Ernährung und Gesundheit

  Wissenschaft

         Die Wissenschaft zur vegetarische Ernährung --- Position der American Dietetic Association (ADA) --- Claus Leitzmann-Andreas Hahn, Vegetarische Ernährung – --- Fleischindustrie: Fleisch ist nicht lebensnotwendig --- Die Wissenschaft zur veganen Ernährung – Fachbücher zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung – Omega 3-Fettsäuren – Vegan-vegetarische Ernährung und Arthritis

         Ernährung und Krebs
Eine Zusammenfassung des Berichts des World Cancer Research Fund (1997) – Neue Studie: Wer viel Fleisch isst, bekommt eher Krebs (2007)

  Praxis

         Was gibt es Gutes ?

         Kochbücher


 Wissenschaft

 Die Wissenschaft zur vegetarischen Ernährung

Die ADA (American Dietetic Association), die grösste US-amerikanische Vereinigung von Ernährungsexperten (Ernährungswissenschaftlern, Diätberatern etc.) mit rund 70000 Mitgliedern, gegründet 1917, hat in der Juni 2003 - Ausgabe ihrer Zeitschrift JADA ihr neues Positionspapier zur vegetarischen Ernährung veröffentlicht. Die Aussagen der ADA gelten als wissenschaftlich fundiert und wegweisend.(siehe : www.eatright.org). Im Positionspapier ("Position of the ADA and Dietitians of Canada: Vegetarian diets", voller Text in Englisch: http://envirolink.org./arrs/ADA.html) heißt es:

Die ADA und die Ernährungswissenschaftler von Kanada, sind der Auffassung, daß eine entsprechend geplante vegetarische Ernährung gesund und ernährungsmäßig vollwertig ist und gesundheitliche Vorteile bei der Vermeidung und Behandlung bestimmter Krankheiten bringt.

Ungefähr 2,5% der Erwachsenen in den Vereinigten Staaten und 4% der Erwachsenen in Kanada sind - wird weiter ausgeführt - Vegetarier. Eine vegetarische Ernährung werde dadurch definiert, daß sie kein Fleisch, keinen Fisch oder kein Geflügel enthält. Das Interesse am Vegetarismus scheine zu wachsen; viele Restaurants und Bildungsstätten böten vegetarische Mahlzeiten routinemässig an. Der Umsatz an Nahrungsmitteln, die Vegetarier ansprechen, wachse erheblich.

Im Positionspapier werden die aktuellen wissenschaftlichen Daten bezüglich der wichtigsten Nährstoffe für Vegetarier, einschliesslich Protein, Eisen, Zink, Kalzium, Vitamin D, Riboflavin, Vitamin B12, Vitamin A, Omega-3-Fettsäuren und Jod untersucht. Die ADA kommt zum Schluß, die vegetarische wie auch die vegane Ernährung erfülle die gegenwärtigen Empfehlungen für all diese Nährstoffe. In einigen Fällen könne der Verzehr von angereicherten Nahrungsmitteln oder Ernährungszusätzen zum Erreichen der jeweiligen Empfehlungen für einzelne Nährstoffe nützlich sein.

Gut geplante vegane und andere Arten der vegetarischen Ernährungsweise seien für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschliesslich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Pubertät. Vegetarische Ernährungsweisen bieten laut ADA eine Reihe von Ernährungsvorteilen, einschliesslich niedrigerer Werte an gesättigten Fettsäuren, Cholesterin und tierischem Eiweiss und höhere Niveaus an Kohlenhydraten, Ballaststoffen, Magnesium, Kalium, Folsäure und Antioxidantien wie Vitamin C und E und Phytochemikalien. (4/2004)

"Es wird immer wieder gefragt, ob es auch ohne Fleisch möglich ist, dem Körper alle Nährstoffe zu bieten, die er braucht. Gegner der vegetarischen Ernährung meinen, Fleisch sei <ein Stück Lebenskraft>, auf das nicht verzichtet werden kann. Das stimmt so nicht.
Eine abwechslungsreiche, überwiegend pflanzliche Kost liefert dem Körper alle Nährstoffe, die er zum Leben braucht, in optimaler Menge. Doch damit nicht genug! Vegetarier sind sogar besser mit gesundheitsfördernden Stoffen versorgt als die meisten Fleischesser."
schreiben die Ernährungwissenschaftler

em. Univ.Prof. Dr. Claus Leitzmann und Hochschuldozent Dr .Andreas Hahn in Vegetarische Ernährung - Gesund und bewußt essen (Trias (ThiemeVerlag) Stuttgart 1998, , 239 Seiten mit zahlreichen Abbildungen., 218 öS, ISBN 3-89373-426-0)
und erinnern u.a. an die Ballaststoffe in pflanzlichen Lebensmitteln und den Gehalt an Vitaminen in Vollkornprodukten , frischem Obst und Gemüse. (Wie hier angedeutet, bezieht sich die positive Aussage auf vegetarische Vollwertkost, nicht auf sogenannte Pudding-Vegetarier). Univ.Prof.Leitzmann (*1933) lehrte viele Jahre am Institut für Ernährungswissenschaft der Universität Gießen; er ist auf dem Gebiet der Vollwert-Ernährung der führende Experte in Deutschland. Dozent Dr.oec.troph.Hahn (*1962) lehrt Ernährungsphysiologie und Humanernährung am Institut für Lebensmittelwissenschaft der Universität Hannover. Das zitierte Buch ist eine nach dem derzeitigen Stand der Ernährungswissenschaft für den Laien geschriebene leicht faßliche Information über alle Aspekte des Vegetarismus und die vegetarischen Lebensweisen, zugleich eine Anleitung für die Umstellung auf fleischlose Kost, und enthält dazu zahlreiche Rezepte aus der Vollwertküche. (Über den Standpunkt der Autoren zurveganen Ernährung siehe weiter unten dieses Stichwort).

Ein weiteres wissenschaftliches Werk der Autoren Leitzmann und Hahn:
Vegetarische Ernährung
Verlag Ulmer 1996, UTB für Wissenschaft Nr. 1868, Taschenbuch 445 Seiten, 30 Abbildungen, 118 Tabellen, 269 öS (ISBN 3-8252-1868-6).
Klappentext: Inhalt des Buches sind alle Aspekte der vegetarischen Ernährung. Dabei stehen die ernährungsphysiologischen Fragen im Mittelpunkt, d.h. die Aufnahme, der Versorgungsgrad sowie mögliche Mängel an Nährstoffen bei unterschiedlichen Formen vegetarischer Ernährung werden ausführlich dargestellt. Einleitend werden die Geschichte des Vegetarismus sowie die gesellschaftliche Stellung und das Ansehen von Vegetariern diskutiert. Den Abschluß des Buches bilden die vegetarische Ernährung von Risikogruppen (Schwangere, Stillende, Kinder), in der Gemeinschaftsverpflegung und die Bedeutung dieser Ernährung in Bezug auf Krankheiten und Lebenserwartung. Das Werk ist derzeit vergriffen.Eine überarbeitete Neuausgabe ist laut Verlagsmitteilung für Juni 2009 geplant.

