mais benoetigt. Im 'New Scientist' (Ausgabe 18. Mai 2002) wird eine
Studie aus dem Jahr 1998 im 'Forbes Magazin' vorgestellt, die angibt, daß man
50.000 Liter Wasser zur Herstellung von einem Kilogramm Beefsteak braucht. David
Pimentel, ein Spezialist fuer Wasser-Ressourcen von der amerikanischen Cornell
Universitaet, glaubt, daß diese Zahl noch viel zu niedrig ist und erhoeht
sie auf 100.000 Liter Wasser pro Kilo Rindfleisch (verglichen mit 500 l für
1 Kilo Kartoffeln, 900 l für Weizen und Alfalfa (Luzerne), 1100 l für
Sorghum (Hirsegetreideart), 1400 l für Mais, 1910 l für Reis und 2000
l für Sojabohnen).
In diesem Kontext ist es erwaehnenswert, dass ein großer Prozentsatz der
globalen Getreideernte nicht fuer die hungernden Menschen bestimmt ist, sondern
fuer die Fuetterung von Tieren. Dasselbe gilt fuer 90 Prozent der Sojabohnen
aus Bralien, fuer deren Anbau grosse Teile des Regenwaldes zerstoert werden.
Die FAO erklärte, daß der 'Sektor Landwirtschaft einer komplexen Herausforderung'
gegenuebersteht und listet eine Reihe moeglicher Massnahmen auf. Leider ist in
dieser Aufstellung weder eine Verringerung des Fleischverbrauchs, noch der Vegetarismus
beruecksichtigt oder auch nur angedeutet. Das ist sehr bedauerlich, da bei dem
Streben nach einer nachhaltigen und humaneren Ernaehrung 'die hundertprozentige
Reduzierung im Fleischverbrauch bei nur einer Person dabei helfen kann, sechs
Menschen zu 'subventionieren', die ihren Fleischverbrauch noch nicht zurueckgeschraubt
haben'.3)
Die Europaeische Vegetarier Union bittet Sie persoenlich, neue und vielversprechende
Alternativen in Erwaegung zu ziehen und den Vegetarismus, eine sanfte und vorteilhafte
Art der Ernaehrung, nun ernsthaft ueberpruefen zu lassen.
Mit freundlichem Gruss
Renato Pichler
Amtierender Praesident
Europaeische Vegetarier Union
www.european-vegetarian.org
24.3.2005
1) http://www.fao.org/newsroom/en/news/2005/100274/index.html
2) 2004 Stockholm Water Symposium http://www.siwi.org/press/presrel_04_SWS%20Conclusions.htm
3) Compassion in World Farming Trust: The global benefits of eating less meat
(2004)
Offener Brief
an den Präsidenten des Europäischen
Parlaments
EUROPÄISCHE VEGETARIER UNION
OFFENER BRIEF
Herrn Josep Borrell Fontelles
Präsident des Europäischen Parlaments
Brüssel – Strassburg
Sehr geehrter Herr Präsident,
der Vorstand und die Mitglieder der Europäischen Vegetarier Union (EVU),
eine für die Interessen von Millionen europäischer Vegetarier arbeitende
Dachorganisation, möchte Ihnen und allen neu gewählten EU-Parlamentariern
dazu gratulieren, dass Sie nun ein neues und besseres Europa für 435 Millionen
Bürger gestalten dürfen. Der vegetarische Lebensstil hat viele Facetten,
die auch Umweltbewusstsein und Fürsorge für Tiere einschliessen.
Daher bitten wir Sie, mit aller dem Europäischen Parlament verfügbaren
legislativen Gewalt zukünftige landwirtschaftliche Überproduktion
zu verhindern und zur Beseitigung der katastrophalen Folgen des Intensiv-Anbaus
beizutragen, wie z.B. hohe Nitrat-Konzentrationen in Boden und Grundwasser
von 15 EU-Mitgliedsstaaten. Lassen Sie nicht zu, dass alte Fehler in die neuen
Mitgliedsstaaten exportiert werden, in denen bisher, glücklicherweise,
Anbau und Tierhaltung noch weniger intensiv praktiziert werden.
Im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) sind erste viel versprechende
Schritte bereits getan, aber ein allgemeines Verständnis, dass Tiere mehr
sind als Produktionsmittel, ist noch nicht zu erkennen. Tiere sind fühlende
Wesen mit einem Recht auf Respekt und auf ein Leben ohne Leiden. Leider deutet
die heutige Situation auf allgemein mangelndes Interesse an einer menschlicheren
Behandlung von Tieren hin.Der Etat für die Landwirtschaft beläuft
sich auf ungefähr 50% des gesamten EU-Haushaltes. Das ist sehr viel Geld.
Leider wurde bisher ein grosser Teil dieser Mittel für die Finanzierung
von Massenschlachtungen im kurzfristigen Interesse gewisser Wirtschaftskreise,
Töten von neugeborenen Kälbern, Aufzucht von Stieren für Stierkämpfe
und zum Transport von Tieren zu Schlachthäusern, quer durch Europa und
darüber hinaus, ausgegeben. Fraglos gibt es sinnvollere Möglichkeiten,
diese enormen Mittel zu investieren.
Im Namen aller betroffenen Bürger und im Interesse der misshandelten Tiere
ruft die Europäische Vegetarier Union alle Entscheidungsträger der
EU auf, den Weg zu einer humaneren Zukunft zu ebnen und fordert: Schluss mit
Subventionen für Grausamkeiten
.Herma Caelen
Generalsekretärin
Europäische Vegetarier Union, 21 Juli 2004
|
Inhalt:
Archiv
#MeatoutMeatout 2006 - Aktionsaufruf
18.3. -20.3.2006
Jilll’s
Day 2005 (1.2.2005)
Protest gegen
Peter Singer (1.12.2004)
Erwin Kessler,
Schweizer Vgt-Chef verurteilt (30.11.2004)
Animals’ Angels (30.11.2004)
Stierkampf-Kontroverse (10.12.2004)
Neo-Ö3-Moderator
Gerald Fleischhacker (10.12.2004)
Lohnsklaverei
auf Schlachthöfen (7.4.2004)
Die
Helle Not
Tierversuche (21.4.2004)
Schokolade Gift
für Hunde (20.9.2003)
Katzen-
und Hundefell, Verbotsforderung (12.2.2004)
Europäische
Vegetarier Union: Resolution der anläßlich der EU-Erweiterung (28.12.2002)
Professor Hertha
Heger gestorben. (28.10.2003)
B. Gesundheit
US - Ernaehrungswissenschaftler -
zur Vegetarischen Ernährung (siehe unter "Gesundheit und Ernährung" und
unter "anima",
Nr. 1/2004)
Prostatakrebs (2001)
Dickdarmkrebs (15.4.2001)
Udo Pollmer
und Vollkorn - Vollkornbrot Abführmittel? (30.1.2003)
Warum keine Kennzeichnung für Vollkornbrote ?
