Inhalt Nr.1/2013


Helmut F. Kaplan
Nur weniger Fleisch? 3



Ostern 5


Zur Diskussion
Erwin Lauppert
Was bringt vegan den Tieren? 6


Hennen-Altersheim
Vitamin B12-Zahncreme, Bezugsquellen


Kürbis und Kuchen 8
Restaurant/Imbiss in Graz

Vegetarische Informationen 10


Manfred Kyber
Himmelsschlüssel 11


Wie sag ich’s meinem Kind? 13


Kreuz und Holocaust 15


Nochmals Edgar Kupfer-Koberwitz 17


Bücher 18

Grabolle, Kein Fleisch macht glücklich
Robbins, Letzter Ausweg vegan
Rotzetter, Streicheln, mästen,töten
Ruprecht Funk, Staatsgewalt
Koechlin Battaglia, Mozart und die List der Hirse
Kupfer-Koberwitz, Die Tierbrüder
Erckenbrecht, Das vegetarische Baby
Arvay,Friss oder stirb


Offenlegung und Impressum 21


Über echten und falschen Tierschutz 21


Ankündigungen 22


Notizen 23
Im Kuhstall - Fernsehkoch: Kein fleisch mehr
Tierrechtler/Polizei/Justiz und ein Video
Väterrechtler/JJustizwache/Justiz und kein Video
Väterrechtler/Jugendämter/Justiz und ein Video
Landwirt erstaunt: Schweinestall-Video empört Seher
Zuchtsauen: Opfer menschlicher Fress-Suchtj
KOntrolle nicht erwünscht?
(Transportkontrol0r abgesetzt)

 

Seite 1:

 

Dank des gewaltigen Fortschritts
und des ungeheuren Aufschwungs
der Industrie und des Handels
ist der Wohlstand auf eine Höhe
gebracht worden,
von der man in früheren Jahrhunderten
nur träumen konnte.
.
Man möchte meinen,
Lebensfreude und Zufriedenheit
wären selbstverständlich.
Allein, dem ist leider nicht so.

Friedrich Wilhelm Raiffeisen
1818 – 1888

 

Seite 6:

Diskussion:
Was bringt vegan den Tieren?
Zur Tierschutzpolitik


Viele Jahre haben wir von der anima, wie alle anderen vegetarischen Vereinigungen gepredigt: Laktovegetarismus bedeute den Tod von Kühen und Kälbern, und manch Radikaler wurden nicht müde zu rufen, Vegetarier sind Mörder. Wer Milch trinkt, ist unweigerlich schuld, dass Kühe und Kälber sterben.

Unlängst habe ich einmal ein wenig nachgedacht, stimmt das eigentlich? Also, die Familie sitzt bei Tisch, die Mutter isst ein Stück Fleisch, der Franzi auch, nur die Mitzi isst ein Topfenlaiberl, weil sie ist Laktovegetarierin. Eines Tages wird die Mitzi strenge Vegetarierin, also Veganerin. Essen der Fanzi und die Mutter deshalb weniger Fleisch, nein. Die Mutter kauft genau so viel ein wie bisher. Als die Mitzi Laktovegetarierin wurde, da war es anders. Da hat die Mutter dann weniger Fleisch gekauft.

Wenn Menschen Laktovegetarier werden, sinkt die Nachfrage nach Fleisch, es werden weniger Tiere gezüchtet und geschlachtet. Werden sie später Veganer, ändert sich nichts. Ihren Beitrag die Tötungszahlen zu vermindern, haben sie ja schon mit dem Verzicht auf Fleisch geleistet. Nur weil ein Lakto-Vegetarier auf Milch verzichtet, wird kein Fleischesser dem Wiener Schnitzel entsagen.
Ja, doch was ist mit der Kuh, die der Mitzi und natürlich auch ihrer Fleisch essenden Familie die Milch gibt, und ihren Kälbern? Die haben schon bisher der Franzi und alle anderen Fleischesser aufgegessen und werden das weiter tun.

Hier in Österreich dominieren bei Rindern die Zweinutzungsrassen – Milch und Fleisch – zu rund 90 %. Als ich vor kurzem Gespräche mit der Landwirtschaftskammer führte und als eine der Tierschutzforderungen für gehobene Haltungsstandards das Schlachten auf dem Hof bzw. der Weide nannte, war man empört. Die zur Schlachtung anstehenden Milchkühe seien Fleisch erster Qualität, das wegwerfen wäre ein Verbrechen. Zur Erläuterung: Die EU verbietet den Verkauf des Fleisches daheim geschlachteter Tiere. Deutschland habe sich eine Ausnahme gesichert, Österreich nicht.

