Konsumenteninformation für Tierfreunde


* Milch und Molkereiprodukte

* Eierhuhn.gif

* Fleisch

Vegane ( = nicht-tierische) Produkte: siehe ÖVU - website unter " Einkaufsführer" (www.vegetarier.at)


Über eines muß man sich im klaren sein, nicht nur der Genuß von Fleisch bedeutet, daß Tiere für uns früher oder später ihr Leben lassen müssen. Auch die Milchkühe werden geschlachtet, früher meist erst nach 12 bis 16 Jahren, heute schon nach sechs bis acht. Sie müssen, um Milch zu geben, Kälber bekommen, die ebenfalls bald getötet werden. Die Legehenne selbst darf meist nur ca. 20 Monate alt werden, für jedes Huhn stirbt jedenfalls ein männliches Eintags-Küken.

Im übrigen: es kostet nicht viel , den Tieren, die uns mit Nahrung versorgen und für uns ihr Leben lassen müssen, das Dasein erträglicher zu machen.

Kaufen Sie bewußt und mit Maß!

Hier einige Tipps:

Milch und Molkereiprodukte

Wenn schon, dann am besten "Zurück zum Ursprung"

Bei Einkauf in Kettenläden unsere Empfehlung:
Bevorzugen Sie die beim Diskonter Hofer erhältliche Marke „Zurück zum Ursprung“
(weißer Schriftzug in rotem Oval; siehe auch www.zurueckzumursprung.at).
Und in zweiter Linie „Bio“.

Näheres hiezu siehe den folgenden im März 2008 im Periodikum anima (Zeitschrift für Tierrechte ) erschienenen Artikel:

Zurück zum Ursprung
Welche Milchprodukte sind aus Tierschutzsicht vorzuziehen? Bio oder „Zurück zum Ursprung“ (beim Diskonter Hofer)?


Wir hatten unseren Lesern, die auf Milch und Milchprodukte nicht verzichten wollen, viele Jahre empfohlen nur Bio-Ware zu kaufen. Nicht, weil uns die Mängel in der Bio-Haltung nicht bekannt waren, sondern weil unter Blinden der einäugige König ist.
Zur Erinnerung: Auch nach unserem modernen erst drei Jahre alten Tierschutzgesetz können in der konventionellen Landwirtschaft Kühe das ganze Jahr im Laufstall (ohne jeglichen Auslauf) gehalten werden, sind sie angebunden gehalten, genügt Auslauf an 90 Tagen im Jahr. Wobei unter Auslauf auch ein Betonfleckerl neben dem Stall (z.B. 6 x 4 m für acht Kühe) zu verstehen ist. Doch selbst da gibt es Ausnahmen, d.h. ganzjährige Anbindehaltung. Bedenkt man noch, daß Kontrollen nur alle fünfzig Jahre verpflichtend sind ...
Dagegen sind die Haltungsbedingungen in der Bio-Viehwirtschaft natürlich um vieles besser. Insbesondere: Auslaufpflicht gilt für 180 Tage, Stall- und Auslaufmaße sind größer bemessen. Problematisch ist, daß trotz der schönen Worten über die Grundsätze einer artgemäßen Nutztierhaltung in den Richtlinien der Bio-Verbände das wichtigste Kriterium für artgerechte Haltung, nämlich Weide fehlt. Nun ist aber die Kuh ihrem Wesen nach ein Weidetier. Leider, auch für Bio-Tiere genügt Auslauf auf Beton, Auslauffläche 4,5 m2 je Kuh, also 6 m x 6 m für acht Kühe. Ein weiteres Problem, es gibt schwerwiegende Ausnahmebestimmungen, so gelten die Maße vorhin nur für in den letzten sieben, acht Jahren gebaute Ställe, die grundsätzlich verbotene Anbindehaltung ist in älteren Ställen – das dürften die meisten sein – noch ca. drei Jahre lang und für Kleinbetriebe auch länger erlaubt. Und ein drittes Problem, die Zurückhaltung des Zentralverbandes Bio-Austria bei der Auskunfterteilung. (Früher getrennt agierenden Bio-Verbände haben sich vor einigen Jahren zur Bio Austria zusammengeschlossen.) Wie hoch der Anteil der Kühe ohne Weide ist, wie hoch der Anteil der Kühe in Anbindehaltung ist, konnten wir trotz wiederholter Nachfrage nicht erfahren. Entweder will man es uns nicht sagen oder man weiß es selber nicht, wenigstens vertröstete man uns auf eine Erhebung noch in diesem Jahr. Noch zurückhaltender als Bio-Austria sind die auf dem Bio-Sektor führenden großen Handelsketten Ja!Natürlich von Billa und Spar (Natur-pur). Die haben auf unsere Anfrage überhaupt nicht geantwortet. (Anmerkung: Ja!Natürlich hat sich nach Redaktionsschluß doch gemeldet, dessen Vertreter konnte jedoch auch nicht den Anteil an Weidekühen an dr Ja!Natürlich-Produktion beziffern.)