-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-.-..-.-...-.-.
.-.-.-.-.-.-.-....-.-.-.-.-.-.-.-.--.
Jill's Day 2005
Am 1.Februar 1995 wurde die junge Engländerin Jill Phipps bei einer Demonstration
gegen die grausamen Todestransporte von zwei bis drei Wochen alten Kälbchen
in England von einem Tiertransporter überrollt und getötet. Sie hinterließ einen
neunjährigen Sohn.
Zum Gedenken an das Opfer fandam 5.Februar in Coventry (Central Hall) eine
Gedenkfeier, und verschiedene weitere Veranstaltungen statt. Näheres unter
www .jillsday2005.co.uk
Protest gegen Peter Singer
Der australisch-amerkanische Philosoph, dessen Wiener Großeltern dem
Holocaust zum Opfer fielen, – mit seinem Buch animal liberation/Befreiuung
der Tiere (1975) einer der Väter der Tierrechtsbewegung – wurde
vom Philosophischen Institut der Universität Düsseldorf zu einer
Vorlesung zum Thema „Animals and Ethics“ bzw. zu einer weiteren
Veranstaltung in Heidelberg im Dezember 2004 eingeladen.
Mit einem offenen Brief protestierte dagegen die Fachhochschule Düsseldorf. “Für
den Forschungsschwerpunkt «Rechtsextremismus und Neonazismus» stelle
sich die Frage, ob den Veranstaltern nicht bekannt ist, dass sich Peter Singer
mit seinen Thesen zwar für die Rechte der Tiere einsetzt, gleichzeitig
aber auch die Tötung Behinderter legitimiert.“
Uns stellt sich die Frage, ob Redeverbote und Zensurmethoden, wie sie zur
Nazizeit üblich waren, Probleme lösen hilft.
Zur Abrundung noch ein Zitat aus Singers Praktische Ethik:
„ Es ist wichtig, sich in Erinnerung zu rufen, daß ich die Absicht
verfolge, den Status der Tiere zu heben, nicht aber, den der Menschen zu senken.
Ich möchte nicht vorschlagen, geistesgestörte Menschen mit Lebensmittelfarben
zwangszuernähren, bis die Hälfte von ihnen stirbt – obwohl uns
dies sicherlich exaktere Hinweise dafür gäbe, ob eine Substanz für
Menschen ungefährlich ist, als es die Versuche mit Kaninchen und Hunden
vermögen.
Ich möchte allerdings unsere Überzeugung, daß es falsch wäre,
geistesgestörte Menschen so zu behandeln, gern auf nicht menschliche Lebewesen übertragen
wissen, die auf einer ähnlichen Stufe des Selbstbewußtseins stehen
und ähnliche Leidensfähigkeit besitzen. Es wäre übertrieben
pessimistisch, auf die Veränderung unserer Verhaltensweisen zu verzichten – nur
weil dies etwa dazu führen könnte, daß wir die Geistesgestörten
mit derselben Rücksichtslosigkeit wie heute die Tiere behandeln -, anstatt
den Tieren größere Rücksichtnahme angedeihen zu lassen, wie
sie heute gegenüber den Geistesgestörten üblich ist.“ (anima
4/2004)
Erwin Kessler, Schweizer Vgt-Chef verurteilt
Das Zürcher Obergericht als Berufungsgericht hat imSpätherbst 2004
eine fünfmonatige unbedingte Gefängnisstrafe gegen Dr. Erwin Kessler,
den Präsidenten des Schweizer Vereins gegen Tierfabriken (VgT) verhängt.
Keßler, bereits einschlägig vorbestraft, hat Nichtigkeitsbeschwerde
angekündigt. Die ihm zur Last gelegten Tatbestände reichen bis 1994
zurück. Kern ist der Vorwurf der Rassendiskriminierung durch verschiedene
Veröffentlichungen in seinem erbitterten Kampf gegen das Schächten.
Interessanterweise war ihm wenigstens von der Unterinstanz auch die Publizierung
einer Seite aus Manfred Kybers Buch „Tierschutz und Kultur“ 1998
zur Last gelegt (welche konnten wir nicht erkunden). Jeden, der Kyber und seine
Werke, etwa die Drei Lichter der kleinen Veronika kennt, wird es erstaunen,
daß man den Dichter mit Antisemitismus in Zusammenhang bringen kann.
Kessler war ursprünglich vom Bezirksgericht Bülach zu 9 Monaten verurteilt
worden und nach Aufhebung des Urteils durch das Obergericht 2003 zu fünf
Monaten. Die Oberrichter sahen jetzt, teilweise abweichend von der Erstinstanz,
sowohl in Vergleichen des jüdischen Schächtens mit Naziverbrechen
in den «VgT-Nachrichten» vom Mai 2002 als auch die Publikation
von wesentlichen Teilen eines Medienberichts und des Protokolls einer Gerichtsverhandlung
gegen die Holocaust-Leugner Jürgen Graf und Gerhard Förster im Juli
1998 auf der VgT-Homepage den Straftatbestand der Rassendiskriminierung. Ein
weiterer Schuldpunkt war Notwehrüberschreitung.
Kessler war im Lauf der Jahre von einem moderaten Anwalt der Nutztiere durch
die Lethargie der offiziellen Stellen immer mehr in die Radikalität gedrängt
worden.
Manche Katholiken meinen, stand unlängst in einem langen, Kessler gewidmeten
Bericht der Schweizer Weltwoche, er hasse alle Katholiken – er fordert
nämlich, auch Klöster müßten sich in ihrer Viehwirtschaft
ans Tierschutzgesetz halten – , die Juden wiederum fühlten sich
von ihm gehaßt wegen seines Sturmlaufs gegen das Schächten.
