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Informationen, wie Nutztiere von Menschen gehalten werden, und über die Tierschutzqualität tierischer Nahrungsmittel
Gesellschaft für humane Nutztierhaltung (GhN)
8045 Graz, Rossegg 41, Tel. und Fax 0316-46 37 17 und Tel. 0720-346 219, Fax 0720-346 519 (fairytel), email: office@nutztierhaltung.org
Wir stehen Ihnen in der Regel täglich bis 22 Uhr für Auskünfte zur Verfügung
Aktuelles
26 Hühner auf einem Quadratmeter?
Die
maximale Besatzdichte für Masthühner beträgt in Österreich
derzeit 30 kg/m2, das sind bei einem Gewicht von 1,5 kg 20 Hühner.
An sich bereits eine abscheulich hohe Zahl. Die Mäster-Forderung nach
höheren
Besatzdichten konnte vor einigen Jahren vom Tierschutz in intensiven Verhandlungen
abgewehrt werden. Das in Österreich für Tierschutz zuständige
Gesundheitsministerium hat nun in einem Verordnungsentwurf einer EU-Richtlinie
folgend die Anhebung der Besatzdichte für Mastgeflügel vorgesehen:
auf 36 bzw. „temporär“ sogar 38 kg/m2, d.i. bei einem Gewicht
von 1,5 kg je Huhn ein Anstieg von 20 auf fast 26 Tiere pro m2, also eine
Zunahme von fast 30%! Für Mastputen soll die Besatzdichte von 40 kg/m2
auf 58 kg/m2 angehoben werden, also vom Standpunkt der Tiere eine Verschlechterung
um fast 50%!
Bislang war es meist die ÖVP, die sich besorgt um ihre Klientel, die Tiermäster,
für die Verwässerung von Tierschutzbestimmungen einsetzte. Dass sich
ein Bundesminister aus der Sozialdemokratischen Partei, Alois Stöger,
kaum im Amt schon um die Aufweichung von Tierschutznormen bemüht, erstaunt.
30.1.2009
Nicht nur in Amstetten
Intelligente, fühlende Lebewesen in engen Gefängnissen ohne Tageslicht
einzusperren, ist in Niederösterreich auch anderswo üblich, nur fehlt
das Medieninteresse- es sind ja nur Schweine, arme Schweine. Ein für Dientag
6.Mai 2008 in der ORF-Abendsendung Report vorgesehener Beitrag über Schweinemast
aus Anlaß der vor zehn Tagen bekannt gewordenen Zustände in der
Schweinefabrik eines Tierarztes wurde wieder abgesagt.
Warum? Hat wer interveniert?
Den Tierschutzvereinen ANIMAL SPIRIT, RespekTiere und Tier-WeGe war äußerst
brisantes Beweismaterial (Fotos und Video) aus einer Schweinefabrik (3.000)
Tiere im Bezirk St.Pölten-Land,NÖ zugespielt worden. Darauf sind
zu sehen sterbende Ferkel, die von ihren_Leidensgenossen angefressen werden,
schwerst verletzte Tiere, die nicht einmal mehr aufstehen können und dennoch
nicht von ihren Leiden erlöst wurden sowie dazwischen bereits verendete
Tiere, die ebenfalls von den anderen ausgeweidet werden. Das ganze in Dunkelhaltung.
(Die Videos sind seit ein paar Tagen auf YouTube online zu sehen, u.z. auf_http://de.youtube.com/watch?v=8XN_zXu34nM
bzw. http://www.youtube.com/watch?v=Zk_ztySKyaQ.)
Es kam darauf am 24.April vormittag zu eine spontanen Demonstration vor dem
Betrieb; der eintreffenden Polizei wurden gleich die Anzeige wegen Tierquälerei
samt Foto- und Videomaterial ausgehändigt. Eine gemeinsame Besichtigung
wurde vom Betreiber den Tierschützern verwehrt. Der Stunden später
erschienene Amtstierarzt hat die Vorwürfe nicht bestätigt, jedoch
einen Überbelag an Schweinen festgestellt. Allerdings hätten zwei
Tiere Krankheitsbilder gezeigt, die eine Schlachtung notwendig machen. Tierschützer
meinen, belastendes Beweismaterial habe vor dem Eintreffen des Amtstierarztes
beseitigt werden können.
Bereits eine Woche zuvor waren in der ORF-Sendung Bürgeranwalt Anzeigen
des VgT gegen andere nö. Schweinefabriken wegen ähnlicher Zustände
behandelt worden.
Auch hier hatten die Behörden wesentliche Mißstände
und mangelhafte Kontrollen verneint.
