Neal Barnard: Iss dich fit
Gill Langley, Vegane Ernährung
"Vegane"
Nahrungsmittel, Bezugsquellen
Das europäische Vegetarismus- Label in Österreich
Neu in Supermärkten
Grundlegende Lebensmittel bei veganer Ernährung
Vitamin B12
Vegetarische" Schuhe = Schuhe ohne Leder
Vegetarisches Fertigfutter für Katzen
Ist Brot vegetarisch?
Ist Rotkraut, tiefgekühlt, vegetarisch?
Tierische Produkte
aus tierfreundlicherer Haltung siehe
Konsumententips der
Gesellschaft für humane Nutztierhaltung
Die der "industriellen Viehproduktion" verpflichteten Tierzüchter haben - schon vor Erfindung der Gentechnik - das "Wegwerf-Vieh" geschaffen, d.h. um den Preis verkürzter Lebensdauer auf Höchstleistung getrimmte Tiere, wenigstens teilweise beschränkt auf nur eine Nutzungsart (Eier bzw. Milch oder Fleisch); besonders kraß bei der Legehenne (die männlichen Küken werden sogleich nach dem Schlupf getötet, die Hennen aus Rentabilitätsgründen meist schon nach 16 bis 20 Monaten geschlachtet). Nicht nur Fleischessen, auch der Genuß von Eiern und Milch bedeutet so immer stärker baldigen Tod der Tiere. Selbst biologische und tiergerechte Haltung, so sehr sie gegenüber der grauslichen konventionellen Haltung ein Fortschritt zum Besseren ist, kann das Tötungsdilemma nicht lösen. Konsequenterweise entschließen sich daher immer mehr Vegetarier zu veganer Lebensführung, d.h. verzichten auch auf Eier und Milchprodukte und bei strikterer Einstellung auch auf Gebrauchsgüter aus tierischen Stoffen, wie Schafwolle und Leder (Die Verwendung von Leder widerspricht übrigens bereits "vegetarischer" Lebensauffassung).
Während der deutsche Ernährungswissenschaftler Claus Leitzmann meint, die vegane Kostform bedinge allerdings besondere Sorgfalt bei der Zusammenstellung der Nahrung, um Mängel zu vermeiden, plädiert der amerikanische Arzt Neal Barnard für rein pflanzliche Ernährung (siehe Neal Barnard: Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft der Ernährung rororo-TB 1998 318 Seiten)
Neal Barnard Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft
der Ernährung
"Die in diesem Buch beschriebenen gesundheitlichen Vorteile ergeben sich
ausschließlich aus pflanzlicher Ernährung. Ich empfehle nachdrücklich,
auf Milchprodukte und Fleisch völlig zu verzichten. Sie enthalten
so
viele Bestandteile, die Angriffe freier Radikale und anderer Chemikalien begünstigen
und zum Arterienverfall, Hormonverschiebungen, Knochenschwund und Übergewicht
beitragen, daß es keinen Anlaß gibt, sie überhaupt zu
verzehren. (Lediglich für Vitamin B12 ist Ergänzung erforderlich).
Die 4 Grundpfeiler einer gesunden Ernährung nach
Barnard.:
Gemüse Hülsenfrüchte Vollkornprodukte Obst
Eine grobe Richtschnur (Näheres im Buch): auf den Teller bis
zur Hälfte Gemüse (grün und gelb/rot), ¼ Hülsenfrüchte,
¼ Getreideprodukte.
Während der deutsche Ernährungsfachmann Univ.-Prof. Dr. Claus Leitzmann meint ((Leitzmann/Hahn Vegetarische Ernährung: Gesund und bewußt essen Trias 1998, 218 öS) , eine rein pflanzliche, vegane Kost stelle hohe Anforderungen an das Ernährungswissen, es sei nicht immer gesichert, daß alle Nährstoffe auch tatsächlich in ausreichender Menge zugeführt werden, insbes. in Zeiten erhöhten Ernährungsbedarfs (wie Schwangerschaft, Stillzeit , Säuglings- und Kleinkinderalter), sagt Barnard: Vegetarische (gemeint hier vegane) Ernährung enthält auch ohne genaue Planung reichlich Protein, vorausgesetzt sie ist vielseitig. Die alte Vorstellung, man müsse verschiedene Lebensmittel sorgfältig kombinieren, um die Proteinversorgung sicherzustellen, wurde von den Ernährungswissenschaftlern verworfen, denn es stellte sich heraus, daß vielseitige pflanzliche Ernährung mehr als genug Protein enthält... Grünes Gemüse und Hülsenfrüchte decken auch ohne weiteres den Calciumbedarf des Organismus.