Seit einiger Zeit gibt es jetzt beim Diskonter Hofer Milch und Milchprodukte unter der Marke „Zurück zum Ursprung (Markenzeichen weiße Schrift in rotem Oval). Die Marke wurde von Werner Lampert initiiert, der bei Billa die Bio-Sparte aufgebaut hatte. Sie trägt das Qualitätszeichen „Prüf nach“, der Beratungs-und Kontrollorganisation gleichen Namens. Die Milch kommt von Bergbauern aus den Regionen Reichenstein (nahe Palten-/Ennstal), Murau/Seckauer Alpen in der Steiermark, Mühlviertler Alm in Oberösterreich und Kitzbühler Alpen in Tirol.
Die Marke ist (Anm. seit 2009/10) "Bio“ im Sinne des gesetzlichen Bio-Reglements, darüber hinaus gelen für Ursprung-Betriebe weitere Verpflichungen, u.a. Sojaverbot, für die Betriebe der Regionen Murau/Seckauer Alpen sowie Kitzbühler Alpen sogar Silageverbot.


Das aus Tierschutzsicht wichtigste Merkmal: die „Zurück zum Ursprung“- Milch-Betriebe sind ausnahmslos zu Weidehaltung verpflichtet. Mindestens 180 Auslauftage, davon 120 Weidetage sind einzuhalten. Die Haltungen müssen mindesten 24 Punkte nach dem Tiergerechtheitsindex (Nach dem TGI wird die Tiergerechtheit einer Haltung gemessen) erreichen, lediglich für vor 1980 erbaute Stallungen in bergbäuerlichen Kleinbetrieben genügen 21 Punkte. Laut Mitteilung von Prüf nach! erreichen 90 Prozent der Betriebe mindestens 24 Punkte, lediglich 10 Prozent nur 21 -23. Es mag sicher Bio-Betriebe mit guter TGI-Zahl geben, doch erhielten wir wie erwähnt leider keine Vergleichsangaben (eine TGI-Wertung ist dort unseres Wissens nicht vorgeschrieben, außer bei Anbindehaltung mindesten 21 TGI-Punkte). Die Bio-Richtlinien mögen wenigstens in der Theorie in dem einen oder anderem Punkt günstiger sein, alles in allem meinen wir nach unserem derzeitigen Wissensstand, aus Tierschutzsicht ist „Zurück zum Ursprung“ in den Kettenläden vorzuziehen.
Generell ist für Milchprodukte, auch wenn Sie nicht vegan leben wollen, Maß halten geboten. Auch Kühe werden früher oder später getötet und ihre jährlichen Kälber meist sehr bald.
Eine Information der Gesellschaft für humane Nutztierhaltung


Eine Bio-Eigenmarke führte zuerst die Handelskette Billa/Merkur mit der Marke ja! Natürlich ein und später Spar - mit der Marke Natur*pur.. Nunmehr führen alle größeren Handelsketten einschließlich Hofer auch Bio-Eigenmarken. Alle diese BIO-Marken in Supermärkten sind in der Regel mit dem AMA-Bio-Zeichen Zeichen (Inschrift BIO im rotgerandeten Kreis) gekennzeichnet. (Näheres zu Bio-Marken siehe www.bio-austria.at/konsumenten__1/was_ist_bio__)

Nicht wenige Bio/Naturkostläden führen auch Milch/Produkte örtlicher Bioproduzenten, z.B. in Graz der Bioladen Matzer, Sparbersbacghasse Milchprodukte vom Demeterhof Edler, oder u.a. solche der Bio-Molkerei Lembach /OÖ ( Marke besser BIO, www.biomolkerei.com).