In Ländern, in denen in der Milchwirtschaft Einnutzungsrassen dominieren, also auf enorme Milchleistung hoch- oder auch qualgezüchtete Rinder, deren Fleischausbeute niedrig ist, mag die Umstellung aufs Fleischrind die Schlachtungszahlen nennenswert verringern; in Österreich, wie gesagt einem Land der Zweinutzungsrinder, kaum. Wechseln Produzenten und Konsumenten auf längere Sicht zu anderen Tierarten, etwa Huhn, Schwein, erhöhen sich die Tötungszahlen sogar
Also was das Schlachten betrifft, bringt der Um- stieg von Lakto zu Vegan so gut wie nichts.
Vegan rettet kein Tier – oder doch?Soweit das Sterben. Doch wie steht es im Rinderleben? Bringt vegan Minderung von Tierqual? Leiden nur der Fleischerzeugung dienende Tiere während ihres Lebens weniger als die der Milchproduktion gewidmeten?. Wer sich zum Veganismus entschließt, wird zuvor bereits Milch aus möglichst tiergerechter Haltung gewählt haben. Es gibt zweifellos „Fleischtier“-Haltungen, die besser als selbst verhältnismäßig gute Milchkuhhaltungen sind. Doch wie viele sind es? Und vor allem, der Veganer hat da keinerlei steuernden Einfluss. Im allgemeinen dürfte es darauf hinaus laufen, den Teufel mit dem Beelzebuben auszutreiben.

Den Tieren bringt also der Verzicht auf Milch, solange die große Mehrheit der Bevölkerung noch dem Fleischgenuss frönt, kaum etwas. Fleischverzicht jedoch reduziert die Tötungszahl um fast 100 Prozent.
Die Schlussfolgerung wäre also:
Konzentrieren wir uns darauf, Fleischesser zu Lakto-Vegetariern zu machen
Vorausgesetzt natürlich, es geht uns darum, das Los der Tiere zu verbessern.
Nun kann man einwenden, schön und gut, aber machen wir doch die Fleischesser gleich zu Veganern. Richtig, nur es ist zehnmal schwerer und das hilft den Tieren wenig.

Es geht um den nutzbringenden Einsatz der geringen Kräfte der kleinen am Tierwohl interessierten Gemeinde.
Keineswegs richten sich diese Zeilen gegen vegane Lebensführung, Sie ist wertvoll, begrüßenswert, konsequentes Bekenntnis gegen jede Tierausbeutung – sehen wir davon ab, dass die Produktion pflanzlicher Nahrungsmittel auch den Tod von Millionen Tieren über und unter der Erde verursacht. Konsequenz zeigen, Zeichen setzen ist von Bedeutung.
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut! Denn das allein unterscheidet ihn von allen Wesen, die wir kennen, meinte Goethe vor zweihundert Jahren.


Es ist zweifellos edel, auf alles Tierische zu verzichten, und zugleich ein markantes Statement gegen Tierausbeutung und dazu gut für Gesundheit und Klima.

Hilfreich für die Tiere wäre, sich auf das leichter Erreichbare zu konzentrieren.

Erwin Lauppert

 

 

Wie kann ich Hühnern helfen?
Eine Journalist schrieb vor ein paar Monaten in den OÖ-Nachrichten:
... es gibt Wolfgang K., er lebt auf dem Land und betreut 20 Hennen. Von ihm kaufe ich Eier am liebsten. Weil sie prima schmecken und weil K. alte Hennen durchfüttert, bis sie an Altersschwäche sterben. Er begräbt sie dann im Wald.
Es gibt Hunde/Katzen/Bären/Löwen/Kühe-Altersheime. Die kosten alle ziemlich viel. Warum nicht ein Hennen-Altersheim gründen, wenn man einen Garten hat. Für ein paar Hennen. Ist ganz billig. Ausrangierte Legehennen vor dem Schlachthof bewahren. Freilandbauern verkaufen sie um 3 ¤.