Achtung, auch Barnard betont: ausreichende
Vitamin B12-Zufuhr durch Vitamin-Präparate ist für Veganer nötig.
Näheres siehe Stichwort Wissenschaft)
Echo Verlag Göttingen 1999, 240 Seiten, 11.30 € (D).
Das
bisher umfassendste Werk zur veganen Ernährung, häufig als "vegane
Bibel" bezeichnet. Die britische Wissenschaftlerin Dr. Gill Langley hat
die wissenschaftliche Literatur zum Thema Vegane Ernährung ausgewertet
und das Ergebnis in einem umfassenden Bericht erstmals 1988 veröffentlicht.
1995 erschien in England eine erweiterte Neuauflage, die nun in deutscher Übersetzung
vorliegt.
Langley behandelt in der herkömmlichen Art in einzelnen
Kapiteln die maßgeblichen Nahrungsbestandteile (Proteine, Kohlehydrate,
Fette, Vit-amine, Mineralstoffe), beschäftigt sich darüber hinaus
auch mit Mutter und Kind, Milch und Gesundheit, dem Gesundheitsstatus von
Veganern und mit veganer Ernährung als Therapie. Die den Ausführungen
zu den einzelnen Punkten jeweils nachgestellte Zusammenfassung erleichtert
das Studium.
Für Laien leicht verständlich geschrieben, bietet
das Buch auch Fachleuten durch reiche Litera-turangaben und kritische Würdigung
allfälliger Problembereiche solide Information. Ärzten und Diätberuflern,
von denen leider viele bezüglich veganer und manchmal auch vegetarischer
Ernäh-rung noch nicht zu den Fachleuten zu zählen sind, könnte
es helfen, ihre aus Vorurteil noch häufig vertretenen Bedenken gegen die
vegane Lebensweise zu überdenken.
Die Ergebnisse der
wissenschaftlichen Studien zeigen, daß sich der Mensch mit eine
ausgewoge-ne vielseitigen veganen Kost gesund ernähren und daraus sogar
gesundheitliche Vorteile ziehen kann, wie dies bereits Neal Barnard in Iss
dich fit darlegt.
Bezüglich Einzelheiten, insbes. betr. Sonderfällen
wie Kleinkinderernährung sei auf das Werk verwiesen. Generell gelte ein
abwechslungsreicher Spei-seplan aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten
(z.B.Tofu), frischen Gemüsen, frischem und ge-trocknetem Obst, Nüssen
und Samen. Bemer-kenswert die Angabe, daß es entgegen älterer
wissenschaftlicher Meinung nicht nötig sei, sich über die
Kombination verschiedener Eiweißarten in jeder Mahlzeit den Kopf zu
zerbrechen. Ein abwechslungsreicher Speiseplan, der täglich aus zwei
oder mehr Pflanzengruppen zusammenge-stellt ist, liefere ausreichend Protein.
Ebenso wie Barnard empfiehlt auch Langley ausreichende
Vitamin-B12-Zufuhr durch entsprechend (künstlich) angereicherte
Lebensmittel.
Die heutige Form der Milch- und Eigewinnung aus
spezialisierten "Einzweck-Tieren" bedeutet, was Tötung und
Tierqual betrifft, nur mehr wenig Unterschied zur Fleischgewinnung. Viele
sehen daher in veganer Lebensweise ein ethisches Ge-bot. Das Buch ist hier
eine wertvolle Hilfe.
Das europäische Vegetarismus- Label in Österreich
Erfreulicherweise sind in Goßmärkten schon zahlreiche vegetarische
und vegane Produkte wie Bratlinge, Aufstriche etc. erhältlich. Nur ist es
etwas mühsam und auch nicht immer sicher, an Hand der Inhaltsangabe
festzustellen, ob sie es wirklich sind. Darum hat die Europäische
Vegetarier Union (EVU) ein Label geschaffen (ein V als Blume
), das anzeigt: Hier ist wirklich nichts vom toten Tier drin und mit dem Zusatz
"vegan" auch nichts vom lebenden. Als erste österreichische Kette
hat nun Merkur eine durch das V-Label mit Zusatz "vegan"
gekennzeichnete neue Linie namens "Vegavita" auf den Markt gebracht,
rein pflanzlich
Neu in Supermärkten
Seit Mai 2005: MIlchfreies Speiseeis bei Spar
Die Fa. Spar verkauft seit einiger Zeit milchfrei hergestelltes Speiseeis und kommt so den Wünschen von Konsumenten, :die aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen Milch(produkte) ablehnen, entgegen.