Achtung: Lassen Sie sich nicht täuschen: Bilderln von Rindern auf grüner Blumenwiese bedeuten keineswegs, dass die Milch mehrheitlich oder überhaupt in erheblicher Menge von Weidekühen stammt. Es handelt sich bei solchen Bildern, so etwa ein Vertreter der Firma Lidl, nur um ein erlaubtes landestypisches Motiv, aus dem keine Rückschlüsse auf die hauptsächliche Haltugsform gezogen weden können..

 

Käse

Käse aus biologischer Landwirtschaft findet sich häufig auch in Bioläden, weniger oft auch Milch oder andere Molkereiprodukte von Bio-Bauern. Die Waren sind nicht immer mit obangeführten Bio-Zeichen gekennzeichnet, sondern können auch die Verbandsmarken anerkannter Bio-Verbände tragen (Neben Bio Austria Ernte für das Leben, Demeter, Orbi, Dinatur, Erde & Saat).


"(Lacto-)Vegetarischer" Käse*:
Zur Käse-Erzeugung nehmen die Molkereien hierzulande meist tierisches Lab, das von toten Kälbern gewonnen wird. Solcher Käse ist also nicht gänzlich (lacto-)vegetarisch. Etliche Molkereien erzeugen jedoch einzelnen Käsesorten mittels nicht-tierischen Labs, nämlich mittels mikrobieller Labstoffe, diese Käsesorten sind also gänzlich "(lacto-)vegetarisch", enthalten also nichts vom toten Tier. Siehe die Listen weiter unten.
* Vom "(lacto-)vegetarischen Käse", der aus Milch (=lacto/lakto) gewonnen wird, zu unterscheiden ist "veganer Käse", der nicht aus Milch sondern aus Pflanzen, meist aus Soja, erzeugt wird. Bezugsquellen siehe unter"ÖVU - Einkaufsführer.

Aus Tierschutzsicht sollte allerdings beachtet werden: "biologischer" mittels tierischen Labs erzeugter Käse bedeutet in der Regel weniger Tierleid als konventioneller(also von nicht- biologisch gehaltenen Rindern stammender) mittels nicht-tierischen Labs erzeugter Käse.
Denn kaum ein Kalb wird des Labs wegen geschlachtet. Wohl aber ist es für das Tier von Bedeutung, ob es "biologisch", also einigermaßen tiergerecht, oder ob es konventionell, d.h. meist nicht tiergerecht gehalten wird.
Also aus Tierschutzsicht: Besser mittels tierischen Labs hergestellter Bio-Käse als ohne tierisches Lab erzeugter konventioneller Käse.

Welches Lab (tierisch oder mikrobiell) wurde für eine Käsesorte verwendet? Informationen finden Sie dazu teilweise unter www.kaesewelten.at (http://www.kaesewelten.at/index.php?task=product&categoryId), eine von der AMA herausgegebene website (Stand 20.8.2009).


Biol. Käse ohne tierisches Lab ist erhältlich:
in einigen Naturkostläden, u.a.
in Wien in den Maran- Biomärkten (1030 Landstraßer Hauptstr. 37, 1070 Kaiserstr. 57 und 1160 Ottakringer Str. 168) und in den "biomarket"-Biomärkten (www.biomarket.at, 1130 Fasangarteng.20-24 und 1190 Franz Kleing. 5).
in Graz:. bei Bergmann, Kasalm, Kaiser Josef Platz und bei Biomarket, Elisabethstraße (nahe LKH) und auch in Weiz, Schulgasse 5 (Stand 2008)

bei Billa ja! Natürlich (Mitteilung vom 15.3.2005):
Ja! Natürlich Alpkönig
die Ja! Natürlich Frischkäse (Natur und Kräuter)
Ja! Natürlich Topfen

bei Spar (Mitteilung vom 16.2.2005):
Natur*pur Rahmbrie - mikrobielles Lab, Natur*pur Bio Camembert - mikrobielles Lab,
Natur*pur Frischkäse Kräuter und Natur - kein Lab

Zum mikrobiellen Lab im Biolandbau: Enzyme sind generell erlaubt, sofern sie nicht aus gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugt wurden, dies gilt auch für das mikrobiellen Lab.

