Einkaufsführer


 

 

  Vegan

         Vegan allgemein

Neal Barnard: Iss dich fit
Gill Langley, Vegane Ernährung

        "Vegane" Nahrungsmittel, Bezugsquellen

Das europäische Vegetarismus- Label in Österreich
Neu in Supermärkten
Grundlegende Lebensmittel bei veganer Ernährung
Vitamin B12
Vegetarische" Schuhe = Schuhe ohne Leder
Vegetarisches Fertigfutter für Katzen
Ist Brot vegetarisch?
Ist Rotkraut, tiefgekühlt, vegetarisch?

 

  Kosmetik

 Tierische Produkte aus tierfreundlicherer Haltung siehe Konsumententips der Gesellschaft für humane Nutztierhaltung


 Vegan

Die der "industriellen Viehproduktion" verpflichteten Tierzüchter haben - schon vor Erfindung der Gentechnik - das "Wegwerf-Vieh" geschaffen, d.h. um den Preis verkürzter Lebensdauer auf Höchstleistung getrimmte Tiere, wenigstens teilweise beschränkt auf nur eine Nutzungsart (Eier bzw. Milch oder Fleisch); besonders kraß bei der Legehenne (die männlichen Küken werden sogleich nach dem Schlupf getötet, die Hennen aus Rentabilitätsgründen meist schon nach 16 bis 20 Monaten geschlachtet). Nicht nur Fleischessen, auch der Genuß von Eiern und Milch bedeutet so immer stärker baldigen Tod der Tiere. Selbst biologische und tiergerechte Haltung, so sehr sie gegenüber der grauslichen konventionellen Haltung ein Fortschritt zum Besseren ist, kann das Tötungsdilemma nicht lösen. Konsequenterweise entschließen sich daher immer mehr Vegetarier zu veganer Lebensführung, d.h. verzichten auch auf Eier und Milchprodukte und bei strikterer Einstellung auch auf Gebrauchsgüter aus tierischen Stoffen, wie Schafwolle und Leder (Die Verwendung von Leder widerspricht übrigens bereits "vegetarischer" Lebensauffassung).

Während der deutsche Ernährungswissenschaftler Claus Leitzmann meint, die vegane Kostform bedinge allerdings besondere Sorgfalt bei der Zusammenstellung der Nahrung, um Mängel zu vermeiden, plädiert der amerikanische Arzt Neal Barnard für rein pflanzliche Ernährung (siehe Neal Barnard: Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft der Ernährung rororo-TB 1998 318 Seiten)


Neal Barnard Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft der Ernährung

"Die in diesem Buch beschriebenen gesundheitlichen Vorteile ergeben sich ausschließlich aus pflanzlicher Ernährung. Ich empfehle nachdrücklich, auf Milchprodukte und Fleisch völlig zu verzichten. Sie enthalten so viele Bestandteile, die Angriffe freier Radikale und anderer Chemikalien begünstigen und zum Arterienverfall, Hormonverschiebungen, Knochenschwund und Übergewicht beitragen, daß es keinen Anlaß gibt, sie überhaupt zu verzehren. (Lediglich für Vitamin B12 ist Ergänzung erforderlich).
Die 4 Grundpfeiler einer gesunden Ernährung nach Barnard.:
Gemüse Hülsenfrüchte Vollkornprodukte Obst
Eine grobe Richtschnur (Näheres im Buch): auf den Teller bis zur Hälfte Gemüse (grün und gelb/rot), ¼ Hülsenfrüchte, ¼ Getreideprodukte.

