Inhalt Nr.2/2008

 

Fordern sie ein kostenloses Probeexemplar an: Unter anima@vegetarier.at

 

Liebe Leserinnen und Leser,


Vorerst zum anima-Äußeren. Es wird aufgefallen sein, das Papier ist zwar immer noch umweltbewußt, doch in einem etwas anderem Farbton und ein bißchen dünner, dazu. Digitaldruck statt Offsetdruck. Der Grund: Kostenverringerung. Damit das Defizit nicht zu groß wird. Bitte um Rückmeldung, wenn das Blatt nicht gefällt oder den Strapazen des Postwegs nicht gewachsen sein sollte.
Nun zum Inhalt. Wir hatten uns in der Aus-gabe andere Schwerpunkte vorgestellt. Das Titelbild solle es zum Ausdruck bringen – es zierte übrigens schon vor acht Jahren die anima. Eine kleine Erläuterung: Da das Wort Zeiß Jüngeren vielleicht nicht mehr geläufig ist: Die Firma Zeiß war einst der Inbegriff für optische Geräte. Wir wollten uns also eingehend mit dem Thema Überwachung auseinandersetzen, da gibt es ja gerade in der Nutztierhaltung manche Probleme. Dar-aus wurde nicht viel.
Der 21.Mai, der Tag der Verhaftungswelle gegen Tierschützer brachte ganz andere Dimensionen der Überwachung, und dem Thema müssen wir uns notgedrungen stel-len.
An sich ist es klar. Niemand, der einigerma-ßen bei Trost ist, kann glauben, Geschäfts-inhaber werden ruhig bleiben, wenn ihnen Schaufenster eingeschlagen werden und friedlich die andere Backe hinhalten. Wer Buttersäure in Geschäfte schiebt, muß damit rechnen, eingesperrt zu werden. Wir haben in der anima immer gepredigt, solche kriminelle Dummheiten bleiben zu lassen und schon vor Jahren, deshalb gerügt, angesichts des Machtgefälles zwischen Wirtschaft und Tierschützern drastisch formuliert: Wer pfitschipfeilbewaffnet mit offener Brust ge-gen Maschinengewehre anrennt, ist kein Held sondern ein Trottel.
Seit dem 21.Mai liegen die Dinge aber an-ders. Die Staatsgewalt sperrt nicht konkret Verdächtige ein, sie wendet den Mafia-Paragrafen 278a Strafgesetzbuch an, sie nimmt legalen Vereinen die Sachen, insbes. die Mitgliederlisten weg und setzt sie so matt. Mit dem § 278a kann man bei etwas schlechtem Willen Aktivisten jeder politischen Schattierung zu Kriminellen stempeln, Bauernbündler, wenn sie gegen das Anti-Gestankgesetz demonstrieren, streikende Arbeiter, Greenpeace usw., und jeden, der an Greenpeace eine Spende überwiesen hat, und jeden, der mit irgend jemanden, der eine Straftat getan oder gedacht hat, einmal Kontakt hatte.
Wie es vor wenigen Tagen die KONFERENZ ZIVILGESELLSCHAFT formulierte:
„ Seit 21.Mai 2008 können engagierte, aber sonst völlig unbescholtene Bürger nicht mehr in rechtsstaatlicher Sicherheit leben. Die Anwendung des zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität gedachten § 278 StGB auf engagierte Bürger untergräbt Jahrhunderte lang erkämpfte Rechte, allen voran das Recht auf Unschuldsvermutung.“
Und dagegen gilt es anzukämpfen.


Dennoch, schöne Sommertage wünscht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser,
Ihre anima-Redaktion

 

Aus dem Inhalt


Wer sieht es? ..................................... 3
Brötchen und Schweinebraten


Erwin Lauppert
Der 21. Mai ........................................ 4


Briefe an Politiker


Der Innenminister und die Menschenwürde.................... 7
Polizei: Kleine Kinder zu Tode schrecken?


Unsere Justizministerin und die Vereinsfreiheit .................... 8


Reaktionen zu den Briefen ................... 9


É mile Zola .......................................... 9


Welt-Vegetarier-Kongress ............... 11

Notizen ............................................ 12


Konsumenten-Info .......................... 13
Milch – Zurück zum Ursprung – Leserbriefe

Bücher ............................................ 14
Binder-Fircks, Das österreichische Tierschutzrecht; Mari-Buntzel, Das globale Huhn; Zeitschrift ALTEX; Klein, Volkskrankheit Vitamin B12; Eckstein, Vegan backen; Kügler-Anger, Käse veganese


Prof. Ude und Brigitte Bardot ........... 16


Tierschutz in die Verfassung ............ 17


Rocky ............................................... 18


Die Justizministerinund der Gumpoldskirchner .............. 20


Impressum .................................... 20

 

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Seite 3

Wer sieht es?
Brötchen und Schweinebraten – Kein Licht ins Dunkel


Geschätzte 50.000 Videokameras richten ihre Augen auf die (rund eine Million) Steirer, davon der größte Teil in Graz, stand kürzlich in einer Zeitung. Der Anteil behördlicher Überwachungsgeräte daran ist bei uns zwar sehr gering, doch in anderen Ländern z.B. England sehr be-trächtlich. Alles zum Schutze der Bürger und ihres Eigentums. Auch betriebsintern ist Angestelltenüberwachung zum Schutze der Unternehmensinteressen, wie man so hört, beliebt. Manche Firmen bevorzugen Telefonüberwachung, andere statt technischer menschliche Beobachter, irgendwo versteckt, in Verschlägen oder so. Ein deutscher Kabarettist erfand dazu sogar schon das passende Zeitwort: lidln. Weniger beliebt ist bei Chefs Überwachung zum Schutze derer, die für sie arbeiten. Da hilft nur Einschleichen.


Der in den 1960er und 1970er Jahren durch seine verdeckten Recherchen be-kannt gewordene Journalist Günter Walraff schlug vor ein paar Monaten wieder zu und deckte als Arbeiter in einer für den Diskonter Lidl werkenden Brötchenfabrik schwere Mißstände auf. Er sprach von menschenverachtenden Arbeitsbedingungen. Gravierende Sicherheitsmängel sorgten immer wieder für Verbrennungen und andere Verletzungen.


Den Tierschutzvereinen Animal Spirit, RespekTiere und Tier-WeGe war Ende April Fotos und Video aus einer von einem Tierarzt geführten Schweinefabrik (3.000) Tiere im Bezirk St.Pölten-Land, NÖ zugespielt worden. Man sieht darauf sterbende Ferkel, die von ihren Leidensgenossen angefressen werden, schwerst verletzte Tiere, die nicht einmal mehr aufstehen können und dennoch nicht von ihren Leiden erlöst wurden, sowie dazwischen be-reits verendete Tiere, die ebenfalls von den anderen ausgeweidet werden. Spontane Demonstration vor dem Betrieb, gemeinsame Besichtigung verwehrt, Amtstierarzt Stunden später erschienen, findet mehr oder weniger nichts außer Überbelag. Tierschützer meinen, belastendes Beweismaterial habe vor dem Eintreffen des Amtstierarztes beseitigt werden können

.
Die Beispiele verdeutlichen. Viele Betriebe müssen dank der von unseren Regierungen forcierten Globalisierung unter Konkurrenzdruck von Billigwaren aus fernen oder näheren Ländern produzieren. Aus Ländern ohne den bei uns in mehr als einem Jahrhundert mühsam erkämpften sozialen Schutz. Man braucht nicht viel Hirn, um zu begreifen, daß dieser Druck auch hierzulande legal oder illegal an die Schwächeren, ob Nutzmenschen, ob Nutztiere weitergegeben wird. Und skandalöse Behandlung nicht nur Ausnahme ist. Während unmenschlich behandelte Menschen sich zumindest theoretisch wehren können, können das Tiere nicht.


Da bleiben nur Kontrollen oder Überwa-chungskameras, wie sie der Tierrechts-philosoph Kaplan schon vor Jahren vorgeschlagen hat. Leider schwindet wie gesagt die Liebe von Unternehmern zur Überwachung, wenn sie nicht in ihrem Interesse sondern zugunsten Ausgebeuteter eingesetzt werden soll. Da bleibt nur mehr das Einschleichen und das versuchen die Maßgeblichen zu kriminalisieren. Leider geben ihnen Tierfreunde, die aus Zorn über Quälereien kurzsichtig und letzthin dumm zur Gewalt schreiten, ungewollt Argumente. In Amerika, in England, in Finnland gibt es fürs Tierquälerei-Foto-grafieren schon strenge Strafen.


Das Resümee: Kaufen Sie nur Waren, deren Erzeugung, deren Werden man filmen darf. Das ist vorläufig noch nicht verboten.