Fachbücher zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung (siehe weter unten):

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Fleischindustrie: Fleisch ist nicht lebensnotwendig

Einst hatte die Schulwissenschaft sich gegen vegetarische Ernährung gewandt. In der Zwischenzeit ist es wissenschaftliches Gemeingut, daß Fleisch nicht lebensnotwendig ist. Selbst die Ama (Agrarmarkt Austria) gibt in ihrer Fleischwerbung, wenngleich sie verständlicher Weise für Fleisch plädiert, zu:
(Dr.Meinrad Lindschinger, Facharzt für Innere Medizin (Ernährung und Diätetik): Man kann selbstverständlich mit einer sogenannten ovo-lactovegetabilen Kostform, also bestehend aus Eiern, Milchprodukten und Gemüse, gut und gesund leben.." (Kleine Zeitung Graz, 24.11.1996).(aus anima - Zeitschrift für Tierrechte - 4/96)

12/1999


 

Die Wissenschaft zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung


Ähnlich dem Fleischgenuß bedeutet auch der Verzehr von Milch/Produkten und Eiern bei den heutigen "Produktionsmethoden", Töten und faktisch Quälen (siehe Stichwort Warum Vegetarier - Vegetarisch-vegan), wenn auch in einem um vieles geringeren Umfang. Es ist daher tierschützerisch gesehen nur konsequent, auch auf Milch und Eier zu verzichten.

Während die moderne Ernährungslehre (Ovo)Lakto-Vegetarismus positiv sieht, gibt es bezüglich des Veganismus neben uneingeschränkt positiven Stimmen (siehe Neal Barnard, Iss dich fit , Neal Walsh, Plant Based Nutrition and Health und Gill Langley, Vegane Ernährung, weiter unten, auch skeptischere (siehe weiter unten: (Leitzmann/Hahn, Vegetarische Ernährung - Gesund und bewußt essen)). Wir stellen beide vor:

ISS DICH FIT: rein pflanzlich

Vor 40 Jahren prophezeiten die Ärzte Lakto-Ovo-Vegetariern (kein Fleisch, doch Milch und Ei) Krankheit und Tod wegen Mangelernährung. Inzwischen ist diese Kostform von der Schulmedizin längst anerkannt. Noch vor 10 Jahren dozierte ein Universitätsprofessor den angehenden Medizinern, Veganer(weder Fleisch noch Milch/Ei, nur pflanzliche Nahrung) müßten nach wenigen Jahren sterben. Darauf stand einer seiner Studenten auf: "Herr Professor, Sie sprechen mit einer Leiche, ich bin seit Kindheit Veganer". Seither formuliert der Professor vorsichtiger. Der amerikanische Arzt und Ernährungsfachmann Neal Barnard, Vorsitzender der 3.000 Mitglieder zählenden ärztlichen Berufsvereinigung "Physicians Commitee for Responsible Medicin", plädiert dagegen der Gesundheit zuliebe, unter Anführung zahlreicher wissenschaftlicher Untersuchungen, in seinem 1995 geschriebenen Buch "Eat Right, Live Longer", jetzt auch deutsch unter dem Titel "Iss Dich Fit", für rein pflanzliche Ernährung:

Neal Barnard: Iss dich fit - Die vitalisierende Kraft der Ernährung rororo-TB 1998 318 Seiten, 123 öS (leider vergriffen)
Barnard: Die in diesem Buch beschriebenen gesundheitlichen Vorteile ergeben sich ausschließlich aus pflanzlicher Ernährung. Ich empfehle nachdrücklich, auf Milchprodukte und Fleisch völlig zu verzichten. Sie enthalten so viele Bestandteile, die Angriffe freier Radikale und anderer Chemikalien begünstigen und zum Arterienverfall, Hormonverschiebungen, Knochenschwund und Übergewicht beitragen, daß es keinen Anlaß gibt, sie überhaupt zu verzehren.
Die 4 Grundpfeiler einer gesunden Ernährung:
Gemüse Hülsenfrüchte Vollkornprodukte Obst
Eine grobe Richtschnur (Näheres im Buch): auf den Teller bis zur Hälfte Gemüse, ¼ Hülsenfrüchte, ¼ Getreideprodukte.

Während der deutsche Ernährungsfachmann Univ.-Prof. Dr. Claus Leitzmann meint ((Leitzmann/Hahn Vegetarische Ernährung: Gesund und bewußt essen Trias 1998, 218 öS, leider vergriffen) , eine rein pflanzliche, vegane Kost stelle hohe Anforderungen an das Ernährungswissen, es sei nicht immer gesichert, daß alle Nährstoffe auch tatsächlich in ausreichender Menge zugeführt werden, insbes. in Zeiten erhöhten Ernährungsbedarfs (wie Schwangerschaft, Stillzeit , Säuglings- und Kleinkinderalter), sagt Barnard: Vegetarische (gemeint hier vegane) Ernährung enthält auch ohne genaue Planung reichlich Protein, vorausgesetzt sie ist vielseitig. Die alte Vorstellung, man müsse verschiedene Lebensmittel sorgfältig kombinieren, um die Proteinversorgung sicherzustellen, wurde von den Ernährungswissenschaftlern verworfen, denn es stellte sich heraus, daß vielseitige pflanzliche Ernährung mehr als genug Protein enthält... Grünes Gemüse und Hülsenfrüchte decken auch ohne weiteres den Calciumbedarf des Organismus.
Achtung, auch Barnard betont: ausreichende Vitamin B12-Zufuhr durch Vitamin-Präparate ist für Veganer nötig.

aus anima - Zeitschrift für Tierrechte, Nr.1/99

Weitere Bücher zur vegan-vegetarischen (veganen) Ernährung:

In englisch:
Stephen Walsh PhD
Plant Based Nutrition and Health
Taschenbuch, ca.15 – 20 Euro
2003 erschienen, spannend geschrieben, ist es das neueste wissenschaftlich fundierte Standardwerk zur veganen Ernährung. Es behandelt u.a. die Themenbereiche Vitamin B12 mit Homocystein, Cholesterin, Omega-3-Fettsäuren, Vitaminergänzungen, Osteoporose, Zivilisationskrankheiten.

Gill Langley
Vegane Ernährung
Echo Verlag Göttingen 1999, 240 Seiten, ca.11 Euro(D). ein etwas älteres, umfassendes Werk zur veganen Ernährung

 


Demgegenüber Leitzmann/Hahn in Vegetarische Ernährung - Gesund und bewußt essen:
(Anm. (4-2004): siehe aber auch oben das Positionspaier der ADA)

Die rein pflanzliche, vegane Ernährungsform stellt hohe Anforderungen an das Ernährungswissen. Es ist nicht immer gesichert, daß alle Nährstoffe auch tatsächlich in ausreichender Menge zugeführt werden. Das gilt inbesondere für Zeiten eines erhöhten Nährstoffbedarfs (Schwangerschaft, Stillzeit, Säuglings- und Kleinkindalter.
Doch wie gut oder schlecht eine Kostform wirklich ist, bestimmt letztlich jeder selbst. Es kommt auf die richtige Zusammenstellung der Nahrung an!
.

Es ist also auch wissenschaftlich gesehen, durchaus möglich sich bei ausreichender Sorgfalt auch vegan gesund zu ernähren. Näheres bei Leitzmann/Hahn und in anderen einschlägigen Werken (Siehe Stichwort Literatur).