Nicht-biologischer Käse ohne tierisches Lab:
Mitteilungen, wonach kein tierisches Lab verwendet wird, liegen uns vor wie folgt:

von SPAR (16.2.2005 bzw.18.3.2005), betreffend Eigenmarken):
SPAR Cottage Cheese natur und Kräuter - mikrobielles Lab,
SPAR Frischkäse Natur, Kräuter, Kren und Portion - kein Lab,
(Anm. Spar-Pizzakäse gerieben wird entgegen früherer Mitteilung mit Kälberlab hergestellt (18.3.2005)

Anm.: Handelsketten wechseln mitunter ihre Lieferanten, auch wechseln Erzeugerbetriebe mitunter ihre Produktionsweisen, sodaß sich im Laufe der Zeit gegenüber obigen Angaben Veränderungen ergeben können.

Rupp Käsle: (31.8.2002)
"Rupp Toast & Sandwich Emmentaler 200 g" und "Rupp Toast &Sandwich Mozarella 200 g". (Erhältlich bei Interspar, Billa, ADEG, Magnet, M-Preis, Maxi Markt und Merkur)
.(Rupp: Bei diesen beiden Sorten können wir die Verwendung von mikrobiellem Lab und die GMO-Freiheit /Starterkulturen gentehnisch nicht verändert/ absolut garantieren. Der Wunsch nach Käse hergestellt aus mikrobiellem oder vegetarischem Lab ist uns nicht neu. Unsere Kunden in der gesamten arabischen Welt wünschen z.B. aus religiösen Gründen so hergestellten Käse).

 

Berglandmilch (u.a. Desserta, Schärdinger) ( 21.2.2005):

Mikrobielles Lab (aus Schimmelpilzfermentation): Gouda, Geheimratskäse, Edamer, Pizzakäse, Joghurtkäse 330g, Holländer, Tilister, Tilsette, Goudette, Butterkäse

Gelatine enhält bei uns nur Frischesse (alle drei Sorten) und Mascarino leicht
   
(Naturlab (d.i.Kälberlab, also vom totenTier): Bergbaron, Baronesse, Moosbacher, Mondseer, Jerome, Magrom, und alle anderen würzig und kräftigeren Käsesorten.)
 
Auszug aus einer früheren Mitteilung vom 9.9.2002:
" Bei folgenden Produkten der Berglandmilch wird o h n e Lab gearbeitet (hier steht die Antwort auf eine neue Anfrage noch aus):
Schärdinger Rollino - - - Alt-Wiener-Topfen - - - Desserta De-light Topfencreme (mit Gelatine, nichtvegetarisch))
Schärdinger Topf-it - - - Kärntner Bröseltopfen - - - Desserta Mascarino.

(Ergänzend teilte uns Berglandmilch mit: Einzelne Berglandprodukte ohne Lab enthalten Gelatine und sind daher nicht vegetarisch; es sind dies: Desserta delight Topfencreme, verschiedene Fruchtsorten und Frischesse Frischkäsezubereitung mit 9 % Fett in drei Sorten. Die anderen Produkte insbes. auch Joghurtprodukte enthalten keine Gelatine (im Gegensatz zu manchen Importprodukten).
Lab aus gentechnisch veränderten Organismen (das heißt Kälbermagenlab, das nicht aus Kälbern extrahiert, sondern im Bakterium E. coli oder Pilzen fermentiert wurde) setzen wir nicht ein. Pflanzliche Labersatzstoffe werden von uns derzeit nicht verwendet.
Bei den oben nicht genannten Käsen und Topfen im Vertrieb der Berglandmilch wird mit "Naturlab" aus Kälbermagen, also tierischem Lab gearbeitet. Bei Topfen wird natürlich wesentlich weniger Lab verwendet als etwa bei Hart- oder Schnittkäse. Bei Landfrischkäse z.B. nur 0,0015%. Das Lab wird in geringsten Mengen eingesetzt und verbleibt zu großem Teil in der Molke. Laut Analysen liegt der Gehalt in Schnittkäse/Hartkäse - hier wird die größte Menge Lab zugegeben - bei etwa 0,000 006%." (Soweit Berglandmilch).

 

Keine Käse mit nicht-tierischem Lab erzeugen NÖM-AG, Tirol Milch. und OM (Obersteirische Molkerei).
Mitteilung der NÖM-AG vom 2.2.2000: Die NÖM-AG erzeugt keinen gereiften Käse. Frischkäse in Form vonTopfen verschiedener F.i.T.-Stufen wird mit tierischem Lab hergestellt.
Tirol Milch (28.8.2002): Wir verwenden bis jetzt nur tierisches Lab aus Kälbermägen für die Herstellung. Da wir wissen, daß die Anzahl an Vegetariern steigt, werden wir unsere Produktanforderungen aber dahingehend überdenken.