Erwin Lauppert

Seite 4

Der 21.Mai

Der 21.Mai, der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt, war für die österreichische Tierschutzszene ein merk-würdiger Tag. In einer bundesweiten von der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gesteuerten Polizeiaktion wurden zehn aktive Tierschützer/Tierrechtler festgenommen, 23 Wohnungen, Vereinsbüros etc. stundenlang durchsucht, fast alle Unterlagen ob Computer, Handys, Papiere mitge-nommen. Inhaftiert wurden u.a. der Obmann des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) DDr.Balluch Die Arbeit der sehr aktiven Vereine VgT, RespekTiere, TierWeGe unsd anderer wurde durch ersatzlose Be-schlagnahme von Spenderlisten und Arbeitsmaterials unmöglich gemacht oder schwer beeinträchtigt. Die zehn Festgenommenen, denen man auch noch drei Wochen später noch nicht gesagt hat, wessen man sie im einzelnen beschuldigt und die sich daher bislang auch nicht verteidigen konnten, sitzen seither, zuletzt verlängert bis Anfang Juli, in Untersuchungshaft.


Grund für die Aktion waren soweit den dürftigen Angaben der Staatsanwaltschaft zu entnehmen rund 30, nach anderer Angabe 14 Delikte mit tatsächlichem oder angenommenen Tierschutzbezug, die im letzten Jahrzehnt begangen wurden und die die Staatsanwaltschaft allerdings ohne personelle Präzisierung den Beschuldigen zuordnet, darunter zwei Brandanschläge im Jahre 2000, etliche Buttersäureattentate gegen Pelz- oder auch Pelz führende Geschäfte wie Kleider Bauer, und andere kleinere Sachbeschädigungen, sowie auch Stalking gegen eine Sprecherin der Fa. Kleider Bauer, und auf all dem fußend vor allem der Vorwurf der Bildung einer kriminellen Organisation (§278a Strafgesetzbuch, der Mafiaparagraf).


Die Zahl der im letzten Jahrzehnt insgesamt angezeigten, ob zutreffend oder nicht der Tierschutzszene zugeordneten Gerichtsdelikte lag laut Verfassungsschutzberichten höher, 2002 bis 2006 jährlich zwischen 18 und 37. Gemessen an den gerichtlich strafbaren Delikten überhaupt (rund 500.000 bis 600.000 jährlich) also mikroskopisch wenig; für größere Unternehmen nicht mehr als ein kaum fühlbarer Nadelstich, für einen kleinen Familienbetrieb, der in unserem die Großen begünstigenden kapitalistischen Wirtschaftssystem bereits am Abgrund steht, jedoch unter Umständen existenzbedrohend.
Einige der Inhaftierten traten aus Protest in den Hungerstreik, nach drei Wochen verharrt nur mehr DDr.Balluch, inzwischen ins Gefängniskrankenhaus eingeliefert (und jetzt künstlich ernährt), bei diesem Protest.

(Eine Anmerkung: Ich würde von Hungerstreik abraten. Die britische Regierung beeindruckte der Hungertod Barry Hornes nicht im mindestens; dabei ging es nur um die Einlösung des Wahlversprechens, eine Kommission zur Überprüfung der Tierversuchspraxis einzusetzen; der ORF hat den vielwöchigen Hungerstreik von Dolores Ozimic totgeschwiegen; unsere Regierung hatte seinerzeit für das Embargo gegen den Irak gestimmt, und blieb still, als Experten verzweifelt aus-riefen, es habe nichts gebracht außer den Tod einer halben Million Kinder; zur Zeit des Nato-Angriffs auf Serbien, der immerhin direkt oder indirekt Tauenden das Leben kostete, begrüßte der damalige Bundeskanzler das Bombenwerfen.... Ich vermute, unsere Regierungen besitzen eine so solide emotionelle Struktur, daß sie den Hungertod eines Gefangenen durchaus verkraften).


Man könnte zur Tagesordnung übergehen, sagen, wer Gewalt übt muß damit rechnen eingesperrt zu werden, man könnte den Gerichtsbehörden vertrauen, Gewalt-täter zu ermitteln und zu verurteilen. Gäbe es da nicht etliche Merkwürdigkeiten in der staatlichen Vorgangsweise, die wei-ter unten dargestellt sind. Zuvor noch ein paar Vorbemerkungen.


Ö sterreich ist, zumindest tun die Medien so, im Fußballfieber: Europameister-schaften. Seit Monaten malen Zeitungen ein Schreckensszenario an die Wand, als ob – man verzeihe die rassistische For-mulierung – die Hunnen kämen, Polizei aus halb Europa wird zusammengezogen, um den befürchteten Horden randa-lierender, Mensch und Gut zusammen-schlagender Fans zu begegnen. Eine be-merkenswert kriminalitätsbezogene und dabei sehr gewinnträchtige Veranstal-tungskette des Fußballbundes. Ein klassi-scher Fall für den § 278a StGB? Niemand, nicht einmal der Staatsanwalt denkt daran.


Engagierte Tierschützer informieren über Tierquälerei. Sie zeigen nicht nur kleine Taten kleiner Leute auf; auch schwere und gewerbsmäßige des einen oder anderen großen Unternehmens; mag die Quä-lerei gesetzwidrig, mag sie begünstigt durch lasche Normen gesetzeskonform sein. Sie informieren über Säumnisse staatlicher Organe bei der Verfolgung, über Hinwegsehen.... Da kann es immer einmal passieren, daß der eine oder die andere Zuhörende sich sagt, da kann ich nicht mehr zuschauen, ich muß selbst das Recht in die Hand nehmen. Umso mehr als richtungsweisende Persönlichkeiten immer wieder den Alten vorwerfen, sie hätten unter Adolf Hitler keinen Widerstand geleistet, sich feige nicht der Gefahr des Märtyrertums ausgesetzt.

Sind die, die Tierquälerei aufgedeckt haben, für strafbaren Widerstand einzelner verantwortlich?
Das Thema Widerstandsrecht gegen einen ungerechten Staat, gegen gesetzlich geschützte Brutalität der Oberen gegen Schwache wird seit Jahrtausenden diskutiert, die Streitschriften und philosophischen Abhandlungen füllen Bibliotheken. Auch in unserem Blättchen war darüber schon viel zu lesen. Wir wollen die Debatte nicht über Gebühr ausdehnen, die anima hat sich oft genug gegen Gewalt ausgesprochen.


Die Einstellung gegenüber Terror variiert bekanntlich. Des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer. Ob im Tierschutz oder in der hohen Politik. Unser Alt-Nationalratspräsident Andreas Khol, ein Tiroler, wird vermute ich bei Absingen der Tiroler Landeshymne einem Terroristen alias Freiheitskämpfer die gebührende Reverenz erweisen, während er gegen Leute, die nicht in Mantua sondern in Wiener Neustadt in Banden, sehr harte Worte findet. Menschen, die für die Befreiung von Tieren und nicht von Tirolern kämpfen, dürften nicht so sein Fall sein. Die ambivalente Haltung Regierender, die ihr Fähnchen nach dem Wind hängen, Terrorakte bejubeln oder verurteilen je nachdem, macht die Situation nicht durchsichtiger.


Weshalb hat der 11.September 2001 geradezu Kultstatus, während der 20.August 1998 praktisch vergessen ist? Wiewohl die Zerstörung der Medikamentenfabrik El-Shifa im Sudan durch die Machthaber der USA indirekt ein Vielfaches an Menschenleben gekostet hat. Ist es vielleicht so, daß Dunkelhäutige im westlichen Denken immer noch immer eher als untere Menschen gelten, deren Leid nicht viel mehr zählt als das von Tieren? In einem Bericht über England stand vor ein paar Jahren in der anima: „Übrigens lehnen diejenigen, die sich der sogenannten ALF (Animal Liberation Front) zugehörig fühlen (die gewundene Formulierung, weil es die ALF als Organisation gar nicht gibt), Terror gegen Leib und Leben ab. Die Terroristen sind ihrer Meinung nach diejenigen, die Lebewesen unter häßlichen Bedingungen aufziehen und mit ihnen Versuche betreiben.“


Der in Tel Aviv geborene, in Österreich lebende Schriftsteller Doron Rabinovici schreibt in seiner jüngst erschienenen Abhandlung ‚Der ewige Widerstand’: „Die Geschichte des Widerstands ist so alt wie die der menschlichen Politik, und nichts deutet darauf hin, daß sie irgendwann zu Ende gehen könnte. Der Widerstand wohnt jeder Macht von Anfang an inne, wobei die Formen des Widerstands sich jenen der Macht anzupassen versuchen. Der Widerstand ist eine Konstante, aber ebenso ewig ist der Streit über den Widerstand.“