Während der deutsche Ernährungsfachmann Univ.-Prof. Dr. Claus Leitzmann meint ((Leitzmann/Hahn Vegetarische Ernährung: Gesund und bewußt essen Trias 1998, 218 öS) , eine rein pflanzliche, vegane Kost stelle hohe Anforderungen an das Ernährungswissen, es sei nicht immer gesichert, daß alle Nährstoffe auch tatsächlich in ausreichender Menge zugeführt werden, insbes. in Zeiten erhöhten Ernährungsbedarfs (wie Schwangerschaft, Stillzeit , Säuglings- und Kleinkinderalter), sagt Barnard: Vegetarische (gemeint hier vegane) Ernährung enthält auch ohne genaue Planung reichlich Protein, vorausgesetzt sie ist vielseitig. Die alte Vorstellung, man müsse verschiedene Lebensmittel sorgfältig kombinieren, um die Proteinversorgung sicherzustellen, wurde von den Ernährungswissenschaftlern verworfen, denn es stellte sich heraus, daß vielseitige pflanzliche Ernährung mehr als genug Protein enthält... Grünes Gemüse und Hülsenfrüchte decken auch ohne weiteres den Calciumbedarf des Organismus.


Achtung, auch Barnard betont: ausreichende Vitamin B12-Zufuhr durch Vitamin-Präparate ist für Veganer nötig.

Näheres siehe Stichwort Wissenschaft)


Gill Langley, Vegane Ernährung,

Echo Verlag Göttingen 1999, 240 Seiten, 11.30 € (D).
Das bisher umfassendste Werk zur veganen Ernährung, häufig als "vegane Bibel" bezeichnet. Die britische Wissenschaftlerin Dr. Gill Langley hat die wissenschaftliche Literatur zum Thema Vegane Ernährung ausgewertet und das Ergebnis in einem umfassenden Bericht erstmals 1988 veröffentlicht. 1995 erschien in England eine erweiterte Neuauflage, die nun in deutscher Übersetzung vorliegt.
Langley behandelt in der herkömmlichen Art in einzelnen Kapiteln die maßgeblichen Nahrungsbestandteile (Proteine, Kohlehydrate, Fette, Vit-amine, Mineralstoffe), beschäftigt sich darüber hinaus auch mit Mutter und Kind, Milch und Gesundheit, dem Gesundheitsstatus von Veganern und mit veganer Ernährung als Therapie. Die den Ausführungen zu den einzelnen Punkten jeweils nachgestellte Zusammenfassung erleichtert das Studium.
Für Laien leicht verständlich geschrieben, bietet das Buch auch Fachleuten durch reiche Litera-turangaben und kritische Würdigung allfälliger Problembereiche solide Information. Ärzten und Diätberuflern, von denen leider viele bezüglich veganer und manchmal auch vegetarischer Ernäh-rung noch nicht zu den Fachleuten zu zählen sind, könnte es helfen, ihre aus Vorurteil noch häufig vertretenen Bedenken gegen die vegane Lebensweise zu überdenken.
Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Studien zeigen, daß sich der Mensch mit eine ausgewoge-ne vielseitigen veganen Kost gesund ernähren und daraus sogar gesundheitliche Vorteile ziehen kann, wie dies bereits Neal Barnard in Iss dich fit darlegt.
Bezüglich Einzelheiten, insbes. betr. Sonderfällen wie Kleinkinderernährung sei auf das Werk verwiesen. Generell gelte ein abwechslungsreicher Spei-seplan aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten (z.B.Tofu), frischen Gemüsen, frischem und ge-trocknetem Obst, Nüssen und Samen. Bemer-kenswert die Angabe, daß es entgegen älterer wissenschaftlicher Meinung nicht nötig sei, sich über die Kombination verschiedener Eiweißarten in jeder Mahlzeit den Kopf zu zerbrechen. Ein abwechslungsreicher Speiseplan, der täglich aus zwei oder mehr Pflanzengruppen zusammenge-stellt ist, liefere ausreichend Protein.
Ebenso wie Barnard empfiehlt auch Langley ausreichende Vitamin-B12-Zufuhr durch entsprechend (künstlich) angereicherte Lebensmittel.
Die heutige Form der Milch- und Eigewinnung aus spezialisierten "Einzweck-Tieren" bedeutet, was Tötung und Tierqual betrifft, nur mehr wenig Unterschied zur Fleischgewinnung. Viele sehen daher in veganer Lebensweise ein ethisches Ge-bot. Das Buch ist hier eine wertvolle Hilfe.