Achtung! OM (9.12.2002), früher zum Teil mikrobiell, erzeugt jetzt alle Produkte, Bio- als auch konventionelle Ware ausschließlich mit tierischem Lab

Angaben ohne Gewähr - zurück


Gesellschaft für humane Nutztierhaltung

 

Letzte Teil-Änderung: 12-2010


Eier

Besser keins, doch wenn schon eins, dann das Freilandei

besser kein's, weil alle männlichen Küken bereits bald nach dem Schlüpfen auf mehr oder weniger freundliche Art getötet werden und auch die Legehennen meist nach rund 11 bis 14 Monaten Legetätigkeit abgeschafft, das heißt ebenfalls auf meist schmerzliche Art in einen Schlachthof transporprotiert und dort geschlachtet werden.

Aus sehr tiergerechter Haltung im Sinne des Tiergerechtheitsindex (TGI) stammen regelmäßig nur Freilandeier (doch auch die nicht immer; siehe weiter unten)..

Ob Bio oder nicht war hier früher tierschutzmäßig weniger bedeutsam, da einige Tierschutzvereine schon vor vielen Jahren relativ gute Haltungsbedingungen und Kontrollsysteme installiert hatten, so die Kritische Tiermedizin (KT), Wien, und der Aktive Tierschutz Stmk., Graz. Neu hinzugekommen ist 1995 die sogenannte Kontrollstelle der Tierschutzorganisationen, richtig des Wiener Tierschutzvereins und dreier weiterer Vereine, die schon vor Jahrent in Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung Ges.m.b.H.umgewandelt wurde. Gesellschafetr sind seither der Wiener Tierschutzverein, die Vier Pfoten und der VgT. Diese Kontrolltelle mit dem Sitz in Bruck a.d.Mur kontrolliert einen Großteil der in österreichischen Lebensmittelgeschäften verkauften Freiland- und Bodenhaltungs-Eier.

Die EU-Normen für Freilandeier geben leider keine Gewähr, dass die Hennen tatsächlich ins Freie kommen, da sie keine ausreichenden Bestimmungen über die Gestaltung der Ställe und Auslauföffnungen enthalten; die zugelassene Hennenzahl ist groß und die Auslauföffnungen sind sehr sparsam vorgeschrieben..

Wir empfehlen, in Lebensmittelgeschäften nir Eier zu kaufen, die auf der Packung drei Siegel/Bezeichnungen ausweisen:

Freilandhaltung

bio

TIERSCHUTZGEPRÜFT

(unten und oben mit einem spitz zulaufenden gekrümmten Balken gerahmt).

(Achtung: die Kontrollstelle für artgemäße Nutztierhaltung vergibt dieses Zeichen auch für Bodenhaltungs-Eierpackungen, die einen bestimmten Wert nach dem Tiergerechtheitsindex (TGI) erreichen, der jedoch erheblich uner dem für das Freilandei vorgeschriebenem Wert liegt.

Die Kontrollstelle prüft auch Boden- und Freiland-Haltungen, mit geringerem Erfordernissen als für das Zeichen "tierschutzgeprüft" vorgeschrieben, z.B.sogenannte KAT-Ware. Für diese darf aber das Siegel "tierschutzgeprüft" nicht verwendet werden. Wohl aber darf angemerkt werden, dass die Eier aus einer von der Kontrollstelle kontrollierte Haltung stammen

Also unbedingt auf die drei Zeichen 1) Freilandhaltung, 2) Bio und 3) TIERSCHUTZGEPRÜFT achten.

Im Vorsicht insbesondere beim Kauf von Eiern auf Bauernmärkten! Nicht alle sind da ehrlich.
Achtung: Bodenhaltung ist keine Freilandhaltung, sondern Stallhaltung ohne Auslauf ins Freie.

Letzte Änderung 12-2010

 


Fleisch

Wenn, dann nur Bioware, doch nicht jede!