Blicken wir zurück in die Geschichte. Immer wieder haben allen Sanktionen der Obrigkeit zum Trotz Menschen gegen Ungerechtigkeit rebelliert. Es wird sich auch in Zukunft nicht verhindern lassen, daß der eine oder andere junge Mensch empört über brutale Tierquälerei zur Gewalt greift. Nicht nur junge Menschen. Der französische Schriftsteller Emile Zola schrieb vor mehr als einem Jahrhundert: „Wir haben in Paris erlebt, daß einige alte Damen den gelehrten Vivisektoren auflauerten und mit ihren Sonnenschirmen über sie herfielen. Sie schienen eher lächerlich. Aber kann man sich die Empö-rung vorstellen, welche diese armen Seelen bei dem Gedanken ergreifen mußte, daß man lebende Hunde nahm, um sie in Stücke zu zerschneiden? Man bedenke doch, daß sie diese erbarmungswürdigen Hunde lieben, und daß es ihnen ist, als schnitte man ihnen in das eigne Fleisch!“


Die anima hat Moral- und Rechtsphilosophie beiseitegelassen abseits aller Theorie aus der Sicht praktischer Tierschutzarbeit immer den Standpunkt vertreten: „Der Glaube, eine kleine gewaltbereite Gruppe ohne Rückhalt in der großen Mehrheit der Bevölkerung könne gegenüber Kapital und Staat siegen, ist realitätsfremd. Unter den gegebenen Verhältnissen schadet Gewalt dem Tierschutz nur. Wer - zwar emotionell verständlich - auf Gewalt setzt, läuft Gefahr, letztlich nur eines zu erreichen, den Polizeistaat.“ Das hat sich besonders in der jüngeren restriktiven Gesetzgebung vor allem in den USA und in Großbritannien gezeigt, wo bereits ein gegen ein Unternehmen gerichteter kri-tischer Brief den Schreiber für drei Monate oder länger ins Gefängnis bringen kann, und es zeigt sich gerade jetzt in Österreich.


Nun zu den Merkwürdigkeiten der Polizeiaktion. Da ist einmal der gerichtsunwürdige Trick, mit dem der Fall der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt zugeschoben wurde, die mit den Gewalt-akten nichts oder am wenigsten zu tun hat. Da schweigt sich drei Wochen nach den Verhaftungen die Staatsanwaltschaft immer noch aus, welchem Beschuldigten sie welche konkrete Tat vorwirft, und zieht sich auf den nebulosen § 278a StGB – Bildung einer kriminellen Organisation zurück, der nach den Beteuerungen der Regierungsparteien für Mafia, Menschen- und Drogenhändler gedacht war und gegen den schon Amnesty International im Gesetzgebungsverfahren als über-schießend Bedenken äußerte; selbst Organisationen wie Greenpeace und deren Spender könnten danach als kriminell belangt werden. Übrigens hat auch der grüne Angeordnete Pilz aus Anlaß der Aktion gegen Tierschützer dargelegt, daß selbst die ÖVP dem Paragraphen unter-stellt werden könnte.


Da ist die der Menschenwürde hohnsprechende Vorgangsweise bei Festnahmen und Haussuchungen, der im Verhältnis zu den angekreideten Delikten erstaunlich hohe Personaleinsatz, den man sich in gravierenderen, Leben und Eigentum der Bürger bedrohenden Strafsachen wünschte. Da ist das Ausräumen ganzer Vereinsbüros und damit die praktische Unterbindung der Vereinstätigkeit, Punkte, die an anderer Stelle des Blattes näher beschrieben sind.


All das nährt die Vermutung, die Staats-anwaltschaft habe, nachdem mehr als ein Jahr Telefon- und Mailüberwachung nichts gebracht haben, ohne konkrete Ver-dachtsgründe auf gut Glück zugeschlagen in der Hoffnung, in den beschlagnahmten umfangreichen Vereinmaterialien irgend etwas Belastendes zu finden. Und es nährt noch einen Verdacht:


Aktive Tierschützer haben viele Feinde. Sie decken auf, wie es in Tierfabriken zugeht, was in Tierversuchslabors passiert, bedrängen Politiker und Leute, die ihre schützende Hand über tierquälerische Machenschaften halten, demonstrieren gegen Pelzverkäufer, gegen Freizeitjäger, die zum Spaß und auch noch schlecht auf Tiere schießen, öffnen den Menschen die Augen, was so an Scheußlichkeiten geschieht. Solche Leute sind unbequem und mancher möchte sie weghaben.
Die Verpflichtung, Straftaten zu ahnden, ist unbestritten. Doch wenn legitimen Vereinen ihre Arbeitsgrundlagen weggenommen werden, steht der Vorwurf im Raum, es ginge manchem gar nicht so sehr um die Ahnung von Delikten, sondern darum, störende Leute kaltzustellen und mit einem vernichtenden Schlag für lange Zeit aktive, legitime Tierschutztätigkeiten zu unterbinden.


Erwin Lauppert

 

Seite 7

Der Innenminister und die Menschenwürde
Polizei: Kleine Kinder zu Tode schrecken?


Gleich ein Dementi: Bei der viel Aufsehen erregenden Polizeiaktion gegen Tierschützer gab es keinen Toten, doch tut es der Psyche eines kleinen Kindes gut, wenn vermummte Gestalten ins Schlafzimmer dringen, den Vater aus dem Bett reißen und die Pistole am Genick an die Wand stellen? Ein Sprecher des österr. Innenministeriums nennt das korrekt, den Richtlinien gemäß und verhältnismäßig. Viele Menschen sind anderer Meinung. Als Beispiel bringen wir eine Anfrage, die die Gesellschaft für humane Nutztierhaltung (www nutztierhaltung.org) an Herrn Innenminister Günther Platter richtete:


Betr. Menschenrechte


Sehr geehrter Herr Bundesminister,


im Oktober 2007 war in der „Presse“ zu lesen: In Handschellen aus einer Klasse der Volksschule Umhausen wurde ein (Anm. unschuldiger) 30-jähriger Lehrer abgeführt: die Polizisten verdächtigten ihn, nachdem Kinder gemeldet hatten, dass sie von einem Unbekannten verfolgt worden seien. Viele Menschen fragten sich, waren Handschellen notwendig. Jemand der zeitunglesend auf die U-Bahn wartet, wird festgenommen, dabei geht sein Arm in Brüche, war vor etlichen Jahren zu lesen. Geht das nicht anders? Muß bei einer Hausdurchsuchung ein Schloß aufgebrochen werden, obwohl ein Schlüssel bei der Hand ist? Angeblich Dienstanweisung. Muß ein festge-nommener alter Mann in Unterhosen durch einen Ort geführt werden? Überfallsartige Hausdurchsuchung in Linz, falsche Wohnung erwischt, unbeteiligter Wohungsinhaber verletzt. Das sind zwar ältere Vorkommnisse und wir wissen nicht, ob sich die Dinge so zugetragen haben, doch wurden sie in der Presse so kolportiert und uns ist nicht bekannt, dass sie zu einer entschuldigenden oder berichtigenden Reaktion des jeweiligen Ministers geführt hätten.


Dieser Tage veröffentlichte der „Standard“ ein Gespräch zwischen Wolfgang Petritsch, einige Jahre Hoher Repräsentant der EU für Bosnien/Herzegowina, und Univ.Prof. Christian Reder, in dem auch dieses Thema gestreift wird:
Petritsch: Was in Österreich in besonderem Maße fehlt, ist die jeweilige Rückbesinnung auf das Prinzip. Jeder prügelnde Polizist wird als Sonderfall hingestellt … Reder: … egal, ob das Innenministerium in roter oder schwarzer Hand ist. Petritsch: So ist es. Es müßte viel strikter um Unentschuldbares gehen, um absolute Grenzen. Menschenrechte als tägliche Praxis ist für uns noch immer nicht selbstverständlich.


Aktuell machte das Thema die Vorgangsweise bei der jüngsten Razzia gegen Tierschützer. Es geht zwar nicht ums Prügeln doch um Menschenrechte. Manche unserer Leser sind bekümmert über – behauptetes – brutales poli-zeiliches Vorgehen.
Wir möchten an dieser Stelle betonen, dass wir alle strafgesetzwidrigen Gewaltakte ob gegen Sachen oder Personen oder Tiere entschieden ablehnen – sie schaden nebenbei bemerkt auch dem Tierschutz. Wir befürworten energisches Durchgreifen der Polizei, ob gegen Drogendealer, die in den letzen zehn Jahren direkt oder indirekt tausend oder mehr Menschenleben auf ihr Gewissen geladen haben, ob gegen Schlägerbanden, Diebs- und Räuberbanden, Brandstifter, Schlüssellochverkleber usw., und wären froh, wenn die Polizei Leben, Gesundheit und Eigentum der Bevölkerung erfolgrei-cher schützen könnte, und würden uns auch über Razzien gegen Leute, die gegen § 222 Strafgesetzbuch (Tierquälerei) verstoßen, freuen. Dies könnte nebenbei vermerkt, vielleicht verhindern, dass über Tierquälerei empörte junge Menschen kurzsichtig zu verpönter Selbsthilfe greifen.