Kessler mit rund hundert Aktivist/inn/en, 30.000 Mitglieder zählt sein
Verein, kontrolliert meist heimlich tierschutzwidrige Viehhaltungen. Das verlaufe
meist nach dem Schema: Anzeige mit Fotos; die werden vom Gericht nicht als
Beweismittel zugelassen, da ohne Bewilligung geschossen; der Bauer lege Kontrollblätter
vor, auf denen die amtlichen Überwacher mit flottem Strich alle Fragen
bejahten; Geldbuße gegen Keßler wegen haltloser Anzeige. „Ein
Filz aus Bauernverband, Politikern, kantonalen und eidgenössischen Landwirtschafts-
und Veterinärämtern.“ Allerdings oft nachträgliche positive
Wirkung: Dutzende von staatlichen Betrieben, Schulen, Altersheime etc., auch
Klöster hätten nach seinen Aktionen ihre Ställe still und heimlich
saniert. (anima 4/2004)
Animals’ Angels,
die von der ehemaligen evangelischen Pfarrerin Christa Blanke gegründete
Organisation, die sich speziell der Tiertransporte annimmt, verweist auf die
durch die EU-Osterweiterung entstandenen Probleme. Die Grenzen wurden um bis
zu 1000 km verschoben, die Transport- und Leidenswege für die Tiere qualvoll
verlängert, die Aufgaben für die Organisation sind sehr gewachsen.
Sie bittet um finanzielle Hilfe. Nähere Informationen: Animals’ Angels
e.V., Mozartstr. 32 D-79104 Freiburg, www .animals-angels.de.
(anima 4/2004)
Neo-Ö3-Moderator Gerald Fleischhacker, 33,
der etliche Jahre die Morgenshow des Privatsenders Antenne Steiermark moderiert
hatte, in einem Interview (nach dem Alphabet) mit dem Gratis-Wochenblatt
Der neue Grazer (Dez.2004):
„ ... G wie Geschnetzeltes. Nein, danke. Ich esse kein Fleisch. ...“
Stierkampf-Kontroverse
Der von Frau Coudenhove-Kalergi vor einigen Monaten in der Wiener Presse publizierte,
vom Philosophieprofessor Burger beklatschte Lobebeshymne auf den Stierkampf
entgegnete jetzt Univ.Prof. Antal Festetics, in der Nov.Dez.-Ausgabe des Tierbefreiers,
Graz, mit Schärfe. (anima 4/2004)
Lohnsklaverei auf Schlachthöfen
Das Hamburger Wochenmagazin DIE ZEIT berichtet in der Ausgabe vom 7.April
2004 unter dem Titel "Und bist du nicht billig..." über extremes
Preisdumping bei Fleisch. Das Diktat des Handels sei mächtig.Die Preise
verfallen. Deutsche Schlacht- und Zerlegebetriebe seien so gezwungen, illegal
rumänische und andere ausländische Arbeiter zu Dumpinglöhnen
zu beschäftigen.Erleichtert werde dies durch ein Abkommen zwischen der
deutschen und der rumänischen sowie anderen osteuropäischen Regierungen,
welches es osteuropäischen Unternehmen gestatte, auf Werksvertagsbasis
mit ihren Arbeitskräften indeutschland zu arbeiten.Das Ergebnis - so
ein Gewerkschafter - sei ein gewerbsmäßiger Menschenhandel, wie
man ihn bisher nur mit Prostituierten kannte. Gegen etliche Großschlächtereien
ermittle bereits die Staatsanwaltschaft wegen illegaler Beschäftigung
zu Dumpinglöhnen.. Rumänische Arbeiter hätten angegeben, sie
seien geschlagen und eingeschüchtert worden, nur weil sie den versprochenen
Lohn forderten.
Die Helle Not
Die nächtliche "Lichtverschmutzung", übermäßige
Beleuchtung, stört nicht nur die Astronomen. Nachtaktive Insekten orientieren
sich bei ihren Flügen am UV-Licht des Mondes oder der Himmelskör-per.
Die in Österreich meist eingesetzten Beleuchtungskörper strahlen
ein derarti-ges Licht aus, so daß die Tiere geblendet werden und ihre
Orientierung verlieren. Sie fliegen zwanghaft die Leuchtkörper an, bis
sie vor Erschöpfung verenden oder verbrennen. Starke Beleuchtung kann
aber auch Zugvögel gefährden.
" Die Helle Not - Künstliche Lichtquellen, ein unterschätztes
Naturschutzproblem", eine Broschüre der Tiroler und der Wiener Umweltanwaltschaft
zeigt, wie durch be-wußten Umgang mit Beleuchtungssyste-men nachtaktiven
Insekten und Vögeln das Überleben erleichtert und die Pracht des Sternenhimmels
erhalten werden kann. Zusätzlich werden durch die richtige Leuchtenwahl
Energie und Kosten einge-spart. www.wien.at/wua/pdf/hellenot.pdf
Presseerklaerung der Aerzte gegen Tierversuche vom 21. April 2004:
Tierversuche - immense Schaeden fuer
die Volkswirtschaft
Protest der Aerzte gegen Tierversuche zum Tag des VersuchstiersDie Aerzte gegen
Tierversuche nehmen den internationalen Tag des Versuchstiers zum Anlass
auf die volkswirtschaftlichen Folgen von Tierversuchen hinzuweisen. Anstatt
sich zeitgemaessen Forschungsmethoden zuzuwenden, versucht die tierexperimentell
ausgerichtete
Medizin vergeblich unsere Zivilisationskrankheiten mit Hilfe so genannter "Tiermodelle" in
den Griff zu bekommen.
Die Kosten unseres Gesundheitssystems sind in den letzten Jahren explodiert.
Rund 163 Milliarden Euro betrugen die Gesundheitsaus-
gaben in Deutschland noch im Jahr 1991, im Jahr 2001 waren es bereits 226 Milliarden.
Einer Studie des Pharma-Riesen GlaxoSmithKline zufolge sind ca. 50-70%
der verschreibungspflichtigen Arzneimittel beim Patienten wirkungslos. Zudem
nehmen
viele Patienten die vom Arzt verordneten Medikamente nicht ein, wenn sie den
Beipackzettel mit oft seitenlangen Aufzaehlungen von Nebenwirkungen lesen.
Jedes Jahr landen mehr als 4.000 Tonnen Medikamente im Muell. Allein das kostet
die Versicherten zwei Milliarden Euro.