"Vegane" Nahrungsmittel, Bezugsquellen

Das europäische Vegetarismus- Label in Österreich
Erfreulicherweise sind in Goßmärkten schon zahlreiche vegetarische und vegane Produkte wie Bratlinge, Aufstriche etc. erhältlich. Nur ist es etwas mühsam und auch nicht immer sicher, an Hand der Inhaltsangabe festzustellen, ob sie es wirklich sind. Darum hat die Europäische Vegetarier Union (EVU) ein Label geschaffen (ein V als Blume ), das anzeigt: Hier ist wirklich nichts vom toten Tier drin und mit dem Zusatz "vegan" auch nichts vom lebenden. Als erste österreichische Kette hat nun Merkur eine durch das V-Label mit Zusatz "vegan" gekennzeichnete neue Linie namens "Vegavita" auf den Markt gebracht, rein pflanzlich

Neu in Supermärkten

Seit Mai 2005: MIlchfreies Speiseeis bei Spar

Die Fa. Spar verkauft seit einiger Zeit milchfrei hergestelltes Speiseeis und kommt so den Wünschen von Konsumenten, :die aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen Milch(produkte) ablehnen, entgegen.

Aus der spar-Werbung: NEU: Mega Bar Soja
Mit dem SPAR Mega Bar Soja bringt SPAR als erster großer Anbieter ein Eis auf den Markt, das auch für Laktoseallergiker geeignet ist. Neben dem guten Geschmack bietet dieses Eis noch folgende Vorteile: Es ist Laktose- und Cholesterinfrei, enthält viele wertvolle Proteine und ungesättigte Fettsäuren. Das Soja ist aus biologischem Anbau und damit garantiert gentechnikfrei.
Erhältlich: einzeln od. in 3 Stück-Packung.

seit Herbst 2002:
Vegavita - Die pflanzliche Alternative auf Weizenbasis
Cholesterinfrei-fettarm-ballaststoffreich, mit Vitamin B12 -Zusatz
als Fleisch- und Wurst-Alternative in Form von "Fleisch", Brat- und Kochwürsten, Aufschnitt etc. in Merkur-Märkten

Schon länger gibt es Fleisch- und Wurst-Alternativen auf vorwiegend Soja-Basis, insbes. Produkte der Fa. Sojarei
bei u.a. bei Merkur, Interspar, teilweise Eurospar und DM.

Auch schon länger:
Feelgood BIO SOJA: eine Joghurt-Alternative (ohne Milch). Mit Joghurtkulturen fermentierte Sojabasis , aus österreichischen Bio-Sojabohnen ohne Gentechnik (vier Sorten: Erdbeere, Apfel/Birne, Banane/Müsli und Natur), Produzent: feel good-sojarei, Traiskirchen, www.sojarei.at)r. Oder seit 2005Joya - Sojagurt, Fa. Mona, Wien, www.joya-soja.at. Beide Firmen erzeugen u.a. auch Joghurt-Drinks. Erhältlich u.a. bei Merkur, Interspar und teilweise Eurospar und Billa.

 

Die grundlegenden Lebensmittel bei veganer Ernährung

Gemüse - Vollkornprodukte (Die Betonung liegt auf "Voll") - Hülsenfrüchte (Soja) - Obst - Samen

sind teils auch in Bio-Qualität in den Läden etlicher Lebensmittel-Ketten (insbes. bei Billa "Ja!Natürlich", in geringerer Auswahl bei Spar "Natur-pur") erhältlich.

Milch-Imitate

Die gängigste, in den meisten Lebensmittelmärkten erhältliche Alternative ist Sojadrink(die Bezeichnung Sojamilch ist nicht erlaubt). Es gibt ihn aus biologischem oder aus konventionellem Anbau, auch mit Zucker- und/oder Calciumzusatz, mit Soja . In Österreich wird Sojadrink in Kettenläden meist aus belgischer Produktion in 1-Liter-Tetrapack angeboten. Etliche Reformhäuser und auch die DM-Kette führen Sojadrink auch in Halbliter-Packung. In Reformhäusern und Bioläden findet man noch anderen Milchersatz wie Reisdrink oder Haferdrink.
Bei all diesen Milch-Alternativen ist zu beachten, daß sie natürlich nicht für sich allein sondern nur im Zusammenhalt mit geeigneten anderen Nahrungsstoffen einen vollwertigen Milchersatz bedeuten.