Mancherorts wird zur Diskussion gestellt, ob der große Aufwand gegen die angenommene Tierschützerkriminalität, wie er in der personalintensiven Razzia am 21.Mai zum Ausdruck kommt, verhältnismäßig ist. Bei fünf oder sechs Millionen Straftaten im fraglichen Jahrzehnt dürfte die angepeilte Aufklärung von rund dreißig meist mindergewichtigen Delikten, fürchten wir, kaum eine fühlbare Verbesserung des Sicherheitsempfindens in der Bevölkerung bewirken.


Unsere Frage betrifft jedoch nicht dies, son-dern die behauptete, nicht unbedingt mit Menschenwürde in Einklang stehende Rauheit des polizeilichen Eingreifens. Wir greifen einige der auf diversen Tierschutz-websites behaupteten Punkte heraus:


Am Mittwoch in der Früh, noch im Dunkeln, schlug eine Gruppe schwarz maskierter Männer meine Wohnungstür ein, hielt mir im Bett die Pistole an den Kopf und zwang mich nackt aufzustehen. Mein Bruder im Nebenzimmer wurde mit erhobenen Händen an die Wand gestellt und bekam die Pistole ins Genick, während seine 7-jährige Tochter zuschauen musste.


unser Wunsch, die Computer aus der Stand-By-Funktion herunterzufahren, bevor sie vom Netz getrennt werden (tut man das nicht, riskiert man irreparable Schäden an der Festplatte) wird überhört.


z.B. musste sich eine Frau nackt hinlegen, es wurde eine Waffe auf sie gerichtet und sie wurde entgegen ihrem ausdrücklichen Willen in dieser Position fotografiert.


Kopien von beschlagnahmten wesentlichem Vereinsmaterial, insbesondere Mitgliederlisten anzufertigen, wurde verwehrt.


Was Menschen nicht verstehen: Es ging hier nicht um einen Einsatz gegen mordende Verbrecher, denen Menschenleben nichts bedeuten, die gleich schießen. Sondern gegen Leute, denen weder Mord noch Körperverletzung vorgeworfen wird. Die angenommenen Täter haben bei ihren Aktionen offensichtlich peinlich darauf geachtet, keine Menschenleben zu gefährden.


Es war also nicht zu erwarten, dass der Polizeiaktion Widerstand entgegengesetzt wird. Weshalb bedient man sich hier einer Kampftruppe, die für den Einsatz gegen Terroristen geschult wurde und dementsprechend hart agiert? Wenn die von Betroffenen erhobenen Vorwürfe zutreffen: Weshalb nahm die Behörde in Kauf, dass ein kleines Kind schwere see-lische Schäden erleidet oder etwa ein Herz-kranker vor Schreck stirbt. Wenn ein Polizeisprecher erklärt, die Polizisten hätten nach der Eigensicherung die schusssichere Kleidung und Waffen sofort abgelegt, um allfällig anwesende Kinder nicht zu verschrecken, ist das zwar fürsorglich, doch ist zu fürchten, die Kinder waren schon verschreckt.


Weshalb bemüht man sich nicht, Schäden gering zu halten? Weshalb läßt man den Betroffenen nicht Zeit, die Tür zu öffnen? Es ist doch nicht anzunehmen, dass die schlaftrunkenen Bewohner in zwei, drei Minuten Nennenswertes unwiederbringlich verschwinden lassen können; weshalb läßt man sie sich nicht gleich bekleiden?


Weshalb legt man erlaubte Vereine still, in dem man die Vereinsunterlagen beschlag-nahmt und sich konsequent weigert, legitimen überhaupt nicht beschuldigten Vereinsfunktionären Kopien der wichtigsten Unterlagen, wie etwa der Mitgliederlisten zu überlassen und läßt damit faktisch das verfassungsrechtlich geschützte Grundrecht auf Vereinstätigkeit zur Farce werden? Usw. Kein Wunder, wenn Meinungen kolportiert werden, es ging bei der Razzia primär gar nicht darum Straftaten zu ahnden, sondern darum unbequeme Vereine, die auf Defizite bei der Bekämpfung von Tierquälerei verweisen, stillzulegen.


Weshalb nimmt man in Kauf, daß international Österreich wieder mit Nazi- und Gestapo-Methoden in Verbindung gebracht wird?


Sehr geehrter Herr Innenminister, wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie nicht nur unseren Leser sondern überhaupt der Öffentlichkeit gegenüber Ihren Standpunkt zu den angeschnittenen Fragen erläutern könnten.


Mit vorzüglicher Hochachtung ...

 

Unsere Justizministerin und die Vereinsfreiheit

Die Frage der faktischen Stillegung von Vereinen (siehe oben), ein faktischer Verstoß gegen das in Art. 12 Staatsgrundgesetz den Bürgern gewährte Grundrecht, Vereine zu bilden, wurde auch Frau Justizministerin Maria Berger gestellt (auszugsweise wiedergegeben):


Sehr geehrte Frau Bundesministerin,


..... Es ist schwer vorstellbar, daß Kopien der Mitgliederlisten einem nicht verbotenen Verein zu belassen, die Strafrechtspflege zu beeinträchtigen zu vermag, und daß die Erstellung derartiger Kopien – was jeder ein bißchen Be-wanderte in ein paar Minuten zusammenbringt – im Rahmen einer mehrstündigen von etlichen EDV-geschulten Beamten vorgenommenen Hausdurchsuchung nicht unschwer bewerkstelligt werden kann.


Ä hnliches gilt für die ebenfalls behauptete Mitnahme von Geschäftsunterlagen eines Gewerbebetriebs oder freien Berufs, der mit Tierschutztätigkeit nicht zusammenhängt. Auch diese kann die Unterbindung der beruflichen Tätigkeit und schweren wirtschaftlichen Schaden wenn nicht Konkurs bedeuten.


Da Sie, sehr geehrte Frau Bundesministerin, als Ressortzuständige letzthin die Verantwortung für die Justiz tragen und wenn wir recht informiert sind auch gegenüber der Staatsanwaltschaft weisungsbefugt sind, wären wir und unsere Leser Ihnen für eine Stellungnahme dankbar, ob Sie die Verweigerung von Kopien der Vereinslisten etc. mißbilligen und dafür Sorge tragen wollen, daß den Betroffenen raschest Kopien ausgehändigt werden, bzw. falls die den Glauben der Bürger an Gesetzesschutz erschütternde Vorgangweise der staatlichen Organe gesetzeskonform ist, zum Schutze der Grundrechte der Bürger entsprechende Gesetzesänderungen in Angriff nehmen wollen....


Mit vorzüglicher Hochachtung ...


Reaktionen


Die vorstehenden Schreiben brachten zwar Antworten von Beamten der beiden Ministerien, in denen jedoch peinlich vermieden wird, auf die gestellten Fragen einzugehen.


Keiner der führenden Vertreter der Parlamentsparteien äußerte sich, soweit uns b-kannt, bis jetzt (18.6.) zu den angeschnittenen Fragen.


Wohl aber wurde in Presseaussendungen und und auch im Innenausschuß des Parlaments die polizeiliche und gerichtliche Vorgangsweise, insbes. auch die Anwendung des § 278a STGB von den grünen Nationalratsabgeordneten Brigid Weinzinger (Tierschutzsprecherin der Grünen) und Peter Pilz heftig kritisiert und die sofortige Entlassung der Verdächtigen aus der U-Haft gefordert. Zwar nicht die Justizministerin, die etwas zu „sagen“ hätte, doch der SPÖ-Justizsprecher Hannes Jarolim übte in einer Presseaussendung und beim „Bürgeran-walt“ im ORF Kritik, bezweifelte die Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Der § 278a StGB sei gegen mafiaähnliche Organisationen keinesfalls aber gegen Tier- und Umweltschützer eingeführt worden. Die Grünen stellten zudem eine ins Detail gehende parlamentarische Anfrage, die SPÖ kündigte eine solche an.


Zahlreiche Prominente und Organisationen aus dem In- und Ausland bekundeten Solidarität oder äußerten Bedenken gegen das behördliche Vorgehen, u.a. die Literatur-Nobel-preisträgerin Elfriede Jellinek, der Verband der österreichischen Tierschutzvereine amnesty international. (Nachzulesen unter www . vgt.at/ tierschutzgefangene).




Seite 9

Der französische Schriftsteller Émile Zola (1840 –1902) wurde nicht nur durch sein umfangreiches literarisches Werk sondern auch durch sein Eintreten für den unschuldig Verurteilten in der Dreyfus-affäre („J’accuse“) international bekannt. Die folgenden berührenden Worte, die er über Hunde schrieb, entnahmen wir mit Dank der von den Tierversuchsgegnern Berlin und Brandenburg e.V. Postfach 12 02 20, 10592 Berlin, http ://tierversuchsgegner-berlin-brandenburg.de herausgegebenen Sammlung „Mensch und Tier – Betrachtungen einer Beziehung“.