Der Obmann des VgT DDr.Balluch: „Die Reaktion der Behörde zeige
den Skandal in der österreichischen Schweinehaltung auf zweifache Weise:
Einerseits sei herausgekommen, dass die Behörden nicht kontrollieren und
das Gesetz nicht vollziehen, und andererseits belegten die Bedingungen, unter
denen diese Tiere leben müssen, wenn sie tatsächlich gesetzeskonform
sind, wie katastrophal schlecht unser Tierschutzgesetz für die Schweine
sei."
3.5.2008, Quelle: Verschiedene Zeitungsberichte und Tierschutzaussendungen
Lieber stinken als zahlen
Gestank in und aus Massenställen,
gesundheitsschädlich für Mensch
und Tier
Schlafen Sie, werte Leserinnen und Leser auf einem Gitterrost über Ihrer – mit
Verlaub – Scheiße? Hoffentlich nicht. Für Millionen Tiere,
Schweine, Hühner ist das ständiges Los. Die intensiven
Dünste,
vor allem Ammoniak, gehen aggressiv auf die Schleimhäute, Augen, Nase.
Selbst Anrainer leiden durch die ungefiltert aus den Ställen geblasene
Abluft. Ein steirischer Umwelttechniker hat nun eine Geruchsfilteranlage
entwickelt, die zwar nicht den Tieren aber wenigstens den Menschen helfen soll.
Sie stieß auf
eine breite Ablehnungsfront der Schweinebauern. Erst nach langen Mühen
fand sich ein Landwirt, der einen Test zuließ- Aber nur unter strenger
Geheimhaltung. Die Schweineproduzenten fürchten anscheinend die Kostenbelastung,
sollten solche Filter zur Pflicht werden. An der Vervollkommnung der Anlage
wird nun gearbeitet. Quelle: Kleine Zeitung, Graz, 14.4.2008
Kühe auf der Weide, auf Milchpackungen ja, in der Natur
meist nein. Achtung: Zeigt eine Milch- oder Molkereiwarenpackung
eine Kuh auf grüner
Wiese, ist das bei weitem keine Garantie, dass die Milch von Weidekühen
stammt. Es handelt sich , wie uns erst unlängst ein Vertreter der Fa.
Lidl versicherte, lediglich um ein landestypisches Motiv ohne Bezug zur Realität.
Rechtlich läßt sich gegen diese faktische Kundentäuschung nach
Ansicht von Experten nichts machen, da sich im Einzugsbereich aller Molkereien
wenigstens einige Bauern mit Weidehaltung befinden, mag auch die Mehrheit ihre
Kühe ständig im Stall, halten. Praktisch kann jedoch jeder Konsument
etwas machen, durch seine Kaufentscheidung.
Milch und Molkereiprodukte der Marke „Zurück zum Ursprung“,
erhältlich beim Diskonter Hofer, stammen garantiert von Kühen mit
Weidegang. (16.4.2008, Näheres siehe die Seite Konsumenteninfo.)
Impressum und Offenlegung:
Medieninhaber, Herausgeber und
Redaktion: Gesellschaft für humane Nutztierhaltung (GhH),
Postfach 1, 8017 Graz
Zuständige Behörde: Bundespolizeidirektion Graz, ZVR-Zahl:
095 015 445
Gerichtsstand: Graz
Vorsitzender des Vereins: Dr.Erwin Lauppert,
Postfach 1, 8017 Graz. Tel.w.o. Mitglieder des Vorstands: Die jeweils aktuelle
Liste der Mitglieder des
Vorstands entnehmen Sie bitte dem Zentralen Vereinregister
des Bundesministerium
für Inneres. (zvr.bmi.gv.at)
Zweck des Vereins: Der Verein, dessen Tätigkeit nicht auf Gewinn gerichtet
ist,
bezweckt aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als
Mitgeschöpf:
die Förderung der tiergerechten Nutztierhaltung, die Abkehr von intensiver
Massentierhaltung und sonst artwidriger Nutztierhaltung
hiezu Förderung von Produkten aus tiergerechterer Haltung und sonstiger
Produkte ohne Tierqual anstelle von Erzeugnisen, die diesen Bedingungen nicht
entsprechen; dies unbeschadet des weiteren Ziels , Ge-und Verbrauch von Produkten,
deren Herstellung
wirtschaftlich letztendlich direkt oder indirekt zur Tötung
oder zu Leiden für Tiere führt, einzudämmen und überhaupt
den Schutz der Lebewesen vor Quälerei und unnötigem Leiden,
all dies durch Öffentlichkeitsarbeit wie auch durch Hilfestellung in Einzelfällen.
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Gesellchaft für humane Nutztierhaltung,
Graz im April 2008