Trotz steigender Ausgaben im Gesundheitssystem nehmen unsere Zivilisationskrankheiten
staendig zu. Fuer Dr. med. Werner Autenrieth, Facharzt fuer Neurologie und
Psychiatrie und
1. Vorsitzender der Aerzte gegen Tierversuche, liegt eine der wichtigsten Ursachen
hierfuer in einem falschen Forschungsansatz.
" Mit kuenstlich krank gemachten Tieren, so genannten 'Tiermodellen', wird
versucht menschliche Erkrankungen nachzuahmen", erklaert
Dr. Autenrieth, "Ein sinnloses Unterfangen, bei dem keine nuetzlichen
Erkenntnisse zu erwarten sind." So werden beispiels weise bei Kaninchen
mit Stromschlaegen Arterienverdickungen hervorgerufen, um eine Arteriosklerose
zu simulieren, Ratten werden Bakterien in die Gelenke gespritzt, um Rheuma
darzustellen oder Hunden werden die Herzkranzgefaesse abgebunden, um einen
Herzinfarkt nachzuahmen.
Die Ursachen fuer Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Diabetes, Rheuma usw.
sind zum grossen Teil in der Lebensfuehrug der Menschen zu suchen: ungesunde
Ernaehrung, Rauchen, Stress, mangelnde Bewegung, Umweltgifte. Entsprechend
muessen wirksame Vorbeugung und Therapie auch hier ansetzen.
" Damit unser Gesundheitssystem nicht vollstaendig kollabiert, bedarf es
einer Neuorientierung in der Medizin", fordert Mediziner Autenrieth.
"Statt unser Heil in nebenwirkungstraechtigen, auf Tierversuchen basierenden
Medikamenten zu suchen und uns einer symptomorientierten Ersatzteilmedizin
auszuliefern, muessen
Praevention sowie der kranke Mensch als Ganzes in den Mittelpunkt gestellt
werden." Selbstverstaendlich kann nicht jede Krankheit durch Vorbeugung
verhindert werden. Tierversuchsfreie Forschungsmethoden liefern aber im Gegensatz
zum Tierversuch sinnvolle, fuer den Menschen relevante Ergebnisse und sind
schneller und kosten-
guenstiger", so der Arzt weiter. "Wenn die Milliarden Steuergelder,
die in die tierexperimentelle Forschung fliessen, in tierversuchsfreie Methoden
investiert wuerden, waere es um unsere Gesundheit mit Sicherheit besser bestellt."
Im Jahr 2002 wurden den offiziellen Statistiken zufolge 2,2 Millionen Tiere
zu Versuchszwecken getoetet, 21 % mehr als noch zwei Jahre zuvor. Der internationale
Tag des Versuchstiers wird seit 1962 begangen, um auf das Leid der Versuchstiere
aufmerksam zu machen und geht auf den Geburtstag von Lord Dowding zurueck,
einem tierschutz-engagierten Mitglied des britischen Oberhauses
Quellen:
Statistisches Bundesamt 2003
Der Spiegel 33/2003
Neue Westfaelische, 09.12.2003
Bonner General-Anzeiger, 16.03.2000
Bundesministerium fuer Verbraucherschutz, Ernaehrung und Landwirtschaft 2003
Pressekontakt:
Astrid Reinke, Tel: 05241-238467, presse@aerzte-gegen-tierversuche.de
---------------------------------------------------------------------
Aerzte gegen Tierversuche ist eine Vereinigung von mehreren Hundert Medizinern
und Wissenschaftlern, die den Tierversuch aus ethischen und medizinischen Gruenden
ablehnen.
Aerzte gegen Tierversuche e.V., Nusszeil 50, 60433 Frankfurt
Fon 069-519411, Fax 069-519507
info@aerzte-gegen-tierversuche.de, www.aerzte-gegen-tierversuche.de
---------------------------------------------------------------------
Schokolade Gift für Hunde
Eine Tafel Vollmilchschokolade kann für einen Pekinesen tödlich sein,
eine Tafel Zartbitterschokolade für einen mittelgroßen Hund. Schuld
ist das in Kakaokernen und -schalen vorkommende Toxin Theobromin. Die tödliche
Dosis an reinem Theobromin geben Wissenschaftler wird für den Hund mit
100-200 mg/kg angegeben. (anima 4/2004)ima Nr.2/2003 ((Versuchstiere)
geschilderte VgT-Aktion veranlaßte Univ.Prof. Huber, den Obmann des Vereins
und Mitarbeiter sowohl zivilrechtlich auf Unterlassung als auch strafrechtlich
wegen übler Nachrede zu klagen. Die beantragte Einstweilige Verfügung
gegen die Webseite des VgT hatte das Gericht ab-gelehnt. Knapp vor dem Strafgerichtstermin
zog der Tierexperimentator seinen Strafantrag zurück. Die Zivilprozesse
laufen noch. Huber fühlte sich beleidigt, weil der Obmann des VGT seine
Versuche u.a. als "offensichtlich sinnlose Tierquälerei" bezeichnet
hatte . Quelle: VgT, anima 3/2003 Kampagne gegen den Import
von Katzen- und Hundefell
(aus anima Nr.3/2003, Herbst 2003)
Hunde und Katzen sind die Tiere, denen die Menschen hierzulande am engsten
verbunden sind. In zahllosen Familien sind sie umsorgtes Familienmitglied,
Freund und Liebling der Kinder. Umso mehr erschüttern die Berichte,
die seit Jahren vor allem aus Ostasien aber auch aus Osteuropa über
Formen der Hunde-und Katzen"Produktion" und Tötung zu uns
kommen und uns schaudern machen (Denken Sie an die Karremann-Filme.)
Die Felle der geschundenen Tiere gelangen in mehr oder minder großer
Zahl, man spricht von zwei Millionen jährlich, zu uns, werden auch hier
verarbeitet und häufig unter Phantasienamen verkauft. Die Methode, die
Kunden mit hübschen Namen hinters Licht zu führen, beschränkt
sich nicht auf Hunde- und Kat-zenfell. So werden z.B. Schweinslederjacken als
Porc-Leder verkauft, z.B. von C&A. Unsere Anfrage warum, wurde bislang
nicht beantwortet. Auch hier gilt, je mehr Kunden entschieden nachfragen und
sich nicht abwimmeln lassen, umso eher werden die Unternehmen erkennen, daß Ehrlichkeit
mehr bringt.
Seit Jahren bemühen sich Tierschutzorganisationen in den westlichen Ländern
- so unter anderem in Österreich auch der Bund der Tierversuchsgegner
vor einem Jahr mit einer Briefaktion -, ihre Regierungen zum Handeln zu bewegen.