Aus der spar-Werbung: NEU: Mega Bar Soja
Mit dem
SPAR Mega Bar Soja bringt SPAR als erster großer Anbieter ein Eis auf
den Markt, das auch für Laktoseallergiker geeignet ist. Neben dem guten
Geschmack bietet dieses Eis noch folgende Vorteile: Es ist Laktose- und Cholesterinfrei,
enthält viele wertvolle Proteine und ungesättigte Fettsäuren.
Das Soja ist aus biologischem Anbau und damit garantiert gentechnikfrei.
Erhältlich: einzeln od. in 3 Stück-Packung.
seit Herbst 2002:
Vegavita
- Die pflanzliche Alternative auf Weizenbasis
Cholesterinfrei-fettarm-ballaststoffreich,
mit Vitamin B12 -Zusatz
als Fleisch- und Wurst-Alternative in Form von "Fleisch", Brat- und Kochwürsten,
Aufschnitt etc.
in Merkur-Märkten
Schon länger gibt es Fleisch- und Wurst-Alternativen auf vorwiegend
Soja-Basis, insbes. Produkte der Fa. Sojarei
bei u.a. bei Merkur,
Interspar, teilweise Eurospar und DM.
Auch schon länger:
Feelgood BIO SOJA: eine
Joghurt-Alternative (ohne Milch). Mit Joghurtkulturen fermentierte Sojabasis
,
aus österreichischen Bio-Sojabohnen ohne Gentechnik (vier Sorten: Erdbeere,
Apfel/Birne, Banane/Müsli und Natur), Produzent: feel good-sojarei, Traiskirchen,
www.sojarei.at)r.
Oder
seit
2005Joya
-
Sojagurt, Fa. Mona, Wien, www.joya-soja.at. Beide Firmen erzeugen u.a.
auch
Joghurt-Drinks.
Erhältlich u.a.
bei
Merkur,
Interspar
und
teilweise Eurospar und Billa.
Die grundlegenden Lebensmittel bei veganer Ernährung
sind teils auch in Bio-Qualität in den Läden etlicher Lebensmittel-Ketten (insbes. bei Billa "Ja!Natürlich", in geringerer Auswahl bei Spar "Natur-pur") erhältlich.
Die gängigste, in den meisten Lebensmittelmärkten erhältliche
Alternative ist Sojadrink(die Bezeichnung Sojamilch ist nicht erlaubt). Es gibt
ihn aus biologischem oder aus konventionellem Anbau, auch mit Zucker- und/oder
Calciumzusatz, mit Soja . In Österreich wird Sojadrink in Kettenläden
meist aus belgischer Produktion in 1-Liter-Tetrapack angeboten. Etliche Reformhäuser
und auch die DM-Kette führen Sojadrink auch in Halbliter-Packung.
In
Reformhäusern und Bioläden findet man noch anderen Milchersatz wie
Reisdrink oder Haferdrink.
Bei all diesen Milch-Alternativen ist zu
beachten, daß sie natürlich nicht für sich allein sondern nur
im
Zusammenhalt mit geeigneten anderen Nahrungsstoffen einen vollwertigen
Milchersatz bedeuten.
Soja-Produkte,
die insbesondere bei veganer Ernährung für die
Eiweißversorgung von Interesse sind, gibt es daneben in verschiedenster
Form, ob als süßes Sojadessert mit verschiedenem Geschmack in den
meisten Kettenläden, ob als Tofu, Soja-Fleisch, Tempeh ob als (meist teure)
fertige Fleischimitate in Würstchen-, Laibchen- und Aufstrichform
in Reformhäusern etc. (Achtung: Würstchen u.andere Erzeugnise einzelner
Firmen enthalten auch Ei; Zutatenliste beachten.)
Sojafleisch d.i. strukturiertes
Sojaeiweiß,
erhältlich
vorwiegend in Reformhäusern in verschiedener Form: Granulat, Würfel,
Schnitzel; Zubereitung in der Regel: je nach Größe der Stücke
eine Zeit lang einweichen (in Würzmischungen , z.B Gemüsewürze,
oder in Wasser und später würzen) und/oder kochen, dann wie
tierisches Fleisch weiter verwenden. Teilweie bereits aufbereitet, z.B. Soja-Trockenmix
"Veggy Star NUTRI SUN (veganes Faschiertes), erhältlich im Versand
bei Nutri
Sun,
2601
Maria
Theresia,
www.nutrisun.at.