Soja-Produkte,

die insbesondere bei veganer Ernährung für die Eiweißversorgung von Interesse sind, gibt es daneben in verschiedenster Form, ob als süßes Sojadessert mit verschiedenem Geschmack in den meisten Kettenläden, ob als Tofu, Soja-Fleisch, Tempeh ob als (meist teure) fertige Fleischimitate in Würstchen-, Laibchen- und Aufstrichform in Reformhäusern etc. (Achtung: Würstchen u.andere Erzeugnise einzelner Firmen enthalten auch Ei; Zutatenliste beachten.)

Sojafleisch d.i. strukturiertes Sojaeiweiß, erhältlich vorwiegend in Reformhäusern in verschiedener Form: Granulat, Würfel, Schnitzel; Zubereitung in der Regel: je nach Größe der Stücke eine Zeit lang einweichen (in Würzmischungen , z.B Gemüsewürze, oder in Wasser und später würzen) und/oder kochen, dann wie tierisches Fleisch weiter verwenden. Teilweie bereits aufbereitet, z.B. Soja-Trockenmix "Veggy Star NUTRI SUN (veganes Faschiertes), erhältlich im Versand bei Nutri Sun, 2601 Maria Theresia, www.nutrisun.at.
Tofu (aus gekochten Sojaabohnen mit Hilfe eines Gerinnungsmittels erzeugt), schnittfest, fast geschmacksneutral, daher sowohl für fleischähnliche Zubereitung (z.B. braten) als auch für Süßspeisen verwendbar.
(Tempeh (durch Pilz fermentierte Sojabohnen), ebenfalls zum Braten, Kochen, Dünsten etc.

Fleisch-Imitationen gibt es auch auf Getreidebasis, z.B..
Seitan d.s. Gluten (Klebereiweiß, hergestellt indem man aus Weizen die Stärke auswäscht). Es ist proteinreich, cholesterin- und nahezu fettfrei, man kann es braten, kochen, fritieren, kalt (z.B. auf Brot) und warm verzehren, den Geschmack je nach Würze variieren. Viele Naturkostläden führen es als bereits eßfertige Spezialität (z.B. Vegavita). Es ist in Reformläden auch als Mehl zum Selbermachen erhältlich (z.B. Fertig-Mix aus Weizeneiweiß von granoVita).

Nicht alle Fleischersatzprodukte sind vegan. Beispielsweise enthalten Produkte der Marke granoVita manchmal Ei.

An Brotaufstrichen und Pasten vor allem auf Hefe basierend ist u.a. das in der Schweiz hergestellte Tartex sowie die in Deutschland produzierte Sandwich-Pastete der Marke granoVita, die auch Soja enthält, bekannt. Diese und ähnliche Produkte meist auf Hefe- Soja und/oder Lupinenbasis, die man auch in manchen Lebensmittelmärkten und Drogeriemärkten (DM) erhält, sind allerdings meist ziemlich teuer. Billiger kommt da die Eigenerstellung von Brotaufstrichen. Siehe: (Ernährung - Kochbücher z.B. Jutta Grimm, Brotaufstriche selbst gemacht - Süßes und Pikantes aus der Vollwertküche, Taschenbuch, 139 Seiten, 108 öS, pala-verlag, Darmstadt, Neuausgabe 1998)


Anmerkung: Fleisch-Imitate sind häufig geschmacklich bewußt fleischähnlich gestaltete denaturierte Produkte, die Fleischessern den Umstieg erleichtern sollen. Sie entsprechen in der Regel ebenso wenig wie Milchimitate (Sojadrink) den Prinzipien einer vitalstoffreichen Vollwertkost (nach Dr.Bruker, Kollath, Bircher-Benner)), die in Teilen auch von der Schulmedizin für zweckmäßig erachtet wird (siehe Leitzmann etc.)