Bei Fleisch gilt ähnliches wie bei Milch. Bio ist nicht das Ziel unserer Wünsche, doch Bio-Fleisch - allerdings nicht jedes - das tierfreundlichste am Markt, soweit man Zucht und Mästung fürs Schlachten so bezeichnen kann.
Wenn Sie auf Fleisch nicht verzichten wollen, empfehlen wir Ihnen daher aus Tierschutzsicht

Bio-Fleisch von Jungrindern aus Mutterkuhhaltung
unter derMarke ja! Natürlich erhältlich u.a.in einigen größeren Billa/Merkur-Filialen;
unter der Markenbezeichnung Styria beef auch bei etlichen steirischen Fleischern. Ähnliche Progamme gibt es auch in einigen anderen Bundesländern.

Bio- Jungrinder aus Mutterkuhhaltung können bei der Mutterkuh trinken, sind während der Vegetationsperiode meist mit der Mutterkuh auf der Weide, in der kalten Zeit allerdings, von der Saugzeit abgesehen, derzeit noch meistens angebunden, wenngleich Laufstallhaltung angestrebt wird. Mit acht bis zehn Monaten und einem Gewicht von 300 kg oder mehr werden sie geschlachtet. Es handelt sich hier - von einigen lokalen Programmen abgesehen, um die - relativ gesehen - aus Tierschutzsicht beste Fleischware in den Lebensmittelmärkten. Schmerzlich sind allerdings häufig die letzten 24 Stunden des Tieres, der Schock durch das plötzliche Losreißen von der Mutter, die Fahrt in den Schlachthof, die langen Wartestunden im Schlachthof (die Tiere werden häufig erst an dem der Anlieferung folgenden Tag getötet) in fremder Furcht einflößender Umgebung.

Bio-Fleisch gibt es auch in etlichen Bioläden. Die Adressen von Bauern, wo Sie Bio-Fleisch direkt beziehen können, erfahren sie meist bei den Landwirtschaftskammern oder bei Bio Austria (www.biomaps.at).

Nicht gilt unsere Empfehlung im allgemeinen für Bio-Mastrinder (ausgenommen einige Spezialhaltungen wie meist Hochlandrind, Weiderind), da diese auch nach den Bio-Richtlinien bis Ende 1999 in ständiger Anbindehaltung gehalten werden dürfen. Doch ist Bio-(Mast-)Rindfleisch, wie es beispielweise in einigen größeren Meinl-Filialen angeboten wird, jedenfalls konventionell erzeugtem Rindfleisch vorzuziehen.

Nicht Bio, doch tierschutzmäßig besser ist Almo -Fleisch von Mastochsen mit Alpung und (meist) Weidegang, wenngleich auch hier häufig die Haltung in der Winterzeit nicht immer unseren Vorstellungen entspricht (Anbindehaltung) und die Almperiode meist nur ca. ein bis zweimal drei Monate in zweieinhalb Lebensjahren beträgt. In der übrigen Vegetartionsperiode haben die Tiere im übrigen meist Auslauf auf die Weide. Positiv zu werten sind Art des Transports und Schlachtung. Der Bauer begleitet seinen Ochsen auf dem relativ kurzem Weg in den Schlachthof. Die Tötung erfolgt nicht im Massenbetrieb sondern im kleinen Weizer Schlachthof.

Bio-Wurstwaren u.a. in einigen größeren Billa/Merkur-Filialen. Hergestellt vorwiegend aus Fleisch ausgedienter Milchkühe und aus Schweinefleisch. (Bezüglich "biologischer" Schweinehaltung siehe weiter unten).

Stand 2008


Masthendln?
Weniger gilt unsere Empfehlung für Bio-Freiland (oder Auslauf)-Masthendln, die Merkur ebenfalls unter der Marke ja!Natürlich anbietet. Zwar gilt auch hier, besser bio als konventionell. Bio-Hendln sind zwar erheblich weniger mißgezüchtet, doch mit dem Auslauf ist es schon wegen der Konstitution der Hühner nicht allzu weit her und in der Winterperiode (sie werden meist im Alter von 9 -12 Wochen geschlachtet, konventionelle mit 5 bis 6 Wochen) gibt es auch für "Freiland-Hendln" faktisch so gut wie keinen Auslauf.
Vor allem aber bedenken Sie bitte: Transport und Schlachtung können kaum tierfreundlich gestaltet werden: ein Tier diesem Streß, um nicht Qualen zu sagen, auszusetzen, nur um 1000 Gramm Fleisch zu gewinnen? Hier fehlt es allzu sehr an der Verhältnismäßigkeit.