 

Émile Zola

Warum gibt es mir einen Ruck im Herzen, wenn ich in unseren geräuschvollen Straßen einem verlaufenen Hund begegne? Wenn ich das Tier hin- und her laufen, jedermann beschnuppern sehe, augenscheinlich trostlos, weil es seinen Herrn nicht wiederfinden kann: Warum verursacht mir dies so ein Mitleid, eine solche Herzbeklemmung, daß mir die Freude an meinem Spaziergang verdorben wird? Warum verläßt mich die betrübende Erinnerung an den verlaufenen Hund bis zum Abend, bis zum nächsten Tag nicht mehr? Warum kehrt sie in einer Aufwallung brüderlichen Mitgefühls wieder, in der Sorge zu wissen, was das Tier macht, wo es ist, ob man es aufgenommen hat, ob es nicht hinter einem Eckstein fröstelnd Zuflucht gesucht?


Warum habe ich in meinem Gedächtnis die tieftraurige, von Zeit zu Zeit neu auflebende Erinnerung an herrenlose Hunde bewahrt, die ich vor zehn, vor zwanzig Jahren getroffen? Gleichsam das Leiden des armen Tieres selbst, das nicht reden kann und sich in unseren großen Städten nicht durch seine Arbeit ernähren kann? Warum versetzt das Leben eines Tieres mich in eine solche Bestürzung? Warum kann ich den Gedanken nicht ertragen, daß ein Tier leidet, so daß ich des Nachts, im Winter aufstehe, um mich zu überzeugen, ob meine Katze auch ihre Schale Wasser hat? Warum sind alle Tiere der Schöpfung meine kleinen Anver-wandten? Warum erfüllt mich der bloße Gedanke an sie mit Erbarmen, Duldsamkeit und Liebe? Warum zähle ich alle Tiere zu meiner Familie, gerade so wie die Menschen?


Diejenigen, die diese Liebe zu den Tieren nicht fühlen, scherzen darüber, erzürnen sich darüber, erklären sie für unsinnig; ganz so wie diejenigen, die gewisse Frauen nicht lieben, nicht zugeben wollen, das andere sie lieben. Sie ist – wie alle großen Gefühle – lächerlich und köstlich zugleich, voll Torheit und Freude, wahrhafter Extravaganzen ebenso fähig wie der weisesten und festesten Entschlüsse. Wer wird diese Liebe studieren? Wer wird uns sagen, wie tief ihre Wurzeln in unserem Wesen haften? Wenn ich mich selbst befrage, glaube ich wohl, daß meine Barmherzigkeit für die Tiere darin ihren Ursprung hat, daß sie nicht reden, ihre Bedürfnisse nicht erklären, ihre Übel nicht bezeichnen können.

 

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Vegetarische Informationen

Vegetarische Gastronomie:
Wien
Bio Bar Antun Petrovic, 1010 Drahtg. 3 (nächst Judenplatz), Restaurant, Tel.u.Fax 01/968 93 51, w ww.biobar.at
Reformhaus Buchmüller Imbiß, 1070 Neubaugasse 17 (U3), Tel. 523 72 97, w ww.reformhaus-buchmueller.at
Reformhaus Regenbogen, Imbiß, 1090 Garnisong.12 (Ecke Ferstelg.), T 408 6585
Graz: Ginko (vormals Gilma), Ecke Grazbachgasse/Klosterwiesg. Tel. 0316 /81 56 25, Mo-Fr 11.30-21, Sa bis 18
Linz: Sylvia Schauberger, Imbiß Domgasse 10, Tel. 0732/77 90 53
Schärding: Cafe-Restaurant Orangerie -Kurpark, 4780 Im Eichbüchl 7, T. 07712-29 6 75. ww w.orangerie-schaerding.at, (nicht nur veget.)
Salzburg: Vegy Vollwert-Stube Kandler, Schwarzstr.21, Tel. 0662 / 87 57 46
Land Salzburg: Vollwertpension Haus Leo, Rosemarie Kepplinger, Am Rauchenberg, Gumping 11, 5092 St.Martin bei Lofer Tel. 06588/7065, email:pension.leo@aon.at
Tirol, Reith bei Kitzbühel
Gesundheitshotel Florian (Florian Pointner), Bichlachweg 258 A-6370 Tel.: 05356 65242 Fax: 05356 65242-4, w ww.hotel-florian-at
Vorarlberg, Dornbirn
Kika-Restaurant im Möbelhaus, 6850 Ganahl Str.1 (nicht nur vegetarische Speisen)


Vegetarische Partner-Zeitschriften im Ausland:
Natürlich vegetarisch
Vegetarier-Bund Deutschlands e.V. (VEBU), Blumenstr.3, D-30159 Hannover, Tel.0049/ 511-363 2050, Email info @vegetarierbund.de www .vegetarierbund.de.
Restexemplare früherer Jahrgänge soweit vorrätig für Österreich erhältlich bei der ÖVU (Preis 1 EUR+ 1,5 EUR Versandkosten)
Vegi-Info, Vegi-Büro Schweiz, Bahnhofstr.52, CH-9315 Neukirch, Tel. 0041-71 477 33 77, svv@vegetarismus.ch, http://vegetarismus.ch
Regeneration, Zeitschrift für Menschlichkeit-Gesundheit-Lebensreform, Adr. Jacqes Greutert, Rigig.22, CH-6403 Küssnacht, Tel.+Fax 0041-41-850 5561, regeneration @freesurf.ch
Regenwurm, Zeitschrift eingestellt, Infos über bio-vegane Landwirtschaft, BioVegaN, Altenmarkt 95, 8333 Riegersburg, Tel. 0676-922 14 33, dialog @biovegan.org, w ww.biovegan.org


Literatur :
Vegetarische Ernährung, ein wissenschaft-liches Standardwerk der Ernährungswissen-schaftler C. Leitzmann und A. Hahn, Ulmer Verlag und Vegetarische Ernährung – Gesund und bewußt essen, eine praktische Anleitung derselben Autoren, derzeit vergriffen, doch fallweise bei amazon.de erhältlich
Informationen zur veganen Ernährung:
Gill Langley Vegane Ernährung, Echo Verlag Göttingen 1999, 240 Seiten, ca.11 Euro(D). Das bisher umfassendste Werk zur veganen Ernährung, die „vegane Bibel“.
Neal Barnard, ISS DICH FIT, rororo TB 1998, derzeit nicht im Buchhandel, bei der ÖVU erhältlich, ca.9,50 EUR + Versandkosten.
Englisch: Stephen Walsh PhD, Plant Based Nutrition and Health,


Bei der ÖVU erhältlich: Vegetarisches Gastronomie-Verzeichnis; Folder des VEBU: + Für werdende Mütter und Babys; + Vegetarisch is(s)t cool, Ernährungs-Tipps für Teens; + Vegetarisch gut drauf! Kinderernährung; + Sporternährung, bei der ÖVU erhältlich, ebenso die Folder + Topfit, steinalt, kerngesund (Studien mit Vegetariern) + Gesund ohne Fleisch + Vegetarische Alternativen zu Fleisch, Wurst und Fisch + Die vegetarische Woche (Speisenplan); Liste Kosmetika ohne Tierversuche.


Vegetarische Stammtische, Vegi-Treffs
Auskünfte: Graz: unter Tel. Nummern der ÖVU Wien: Erwin Lengauer, Tel. 0676 - 357 2 671
NÖ (West): Mag. Gabriele Smetana, Tel. 07413 / 20 706
OÖ: Schärding: jeden 1. Montag im Monat im Cafe-Retaurant Orangerie, Eva Kubai Tel. 07712-35704 u. Bez. Grieskirchen: Michaela Höckner 0699/10049122, m.hoeckner@24speed.at

Notizen:


Paul McCartney
„ Ich finde es wirklich überraschend, dass die größten Umweltschutzorganisationen die vegetarische Option zur Einschränkung der Klimaerwärmung nicht mit einbeziehen“, so Paul McCartney, der schon vor Jahrzehnten Vegetarier wurde, nachdem er Lämmer beim Spielen auf einer Wiese neben seinem Elternhaus beobachtet hatte. „(Vegetarier zu werden) ist ein sehr einfacher, aber effektiver Schritt, den jeder unternehmen könnte, um gleichzeitig der Umwelt und seinem Körper zu helfen.“ Das vollständige lesenswerte Interview unter www .peta.de. Quelle: natürlich vegetarisch – das VEBU-Magazin 2/2008

 

Österr. Vegetarier Union (ÖVU)
Postfach 1, A-8017 Graz
Tel. 0720-345 298 (fairytel), 0316-46 37 17 u. 0676 - 347 6 346, email: oevu@vegetarier. at www .vegetarier.at und www .vegetarisch.org
Informationen zum Vegetarismus, ob lakto/ovo oder vegan - Mitglieder willkommen
Wir stehen Ihnen meist täglich bis 22 Uhr für telefonische Auskünfte zur Verfügung.