Ei-Ersatz als Binde- oder Triebmittel: Vegane Schriften empfehlen u.a. für 1 Ei einen gut gehäuften Eßlöffel Sojamehl in etwas Wasser cremig gerührt, dem Teig zuzugeben, oder
Eiersatz aus dem Reformhaus, z.B. Hammermühle Eiersatz. Ersetzt die Back- und Kocheigenschaften von Ei. Geeignet zur Teig-, Dessertschaum und Cremeherstellung. Erhältlich in Reformhäusern etc., entspricht preislich etwa (Bio)Freilandeiern

Vitamin B12
ist zwar für Naturmenschen, die sich schmutzreich ernähren, in der Regel kein Problem. In unserer Zivilisation liegt die Gefahr für Veganer vor allem, vereinfacht dargestellt darin, daß aufgrund der meist überdurchschnittlichen Folsäureaufnahme das sonst erste Anzeichen eines Vitamin B12-Mangels, Blutarmut, vorerst nicht auftritt und dessen weitere Folge, irreparable Nervenschäden (wie funikuläre Myelose) erst zu spät erkannt werden. Erschwerend wirkt, daß der Mensch in der Regel über B12-Reserven für etliche Jahre verfügt und deren Ende vorerst nicht fühlbar ist und daß nicht jede Untersuchungsmethode zwischen aktivem B12 und sogar die Aufnahme hemmenden inaktiven Analoga unterscheidet. Laut Leitzmann enthalten die in manchen Vegan-Schriften als B12 Quelle genannten Algen und bestimmte Lupinenprodukte (zu Lopino siehe unten) kein von Menschen verwertbares Vitamin B12; inwieweit die kleinen Mengen von B12 in milchsäurevergorenem Sauerkraut ausreichen, sei fraglich. Manche empfehlen daher Veganern eine periodische Erhebung des B12 Serum Status, bzw. allenfalls B12 Supplementierung, d.h. die Einnahme entsprechender Vitamin-Präparate (z.B Vitamin B12-Kapseln erhältlich in Reformhäusern, in Pulverform auch in der Kaiser-Apotheke, Wien Mariahilfer Staße nahe Westbahnhof).

Adressen von Versandfirmen für vegane Produkte in Österreich:

Lebensweise, H.Singer, Fuchsberg 15, A-3062 Kirchstetten, NIederösterreich, Tel.02 743/ 88 211, insbes. auch Tiernahrung, lederfreie Schuhe, www.veganversand-lebensweise.at

(Vega Vit, Ch.Geiser, A-6252 Breitenbach, Tirol, hat den Betrieb leider geschlossen. 2006).


"Vegetarische Schuhe"

Qualitativ hochwertige lederfreie Schuhe aus (laut Prospekt) atmungsaktivem Kunstoff, wie sie eine englische Firma unter dem Markenzeichen "Vegetarian shoes" erzeugt, können Sie in kleiner Auswahl jetzt auch in Wien kaufen :

bei Fauna, Radetzkystr.21, 1030 Wien
und der Versandfirma Lebensweise Tel.02 743/ 88 211, email lebensweise@aonmail.at, die auch die Schuhe an obigem Standort betreut (www.veganversand-lebensweise.at

Lederfreie Straßenschuhe ohne besonderen Qualitätsanspruch aus (in der Regel nicht atmungsaktivem) Kunststoff führen fallweise auch einzelne Billigpreis-Geschäfte, z.B. Deichmann, Jello und Turbo. Es ist allerdings nicht immer leicht, sie dort zwischen der Lederware aufzufinden.