Dazu eine Anmerkung:
Viele Jahrzehnte lang stand die Schulwissenschaft auf dem Standpunkt, (auch lakto-ovo-)vegetarische Ernährung sei gesundheitsgefährlich, dies trotz zahlloser Gegenbeweise in Form gesunder, langlebiger Vegetarier. Heute ist auch schulmedizinisch anerkannt, daß (lakto)vegetarische Vollwerternährung nicht nur ausreichend sondern im Gegenteil gegenüber landläufiger Ernährung sogar gesundheitsfördernd ist. Die medizinische Wisenschaft erinnert in manchen Punkten an die Wettervorhersager im Fernsehen, die fröhlich Sonnenschein verkünden, um am nächsten Tag ohne den geringsten Anflug von Schamesröte das statt dessen eingetretene Regenwetter zu erklären. Übertriebene Gläubigkeit mag also gerade gegenüber einer Wissenschaftsdisziplin, bei der noch einiges im Fluß ist, nicht immer angebracht sein. Dennoch, auch wenn sich die Schulmedizin seinerzeit mit der Vegetarismus-Ablehnung blamiert hat und zahlreiche Veganer, ohne sich viel um Ernährungslehren zu kümmern, pumperlgesund herumlaufen, sollten sich Veganer mit ernährungswissenschaftlichen Bedenken auseinandersetzen.
Für problematisch wird nicht die Proteinzufuhr erachtet. Eine ausreichende Eiweißversorgung kann leicht durch entsprechende vielseitige Lebensmittelkombination erreicht werden (grob gesagt Hülsenfrüchte + Getreide); zum Beispiel nennenLeitzmann/Hahn: Hülsenfrüchte + Getreide + Gemüse; Hülsenfrüchte + Samen oder Nüsse + Gemüse; Getreide + Samen oder Nüsse + Obst (im einzelnen siehe dort).
Unzureichend kann (unter den gehobenen europäischen hygienischen Verhältnissen) die Kobalamin (=Vitamin B12 -Versorgung sein. Normalköstler und Lakto-Vegetarier nehmen das Vitamin in der Regel in mehr als ausreichendem Maß aus Fleisch und Milch auf. Pflanzen enthalten jedoch, von allfälligen bakteriellen Verunreinigungen abgesehen, regelmäßig kein Vit.B12. Eine gewisse Menge an Vit.B12 könne milchsauer vergorenes Sauerkraut liefern. Bei verschiedenen als Vit.B12 -reich angepriesenen pflanzlichen Produkten, Algen, Pilzen, sei - so Leitzmann/Hahn - zu beachten, daß sie häufig nur inaktive unwirksame Formen des Vitamins enthielten. Auch der Gehalt in Hefen sei vernachlässigbar. Besondere Vorsicht ist am Platz. Normalköstler besitzen meist einen jahrelang reichenden Speicher an Kobalamin, es kann also lange dauern, bis es zu Mängeln kommt. Sichtbare Mangelerscheinungen wie Blutarmut können durch die gerade bei Veganern meist überdurchschnittliche Folsäure-Zufuhr verdeckt werden und erst hervorkommen, wenn irreversible (insbes.Nerven-)Schäden eingetreten sind. Veganer sollten daher die Supplementierung durch Vit.B12- angereicherte Lebensmittel oder ein Vitaminpräparat überlegen, bzw. periodisch den Vitamin B12-Blutwert erheben lassen (mit einer Bestimungsmethode, die inaktive B12-Analoga ausschließt).
Für schwangere und stillende Frauen, und insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sei - so Leitzmann/Hahn -eine vegane Kost problematisch und daher abzuraten.

12/1999


Omega-3-Fettsäuren:
Gesundheitsvorteile in Frage gestellt
Eine neue Übersichts-Studie, welche 89 Studien über die gesundheitlichen Auswirkungen der Omega-3-Fettsäuren analysierte kommt zum Schluss, dass es keine stichhaltigen Beweise für einen gesundheitlichen Vorteil eines hohen Omega-3-Konsums gibt. Dies steht im krassen Widerspruch zu dem was die "Ernährungsexperten" in den vergangenen Jahren immer wieder behauptet haben: Omega-3 solle gut fürs Herzinfarkt oder gar gegen Krebs sein.
In der neuen Studie konnte nicht belegt werden, dass die Omega-3-Fettsäuren tatsächlich gegen Herzerkrankungen oder Krebs vorbeugend wirken. Damit bricht die Argumentationskette: Viel Fisch konsumieren weil diese viel Omega-3-Fettsäuren enthalten zusammen. Die Wissenschaftler weisen sogar darauf hin, dass zuviel Fischkonsum nach wie vor schädliche Auswirkungen hat z.B. wegen dem hohen Quecksilbergehalt. Es gibt sogar Hinweise darauf, dass Männer, welche viel Fischöl zu sich nehmen, eine erhöhte Anfälligkeit auf Herzattacken haben.
(Quelle SVV-mailing undRisks and benefits of ome-ga-3 fats for mortality, cardiovascular disease, and cancer’: systematic review, BMJ, 24.3.2006,http:// bmj.bmjjournals.com/ cgi/rapidpdf/bmj. 38755.36331.2Fv1.pdf).
Medienmitteilung der EVU zu diesem Thema: http://www.european-vegetarian.org/lang/en/news/news.php?id=10417

Vegan-vegetarische Ernährung und Arthritis
Auf Menschen, die an rheumatoider Arthritis leiden, könnte sich eine vegane Ernährungsweise lindernd auswirken, lautet das Ergebnis einer neuen, von der Europäischen Kommission finanzierten Forschung. Bei Menschen, die an dieser Krankheit leiden, reduziert eine glutenfreie Veganer-Diät die Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen. Diese Wirkung wurde bei einer Gruppe von Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachtet, die sich ein Jahr lang an diese Ernährungsweise hielten. Bei ihnen wurde eine Senkung des LDL (low density lipoprotein) und der oxidierten LDL-Werte sowie ein Anstieg der natürlichen pro-tektiven Phosphorylcholin-Antikörper (anti-PC) festgestellt.
Rheumatoide Arthritis verursacht chronische Gelenkentzündung. Sie ist auch mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Herzkreislauferkrankungen verbunden. Obwohl die Verbindung zwischen Arthritis und diesen Risiken noch nicht ganz klar ist, glauben die Forscher, dass das gestörte Gleichgewicht der Blutfette bei Arthritispatienten eine Erklärung bereit halten könnte.
w .evana.org/index.php?id=32611 &lang= de, anima2-2008

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 Ernährung und Krebs

Eine Zusammenfassung des Berichts des World Cancer Research Fund

aus EVU News, Nr. 4 /1997

Der erste weltweite Bericht über Ernährung und Krebs, der im September 1997 vom World Cancer Research Fund (Welt-Krebsforschungsfonds) zusammen mit dem American Institute for Cancer Research (Amerikanisches Krebsforschungsinstitut) veröffentlicht wurde, ist ein beeindruckendes Dokument. Food, Nutrition and the Prevention of Cancer: a global perspective (Nahrung, Ernährung und Krebsverhinderung: Ein globaler Überblick) ist ein 650 Seiten langer Bericht, verfaßt von 15 Wissenschaftlern aus 9 Ländern, die von mehr als 100 Mitarbeiter unterstützt wurden, und die über 4.000 Studien über Ernährung und Krebs ausgewertet haben.

Laut Bericht könnte das Auftreten von Krebs weltweit um schätzungsweise 30 bis 40 Prozent verringert werden. Dies entspräche 3 bis 4 Millionen Fällen pro Jahr. Berücksichtigt man außerdem die Wirkung des Rauchens, wären 60 bis 70 Prozent aller Krebsfälle verhinderbar..