Rüsselheim
Muttersauen zählen zu den ärmsten Nutztieren. Ein kleiner Verein in Bayern, Rüsselheim e.V., hat sich einen Gnadenhof für Schweine zum Ziel gesetzt. Nachdem das erste Domizil in Bayern unerwartet geräumt werden musste, fanden 130 Schweine nach Turbulenzen ein dauerhaftes Quartier auf einem Biohof in Brandenburg...
Bezugsquellen für die „SANTE dental med Zahncreme Vitamin B12:
Wien 1030 Fauna, Radetzkystr., OÖ: Linz: Parfümerie Sanfte Pflege Rathausg., Drogerie Resch Grieskirchen, Stadtplatz, Bad Schallerbach. Steiermark: Graz: Bioladen Knospe, St.Peter-Hauptstr. 36, Drogerie Weinkopf, Südtiroler Platz. Gleisdorf Drogerie H. Schleiss, Hauptplatz, Tirol: Innsbruck: Biomarkt VITALIA. Weiters in ganz Österreich: Versand Lebensweise 11, w.veganversand-lebensweise.at, 027437882 Reformhaus Martin und denn’s-Filialen

Graz:
Veggie-Corner – veganer Schnellimbis
s
Neuer Standort: Statt Citypark
Sparbersbachgasse 22 / Ecke Mandellstraße

 

Seite 23 und 24:

Fernsehkoch: Kein Fleisch mehr

Der deutsche Fernsehkoch und Moderator Horst Lichter moderierte in der “Wetten dass …“– Sendung am 19.1. die Wette im Tiroler Kuhstall – drei Bauernkinder wollten ihre Kühe am Geschmack der frisch gemolkenen Milch erkennen. Angesichts der Kühe kam Lichter vor zehn Millionen Zuschauern zum Schluss:

„Ich werde nie wieder Kalbsbraten machen – wenn du den Tieren in die Augen schaust, ist es vorbei. Also ab sofort nur noch Sahne und Milchshakes, nichts anderes mehr, kein Fleisch, Ende vorbei aus.”

Tierrechtler/Polizei/Justiz und ein Video

Im Spätherbst 2011 kam es nahe Graz am Rande einer Treibjagd zu einer Auseinander-setzung zwischen einem Tierrechtler und einem Polizisten, in deren Verlauf schließlich der Polizist einige Zeit auf dem am Boden liegenden Tierrechtler saß; der blutete. Der Tierrechter behauptete, der Polizist habe ihn von hinten angefallen, der Polizist, jener habe ihn geschlagen. (Wir hatten in der anima Nr.4/2011 unter dem Titel Wie aus einer Mücke ein Elefant wird mit Foto berichtet). Die Staatsanwaltschaft stelle das Verfahren gegen den Tierrechtler ein und stellte gegen den Beamten Strafantrag wegen des Ver-dachtes der Körperverletzung, der Freiheits-entziehung und der Verleumdung.

In der Verhandlung am 11.März blieb laut Medien der Polizist in mehrstündiger Ver-nehmung bei seiner Aussage. Ein von einem zweiten Tierrechtler aufgenommenes Video zeige jedoch das Gegenteil. Die Einzelrich-terin erklärte sich darauf für unzuständig, es bestehe der dringende Verdacht des Amts-missbrauchs, ein schwereres Delikt, über das ein Schöffengericht zu urteilen hat.

Väterrechtler/Justizwache/Justiz und kein Video

In einem Interneteintrag (vermutlich vom März 2011) wurde behauptet, der Väter-rechtler Mag. Herwig Baumgartner habe mehrfach erklärt, dass er erst vor wenigen Wochen in der Linzer Justizvollzugsanstalt von drei JVA-Beamten bewusstlos geschla-gen worden sei.
H.B. war einige Monate zuvor (noch nicht rechtskräftig) wegen zahlreicher kleinerer mit seinen Vaterrechtsaktivitäten zusammen hängenden Delikten zu vier Jahren Gefängnis und anschließender Anstaltseinweisung verurteilt worden (wir hatten in der anima Nr.4/2010 unter dem Titel Halts Maul, sonst kommst ins KZ ausführlich berichtet) und befand sich in Justizgewahrsam.
Unsere Rückfrage beim Landesgericht Linz im Februar 2013 ergab: „Wenngleich sich Ihre Schilderung der Vorfälle nicht mit jenen im öffentlich ergangenen Urteil deckt, wurde Mag. Herwig B. am 16.12.2011 wegen ver-suchten Widerstands gegen die Staatsgewalt, versuchter schwerer Körperverletzung, schwerer Körperverletzung sowie Verleum-dung zu einer Freiheitsstrafe von 15 Mona-ten verurteilt sowie die Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbre-cher gemäß § 21 Abs 2 StGB angeordnet. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.“