Dies verhielten sich bis vor nicht allzu langer Zeit oder auch jetzt noch meist
ablehnend und schützten WTO-Verpflichtungen vor.
So lehnten etwa Schweizer Regierung und Parlament vor zwei Jahren eine von
160.000 Bürgern unterschriebene Petition mit der eher kuriosen Begründung
ab: Der Bundesrat ist überzeugt, daß ein gewisser Druck der Öffentlichkeit
aus westlichen Ländern mehr zu-gunsten der Tiere bewirkt als eine gesetzliche
Maßnahme In diesem Sinne begrüßt er die Petition "Katzen
sind keine Fell- und Lederlieferanten" Er erachtet es aber als eine ungeeignete
Reaktion auf einen Medienbericht und die darauf eingereichte Petition , wenn
er dem Parlament eine Vorlage un-terbreiten müßte , mit welcher
die Einfuhr von Katzenfellen verboten würde. Überdies sei die eingeführte
Menge gering. Die Schweiz decke den weitaus größten Teil des Inlandsbedarfs
an Katzenfellen aus eigener Produktion.
Wieviel "Eigenproduktion" es in Westeuropa gibt, ist strittig. Ein
BBC-Bericht über europäische Katzenfarmen wurde von der EU dementiert
(Woher kommt die Schweizer Eigenproduktion? Von gestohlenen Tieren?). Die Abwehrfront
der Regierungen wurde allerdings durch die USA gebrochen. Dort ist seit Dezember
2000 der Import von Produkten aus Hunde- und Katzenfellen verboten, was allerdings
zu verstärktem Importdruck in Europa geführt hat. Ebenso hat vor
kurzem Italien ein Importverbot erlassen, und jüngst dem Vernehmen nach
Dänemark. (Anm.Jänner 2004: Auch Belgien erwägt jetzt nach Tierschutz-Demonstrationen
ein Verbot.).
Damit ist jedenfalls das Argument, man dürfe WTO-halber nichts tun, unglaubwürdig
geworden. In Großbritannien soll der Handelsminister, bewegt von aufrüttelnden
Presseberichten, ein Importverbot ins Auge fassen.
Auf EU-Ebene sollen sich vor knapp einem Jahr 10 Landwirtschaftsminister, darunter
auch der österreichische beim zuständigen EU-Kommissar Byrne für
ein Verbot stark gemacht haben, der habe jedoch den Ball an die Länder
zurückgespielt.
Wir haben vor Redaktionsschluß in mehr als 20 Telefongesprächen
mit Ministerialstellen und Regierungsbüros versucht, die Meldung zu verifizieren
und etwas mehr darüber und über Zuständigkeiten und Absichten
der Maßgeblichen in Österreich zu erfahren, bislang ergebnislos.
Nur ständiger Druck aus der Bevölkerung kann die Regierung bewegen.
Wir bitten darum unsere Leserinnen und Leser, sich untenstehender Unterschriftenliste
anzunehmen, und auch durch Briefe an Politiker ihr dringendes Interesse an
Importverbot und Kennzeichnungs-Verpflichtung zu dokumentieren
(
Nachtrag Ende Jänner 2004:
Die um Hilfe gebetene Bundesministerin Rauch-Kallat schweigt bisher
konsequent, ebenso der Landwirtschaftsminister, eine Antwort
erhielten wir jedoch am 11.2.2004 im Auftrag des ebenfalls interpellierten
Ministers Bartenstein (Text siehe weiter unten).
Auf EU-Ebene hat sich allerdings etwas getan:
Der EU-Abgeordnete Stuart Stevenson, ein schottischer Konservativer, der
seit langem gegen den Katzen- und Hundefellimport kämpft, hat im September
im EU-Parlament eine Initiative gestartet .Er legte eine sogenannte "Schriftliche
Erklärung" zur Unterschrift unter den Abgeordneten auf, die die
Forderung nach entsprechenden Import- und Handelsverboten enthält. Eine
derartige "Schriftliche Erklärung" gilt, wenn sie binnen drei
Monaten von mindestens der Hälfte der Parlamentarier unterzeichnet ist,
als Entschließung des EU-Parlaments an die Europäische Kommission.
Sie ist für diese allerdings nicht verbindlich, ebenso wenig wie hierzulande
ein Volksbegehren. Die Erklärung wurde von mehr als der Hälfte
der Abgeordneten unterschrieben. Dementsprechend hat der Präsident des
Europa-Parlaments die Kommission jetzt aufgefordert, einen entsprechenden
Verordnungsentwurf auszuarbeiten.
Wie haben sich die österreichischen Abgeordneten im EU-Parlament
verhalten?:
Von den 21 österreichischen Abgeordneten haben 13 die Erklärung
unterschrieben, und zwar alle 7 sozialdemokratischen und die 2 grünen
Abgeordneten. von den 7 VP-Parlamentariern nur 2, ebenso nur 2 der 5 Freiheitlichen.
Hier die Liste der österreichischen Unterzeichner:
Berger Maria (S), Bösch Herbert
(S), Echerer Raina A.Mercedes (G), Ettl Harald
(S), Flemming Marialiese (V), Hager Gerhard
(F), Kronberger Hans (F), Martin Hans-Peter(S), Prets Christa
(S), Scheele Karin (S), SchierhuberAgnes
(V), Swoboda Hannes (S), Voggenhuber Johannes
(G).
Hier noch das am 11.2.2004 eingelangte Antwortschreiben aus dem
Wirtschaftsministerium (Bartenstein)
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit dankt für Ihr
Schreiben vom 3. Dezember 2003 und erlaubt sich zu Ihrem Ansuchen mitzuteilen,
dass der Herr Bundesminister volles Verständnis für Ihr Anliegen
hat und für eine Diskussion und Thematisierung dieses Themas auf europäischer
Ebene eintritt.
Für die Beantwortung der Frage nach der Verhängung eines Importverbots,
bedarf es einer eingehenden europarechtlichen Analyse, für die das Bundesministerium
für auswärtige Angelegenheiten zuständig wäre. (Unsere
Anmerkung: Wir haben diesbezüglich am 28.2.2004 bei Frau Bundesministerin
Benita Ferrero-Waldner nachgefragt, jedoch bislang (21.4.2004) keine
Antwort erhalten).