Der größte Teil des Berichts besteht aus einer Wertung der Verbindung zwischen vielen Nahrungsmitteln und Getränken, Nährstoffen, Verarbeitungs- und Lagermethoden, Körpergröße und körperlicher Aktivität und 18 weit verbreiteten Krebsarten. Bei krebserregenden bzw. krebsverhindernden Faktoren wird die Verbindung als "überzeugend", "wahrscheinlich" bzw. "möglich" gewertet. Allgemein verringern pflanzliche Nahrungsmittel das Krebsrisiko. Beispielsweise verringert Gemüse das Krebsrisiko in den Bereichen Mund, Rachen, Speiseröhre, Lunge, Magen, Dickdarm und Mastdarm (überzeugend), Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse, Brust und Blase (wahrscheinlich), Leber, Eierstöcken, Gebärmutterschleimhaut und -hals, Prostata, Schilddrüse und Niere (möglich). Obst hat eine ähnliche Wirkung. Es verringert das Krebsrisiko in Mund- und Rachenraum, Speiseröhre, Lunge und Magen (überzeugend), Kehlkopf, Bauchspeicheldrüse, Brust und Blase (wahrscheinlich) sowie Eierstöcke, Gebärmutterschleimhaut und -hals und Schilddrüse (möglich). Alkohol, Fleisch, Fett und Fettleibigkeit dagegen erhöhen das Risiko, an bestimmten Krebsarten zu erkranken. Vermutlich erhöht der Fleischverzehr beispielsweise das Risiko, an Dick- oder Mastdarmkrebs zu erkranken und erhöht möglicherweise das Risiko für Bauchspeicheldrüsen-, Brust-, Prostata- und Nierenkrebs. An Vegetariern durchgeführte Studien haben gezeigt, daß sie allgemein geringer an Krebs erkranken und ein geringeres Risiko für bestimmte Krebsarten haben. Dabei sind bereits die Auswirkungen anderer Faktoren wie z.B. Rauchen und körperliche Aktivität berücksichtigt. Dieses verringerte Krebsrisiko liegt nicht nur daran, daß Vegetarier kein Fleisch verzehren, sondern auch daran, daß sie mehr und eine größere Vielfalt an pflanzlichen Lebensmitteln verzehren, die viele krebshemmende Stoffe enthalten.

Die Wissenschaftler geben dem Einzelnen wie auch Politikern insgesamt

14 Ernährungsempfehlungen.

So wird u.a. folgendes geraten:

-- Ernähren Sie sich vorrangig von pflanzlichen Nahrungsmitteln. Verzehren Sie dabei eine große Vielfalt an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und möglichst gering verarbeitete stärkehaltige Grundnahrungsmitteln (Empfehlung Nr. 1)

-- Achten Sie auf ein vernünftiges Körpergewicht (der sogenannte BMI, bei dem das relative Gewicht ermittelt wird, indem man sein Gewicht in kg durch die Körpergröße in Metern im Quadrat dividiert, sollte zwischen 18,5 und 25 kg/m2 liegen) (Empfehlung Nr. 2)

-- Bewegen Sie sich täglich eine Stunde lang (schneller Spaziergang o.ä.) und treiben Sie mindestens eine Stunde pro Woche intensiv Sport wenn Ihre Tätigkeit nur wenig körperliche Arbeit erfordert (Empfehlung Nr. 3)

-- Verzehren Sie das ganze Jahr über täglich 400-800 Gramm bzw. mindestens fünf Portionen verschiedener Gemüse und Obstsorten. (Empfehlung Nr. 4)

-- Verzehren Sie täglich 600-800 Gramm bzw. über sieben Portionen verschiedener Getreidesorten, Hülsenfrüchte, Wurzeln, Knollengewächse und Bananen. Bevorzugen Sie dabei möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Schränken Sie Ihren Verzehr an raffiniertem Zucker ein (Empfehlung Nr. 5)

-- Beschränken Sie ihren Alkoholkonsum auf weniger als zwei alkoholische Getränke pro Tag (Männer) bzw. ein alkoholisches Getränk pro Tag (Frauen) oder trinken Sie keinen Alkohol. (Empfehlung Nr. 6)

-- Beschränken Sie Ihren Konsum an rotem Fleisch auf weniger als 80 Gramm pro Tag oder essen Sie kein rotes Fleisch. (Empfehlung Nr. 7)

-- Schränken Sie Ihren Konsum an fetthaltigen Speisen, insbesondere an tierischen Fetten ein. (Empfehlung Nr. 8)

-- Schränken Sie Ihren Konsum an salzigen Nahrungsmitteln und die Verwendung von Koch- und Tafelsalz ein (Empfehlung Nr. 9)

Weitere Empfehlungen beziehen sich auf das Lagern und Konservieren von Nahrungsmitteln (Empfehlungen Nr. 10 & 11), das Überwachen der Sicherheit von Nahrungsmittelzusätzen, Pestizidrückständen und anderen chemischen Schadstoffen in der Nahrung (Empfehlung Nr. 12), das Vermeiden verbrannter Lebensmittel (Empfehlung Nr. 13) und die Verwendung von Nahrungsergänzungspräparaten, die als "vermutlich unnötig und möglicherweise nicht hilfreich bei der Verringerung des Krebsrisikos" (Empfehlung Nr. 14) eingestuft werden. Außerdem wird empfohlen, weder zu rauchen noch Tabak zu kauen.

Der Bericht ist sicher kein vegetarisches Manifest, sagt jedoch eindeutig aus, daß eine pflanzliche Ernährung am besten vor Krebs schützt. Die Verbindung vegetarischer oder veganer fettarmer Ernährung in Verbindung mit körperlicher Betätigung, dem Erhalt eines normalen Körpergewichts und der Vermeidung von Tabak stimmt vollkommen mit den Empfehlungen dieser wichtigen Veröffentlichung überein.

Paul Appleby, Oxford Vegetarians, c/o 57 Sharland Close, Grove, Wantage OX12 OAF, UK,
Tel: +44 1865 450793, email: appleby@icrf.icnet.uk

You can order a copy of 'Food , Nutricion and the Prevention of Cancer: A Global Perspective' at the special discount rate of $35 (including shipping and handling) at: American Institute for Cancer Research, 1759 RStreet NW, Po Box 97167, Washington DC 20090-7167, USA

Neue Studie: „Wer viel Fleisch isst, bekommt eher Krebs“
Studie mit 500.000 Teilnehmern bestätigt Ernährungseinfluß auf die Krebshäufigkeit
Eine große prospektive Kohortenstudie hat den Einfluß der Ernährung auf die Krebsentstehung bestätigt. Je mehr rotes Fleisch verzehrt wurde, desto höher war die Krebsrate. Das Krebsrisiko steigt je nach Organ um 20 bis 60 Prozent. Daten von etwa einer halben Million US-Amerikanern wurden in der Studie ausgewertet (PloS Medicine 4, 2007, e325.) Die Teilnehmer waren zu Beginn 50 bis 71 Jahre alt. Innerhalb von acht Jahren bekamen fast 54.000 von ihnen eine bösartige Tumorerkrankung. Aus den Daten errechneten Professor Amanda Cross vom Nationalen Gesundheitsinstitut NIH und ihre Kollegen: Für kolorektalen Krebs war das Risiko bei Genuß von rotem Fleisch um 24 Prozent erhöht, für verarbeitetes Fleisch um 20 Prozent. Verglichen wurde jeweils das Fünftel der Studienteilnehmer mit dem höchsten Fleischverzehr mit dem Fünftel mit dem geringsten Konsum.