Tofu (aus gekochten
Sojaabohnen mit Hilfe eines Gerinnungsmittels erzeugt), schnittfest, fast
geschmacksneutral, daher sowohl für fleischähnliche Zubereitung (z.B.
braten) als auch für Süßspeisen verwendbar.
(Tempeh (durch Pilz fermentierte Sojabohnen),
ebenfalls zum Braten, Kochen, Dünsten
etc.
Fleisch-Imitationen gibt es auch auf Getreidebasis, z.B..
Seitan
d.s. Gluten (Klebereiweiß, hergestellt indem man aus Weizen die Stärke
auswäscht). Es ist proteinreich, cholesterin- und nahezu fettfrei, man
kann es braten, kochen, fritieren, kalt (z.B. auf Brot) und warm verzehren,
den
Geschmack je nach Würze variieren. Viele Naturkostläden führen
es als bereits eßfertige Spezialität (z.B. Vegavita). Es ist in
Reformläden
auch als Mehl zum Selbermachen erhältlich (z.B. Fertig-Mix aus
Weizeneiweiß von granoVita).
Nicht alle Fleischersatzprodukte
sind vegan. Beispielsweise enthalten Produkte der Marke granoVita manchmal Ei.
An Brotaufstrichen und Pasten vor allem auf Hefe basierend ist u.a. das in der Schweiz hergestellte Tartex sowie die in Deutschland produzierte Sandwich-Pastete der Marke granoVita, die auch Soja enthält, bekannt. Diese und ähnliche Produkte meist auf Hefe- Soja und/oder Lupinenbasis, die man auch in manchen Lebensmittelmärkten und Drogeriemärkten (DM) erhält, sind allerdings meist ziemlich teuer. Billiger kommt da die Eigenerstellung von Brotaufstrichen. Siehe: (Ernährung - Kochbücher z.B. Jutta Grimm, Brotaufstriche selbst gemacht - Süßes und Pikantes aus der Vollwertküche, Taschenbuch, 139 Seiten, 108 öS, pala-verlag, Darmstadt, Neuausgabe 1998)
Anmerkung: Fleisch-Imitate sind häufig geschmacklich bewußt
fleischähnlich gestaltete denaturierte Produkte, die Fleischessern den
Umstieg erleichtern sollen. Sie entsprechen in der Regel ebenso wenig wie
Milchimitate (Sojadrink) den Prinzipien einer vitalstoffreichen Vollwertkost
(nach Dr.Bruker, Kollath, Bircher-Benner)), die in Teilen auch von der
Schulmedizin für zweckmäßig erachtet wird (siehe Leitzmann etc.)
Ei-Ersatz als Binde- oder Triebmittel: Vegane Schriften empfehlen u.a. für
1 Ei einen gut gehäuften Eßlöffel Sojamehl in etwas Wasser
cremig gerührt, dem Teig zuzugeben, oder
Eiersatz aus dem Reformhaus, z.B. Hammermühle Eiersatz. Ersetzt die Back-
und Kocheigenschaften von Ei. Geeignet zur Teig-, Dessertschaum und Cremeherstellung.
Erhältlich in Reformhäusern etc., entspricht preislich etwa (Bio)Freilandeiern
Lebensweise, H.Singer, Fuchsberg 15, A-3062 Kirchstetten, NIederösterreich, Tel.02 743/ 88 211, insbes. auch Tiernahrung, lederfreie Schuhe, www.veganversand-lebensweise.at
(Vega Vit, Ch.Geiser, A-6252 Breitenbach, Tirol, hat den Betrieb leider geschlossen. 2006).