Hinsichtlich der Zuständigkeit auf nationaler Ebene kann eine abschließende
Prüfung nur durch das für die Auslegung des Bundesministeriengesetzes
zuständige Bundeskanzleramt erfolgen. (Redakt. Anmerkung: Unsere telef.
und schriftlichen Anfragen an das BKA waren ergebnislos geblieben. Nachdem
das Importverbot schon seit Jahren immer wieder vonTierschutzorganisationen
gefordert wird, erstaunt es, daß man in Ministerien immer noch über
die regierungsinterne Zustänigkeit im Zweifel it.
Nähere Auskünfte darüber, ob vor Jahresfrist zehn der EU-Landwirtschaftsminister,
darunter auch der österreichische Bundesminister für Land- und
Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, DI Josef Pröll, vom zuständigen
EU-Kommissar - vergeblich - ein Importverbot gefordert haben, können
nur vom angesprochenen Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft,
Umwelt und Wasserwirtschaft gegeben werden.(Redakt .Anmerkung: BM Pröll
hatte auch auf unsere schrifltiche anfrage vom Nov.2003 nicht reagiert).
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit hat daher Ihr Schreiben
an das Bundesministerium für auswärtige Angelegenheiten, das Bundeskanzleramt
und das Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft
zur weiteren Veranlassung übermittelt
.Wien, am 29. Jänner 2004
Für den Bundesminister:
Sekt. Chef Mag. Mayer
Europäische Vegetarier Union
Beitrag zum Europäischen
Konvent
Resolution anlässlich der Erweiterung der EU
Im Rahmen des Europäischen Konvents organisierte die Europäische
Vegetarier Union am 1. November 2002 in Brüssel das Seminar "VEGETARIANS
IN AN ENLARGED EUROPEAN UNION - HOW TO PROMOTE VEGETARIANISM IN EUROPE".
Repräsentanten von 12 Organisationen aus 11 Staaten und Einzelmitglieder
der EVU nahmen teil und verabschiedeten nachfolgende Resolution:
Europäische Vegetarier Union
Brüssel, 1. November 2002
Die Europäische Vegetarier Union, eine für die Interessen von Millionen
europäischer Vegetarier tätige Dachorganisation, nimmt die anstehende
Erweiterung der Europäischen Gemeinschaft als Anlass für einige kritische
Anmerkungen. Die neu entstehende politische Einheit wird für alle betroffenen
ungefähr 453 Millionen Bürger Veränderungen mit sich bringen.
Zwar wird die Erweiterung die Bedeutung Europas zweifellos verstärken,
jedoch ist gleichzeitig auch damit zu rechnen, dass bisher nicht gelöste
Probleme noch verschärft werden.
Unter anderem geben die folgenden Punkte Anlass zur Besorgnis:
Nahrungsmittelsicherheit:
Grosse Unsicherheiten im Fleischsektor und damit verbundene Bedrohungen für
die öffentliche Gesundheit sind immer noch nicht unter Kontrolle. Als
ein Beispiel unter vielen ennen wir BSE: Trotz aller Anstrengungen, einschliesslich
der Tötung von Millionen von Tieren, ist die tatsächliche Problematik
in der Vergangenheit offensichtlich falsch beurteilt worden (AP am 9. Okt.
2002: «laut einer am Mittwoch veröffentlichten Studie betraf die
Rinderwahn-Epidemie der 90er Jahre etwa eine Million Kühe mehr als angenommen.
Wissenschaftler vom Imperial College in London berichteten, dass aufgrund ihrer
Untersuchungen fast 2 Millionen Kühe von BSE befallen waren. In früheren
Schätzungen hatte die Zahl der infizierten Kühe bei 1.05 Millionen
gelegen») und ist auch heute noch nicht unter Kontrolle. (AP berichtete
am gleichen Tag «Italien meldet den 75. Fall von BSE»; am 23. Oktober
2002 veröffentlichte AFP die Nachricht über die 11. BSE Infizierung
in Dänemark).
Subventionen: Kürzlich las man auf der EU Homepage: «Im Rindfleischsektor
wurden seit Beginn der zweiten BSE-Krise im Oktober 2000 neue Maßnahmen
getroffen, um den Angebotsüberhang infolge der rückläufigen
Nachfrage zu verringern ...»
Welch vielversprechende Initiative! Falls aber nachdrückliche Weigerungen
einiger Mitgliedsländer effektive Massnahmen zur Regulierung auch weiterhin
vereiteln, wird die unakzeptable Situation von Überproduktion sich in
einer erweiterten Europäischen Gemeinschaft noch mehr zuspitzen (der britische
EU Repräsentant kommentierte:
«Die Osterweiterung der EU wird zu einem Anwachsen der bebaubaren Flächen
führen, zur Verdoppelung des verfügbaren landwirtschaftlichen Arbeitspotentials
und zu einer wahrscheinlichen Überproduktion von Zucker, Milch und Fleisch
...»).
Fleischkonsum: Die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung (s. auch
die Empfehlungen der WHO 2003) werden immer offensichtlicher und die Warnungen
im Zusammenhang mit übermässigem Fleischkonsum immer häufiger
und dringlicher. Aber trotz aller Bedenken von Ärzten, Wissenschaftlern,
Umweltschützern und für das Wohl von Tieren arbeitenden Organisationen
bleibt die Unterstützung der Fleischindustrie eine Priorität in
allen nationalen und EU Etats.
Wir betonen, dass Alternativen zur traditionellen Fleischernährung vorhanden
sind, die gesundheitlichen, wirtschaftlichen, ökologischen und ethischen
Ansprüchen bestens entsprechen. Für alle vegetarischen Organisationen
ist die Information über die Vorteile einer pflanzlichen Ernährung
von allerhöchster Priorität.
Wir möchten daher die Gelegenheit der anstehenden Erweiterung nutzen,
um unseren Lebensstil als einen hoffnungsvollen Weg in die Zukunft aufzuzeigen:
eine vegetarische Lebensweise verbessert die Nahrungsmittelsicherheit und führt
somit zu einer besseren öffentlichen Gesundheit,
sie schont natürliche und finanzielle Ressourcen, ist hilfreich im Kampf
gegen Ungerechtigkeit und Welthunger - und
vor allem reduziert sie Tierleid.
Obwohl die Anzahl von Vegetariern in Europa rasant anwächst, wird deren
Recht auf eine angemessene Ernährung oft nicht respektiert. Aus diesem
Grund müssen Gesetze geschaffen werden, die vegetarische Alternativen
in den Kantinen aller öffentlichen Einrichtungen (Krankenhäuser,
Schulen etc.) garantieren.