Außer für das Kolorektum war die Krebsrate bei hohem Fleischkonsum auch für die Lunge erhöht; bei rotem Fleisch um 20, bei verarbeitetem um 16 Prozent. Die Unterschiede bei Krebserkrankungen des Kolorektums und der Lunge waren hoch signifikant. Auch bei anderen Krebsarten – etwa des Pankreas und der Leber – war die Rate erhöht, und zwar um 43 und 60 Prozent. Personen im obersten Fünftel des Fleischkonsums verzehrten sechsmal soviel Fleisch wie die Teilnehmer im untersten Fünftel (10 g pro 1.000 kcal versus 63 g pro 1.000 kcal).

Gründe für den Zusammenhang sind krebserregende Stoffe im Fleisch, etwa N-Nitroso-Verbindungen. Ihre karzinogene Wirkung könnte darin bestehen, dass sie die Zellteilung ankurbeln, die DNA-Synthese erhöhen oder auch Schäden durch freie Radikale fördern.
Quelle:www .aerztezeitung.de/medizin/krank- heiten/krebs/?sid=479562 und: natürlich vegetarisch 1-08

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 Praxis

Was gibt es Gutes?

Wer nach Aussehen, Struktur und Geschmack Fleischähnliches mag - viele Vegetarier mögen es nicht - da gibt es z.B.

Seitan d.s. Gluten (Klebereiweiß, hergestellt indem man aus Weizen die Stärke auswäscht) Es ist proteinreich, cholesterin- und nahezu fettfrei, man kann es braten, kochen, fritieren, kalt (z.B. auf Brot) und warm verzehren, den Geschmack je nach Würze variieren. Viele Naturkostläden führen es als bereits eßfertige Spezialität. Es ist in Reformläden auch als Mehl zum Selbermachen erhältlich (z.B. Vegavita (Fertig-Mix aus Weizeneiweiß) von granoVita

und einige Soja-Fertigprodukte z.B. , Sojawürstchen, Bratlinge.

Aus Sojabohnen gibt es noch
Sojafleisch d.i. strukturiertes Sojaeiweiß, erhältlich vorwiegend in Reformhäusern in verschiedener Form: Granulat, Würfel, Schnitzel; Zubereitung in der Regel: je nach Größe der Stücke eine Zeit lang einweichen (in Würzmischungen , z.B Gemüsewürze, oder in Wasser und später würzen) und/oder kochen, dann wie tierisches Fleisch weiter verwenden. Teilweise aufbereitet z.B. Soja-Trockenmix "Veggy Star NUTRI SUN (veganes Faschiertes), erhältlich im Versand bei Nutri Sun, 2601 Maria Theresia, www.nutrisun.at.

Tofu (aus gekochten Sojaabohnen mit Hilfe eines Gerinnungsmittels erzeugt), schnittfest, fast geschmacksneutral, daher sowohl für fleischähnliche Zubereitung (z.B. braten) als auch für Süßspeisen verwendbar.
Tempeh (durch Pilz fermentierte Sojabohnen), ebenfalls zum Braten, Kochen, Dünsten etc.
Soja Joghurt (mit Joghurtkulturen fermentierte Sojabasis, z.B. feel good -Biosoja und Joya Sojagurt, in größeren Billa- und Spar-Filialen erhältlich).


Weitere Artikel siehe "Einkaufsführer"

 

 Vegetarische Kochbücher

Praktische Kochvorführungen im Internet. u.a. http://www.vegetarisches-kochstudio.de

Eine kleine Auswahl aus der Fülle vegetarischer Kochbücher:

Lacto-ovo-vegetarisch

(lakto-ovo, d.h. mit Milchprodukten bzw. Ei)

Barbara Rütting
Grüne Rezepte für den blauen Planeten
Taschenbuch, Goldmann Verlag, 1997, 350 Seiten, 109 öS
VegetarierInnen, VollwertköstlerInnen und TierschützerInnen werden sich über die Neuerscheinung von Barbara Rütting besonders freuen. Hat sie doch schon in zahlreichen Werken eine ganzheitlich orientierte Lebensweise aufgezeigt, die uns zu gesünderen, empfindsameren, rück-sichtsvolleren Menschen macht.
Der erste Teil des Buches ist eine Sammlung der ganz persönlichen Lieblingsrezepte der Autorin. Gesundheitsbewußte Gourmets kommen sicher schon beim Lesen ins Schwärmen. Neben vielen Rohkost- Koch- und Süßspeisenrezepten gibt es auch herrliche Rezepte für kernige Brote, Säfte, Marmeladen etc. Die Rezepte sind sicher auch für jene gut geeignet, die auf eine vegetarische Vollwertkost umsteigen möchten, da die Rezepte ausführlich und verständlich geschrieben sind, so daß auch wenig routinierten Köchinnen und Köchen kaum etwas mißlingen dürfte. Die Ausführungen zum Kapitel "Gesunde Ernährung" sind die Summe einer über dreißigjährigen Erfahrung mit gesunder vegetarischen Vollwertkost der Autorin. Daß gesundes Schlemmen möglich ist, ist jedoch nur ein Teil dieses hervorragenden Werkes.
Im zweiten Teil des Buches behandelt die Autorin nämlich in umfassenden Kapiteln die Themen "Gesunder Mensch", "Gesundes Tier" und "Gesunde Umwelt". Es werden vielfältige und effiziente Möglichkeiten aufgezeigt, was jeder einzelne von uns dazu beitragen kann, damit er sich nicht mitschuldig macht, an der Ausbeutung der "Dritten Welt", dem schamlosen unbarmherzigen Umgang mit unseren leidensfähigen Mitgeschöpfen, den Tieren, und der Vergewaltigung unserer Umwelt. Weiters werden zahlreiche Personen und Institutionen vorgestellt, die auf unterschiedlichster Weise für eine menschlichere, friedlichere Welt kämpfen. Auch sie geben so manchen Denkanstoß, wie wir unser Dasein sinnvoller gestalten können.
Michaela Schaller

Prof.Dr.Claus Leitzmann / Dr.oec.troph. Andreas Hahn
Vegetarische Ernährung - Gesund und bewußt essen
Trias (ThiemeVerlag) Stuttgart 1998, ISBN 3-89373-426-0, 239 Seiten mit zahlreichen Abbild., 218 öS. Lleider vergriffen, allenfalls unter www.amazon.de erhältlch).
Die beiden Ernährungswissenschaftler haben nach ihrem 1996 erschienenen wissenschaftlichen Werk Vegetarische Ernährung (Verlag Ulmer 1996, UTB für Wissenschaft Nr. 1868, ISBN 3-8252-1868-6, Taschenbuch 445 Sei-ten, 30 Abbildungen, 118 Tabellen, 269 öS) nun auch eine für den Laien leicht faßliche Information über Vegetarismus nach dem derzeitigen Stand der Ernährungswissenschaft geschrieben. Grundbegriffe der Ernährungslehre - Ratschläge für Vegetarier - Rezepte.

Louise van Giseren / Greet Hospers
Das Ökokochbuch - Bewußt einkaufen - vollwertig kochen - gesund genießen
pala-verlag 1998, 285 Seiten,218 öS, 29,80 DM
Öko-Warenkunde - Der Nahrungsmittelkreis (Die Zusammenstellung von Mahlzeiten) - Richtig zubereiten (Zubereitungstechniken) - Rezeptevon Rohkost bis zum Brotbacken)


Prof.Dr.Claus Leitzmann - Kathi Dittrich - Christl und Gabi Kurz
Das Immunsystem stärken durch Vegetarische Küche
197 Seiten, 295 öS, Falken Verlag Niedernhausen 1996
Das unter Mitarbeit des namhaften Ernährungswissenschaftlers Prof. Leitzmann verfaßte reich bebilderte Kochbuch besticht insbesondere durch die dem Rezeptteil vorangestellte einfach und leicht verständlich verfaßte Einführung in die Grundbegriffe der Ernährungswissenschaft und die Ernährungsratschläge.