Qualitativ hochwertige lederfreie Schuhe aus (laut Prospekt) atmungsaktivem Kunstoff, wie sie eine englische Firma unter dem Markenzeichen "Vegetarian shoes" erzeugt, können Sie in kleiner Auswahl jetzt auch in Wien kaufen :
bei Fauna, Radetzkystr.21, 1030 Wien
und der Versandfirma
Lebensweise
Tel.02 743/ 88 211, email lebensweise@aonmail.at, die auch die Schuhe an
obigem Standort betreut (www.veganversand-lebensweise.at
Lederfreie Straßenschuhe ohne besonderen Qualitätsanspruch aus (in der Regel nicht atmungsaktivem) Kunststoff führen fallweise auch einzelne Billigpreis-Geschäfte, z.B. Deichmann, Jello und Turbo. Es ist allerdings nicht immer leicht, sie dort zwischen der Lederware aufzufinden.
gibt es
a) als Pulver (Markenname Vegecat und Vegekit), welches nach verschiedenen genauen Rezepten (vorwiegend auf Basis Soja und/oder anderen Hülsenfrüchten, Getreide etc.) herzustellendem "Kuchen" oder Brei beizumengen ist, und
b) als Fertigprodukt (Markenname Vegusto Cat) in gekühlt aufzubewahrender Frischhaltepackung (Bezugsquelle: Vegourmet-Line (Humanitas, Postfach 13, 6866 Andelsbuch, Vorarlberg, Tel.05512 / 4344)
Rotkraut vegetarisch ? Leider, Tiefkühlware meist nein.
Iglo und die eine oder andere Marke verwenden Schweinefett. Eine andere
ist mit
Rinderbrühe "aufgebessert".
Lediglich ja!Natürlich-Bio-Rotkraut ist laut Inhaltsangabe ohne tierische
Zusätze hergestellt. Also: Auch bei Tierfkühlgemüse, das auf den
ersten Blick vegetarisch erscheint, immer genau die Inhaltsangabe lesen. Iglo
hat übrigens in
Aussicht
gestellt,
die Rezeptur
zu überdenken. (15.12.2005)
Nicht immer. Manche Brotsorten enthalten tierische Fette (z.B. Schweineschmalz). Nähere Information auf Anfrage.
Maggi-Produkte: Information auf Anfrage
Maggi kennzeichnet neuerdings einige seiner Produkte mit einem Symbol als (Lakto/ovo-)vegetarisch
und gibt bei einigen ausdrücklich an, ob sie für Lakto- oder Ovo-Vegetarier
geeignet sind. Zur Prüfung, ob sie vegan sind oder ob nicht gekennzeichnete
Artikel lakto/ovo-vegetarisch sind, empfiehlt es
sich bei allen Produkten genau die Zutatenliste zu studieren.
Dies gilt
auch
für
Knorr-Produkte, soweit sie nicht audrücklich als "rein pflanzlich
gekennzeichnet sind.Auch einige andere Firmen z.B. Kellogs, kennzeichnen
(lakto/ovo)vegetarische Artikel teilweise mit einem firmeneigenem Symbol.
ÖVU, Postfach 1, 8017 Graz, Tel.0316-46 37 17 und 0720-345 298 (fairytel).
Fortsetzung in Arbeit
Bekanntlich sind Kosmetika (Endprodukte und/oder insbes. deren Inhaltsstoffe=Rohstoffe)
beträchtlichenteils in - häufig qualvollen - Tierversuchen getestet.
Die EU hat zwar bereits vor längerem grundsätzlich Verbote beschlossen,
deren Inkrafttreten aber immer wieder hinausgeschoben. Zwar dürfen Endprodukte
in der EU seit September 2004 nicht mehr getestet werden, Tierversuche für
neue Inhaltsstoffe sind jedoch weiterhin bis 2009 erlaubt. Auch Kosmetika,
die außerhalb der EU in Tierversuchen getestet werden, können hier
bis 2009 bzw. 2013 uneingeschränkt verkauft werden.
Tierversuche mit neuen Inhaltsstoffen sind immer noch die Regel. Aus Tierschutzsicht
verdienen also Firmen, die sich auf altbekannte Inhaltsstoffe beschränken,
den Vorzug.
Vor mehr als zwei Jahrzehnten hat der Deutsche Tierschutzbund e.V. (Baumschulallee
15, D-53115 Bonn; www.tierschutzbund.de) eine Initiative gestartet, um die
Kosmetikfirmen zur Abkehr von den Tierversuchen zu bewegen. Eine Kosmetik-Positivliste wurde geschaffen und beworben. In der Liste sind Firmen (Marken) verzeichnet,
die ab dem Stichtag 1.1.1979 weder ihre Endprodukte, die Kosmetika, noch deren
Inhaltsstoffe im Tierversuch testen ließen. Die Initiative des DTB verdient-
unbeschadet anderer Initiativen ( BDIH, HCS u.a.) - u. M. die besondere
Unterstützung aller Tierfreunde.
Wo kann ich Artikel der Positivliste kaufen?