In dem zitierten Interneteintrag) wurde übri-gens behauptet: „Mag. Herwig Baumgartner im März 2011: Nach 16 Monate U-Haft:
: „Mag. Herwig Baumgartner im März 2011: Nach 16 Monate U-Haft in der JVA Linz bietet der ... U-Häft-ling Herwig Baumgartner ein Bild des Elends - um Jahrzehnte gealtert, ein menschliches Wrack. (wienerfotos.npage.at/)


Väterrechtler/Jugendämter/Justiz und ein Video

Im März 2011 wurde der Väterrechtler-Sympathisant Kurt E. wegen unerlaubten heimlichen Video-Filmens (in Jugendämtern und Bezirksgerichten) und einiger anderen Kleindelikte zu fünf Monaten bedingt verurteilt (er war bereits über drei Monate in Haft), jedoch vom Vorwurf der Gefährlichen Drohung und der Nötigung freigesprochen. Laut Medienberichten soll das in der Verhandlung vorgeführte verbotene Filmmaterial die Entscheidungsfindung zugunsten des Angeklagten beeinflusst haben.


Landwirt erstaunt: Schweinestall-Video empört Seher

Mit der Reaktion hatte en Schweinebauer, zugleich Präsident des Bauernverbandes Schleswig-Holstein nicht gerechnet. Er hatte im Stall eine Kamera installiert, die im 20-Sekunden-Intervall die Bilder ins Internet stellte, auch Fotos vom Abferkelbereich. Sinn des Unternehmens war, in der Bevölkerung Verständnis für die Arbeit der Bauern zu wecken. Zur Eröffnung Mitte Jänner hatte er die Presse eingeladen. Schon da empfand er – melden deutsche Zeitungen – die Reaktion „erstaunlich“. Noch erstaunlicher muss er die Resonanz auf facebook empfunden haben. Über tausend Kommentare in wenigen Tagen; z.B.: "Ich starre und starre diese Bilder an und möchte einfach nur die Sauen aus diesen abartig perversen Käfigen befreien, damit sie ihre Babys zum ersten Mal richtig bemuttern und versorgen können. Es ist so unendlich traurig ... all meine Tränen reichen nicht aus." Oder: "Wie können Sie so etwas nur vor sich selber und allen anderen moralisch vertreten???"


Zuchtsauen: Opfer menschlicher Fress-Sucht

Sie erinnern sich vielleicht noch an die Debatte über die gesetzwidrigen Kastenstände für Muttersauen (anima 2/2012), die mit im Jänner 2012 mit einem eher faulen politischen Kompromiss endete. Sauen sind 266 statt bisher 205 Tage im Jahr vom Kastenstand befreit; allerdings gilt für Altbetriebe eine Übergangsfrist bis Ende 2032(!).
Aus einer Spiegel-Reportage über Tierschutzaktivisten, die in Niedersachsen ineinem Stall Missstände dokumentieren:
... filmen Tiere, die übersät sind mit Wunden, die ihre Beine unter den Gittern hindurchzwängen, um liegen zu können. ... die toten Ferkel, die auf den Gängen und aufeinandergestapelt in Schubkarren liegen. ...
Den Vorschriften der neuen EU-Tierhaltungsverordnung entspreche kaum etwas: Die Tiere könnten sich im Kastenstand nicht ausstrecken, kein Spielzeug hänge in den Boxen,
Weil das 2013 in Kraft getretene Verbot der dauerhaften Käfighaltung von trächtigen Sauen in Deutschland nicht eingehalten wird, hat die EU-Kommission gestern die erste Stufe eines Vertragsverletzungsverfahrens gegen Deutschland eingeleitet.


Kontrolle nicht erwünscht? Intervent

ionen des Tiertransportgewerbes sollen dazu geführt haben, dass das Land Kärnten den Vertrag mit dem Tierarzt Alexander Rabitsch mit Ende 2012 kündigte, berichtete die Kleine Zeitung im Jänner. Rabitsch war seit 1998 mit den Transportkontrollen beauftragt und hatte sein Amt so pflichtgemäß konsequent ausgeübt, dass Frächter inzwischen Kärnten umfahren.

 

 

 

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