 

Noch zu den Masthähnchen:

(Aus anima Nr.3/97) Nicht beschreibt der Autor (des vorstehenden, hier nicht wiedergegebenen Artikels über die über die erschütternde "Masthähnchen-Ernte" - Gott sei Dank - den weiteren Ablauf. Wie lange müssen die in die Kisten geschmissenen und hineingepferchten Lebewesen dort ausharren, bis sie endlich am Schlachtband der Elektrschock erlöst. (Hoffentlich schon der, das ist noch ein trauriges Kapitel). Doch selbst bei menschlicher Behandlung: Masthühnchen konventioneller Hochzüchtung sind nach fünf bis sechs Wochen Lebenszeit "erntereif", eine Züchtung allein auf raschesten (Muskel)Fleischansatz. Knochen, Organe, wachsen nicht proportional mit, das ganze paßt nicht mehr zusammen. Qualzüchtungen.
Sind Bio-Freilandhendln aus dem Supermarkt ein Ausweg? Die gängigen Freilandrassen sind oder sollen erst nach ca. 9 bis 12 Wochen schlachtreif sein, es sind dennoch, wenn auch in geringerem Ausmaß, Hochzüchtungen, mit den entsprechenden, wenn auch geringeren Problemen. Nach unseren Beobachtungen sind sie, vermutlich auf aufgrund ihrer körperlichen Konstitution und ihres Alters wenig freilandfreudig, wenigstens gegen Mastende hühnerüblicher körperlicher Bewegung kaum gewachsen, ruhebedürftig, und laut Bauernaussagen wenig sitzstangentauglich (Bildung von Brustblasen). Davon abgesehen bleiben die beschriebenen Probleme der "Ernte", wenn auch gemildert durch kleinere Bestandszahlen. (Aber auch hier gibt es Bestände mit tausenden Hühnern, wenn auch in viel geringerer Besatzdichte.). Um eineinhalb Kilogramm Fleisch zu gewinnen, einem Lebewesen soviel Unbill zufügen? Ist das verhältnismäßig?
Zusammenfassend: Biohendln aus dem Supermarkt sind gegenüber "Normalhendln" nach Tierschutzkriterien natürlich ein erheblicher Fortschritt, insgesamt gesehen unserer Meinung nach jedoch ein viel zu geringer.


Schweinefleisch? Wir können Ihnen auch Bio-Fleisch in der Regel nicht empfehlen.Die übliche Haltung in Bio-Betrieben ist zu weit von natürlicher Haltung entfernt, die Einschränkungen sind für diese intelligenten Tiere zu gravierend. Freilandhaltung ist für Bio-Betriebe nicht vorgeschrieben; es gibt sie für Mastschweine kaum.
Auch ein ökologisches Argument spricht gegen Schweinefleisch, ebenso wie gegen Masthähnchen und, nicht ganz so kraß, gegen Mastrinder: Die Tiere werden mit Getreide und Soja (oder anderen Eiweißfrüchten) also Lebensmitteln, die von Menschen direkt genossen werden könnten, gefüttert. Zumindest zwei Drittel des Nährwerts gehen dabei verloren. Jungrinder aus Mutterkuhhaltung (und ihre Mütter) leben dagegen vorwiegend in für Ackerbau minder geeigneten Regionen von Gras; die Getreidezufütterung ist hier gering.



Vegetarische Schuhe

"Vegetarische Schuhe", das sind lederfreie Schuhe aus (laut Prospekt) atmungsaktivem Kunstoff:, siehe ÖVU - Einkaufsführer


Vegetarisches Fertigfutter für Katzen
siehe ÖVU - Homepage unter "Einkaufsführer" -Vegan


Tierisches Katzen-Fertigfutter
hof cat (früher bio -cat) in 100g-Schalen (aus Fleisch und tierischen Nebenprodukten aus kontrolliert biologischer Landwirtschaft), insbes. bei Bipa und Merkur



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Eine Information der

Gesellschaft für humane Nutztierhaltung,

8045 Graz, Rossegg 41, Tel. 0316 - 46 37 17

Wir stehen Ihnen in der Regel bis 22 Uhr für Auskünfte zur Verfügung


Letzte Änderung: 2.3.2008