 

 

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38. IVU Welt-Vegetarier-Kongress Dresden 2008
100 Years of Food Revolution
Sonntag, 27.Juli – Freitag, 1.August 2008


Warum in Dresden ?
In den Jahren 1907/1908 hatten mehrere Repräsentaten von Europäischen Vegetarier-Vereinen die Idee, eine internationale Vegetarier-Organisation zu gründen und suchten dafür einen geeigneten Ort. Schließlich fand man die ideale Lösung: Ein Vegetarier- Kongress, vorgeschlagen von den Franzosen, organisiert von den Briten und abgehalten in Deutschland.
Der Vegetarierverein in Dresden war ein begeisterter Gastgeber für diesen 1. Welt-Vegetarier-Kongress 1908, und die Internationale Vegetarier-Union wurde damals gegründet.


Infos: Kongress-Projektbüro / Hildegund Scholvien, Friedhofstraße 12, D-67693 Fischbach, Tel +49-(0)6305-993108, Fax +49-(0)6305-5256, Mail: Kontaktformular siehe
www .welt-vegetarier-kongress-2008.de und www .ivu.org/german/congress/2008/


Programm (Änderungen vorbehalten; Alle Veranstaltungen im Kulturpalast im Zentrum der Stadt


Sonntag, 27. Juli Festsaal 20:00 Eröffnungsveranstaltung
Vorträge im Hauptprogramm (deutsch oder englisch mit Simultanübersetzung. (Außer diesen Vorträgen im Haim Festsaal gibt es teilweise zeitgleich täglich noch bis zu 20 weitere vorträge und Arbeitsgruppen.):


Montag, 28. Juli Haupt-Thema: Vegetarisch leben und Tierrechte und Tierschutz
Dilip Barman, USA, Einführung in die Philosophie der Tierrechte (englisch); Dr. Eisenhart von Loeper, DE, Die Kraft zum Einklang - Tierrechte, Grundgesetz und Dimensionen des Menschseins (deutsch); Martin Schlatzer, AT, Ernährungsökologische Aspekte des Vegetarismus – Fokus Klimawandel (deutsch); John Davis, GB, 100 Jahre Internationale Vegetarier-Union (englisch); 20:00:„Nacht der Talente“ mit Beiträgen von Kongressteilnehmern aus den verschiedenen Kulturkreisen: Musik, Tanz, Kostüme, Pantomime und vieles mehr.


Dienstag, 29. Juli Haupt-Thema: Vegetarische Ernährung, Gesundheit und Sport
Prof. Dr. Peter Clarys, Belgien, Vegetarische Ernährung und sportliche Leistungsfähigkeit (englisch); Brenda Davis + Vesanto Melina, Kanada, Veganernährung fürs ganze Leben – mögliche Fehler, einfache Lösungen (englisch) (Festsaal); Prof. Dr. Claus Leitzmann, DE, Vegetarische Ernährung und Krebsprävention (deutsch); -); Prof. Dr. med. Bernd Krönig, DE, Einfluss vegetarischer Kost auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen (deutsch), 20 Uhr : Geselliger Tanzabend zum Mitmachen


Mittwoch, 30. Juli Haupt-Thema: Vegetarisch leben in Politik und Gesellschaft
Barbara Rütting, DE, Von Lust und Frust einer vegetarischen Abgeordneten – Die Alterspräsidentin des Bayerischen Landtags berichtet (deutsch); Dr. Matthew Cole + Dr. Karen Morgan, UK, Ethischer Veganismus und die Herausforderung durch vielschichtige Unterdrückungen: Wie verwirklichen wir Vegatopia? (englisch); nachmittags Stadtbesichtigung oder Programm der deutschen reform-jugend


Do, 31. 7. Haupt-Thema: Vegetarisch leben u. Ökologie/Naturschutz/Welthungerproblem
Caryn Hartglass, USA, Ernährung zum Schutz unseres Ökosystems (englisch); Dr. Vandana Shiva, Indien, (englisch); Charlotte Probst, AT, Beim Kind beginnt die Zukunft (deutsch); Jan Stastny, CZ, Franz Kafka – Kämpfer für den Vegetarismus (englisch); Saurabh Dalal, USA, Globale Pflanzenernährung als Lösung der globalen Erwärmung (englisch). Abends Kinder- und Jugend-Preises der Stiftung Vegeterra


Freitag, 1. August Haupt-Thema: Vegetarisch leben und Ethik/Religion/Spiritualität
Prof. Dr. Eugen Drewermann, DE, Von Tieren und Menschen oder: Das Postulat einer neuen Ethik
(deutsch); Dr. Paula Brügger, Basilien, „Instrumentelle Rationalität“ ein Schlüsselbegriff für das Verständnis unserer Beziehung zur Natur (englisch); Dr. Karl von Koerber, DE, Nachhaltigkeit und Ernährung – ökologische, soziale und gesundheitliche Dimensionen des Essens (deutsch);
Maria Rollinger, DE, Milch- und Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) – Der Einfluss neuer Herstel- lungsverfahren für Milch- und Getreideprodukte auf die Unverträglichkeiten (deutsch); George Jacobs, Singapur, Kinderbücher für eine tierfreundliche Erziehung (englisch mit deutschen Beispielen): Shankar Narayan, Indien, Ursprung und Geschichte des Vegetarismus in Indien (englisch
17:45 Abschlussveranstaltung 20:00 Festliches Abschieds-Dinner

 

 

 

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Notizen


Vegan-vegetarische Ernährung und Arthritis
Auf Menschen, die an rheumatoider Arthritis leiden, könnte sich eine vegane Ernährungsweise lindernd auswirken, lautet das Ergebnis einer neuen, von der Europäischen Kommission finanzierten Forschung. Bei Menschen, die an dieser Krankheit leiden, reduziert eine glutenfreie Veganer-Diät die Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen. Diese Wirkung wurde bei einer Gruppe von Patienten mit rheumatoider Arthritis beobachtet, die sich ein Jahr lang an diese Ernährungsweise hielten. Bei ihnen wurde eine Senkung des LDL (low density lipoprotein) und der oxidierten LDL-Werte sowie ein Anstieg der natürlichen pro-tektiven Phosphorylcholin-Antikörper (anti-PC) festgestellt.
Rheumatoide Arthritis verursacht chronische Gelenkentzündung. Sie ist auch mit einem erhöhten Risiko für Arteriosklerose (Arterienverkalkung) und Herzkreislauferkrankungen verbunden. Obwohl die Verbindung zwischen Arthritis und diesen Risiken noch nicht ganz klar ist, glauben die Forscher, dass das ge-störte Gleichgewicht der Blutfette bei Arthritispatienten eine Erklärung bereit halten könnte.
w .evana.org/index.php?id=32611 &lang= de


Neue Studie: „Wer viel Fleisch ißt, bekommt eher Krebs“
Studie mit 500.000 Teilnehmern bestätigt Ernährungseinfluß auf die Krebshäufigkeit
Eine große prospektive Kohortenstudie hat den Einfluß der Ernährung auf die Krebsentstehung bestätigt. Je mehr rotes Fleisch verzehrt wurde, desto höher war die Krebsrate. Das Krebsrisiko steigt je nach Organ um 20 bis 60 Prozent. Daten von etwa einer halben Million US-Amerikanern wurden in der Studie ausgewertet (PloS Medicine 4, 2007, e325.) Die Teilnehmer waren zu Beginn 50 bis 71 Jahre alt. Innerhalb von acht Jahren bekamen fast 54.000 von ihnen eine bösartige Tumorerkrankung. Aus den Daten errechneten Professor Amanda Cross vom Nationalen Gesundheitsinstitut NIH und ihre Kollegen: Für kolorektalen Krebs war das Risiko bei Genuß von rotem Fleisch um 24 Prozent erhöht, für verarbeitetes Fleisch um 20 Prozent. Verglichen wurde jeweils das Fünftel der Studienteilnehmer mit dem höchsten Fleischverzehr mit dem Fünftel mit dem geringsten Konsum. Außer für das Kolorektum war die Krebsrate bei hohem Fleischkonsum auch für die Lunge erhöht; bei rotem Fleisch um 20, bei verarbeitetem um 16 Prozent. Die Unterschiede bei Krebserkrankungen des Kolorektums und der Lunge waren hoch signifikant. Auch bei anderen Krebsarten – etwa des Pankreas und der Leber – war die Rate erhöht, und zwar um 43 und 60 Prozent. Personen im obersten Fünftel des Fleischkonsums verzehrten sechsmal soviel Fleisch wie die Teilnehmer im untersten Fünftel (10 g pro 1.000 kcal versus 63 g pro 1.000 kcal). Gründe für den Zusammenhang sind krebserregende Stoffe im Fleisch, etwa N-Nitroso-Verbindungen. Ihre karzinogene Wirkung könnte darin bestehen, dass sie die Zellteilung ankurbeln, die DNA-Synthese erhöhen oder auch Schäden durch freie Radikale fördern.
Quelle:www .aerztezeitung.de/medizin/krank- heiten/krebs/?sid=479562 und: natürlich vegetarisch 1-08