Die Europäische Vegetarier Union fordert daher alle Verantwortlichen
in Europa auf - den Vegetarismus offiziell als gültige und nutzbringende
Art der Ernährung anzuerkennen - den Anspruch auf vegetarische Ernährung
als Menschenrecht zu akzeptieren - der menschlichen Gesundheit und dem Schutz
von Tieren Vorrang zu geben vor wirtschaftlichen
Interessen - Verhandlungen zur strikten Vermeidung von Überproduktion
abzuschliessen - vom «Export» von Tierfabriken in die neuen Länder
abzusehen. Der Vorstand und die Mitglieder der Europäischen Vegetarier
Union werden allen derartigen Bemühungen jede nur mögliche Unterstützung
geben.
Dr. Igor Bukovsky
President European Vegetarian Union
26, Rue Moncoureur B 7011 Ghlin
evu@ivu.org. http://www.european-vegetarian.org
Professor Hertha Heger gestorben
In der Herbst-Nummer 2003 der anima gratulierten und würdigten wir Hertha
noch zu ihrem 85.Geburtstag am 29.9.2003:
Ein schweres, ein erfülltes Leben, junge Schauspielerin in Graz, 1938
Berufsverbot, glücklich in die Schweiz entkommen, doch die mütterlichen
Verwandten dem Holocaust zum Opfer gefallen, an Schweizer Bühnen, später
wieder am Grazer Schauspielhaus, Professorin an der Hochschule für Musik
und angewandte Kunst, Auszeichnung "Bürgerin der Stadt Graz",
Großes goldenes Ehrenzeichen des Landes Steiermark; und dann die Tierschutzaktivitäten,
erfolgreiche Spendensammlungen für das neue Tierheim in Graz, das Assisi-Projekt,
Tierschutzkolumnistin der Grazer Tagespost, um nur einige zu nennen, fast von
der ersten Stunde an auch aktiv in unserer Vegetarier Union, und selbst jetzt
mit 85 mit neuen Ideen immer noch voll Elan für den Tierschutz.
Einen Monat später, am 28. Oktober, ist sie nach kurzer Krankheit von uns
gegangen.
Hertha, wir danken Dir.
anima -Redaktion und Österreichische Vegetarier Union
(Das Begräbnis fand am 6. November 2003 in Graz am St.Peter-Stadtfriedhof
statt.)
_____________
B) Gesundheit
US - Ernaehrungswissenschaftler -
zur vegetarischen Ernährung
Die ADA (American Dietetic Association), die grösste
US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten (Ernährungswissenschaftlern,
Diätberatern etc.) mit rund 70000 Mitgliedern, gegründet 1917,
hat in der Juni 2003 - Ausgabe ihrer Zeitschrift JADA ihr neues Positionspapier
zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht. Die Aussagen der ADA
gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend.(siehe : www.eatright.org).
Im Positionspapier ("Position of the ADA and Dietitians of Canada: Vegetarian
diets", voller Text in Englisch: http://envirolink.org./arrs/ADA.html)
heißt es:
Die ADA und die Ernährungswissenschaftler von Kanada, sind der Auffassung,
daß eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und
ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile
bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt.
Ungefähr 2,5% der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten und 4% der
Erwachsenen in Kanada sind - wird weiter ausgeführt - Vegetarier. Eine
vegetarische Ernährung werde dadurch definiert, daß sie kein Fleisch,
keinen Fisch oder kein Geflügel enthält. Das Interesse am Vegetarismus
scheine zu wachsen; viele Restaurants und Bildungsstätten böten
vegetarische Mahlzeiten routinemässig an. Der Umsatz an Nahrungsmitteln,
die Vegetarier ansprechen, wachse erheblich.
Im Positionspapier werden die aktuellen wissenschaftlichen Daten bezüglich
der wichtigsten Nährstoffe für Vegetarier, einschliesslich Protein,
Eisen, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren
und Jod untersucht. Die ADA kommt zum Schluß, die vegetarische
wie auch die vegane Ernährung erfülle die gegenwärtigen Empfehlungen
für all diese Nährstoffe. In einigen Fällen könne
der Verzehr von angereicherten Nahrungsmitteln oder Ernährungszusätzen
zum Erreichen der jeweiligen Empfehlungen für einzelne Nährstoffe
nützlich sein.
Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise seien für
alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft,
Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische
Ernährungsweisen bieten laut ADA eine Reihe von Ernährungsvorteilen,
einschliesslich niedrigerer Werte an gesättigten Fettsäuren,
Cholesterin und tierischem Eiweiss und höhere Niveaus an Kohlenhydraten,
Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie
Vitamin C und E und Phytochemikalien.
(siehe auch unter "anima", Nr. 1/2004)
Prostata-Krebs
Karl Pummer, Professor an der Grazer Universitätsklinik, seit 15 Jahren
mit der urologischen Onkologie befaßt, zur Frage, welche vorbeugenden
Maßnahmen gegen Prostatakrebs sind möglich: Langfristig gesehen
wirkt sich eine entsprechende Ernährung am günstigsten aus: wenig
tierisches Fett, Schweine- und Rindfleisch, viel Gemüse aber auch Obst
und Getreide. Man sollte mit der Ernährungsumstellung auf jeden Fall
im frühen Alter beginnen. Es ist unklar, wie lange etwaige Effekte der
Ernährung benötigen, um zu wirken. Kleine Zeitung
,Graz, 8.Juni 2000
Der Imperial Cancer Research Fund, Oxford stellte vor einigen Monaten eine
neue Studie vor, nach der das Blut veganer Männer einen niedrigeren
Gehalt eines Proteins besitzt, das mit Prostatakrebs in Verbindung gebracht
wird. Zwar sei ein Zusammenhang noch nicht eindeutig bewiesen, doch die Resultate
deuteten darauf hin, daß eine Ernährung ohne Fleisch und Milchprodukte
das Risiko für Prostatakrebs reduzieren könne. 2001
Dickdarmkrebs
Siegfried Knasmüller vom Krebsforschungsinstitut der Uni Wien: "Es
landet viel zu viel Fleisch auf unseren Tellern. Die Leute essen sich über
lange Jahre hindurch in den Tod hohen Fleischkonsum zusammen." Quelle:
Kurier 15.4.2001
Udo Pollmer und Vollkorn
Vollkornbrot Abführmittel?