Teilweise in Spezialgeschäften, (Versand und Laden) wie
Fauna, 1030 Wien, Radetzkystr. 21, Tel. 01/712 72 29, und
Heidemarie Loos (früher Mauritsch), 8010 Graz, Glacisstr. 69 (nächst
Kaiser Josef Platz), Tel. 0316/824 157;
bei beiden Firmen können Versandkataloge angefordert werden.
In Linz einzelne bei Robert Buchegger- Parfümerie Sanfte Pflege Rathausg.
2 (nächst Hauptplatz), 4020 Linz, Tel. 0732/ 782073.
Eher wenige andere Reform/Naturkost/Bio-Läden und spezialisierte Parfümerien führen einzelne Waren aus der Positivliste des DTB, daneben ebenso wie teils die vorgenannten Firmen allerdings auch andere Kosmetika. Nach unseren jüngsten Tests ist in einzelnen der Läden das Wissen über die Positivliste des DTB und dessen Kriterien eher mangelhaft und es könnte mitunter vorkommen, daß nicht in der DTB-Liste enthaltenen Artikel der Liste zugeschrieben werden. Wobei es natürlich möglich ist, daß eine Firma die sachlichen Kriterien erfüllt, ohne sich um die Aufnahme in die Liste bemüht zu haben.
Die Produkte einiger anderer Firmen sind nur nach weniger strengen Klassifizierungsystemen „tierversuchsfrei“.
Z.B. Kontrollierte Natur-Kosmetik – BDIH, Neuform. HCS (auch THCS) =
The Humane Cosmetic Standard: wurde 1998 von einer internationalen Koalition
von Tierschutzgruppen geschaffen. Er gestattet
jedem Unternehen, den dann fixen tierversuchs-Ausschluß-Stichtag selbst
zu bestimmen und sieht Fremdkontrolle vor.
Drogerieketten: Auch die eine oder andere Drogeriekette erklärt ihre Eigenmarken für tierversuchsfrei. Allerdings werden solche Eigenartikel in der Regel bei der Kosmetikindustrie in Auftrag gegeben und beinhalten so häufig bereits tiergetestete Inhaltsstoffe aus deren Repertoire, bedürfen also keiner zusätzlichen Tiertestung. Wer bei Firmen, die auch tierversuchte Ware erzeugen oder führen, kauft, stärkt diese und damit indirekt Tierversuche finanziell.
Aus Tierschutzsicht empfiehlt es sich daher, auf tierversuchsfreie Ware spezialisierte Firmen zu bevorzugen; und wenn schon in Kettenläden gekauft wird, dort alteingeführte Markenartikeln gegenüber Neuschöpfungen vorzuziehen
Zur Kosmetik-Kette The Body Shop: Vor 30 Jahren in England gegründet, richtete sie sich anders als der DTB ursprünglich nach der sogenannten 5-Jahres-Regel, d.h. Produkte und Inhaltsstoffe duften in den letzten fünf Jahren nicht tierversucht worden sein. In der Folge hat The Body Shop ebenfalls einen Fixtermin eingeführt, nämlich den 1.1.1991. Darüber hinaus unterschied sich das System von dem des DTB durch lediglich unternehmensinterne Kontrollen. Jedoch ist die Firma vor einigen Jahren HCS (siehe oben) beigetreten. 2006 ist das auf weltweit über 2000 Filialen angewachsene Unternehmen (um einen Kaufpreis von über 900 Mill. Euro) ins Eigentum des Welt-Kosmetikkonzern L’Oreal , an dem Nestle zu 27 % beteiligt ist, übergegangen. Laut Unternehmensangabe soll The Body Shop jedoch weiterhin nach den bisherigen Prinzipien geführt werden). Weitere Informationen fehlen uns noch. The Body Shop-Filialen gibt es in etlichen österr. Städten, u.a. in Wien, Graz, Salzburg und Innsbruck.
Ggenauere Informationen mit einer Liste von Kosmetik-Marken, die die strenge DTB-Regel erfüllen und in Österreich eher erhältlich sind, , senden wir Ihnen auf Anforderung gern zu.
Stand 30.6.2005 mit einigen späteren Ergänzungen
Irrtum vorbehalten, Angaben
ohne Gewähr.
ÖVU: Tel.
0316-46 37 17 und und 0720-349 056 (fairytel). Wir
stehen Ihnen in der Regel täglich
bis 22 Uhr für telefonische Auskünfte zur Verfügung
email:oevu@vegetarier.at