Vegetarisches Fertigfutter für Katzen

gibt es

a) als Pulver (Markenname Vegecat und Vegekit), welches nach verschiedenen genauen Rezepten (vorwiegend auf Basis Soja und/oder anderen Hülsenfrüchten, Getreide etc.) herzustellendem "Kuchen" oder Brei beizumengen ist, und

b) als Fertigprodukt (Markenname Vegusto Cat) in gekühlt aufzubewahrender Frischhaltepackung (Bezugsquelle: Vegourmet-Line (Humanitas, Postfach 13, 6866 Andelsbuch, Vorarlberg, Tel.05512 / 4344)


Rotkraut vegetarisch ? Leider, Tiefkühlware meist nein.
Iglo und die eine oder andere Marke verwenden Schweinefett. Eine andere ist mit Rinderbrühe "aufgebessert". Lediglich ja!Natürlich-Bio-Rotkraut ist laut Inhaltsangabe ohne tierische Zusätze hergestellt. Also: Auch bei Tierfkühlgemüse, das auf den ersten Blick vegetarisch erscheint, immer genau die Inhaltsangabe lesen. Iglo hat übrigens in Aussicht gestellt, die Rezeptur zu überdenken. (15.12.2005)

Ist Brot vegetarisch?

Nicht immer. Manche Brotsorten enthalten tierische Fette (z.B. Schweineschmalz). Nähere Information auf Anfrage.


Maggi-Produkte: Information auf Anfrage
Maggi kennzeichnet neuerdings einige seiner Produkte mit einem Symbol als (Lakto/ovo-)vegetarisch und gibt bei einigen ausdrücklich an, ob sie für Lakto- oder Ovo-Vegetarier geeignet sind. Zur Prüfung, ob sie vegan sind oder ob nicht gekennzeichnete Artikel lakto/ovo-vegetarisch sind, empfiehlt es sich bei allen Produkten genau die Zutatenliste zu studieren. Dies gilt auch für Knorr-Produkte, soweit sie nicht audrücklich als "rein pflanzlich gekennzeichnet sind.Auch einige andere Firmen z.B. Kellogs, kennzeichnen (lakto/ovo)vegetarische Artikel teilweise mit einem firmeneigenem Symbol.

 

ÖVU, Postfach 1, 8017 Graz, Tel.0316-46 37 17 und 0720-345 298 (fairytel).

Fortsetzung in Arbeit

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 Kosmetik

Tierversuchsfreie Kosmetik

Bekanntlich sind Kosmetika (Endprodukte und/oder insbes. deren Inhaltsstoffe=Rohstoffe) beträchtlichenteils in - häufig qualvollen - Tierversuchen getestet. Die EU hat zwar bereits vor längerem grundsätzlich Verbote beschlossen, deren Inkrafttreten aber immer wieder hinausgeschoben. Zwar dürfen Endprodukte in der EU seit September 2004 nicht mehr getestet werden, Tierversuche für neue Inhaltsstoffe sind jedoch weiterhin bis 2009 erlaubt. Auch Kosmetika, die außerhalb der EU in Tierversuchen getestet werden, können hier bis 2009 bzw. 2013 uneingeschränkt verkauft werden.
Tierversuche mit neuen Inhaltsstoffen sind immer noch die Regel. Aus Tierschutzsicht verdienen also Firmen, die sich auf altbekannte Inhaltsstoffe beschränken, den Vorzug.
Vor mehr als zwei Jahrzehnten hat der Deutsche Tierschutzbund e.V. (Baumschulallee 15, D-53115 Bonn; www.tierschutzbund.de) eine Initiative gestartet, um die Kosmetikfirmen zur Abkehr von den Tierversuchen zu bewegen. Eine Kosmetik-Positivliste wurde geschaffen und beworben. In der Liste sind Firmen (Marken) verzeichnet, die ab dem Stichtag 1.1.1979 weder ihre Endprodukte, die Kosmetika, noch deren Inhaltsstoffe im Tierversuch testen ließen. Die Initiative des DTB verdient- unbeschadet anderer Initiativen ( BDIH, HCS u.a.) - u. M. die besondere Unterstützung aller Tierfreunde.

Wo kann ich Artikel der Positivliste kaufen?
Teilweise in Spezialgeschäften, (Versand und Laden) wie
Fauna, 1030 Wien, Radetzkystr. 21, Tel. 01/712 72 29, und
Heidemarie Loos (früher Mauritsch), 8010 Graz, Glacisstr. 69 (nächst Kaiser Josef Platz), Tel. 0316/824 157;
bei beiden Firmen können Versandkataloge angefordert werden.
In Linz einzelne bei Robert Buchegger- Parfümerie Sanfte Pflege Rathausg. 2 (nächst Hauptplatz), 4020 Linz, Tel. 0732/ 782073.