Warum
keine Kennzeichnung für Vollkornbrote ?
Wir richteten im Herbst 2002 an die kompetenzmäßig
in Frage kommenden Bundesminister Dr.Martin Bartenstein, Dr. Dieter Böhmdorfer
und Mag. Herbert Haupt folgende Anfrage:
Sehr geehrter Herr Bundesminister!
Udo Pollmer/B.Schmelzer -Sandtner schreiben in "Wohl bekomm's!",
Kiepenheuer 2001, Seite 18: "Bei der heute üblichen Verwendung von
Kunstsauer" (statt Natursauer) für die Herstellung von Vollkornbrot "unterbleibt
der Abbau des Phytins....Derartige Vollkornbrote taugen als Abführmittel,
nicht aber für eine gesunde Ernährung." Und in Pollmer/Fock/Gonder/Hauk, Prost
Mahlzeit !, Kiepenheuer 2001, heißt es (S. 180): "Das Brot ist
ein typisches Beispiel, wie die Herstellungsmethoden klammheimlich verändert
werden, ohne daß es dem Kunden bewußt wird. Beim Brot war es der "Kunstsauer",
der die uralte Natursauerteigführung verdrängte....Dem Kunden fällt
es in den seltesten Fällen auf, denn eine Kennzeichnungspflicht gibt es
nur für verpacktes Brot...."
Bedauerlicherweise erfährt der Konsument auch bei Nachfrage kaum näheres
- wenigstens machten wir diese Erfahrung bei Tests in etlichen Bäckereien
und Lebensmittelmärkten. Wir können als Laien natürlich nicht
beurteilen, ob die griffig vorgetragenen Behauptungen der Ernährungsfachleute
Pollmer u. Koll., die sogar in Richtung Gesundheitsschädigung argumentieren,
zutreffend sind.
Zwar geht es der Mehrzahl der Vegetarier weniger um die Gesundheit, es sind
Leute, die keine Freude daran, haben Tiere quälen zu lassen und dazu auch
keine Notwendigkeit sehen. Doch propagieren manche Ernährungswissenschaftler
gerade für Vegetarier Vollwertkost (vgl. Leitzmann/Hahn, Vegetarische
Ernährung, UTB Ulmer 1996), wodurch die Frage auch für Vegetarier
interessanter wird.
Sei dem wie immer, auch wenn die Gegenüberstellung Brot : Abführmittel überspitzt
sein sollte: Da sie nun aber einmal im Raume steht, vermuten wir, die Konsumenten,
ob Vegetarier oder Fleischesser, würden doch gerne wissen, was sie nun
in der Einkaufstasche nach Hause tragen, und das Verlangen, über strittige
Erzeugungsprozesse informiert zu werden, scheint uns nur billig.
Wir regen daher entsprechende Kennzeichnungsverpflichtungen an..Unsere
Leser wären interessiert, zu erfahren, ob Sie, sehr geehrter Herr Minister,
diesem Vorschlag nähertreten könnten.
Mit vorzüglicher Hochachtung
Von den Ministern Bartenstein und Böhmdorfer erhielten wir keine, im
Auftrag von Minister Haupt folgende Antwort:
"
Besten Dank für Ihr an Herrn Bundesminister Mag. Haupt gerichtetes Schreiben.
Sie weisen darauf hin, dass manche Konsumenten, besonders wenn sie gewisse Lebensmittel
bevorzugen, über bestimmte Details des Erzeugungsprozesses informiert werden
möchten.
Zu Recht sprechen
Sie bezüglich Brot den Umstand an, dass es zumeist als unverpacktes, nicht
der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung unterfallendes Lebensmittel in Verkehr
gebracht wird. In solchen Fällen ist die Information über die Ware
durch die Verkäufer, die für die Konsumenten ja die direkten Ansprechpartner
sind, wesentlich. Im Hinblick auf diesbezügliche, mehrfach
geäußerte Anregungen wurde, um das Verkaufspersonal sowohl in gewerblichen
Bäckereien wie auch im Lebensmittelhandel besser auf Fragen zu Backerzeugnissen
vorzubereiten, bereits im September d.J. lnformationsmaterial ausgearbeitet,
welches im Bedarf ergänzt werden kann.
Zu den von Ihnen übermittelten Zitaten ist anzumerken, dass"Kunstsauer" ein
sowohl fachlich wie branchenintern unbestimmter Begriff ist; Der Begriff "Natursauer'
hingegen ist im Kapitel B 9 des Österr. Lebensmittelbuches als Sauerteig
definiert, der vom sogenannten Reinzuchtsauer zu unterscheiden ist. Ein Hinweis
darauf kann - zutreffendenfalls - vom Hersteller freiwillig gemacht werden. Bei
der Vollkorn-Teigführung werden stets Mikroorganismen eingesetzt, also lebende
Organismen und keine "Kunstprodukte".
Weiters ist festzustellen, dass bei der Herstellung von Vollkornbrot zumindest
ein
teilweiser Phytinsäureabbau durch endogene Phytase des Getreidekornes erfolgt,
der dann durch die mikrobielle Aktivität der jeweiligen Teigflora weiter
verstärkt wird.
Die unerwünschte Wirkung von Phytinsäure
ergibt sich aus der verminderten "Bioverfügbarkeit" (also der
Aufnahme bei der Verdauung) von bestimmten Mineralstoffen wie Zink, Caicium und
Eisen, die gerade in ballaststoffreichen Getreideprodukten stärker vorhanden
sind. Eine abfahrende Wirkung ist mit diesem Vorgang aber nicht
verbunden. "
Was ist dran an Pollmers Thesen ?
Eingehend befaßt sich die auflagenstarke Zeitschrift Schrott &und
Korn - Das Naturkostmagazin in ihrer April-Nummer 2002 mit den Thesen Pollmers,
die unter denr Freunden der Vollwerternährung verwirrung gestiftet haben.
Angriffspunkte Pollmers und anderer sind die drei Stoffgruppen: Phytinsäure,
Enzyminhibitoren und Lektine, .insbesondere Weizen-Lektin. Das Magazin behandelt
die Thesen eingehend und erachtet die Bedenken Pollers für unrichtig oder
zumindest stark übertrieben. Es gebe keinen Grund von den bisherigen Empfehlungen
pro Vollkorn abzurücken. Sie können den Artikel unter www.naturkost.de in
der Rubrik Infos - Schrot & Korn nachlesen.
|