Garantiert ein Bauernhof!
Wir hatten gedacht, ein Betrieb mit 3.000 Schweinen ist eine Schweinefabrik. Falsch gedacht, es ist ein Bauernhof. Das meint wenigstens eine große Handelskette Der in die Schlagzeilen gekommene niederösterreichische Schweinebetrieb (siehe Seite 3) belieferte (er wurde nach dem Skandal ausgeschieden) nämlich eine Unternehmensgruppe, die Fleisch unter „Bauernhofgarantie“ anbietet, berichtet RespekTiere. Für diese Bauernhofgarantie genügt es laut Firma, dass ein bäuerlicher Betrieb die österreichischen gesetzlichen Anforderungen in Sachen Tierschutz und Tierhaltung erfüllt, was das in der genannten Meldung angeführte amtstierärztliche Gutachten bestätige.
Quelle: RespekTiere


Gesetz gegen Gestank aus Massenställen
Sozialdemokraten, Grüne und Kommunisten, die im steirischen Landtag zusammen über die Mehrheit verfügen, wollten gegen die ÖVP eine Novelle zum Baugesetz, die aufgrund zahlreicher Anrainerbeschwerden Maßnahmen gegen Geruchsbelästigung durch Massentierhaltung vorsieht, durchbringen. Das führte zu heftigen Protesten des ÖVP-Bauernbundes, der mit 600 demonstrierenden Landwirten vor die Grazer Burg, den Sitz der Landesregierung, zog. SPÖ und Grüne lenkten schließlich ein und erklärten sich mit einer Verdoppelung der Grenzzahl, ab der bei Beschwerden eine Überprüfung und Auflagen möglich sind, einverstanden. Das Gesetz soll nur mehr für große Betriebe gelten.

 

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Gesellschaft für humane Nutztierhaltung (GhN)
Konsumenteninformation



Zur Haltung von Milchkühen
Welche Milchprodukte stammen aus tierfreundlicherer Haltung?


Das Thema wurde in der letzten anima ausführlich behandelt, hier nochmals eine kurze Zusammenfassung.

Generell gesagt, sind Bio-Produkte im allgemeinen tierfreundlicher produziert als konventionelle Ware. Doch sehen die Bio-Richtlinien leider keine Verpflichtung vor, die Kühe während der Vegetationsperiode auf die Weide zu lassen. Ein sogenannter Laufstall genügt.


Kühe sind Weidetiere, ganzjährige Stallhaltung ist, auch wenn es ein Laufstall ist, meinen wir, sehr betrüblich. Auch empfinden es nicht wenige als Irreführung, wenn mit bunten Wiesen und friedlich grasenden Kühen geworben wird, der Großteil der Milch aber aus Betrieben mit ganzjähriger Stallhaltung stammt. Übrigens, auch der eine oder andere Vertreiber von Milch aus konventioneller Haltung wirbt so. Leider, haben unsere Recherchen ergeben, läßt sich dagegen derzeit rechtlich nichts machen. Daher: trauen Sie keiner grünen Wiese!


Doch seit einiger Zeit ist eine neue Milchmarke im Handel. „Zurück zum Ursprung“. Für die „Zurück zum Ursprung“-Bauern ist Weidehaltung Pflicht.


Wir empfehlen daher allen, die Milch und Milchprodukte in Kettenläden kaufen:
Wählen Sie „Zurück zum Ursprung“
erhältlich in den Hofer-Filialen.
Noch eine Anmerkung: Generell ist für Milchprodukte, auch wenn Sie nicht vegan leben wollen, Maß halten angebracht. Auch Kühe werden früher oder später getötet und ihre jährlichen Kälber meist sehr bald.


Fleisch:
Es läßt sich auch ohne Fleisch sehr gut leben, meist sogar gesünder.


Doch wenn Fleisch, empfehlen wir Bio, aber nicht jedes Bio-Fleisch. Im allg. weder Brat-hendl noch Schwein, Bio-Mastrinder auch nicht, die müssen großteils noch in Anbindehaltung leben. (Ausnahme im allg. Rind aus Weidehaltung). Außer Weiderind am besten Hochlandrind (Hochlandbeef), Bio-Jungrind aus Mutterkuhhaltung (z.B. ja!Natürlich u.a. bei Merkur, Styria beef in einigen wenigen Fleischereien); Näheres zum Thema und zu Bezugsquellen auf Anfrage).
Gesellschaft für humane Nutztierhaltung (GhN) Postfach 1, 8017 Graz, Tel. 0720-346 219, www .nutztierhaltung.org
Was Bauern sagen

Leserbriefe


Was haben Tiere verbrochen ...


Es ist sehr erfreulich und begrüßenswert, das die Biolebensmittel immer stärker nachgefragt werden.
Leider haben die Bioverbände die Kriterien z.B. für die Milcherzeuger so aufgeweicht, dass auch große Milchproduzenten mit industrieller Erzeugung Biomilch liefern dürfen. (Wahrscheinlich um die steigende Nachfrage befriedigen zu können.)
Industrielle Erzeugung heißt, dass auf die Bedürfnisse der Milchkühe wenig Rücksicht genommen wird.

Es ist fraglich, ob die Käufer von Biomilchprodukten diese auch kaufen würden, wenn sie wüßten, dass es auch bei Biobauern die ganzjährige Stallhaltung gibt! Für die Kühe bedeutet dies, sich ganzjährig im eigenen Kot und Harn zu bewegen. Ein betonierter Auslauf ist wohl kein Ersatz für einen Weidegang!

Ganzjährige Silagefütterung und Leistungszwang (hoher Kraftfuttereinsatz) beeinflussen sicher auch die BIO-logische Wertigkeit der Milch....

Anscheinend hat der Diskonter Hofer erkannt, dass die Biomilchprodukte auch nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Daher der Versuch, mit der Marke „Zurück zum Ursprung“ ein Produkt auf den Markt zu bringen, das sowohl hinsichtlich der biologischen Wertigkeit als auch den ethischen Ansprüchen von kritischen Konsumenten entspricht. Durch die An-forderung, dass (Anm. für Trinkmilch) keine Silage gefüttert werden darf, wird bewirkt, dass sich die Futterernte über einen größeren Zeitraum erstreckt.

Biobauern können ohne Beschränkung ihre Futterflächen mit schlagkräftigem Ernteverfahren innerhalb weniger Tage mit katastrophalen Auswirkungen auf die Wiesenfauna und Flora, abernten (Massiver Artenschwund – Agrarsteppe).
Es wäre überlegenswert, mit Hilfe der Tier-schutzorganisationen die oben angeführten Produktionsweisen einiger meist großer „Biobauern“ in Österreich publik zu machen.

Eine Schlußbemerkung: Die höchste Strafe für Verbrecher in Österreich ist die Strafe „lebenslänglich hinter Gittern“!
Was haben die Tiere verbrochen, dass sie dieselbe Strafe erdulden müssen?


Ein obersteirischer Landwirt
(Adresse der Redaktion bekannt)

 