Eher wenige andere Reform/Naturkost/Bio-Läden und spezialisierte Parfümerien führen einzelne Waren aus der Positivliste des DTB, daneben ebenso wie teils die vorgenannten Firmen allerdings auch andere Kosmetika. Nach unseren jüngsten Tests ist in einzelnen der Läden das Wissen über die Positivliste des DTB und dessen Kriterien eher mangelhaft und es könnte mitunter vorkommen, daß nicht in der DTB-Liste enthaltenen Artikel der Liste zugeschrieben werden. Wobei es natürlich möglich ist, daß eine Firma die sachlichen Kriterien erfüllt, ohne sich um die Aufnahme in die Liste bemüht zu haben.


Die Produkte einiger anderer Firmen sind nur nach weniger strengen Klassifizierungsystemen „tierversuchsfrei“. Z.B. Kontrollierte Natur-Kosmetik – BDIH, Neuform. HCS (auch THCS) = The Humane Cosmetic Standard: wurde 1998 von einer internationalen Koalition von Tierschutzgruppen geschaffen. Er gestattet jedem Unternehen, den dann fixen tierversuchs-Ausschluß-Stichtag selbst zu bestimmen und sieht Fremdkontrolle vor.

Drogerieketten: Auch die eine oder andere Drogeriekette erklärt ihre Eigenmarken für tierversuchsfrei. Allerdings werden solche Eigenartikel in der Regel bei der Kosmetikindustrie in Auftrag gegeben und beinhalten so häufig bereits tiergetestete Inhaltsstoffe aus deren Repertoire, bedürfen also keiner zusätzlichen Tiertestung. Wer bei Firmen, die auch tierversuchte Ware erzeugen oder führen, kauft, stärkt diese und damit indirekt Tierversuche finanziell.

Aus Tierschutzsicht empfiehlt es sich daher, auf tierversuchsfreie Ware spezialisierte Firmen zu bevorzugen; und wenn schon in Kettenläden gekauft wird, dort alteingeführte Markenartikeln gegenüber Neuschöpfungen vorzuziehen

Zur Kosmetik-Kette The Body Shop: Vor 30 Jahren in England gegründet, richtete sie sich anders als der DTB ursprünglich nach der sogenannten 5-Jahres-Regel, d.h. Produkte und Inhaltsstoffe duften in den letzten fünf Jahren nicht tierversucht worden sein. In der Folge hat The Body Shop ebenfalls einen Fixtermin eingeführt, nämlich den 1.1.1991. Darüber hinaus unterschied sich das System von dem des DTB durch lediglich unternehmensinterne Kontrollen. Jedoch ist die Firma vor einigen Jahren HCS (siehe oben) beigetreten. 2006 ist das auf weltweit über 2000 Filialen angewachsene Unternehmen (um einen Kaufpreis von über 900 Mill. Euro) ins Eigentum des Welt-Kosmetikkonzern L’Oreal , an dem Nestle zu 27 % beteiligt ist, übergegangen. Laut Unternehmensangabe soll The Body Shop jedoch weiterhin nach den bisherigen Prinzipien geführt werden). Weitere Informationen fehlen uns noch. The Body Shop-Filialen gibt es in etlichen österr. Städten, u.a. in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck.

Ggenauere Informationen mit einer Liste von Kosmetik-Marken, die die strenge DTB-Regel erfüllen und in Österreich eher erhältlich sind, , senden wir Ihnen auf Anforderung gern zu.


Stand 30.6.2005 mit einigen späteren Ergänzungen
Irrtum vorbehalten, Angaben ohne Gewähr.


ÖVU: Tel. 0316-46 37 17 und und 0720-349 056 (fairytel). Wir stehen Ihnen in der Regel täglich bis 22 Uhr für telefonische Auskünfte zur Verfügung
email:oevu@vegetarier.at

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