Gerhild Mann
Neurodermitis -was koche ich für mein Kind?- Ein Alltagsratgeber für Eltern
pala-verlag, Darmstadt 1998, 189 Seiten, 181 öS, 24,8 DM

Petra und Joachim Skibbe
Backen nach Ayurveda -Brot, Brötchen & Pikantes
pala -verlag, Darmstadt 1998, 190 Seiten, 181 öS, 24,8 DM


teils l-o-vegetarisch, teils vegan:

Barbara Rütting
Essen wir uns gesund
30 Jahre Erfahrung mit der Vollwerternährung
Genussvolles Essen - Gesundheit - Lebensfreude Herbig Verlag 2002, 320 Seiten, zahlrei-che Farbbilder, 24,90 EUR (D), 42 CHF, ISBN 3-7766-2293-8
Barbara Rütting ist Gewähr für Qualität. Die ehemalige Schauspielerin, die vor Jahrzehnten zur Tierschützerin und Lebensreformerin wurde, Gesundheitsberaterin nach Dr. Bruker, Expertin für vegetarische Vollwertkost , ist durch zahlreiche Bücher bekannt, nicht nur Koch(und Roh-kost)rezepte betreffend, auch Rezepte zur Lebensgestaltung. In ihrem neuesten Buch, einem mit vielen Farbbildern ausgestatteten Prachtband, bringt sie wie immer spritzig geschrieben neben einer Einführung in die Grundsätze der Vollwerternährung und Ernährungstips eine Fülle von köstlichen Rezepten gegliedert nach "üppiger" d.h. ovo-lacto-vegetarischer Vollwertkost, also auch mit Milchprodukten oder Ei, tierei-weißfreier (kein Ei, keine Milchprodukte außer Butter und Rahm, u.a. für Allergiker, Rheumatiker etc.von Interesse), und veganer Vollwertkost (die Rezepte der beiden letzteren unter Mitwirkung der Gesundheitsberaterin Waltraud Becker).
Die vegane Küche verwendet üblicherweise Nahrungsmittel, die die Vollwerternährunglehre, die auf natürlich setzt als denaturiert ablehnt, ob Sojamilch, Tofu Seitan etc. Das macht vegane Vollwertrezepte schwieriger, den Autorinnen ist es dennoch gelungen, Schmackhaftes zu zaubern. Zum veganen Teil wären vielleicht noch Anmerkungen zur von der Wissenschaft eingeforderten sorgfältigen Ernährungszusammensetzung wünschenswert gewesen.

Silvia Maritsch-Rager
Die Pflanzensprecherin kocht
vegetarisch-vegane Gaumenfreunden,
Osliebia Verlag Bad Ausee 2004, ISBN 3-9501529-2-X, 178 Seiten, 73 Farbabbildungen, 190 Rezepte, Preis: 19,50 €
Die Autorin hat mit diesem Buch versucht, ihre jahrzehntelangen Erfahrungen mit der vegetarischen Küche weiterzugeben. Ihre fantasievollen Eigenkreationen, die oft äußerst exotisch und außergewöhnlich anmuten, werden all jene überraschen, die meinen, dass sich Vegetarier nur von Müsli und Beilagen ernähren. Bananen- und Avocadosuppe, Himbeer-Balsamico Spagetti oder Rote Rüben Schnitzel finden Sie sicher nicht in jedem Kochbuch. Dieses Kochbuch wird daher all jene freuen, die neugierig auf Neues sind und Lust am Experimentieren mit gesunden Lebensmitteln und Gewürzen haben. Die zahlreichen wunderschönen Abbildungen der Speisen, regen jedenfalls dazu an, das eine oder andere auszuprobieren. Aber auch Liebhaber der bodenständigen Küche kommen nicht zu kurz. Denn Rezepte für Teigtaschen mit Kürbiskernen, gefüllte Spinatknödel, Kartoffelstrudel mit Salbei sind ebenso zu finden wie Haferflocken- oder Tomatensuppe. Kurz und gut, ein Kochbuch, das sicher für jeden Geschmack einiges zu bieten hat.
Gegliedert ist das Buch nach Salaten, Suppen, Hauptspeisen, Toast und Imbiss, Auf-striche und Beilagen. Aber auch eine Ein-führung in verschiedene vegetarische Er-nährungsformen und Systeme wie Ayurveda, Fünf-Elemente-Lehre, Makrobiotik etc. sowie ethische und gesundheitliche Überle-gungen zum Thema Vegetarismus und sei-ner Geschichte bietet uns die Autorin in diesem Buch. Die Motivation zu diesem Buch beschreibt die Autorin so: „Jeder Mensch, der ernsthaft nach dem Lebenssinn sucht, gelangt an einen Punkt, wo er das Töten von Tieren zur eigenen Esslustbefriedigung mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren kann.“
M.Sch.
Anm.: Zu optimistisch scheinen uns die Angaben über den Vitamin B 12-Gehalt einiger Lebens- und Genußmittel. Veganern wird im allgemeinen sicherheitshalber B12-Ergänzung empfohlen.

Jutta Grimm
Brotaufstriche selbst gemacht
Süßes und Pikantes aus der Vollwertküche
Taschenbuch, 139 Seiten, 108 öS, pala-verlag, Darmstadt, Neuausgabe 1998
Wenn es um Brotbelag geht, fällt den meisten Menschen nur Wurst, Käse und Marmelade ein. Es gibt zwar inzwischen in vielen Geschäften auch ein kleines Sortiment an vegetarischen Aufstrichen und Pasteten, doch diese sind meist nicht gerade billig. Nehmen Sie die Sache selbst in die Hand.
In Brotaufstriche selbstgemacht findet man über 100 teils vegetarische, teils vegane Rezepte, wie man Brot gesund und schmackhaft belegen kann. Die Rezepte sind leicht verständlich geschrieben, so daß die Köstlichkeiten sicher auch für wenig Geübte mühelos herzustellen sind. Ob man scharf oder mild, süß oder pikant bevorzugt, hier wird jeder Einiges nach seinem Geschmack finden.
Neben dem Preis gibt es ja auch noch andere gute Gründe, Aufstriche, Pasteten und Marmeladen selbst zu machen. Man weiß, was "drin" ist, kann geschmackliche Vorlieben berücksichtigen, und außerdem macht es auch noch Spaß, mit Gewürzen und Zutaten zu experimentieren.
Hat man Aufstriche als "Vorrat" im Kühlschrank, können ruhig auch einmal unangemeldet Gäste kommen, ohne daß man in Verlegenheit gerät. Mit ein wenig Phantasie hübsch garniert, hat man rasch appetitliche Brötchen aufzutragen, die sicher auch Nichtvegetarier begeistern.
Michaela Schaller

vorwiegend vegan-vegetarisch (vegan):

aus anima Nr.4/2008:

Heike Kügler-Anger
Käse veganese – Milchfreie Alternativen zur Käseküche
pala-verlag Darmstadt 2008 (www .pala-verlag.de), 217 Seiten, Format ca. x cm, Hardcover, 16 Euro(D), ISBN: 978-3-89566-237-9
Die Gruppe jener Menschen, die aus gesundheitlichen, ethischen, ökologischen oder religiösen Gründen auf Milchprodukte verzichten wollen, steigt ständig. Erfreulicherweise gibt es heute eine schmackhafte Vielzahl von Milch, Joghurt, Sahne, Topfen etc. auf rein pflanzlicher Basis. Doch was vielen fehlt, ist der Ge-schmack und der zarte Schmerz von Käse.
Die Autorin von „Käse veganese“ zeigt uns, dass Veganer auch darauf nicht verzichten müssen. Wenn man weiß wie, lassen sich pflanzliche Käsesorten ganz einfach herstellen und nach Belieben weiterverarbeiten. Pflanzlicher Käse besteht aus Hülsenfrüchte, Soja- und Reisdrink, Nüsse und Haferflocken. Für den typischen Geschmack sorgen Hefeflocken, Senf, Kräuter und Gewürze.
Die Autorin, die einst begeisterte (Tiermilch-) Käseesserin war, hat aufgrund ihrer Laktoseintoleranz begonnen, selbst pflanzliche Käsesorten herzustellen. „Käse veganese“ ist das Resultat jahrelanger Experimente.
Ausführlich werden erst einmal alle möglichen Zutaten beschrieben, nützliche Küchenhelfer erklärt und wie wir uns aus pflanzlichen Quellen mit ausreichend Kalzium und Vitamin B12 versorgen.
Und dann geht es los: Eine ganze Reihe von fantasievollen Rezepten für pflanzliche Käsekreationen, wie Basilikum-Schnittkäse, Walnussparmesan oder Liptauer Streichkäse, laden zum Ausprobieren ein. In weiteren Kapiteln finden sich 120 Alternativen zur üblichen Käseküche. Von Suppen und Eintöpfen, Salaten und Beilagen, über Hauptgerichte wie Kürbisauflauf mit Käsekruste, Pizza, Griechische Oliven-Feta-Tarte, bis hin zum süßen Tofu-Käsekuchen. Die Rezepte lassen keine Langeweile aufkommen und überraschen sicher so manchen Gast, wie vielseitig und raffiniert vegane Käsegerichte schmecken können.
Ein Kochbuch zum Dahinschmelzen!
Viel Spaß beim Experimentieren und Genießen wünscht Ihnen
Ihre Michaela Schaller

Büchereingang:
Da erst knapp vor Redaktionsschluß eingelangt, konnten wir uns mit den folgeden Büchern noch nicht näher befassen:

Heide Hasskerl
Holunder, Dost und Gänseblümchen
... –
Vegetarische Rezepte mit wilden Kräutern und Früchten, 3. überarbeitete Auflage, pala-verlag Darmstadt 2008 (www .pala-verlag.de), 196 Seiten, Format ca. 21,5 x 14 cm, Hardcover, Euro(D), ISBN: 978-3-89566-253-9
Jutta Grimm
Brotaufstriche selbst gemacht –
Süßes und Pikantes aus der Vollwertküche
, 3. überarbeitete Auflage, pala-verlag Darmstadt 2008 (www .pala-verlag.de), 172 Seiten, Format ca. 17 x 12 cm, Hardcover, Euro(D), ISBN: 978-3-89566-248-5
Barbara Rütting,
Gesunde Ernährung kurz und bündig
Meine besten Tipps, Nymphenburger Verlag 2008, 64 Seiten, durchg. vierfarbig mit Fotos
10,25 Euro(A), 9,95 Euro(D)

aus anima Nr.3/2008:

Lena Brorsson Alminger
Vegetarische Jul, Weihnachtliche Rezepte aus Schweden, pala-verlag, Darmstadt 2008, 126 Seiten, Format ca. 17 x12 cm, Hardcover, 9.90 Euro (D),ISBN: 978-3-89566-245-4,
Alle Jahre wieder hat die Weihnachtszeit, wohl für uns alle, ihren besonderen Reiz. Gesellige Essen mit allem Drum und Dran haben bei einem so großen Fest natürlich große Bedeutung. Das ist auch in Schweden so, nur etwas anders. „Vegetarische Jul“ zeigt uns die köstliche Vielfalt der schwedischen Weihnachts- und Winterküche auf vegetarische Art. Typische Weihnachtsgerichte, die üblicherweise Fisch oder Fleisch enthalten, hat die Autorin vegetarisch nachempfunden. Und so gibt es statt Heringssalat sahnige Auberginenröllchen, und anstelle des traditionellen Schinkens, Steckrübe mit Basilikum überbacken. Rezeptvorschläge wie Kartoffelgratin mit Walnüssen, Weihnachtspolenta, überbackenes Wurzelgemüse und Haselnussbällchen sind es wert, sich an den Herd zu stellen und einmal etwas Neues auszuprobieren. Bei den über 60 schwedischen Originalrezepten, ist sicher für jeden Gusto etwas dabei. Auch wenn Sie ein kaltes Buffet zubereiten wollen, weil es sich gut vorbereiten lässt, so dass Sie auch als Gastgeber entspannt am geselligen Schmaus teilnehmen und sich voll ihren Gästen widmen können, werden Sie mit diesem Kochbuch eine Freude haben. Sie finden nämlich eine Reihe von pikanten Pasteten, Salate, Eingelegtes, würzige Aufstriche und verschiedene Brotrezepte – nicht fehlen darf hier natürlich das typisch nordische Knäckebrot.
Pfefferkuchen, süße Brötchen, Tee und Glögg setzen dem Zauber einer schwedischen Weihnacht noch die Krone auf.
Stimmungsvolle Zeichnungen und Grundle-gendes zu Weinachten in Schweden runden dieses Buch ab. Im voraus:
Fröhliche Weihnachten - God Jul!


Herbert Walker

Vollwertige Weihnachtsbäckerei mit Pfiff, pala-verlag, Darmstadt 2008 (überarbeitete und ergänzte Auflage, 172 Seiten, Format ca. 17 x12 cm, Hardcover, 9,90 Euro(D), ISBN: 978-3-89566-246-1
Nichts lässt wohl mehr Weihnachtsstimmung aufkommen, als wenn der Duft von Weihnachtsbäckereien im Haus liegt. Außerdem schmeckt es selbst gebacken am besten und wir haben es in der Hand, gesunde vollwertige Zutaten zu verwenden. Für all jene, die also Genuss mit gesunder Ernährung verbinden wollen, ohne auf typischen Weihnachtsgeschmack und –duft zu verzichten, ist dieses Buch gedacht. Auch Veganer werden sich freuen, sind doch eine Vielzahl der Köstlichkeiten rein pflanzlich und auch schnell durch eine Kennzeichnung erkennbar. Bei Rezepten, die nicht vegan sind, gibt es tolle Tipps, wie sie tierisch-eiweißfreie mit pflanzlichen Produkten hergestellt werden können.
Nach einer Reihe von praktischen Backtipps und einer Warenkunde geht es auch schon los.
120 Backideen aus nah und fern lassen für Leckermäuler sicher keinen Wunsch offen.
Da gibt es Köstlichkeiten aus Trockenfrüchten ebenso wie Plätzchen aus Mandel, Nuss, Hirse, Sesam, Kichererbsen und Haferflocken. Auch Lebkuchen, Stollen und Printen dürfen natürlich nicht fehlen. Und was wäre eine Weihnachtstafel ohne feines Hefegebäck und festliche Kuchen und Torten?
Ideen, was sonst noch zu einem gemütlichen Winterabend oder speziell zu Weihnachten gehört, kann man sich im letzen Kapitel holen. Da gibt es z. B. Kardamomkaffee, heiße Schokolade brasilianisch, Orangenpunsch, glasierte Maronen, Bratapfel spanisch ...
Dieses Kochbuch ist sicher ein netter Begleiter in der Adventzeit. Und wenn man mit seinen Lieben dann die Köstlichkeiten aus dem eigenen Ofen genießen kann, hat sich der Aufwand bestimmt gelohnt.
Eine schöne stimmungsvolle Weihnachtszeit
wünscht Ihnen
Michaela Schaller

aus anima Nr.2/2008:

Angelika Eckstein
Vegan backen
Kuchen, Torten & mehr Vollwertige Rezepte,
pala-verlag Darmstadt, 256 Seiten, Hardcover, 16 EUR(D), ISBN 978-3-89566-239-3
Vegan backen, da wird man oft gefragt, wie das überhaupt geht? Doch es ist viel einfacher als so manche denken. Denn Eier, Butter, Sahne, Milch und Honig sind gar nicht nötig, um gute Kuchen und Torten zu backen. Und gesünder sind vegane Kuchen aus vollwertigen Zutaten außerdem. Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, werden Sie sogar überrascht sein, wie einfach veganes Backen ist und dass auch Ersatzprodukte wie Margarine oder Eiersatz gar nicht notwendig sind.
Ein ausführliches Kapitel widmet die Autorin der Warenkunde. Hier werden uns alle Backzutaten ausführlich erklärt und so mancher Küchentipp verraten. Vor allem für wenig erfahrene BäckerInnen ist interessant, wie man z. B. eine Garprobe macht, wie man Kuchen quer durchschneidet oder eine glatte Glasur schafft.
Und schon kann es losgehen: Ob Mürbteig, Rührteig, Hefeteig oder Strudelteig, mit den Schritt für Schritt Anweisungen gelingen Köstlichkeiten wie Limettenkuchen, Haferflockenschnitten, Zimtschnecken, Haselnuss-Bananen-Torte, Bienenstichtorte mit Puddingfüllung ....auch jenen, die wenig Backerfahrung mitbringen.
Das Schönste am veganen Backen ist, dass man die süßen Versuchungen ohne schlechtes Gewissen genießen kann, weil dafür kein Tier leiden musste. Das Buch ist somit eine wahre Fundgrube für alle tierfreundlichen und ge-sundheitsbewussten Naschkatzen.
Kurz und gut: Süße Träume werden wahr!
Ihre Michaela Schaller (aus anima 2/2008)

Heike Kügler-Anger
Milchfrei und schnell gekocht – Köstliche vegetarische Rezepte bei Laktose-Intoleranz
und Kuhmilchallergie, pala verlag, D-64283 Darmstadt 2007, 220 Seiten, Hardcover, ca. 21 x 14 cm, 14,40 EUR(A), 14,00 EUR(D), ISBN 978-3-89566-232-4, pala-verlag.de
Die Zahl jener Menschen, die aus gesundheitlichen oder ethischen Gründen auf Milch und Milchprodukte verzichten, steigt ständig. Doch wie schmecken Pizza, Aufläufe, cremige Saucen und zarte Desserts ohne deren Verwendung? Das fragen sich viele, da die meisten Menschen an die Verwendung von Milchpro-dukten gewöhnt sind. Tatsächlich ist es einfacher, als es für „Anfänger“ scheint, denn es muss auf nichts verzichtet werden. Das zeigt uns dieses Buch deutlich.
Zuerst werden Milchersatzprodukte vorgestellt und alltagstaugliche Tipps helfen beim Einkauf. Dann geht es los mit 130 vegetarischen Rezepten. Nicht alle sind vegan, manche Rezepte enthalten Ei. Von Salaten und Beilagen, Suppen und Eintöpfen, über Dressings, Cremes und Würzmittel, Ofen- und Pfannengerichten, bis hin zu Desserts und Süßspeisen. Auf die vielfältigen Verwendungsmöglichkeiten von Tofu, Hülsenfrüchten und Nüssen wird ein besonderer Schwerpunkt gelegt. Alle Gerichte sind in 20 bis 30 Minuten fertig, manche sogar noch schneller. Die Auswahl der Rezepte ist international. Es gibt italienische Pastagerichte, indische Suppen, französische Aufstriche und Dips ebenso wie Bodenständiges und Einfaches. Einige Gerichte verlangen aber ob ihrer eigenwilligen Zutatenliste manchen Kö-chen/Köchinnen sicher Experimentierfreudigkeit und Mut zum Neuen ab. Aber gerade das macht Kochen für viele Menschen ja erst richtig spannend und interessant.
Nicht das Standardwerk, das in keiner vegetarischen Küche fehlen darf, aber ein Kochbuch das durchaus Abwechslung auf den Speiseplan bringen kann und so manchen praktischen Küchentipp beinhaltet. Viel Spaß beim milchfreien Kochen und Genießen
Ihre Michaela Schaller (aus anima1/2008)

aus anima 2-2007:

Matthias Langwasser
Vegane Kochkunst – Kreative Küche für Vitalität und Lebensfreude, Regenbogenkreis Lübeck, 120 Seiten, geb., Format 30 x 21 cm, 24,90 EUR(D), ISBN 978-3-00-021124-9 re-genbogenkreis.de
Das Buch des spirituell geprägten Verfassers, langjähriger Seminarkoch, besticht durch die zahlreichen großen bunten Bilder der beschriebenen Speisen, quer durch die Eßpalette, Brot, Frühstück, Salate, Hauptgerichte, Desserts etc., dazu Warenkunde. Vorsicht ist allerdings bei den optimistischen Angaben zu Vitamin B12 angebracht. Namhafte auch vegane Wissenschaftler halten anders als der Autor Vit.B12-Supplementierung für erforderlich und verweisen auf die schweren gesundheitlichen Schäden durch eine gerade bei Veganern oft zu spät erkannte Unterversorgung. (Siehe auch Stephen Walsh PhD, Plant Based Nutrition and Health , und Neal Barnard, Iss dich fit, siehe oben unter "Die Wissenschaft zur veganen Ernährung".(aus anima 2-2007)

ältere Bücher:

Weitere vegetarische, vorwiegend vegane Kochbücher aus dem pala- Verlag, Rheinstraße 37, D-64283 Darmstadt, Neuerscheinungen 1997 und 1998:

Vegan genießen
Vollwertige Rezepte aus nah und fern, von Susanne Parkawitz, 1998, 176 Seiten, 181 ö S, 24,80 DM

Kochen und backen mit Tofu
- Vegetarische Rezepte ohne tierisches Eiweiß, 145 öS

Schnelle Vollwertküche mit Pfiff
(Ein Großteil der Rezepte ohne Milchprodukte und Eier), 145 öS, 19,80 DM

Vegetarisch kochen - rund ums Mittelmeer, 145 öS

Zucchini - Ein Erste-Hilfe Handbuch für die Ernteschwemme, mit Cartoons von Renate Alf , 131 öS

Astrid Poengen-Heinrich
Spargelzeit! Vegetarische Rezepte,: mit Cartoons von Renate Alf
pala-verlag, Darmstadt, 2003, 8.80 EUR(D), 16 CHF, 144 Seiten, ISBN: 3-89566-185-6

und etliche weitere vegane Kochbücher wie Vollwertig backen mit Pfiff - ohne tierisches Eiweiß, 145 öS und Vollwertig kochen mit Pfiff - ohne tierisches Eiweiß, 145 öS.


14 Ernährungsratschläge:

siehe Wissenschaft -Stichwort: Ernährung und Krebs

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