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Bücher


Regina Binder und Wolf-Dietrich Frh.v.Fircks
Das österreichische Tierschutzrecht
Tierschutzgesetz & Verordnungen mit ausführlicher Kommentierung, 2.Auflage, Manz-Verlag Wien 2008 (Edition Juridica), 471 S. brosch., 17 x 12 cm
Wer tierschützerisch nicht allein mit Gefühl sondern sachlich fundiert tätig sein will, kommt nicht umhin, sich mit den einschlägigen gesetzlichen Regelungen zu befassen. Was wir zur ersten Auflage sagten, gilt nach wie vor:
„ Mit dem von der tierschutzengagierten Leiterin der Informations- und Dokumentationstelle für Tierschutz & Veterinärrecht an der Veteri-närmedizinischen Universität Wien verfaßten Buch steht nun nicht nur dem mit Tierschutz-Rechtsfragen befaßten Personenkreis sondern auch Laien, die wissen wollen, was rechtens ist, eine handliche Normensammlung zur Ver-fügung, die das gültige bundeseinheitliche Tierschutzgesetz und die auf Grund des Gesetzes erlassenen Verordnungen enthält. Das Werk besticht durch die für den Typus Kurzkommentare sehr ausführlichen Erläuterungen, in denen die Autorin auch kritische Bemerkungen nicht scheut. Tabellarische Übersichten erleichtern den Gebrauch.
Wer immer solche Sammlungen redigiert, steht vor dem Problem, den Umfang zu be-grenzen. Die vernünftige Lösung hier: der Verzicht auf einige Ausführungsbestimmungen kaum gebräuchliche Tierarten und Über-gangsregelungen betreffend. Wie schon der Titel sagt, sind auch die schon bisher der Bundeszuständigkeit unterworfenen tierschutzrelevanten Materien wie Tierversuchsgesetz und Tiertransportgesetze nicht Thema der Arbeit.“
Das Tierschutzgesetz hat nach drei Jahren seiner Geltung bereits zwei nicht unbedeutende Novellen erlebt (ebenso einige der zugehörigen Verordnungen), teils aus Tierschutzsicht positiv, teils eher negativ. Wir hatten seinerzeit darüber berichtet. Die vor kurzem erschienene 2.Auflage berücksichtigt die Rechtslage zum 1.März 2008. Der wichtige Kommentar ist zu etlichen Punkten ausführlicher geworden. Dadurch und durch die Wahl einer größeren Schrift ist die Seitenzahl gestiegen. Daß der Rektor der Veterinärmedizin v. Fircks jetzt als Mit-Herausgeber fungiert, unterstreicht die Wichtigkeit des Werks.
Für eine künftige Auflage zwei kleine Anregungen: Den Text des im Kommentar wiederholt zitierten § 222 Strafgesetzbuch anzuführen, wäre für die Praxis hilfreich; ebenso die Wiederaufnahme der Fundstellenübersicht nach einzelnen Tierarten.
E.L.


Francisco Mari und Rudolf Buntzel
Das globale Huhn – Hühnerbrust und Chicken Wings - wer isst den Rest
Brandes & Apsel Verlag Frankfurt a.M. 2007, 280 S., Format 20,7 x 14,5 cm, Paperback, 19,90 EUR(D), ISBN 978-3-86099-852-6
Ein Buch, das mit Vegetarismus nichts zu tun hat und dennoch geeignet ist, Menschen dafür zu erwärmen. Auch wenn die Autoren die Zahl der Vegetarier, um zumindest eine Dezimale untertrieben, mit nur 0,2 % angeben.
Wie ein Rezensent im Hessischen Rundfunk formulierte: „Das Buch gibt einen guten Einblick in die Hühnerindustrie dieser Welt, ohne dabei in moralisierende Töne zu verfallen. Trotzdem stellt sich der Leser am Ende doch die Frage, ob er das globale Huhn nicht im Supermarkt links liegen lassen sollte. Denn wie die Henne und das Ei sich um ihren Ursprung streiten mögen, so fragt sich schließlich, ob das globale Huhn sich seinen Konsumenten sucht oder ob der Konsument nicht sein globales Huhn erst züchtet."
Ausgangspunkt für die Recherchen der Autoren: Plötzlich überschwemmte Hühner-Billig-gefrierfleisch aus Europa den Markt einiger afrikanischer Länder. Man tippte zuerst auf EU-subventionierte Überschußware., die bei einigen anderen Agrarprodukten die heimischen, afrikanischen Bauern ruinierte. Doch diesmal war es nicht die EU. Des Rätsels Lösung: Die europäischen Konsumenten sind heikel geworden, sie kaufen nur die aus Fleischesser-Sicht besten Teile des Huhns. Einiges andere vom Huhn läßt sich zu tragbaren Preisen nach Übersee verkaufen. Der Rest ist zwar eßbar aber unverkäuflich, Ausschußware, die teuer entsorgt werden müßte. Sie um Minipreise nach Afrika zu verscherbeln, rentiert sich immer noch. Nur die afrikanischen Hühnerhalter gehen dabei wirtschaftlich zugrunde, und mangels ausreichender Kühlketten auch Menschen. Allerdings muß nicht aller Rest nach Afrika wandern, die moderne Technik macht es möglich, manch Unansehnliches wie das Se-paratorenfleisch (mit verschiedenen maschinellen Verfahren von den Knochen gelöste Fleichreste) durch Vermixen und Zusammenkleben zu auch hierzulande absetzbaren Fleischprodukten zu ver-schönen.
Das Masthuhn ist das am stärksten industrialisierte Tier. Kaum ein anderes ist durch Hybridzüchtung in der Hand einiger Konzerne so perfekt zur Fleischerzeugungsmaschine geworden, in kaum einer andren Branche ist die Fleischproduktion so bei einigen Großunternehmen konzentriert mit zu Lohnmästern unter harten Verträgen reduzierten Landwirten, kaum sonst sind Tiere in ihre Teile gestückelt so zur Welt-handelsware geworden.
Von all dem erzählen uns die Autoren, dazu von der Kulturgeschichte des Huhns, von durch die Welt vagabundierendem Gammelfleisch, Vogelgrippe, von Handelskriegen, von den die Festung Europa berennenden (toten) Hühnermassen aus Brasilien, Thailand, USA, dazu als Lichtblick von den Möglichkeiten, der Konsumente, sich zu wehren.


ALTEX Alternatives to Animal Experimentation – Ein vierteljährliches Journal für neue Wege in den biomedizinischen Wissenschaften, Schützenstr. 14 D-78462 Konstanz, Jahresabo für Privat-Bezieher 75 EUR, (für Tier-schutzorganisationen u. Studierende Sonder-konditionen), Abo für Nr.4: 20 EUR, Be-stellungen ALTEX Postfach 100125, D-78401 Konstanz, abo @altex.ch, www .altex.ch
Eine der 3R Idee verpflichtete wissenschaftliche Vierteljahresschrift, vorwiegend in englisch, der Sprache der Wissenschaft. Für nicht spezialwisssenschaftlich Befaßte ist vor allem die vierte, die letzte Nummer jeden Jahrgangs interessant, die regelmäßig den „Literaturbericht – Mensch und Mitgeschöpf unter ethischem Aspekt“ bringt. Doch auch in den übrigen Nummern findet sich immer wieder allgemeiner Bedeutsames für Leser mit einschlägig wissenschaftlichen Grundkenntnissen, so im jüngst erschienen Heft 2 in der Reihe „Food for thought – Vor- und Nachdenkliches“ (auch in deutsch) und einem zweiten Artikel zur von Amerika ausgehenden Vision des Paradigmen-wechsels in der Toxikologie weg vom primären Tierversuch.


Thomas Klein
Volkskrankheit Vitamin-B12-Mangel
Falsche Theorien und wirkliche Ursachen – Ein Wegweiser zu Selbsthilfe, Heilung und Vorsorge, Hygeia-Verlag Dresden 2008, 136 S. brosch., 18,6 x 13 cm, 13,20 EUR(A), ISBN 978-3939865-04-9
Eine ausführliche Abhandlung über das Vit-amin, Aufgaben, sowie Ursachen, Folgen, Erkennung und Behebung eines Mangels. Nicht in vegan-vegetarischem Essen sondern in durch Zivilisationsernährung krank gewordenen und daher nicht mehr aufnahmefähigen Verdauungsorganen liege eine der häufigsten Ursachen für VitaminB12-Mangel. Er treffe vorwiegend aber nicht nur ältere Menschen (Schätzungen in den USA sprächen unter-schiedlich von 5 bis 20 %), häufig gerade Fleischesser. Die Mangelfolgen können zahlreich, irreversibel, schwerwiegend bis tödlich sein. Dennoch werde er in der medizinischen Praxis oft zu wenig beachtet, wozu noch teils unzulängliche Laboruntersuchungen kämen. Auch wenn die Ansichten des Autors, eines Vertreters der „Natürlichen Gesundheitslehre“, die u.a. auf rohkostbetonte Früchte- und Ge-müsenahrung setzt und Getreideprodukte skeptisch betrachtet, in manchem von der Schulmedizin abweichen mögen: Augenmerk auf den Vitamin B12-Status ist lebenswichtig, das Buch eine bedenkenswerte Information.
E.L.


Angelika Eckstein
Vegan backen
Kuchen, Torten & mehr Vollwertige Rezepte,
pala-verlag Darmstadt, 256 Seiten, Hardcover, 16 EUR(D), ISBN 978-3-89566-239-3
Vegan backen, da wird man oft gefragt, wie das überhaupt geht? Doch es ist viel einfacher als so manche denken. Denn Eier, Butter, Sahne, Milch und Honig sind gar nicht nötig, um gute Kuchen und Torten zu backen. Und gesünder sind vegane Kuchen aus vollwertigen Zutaten außerdem. Wenn Sie dieses Buch zur Hand nehmen, werden Sie sogar überrascht sein, wie einfach veganes Backen ist und dass auch Ersatzprodukte wie Margarine oder Eiersatz gar nicht notwendig sind.
Ein ausführliches Kapitel widmet die Autorin der Warenkunde. Hier werden uns alle Backzutaten ausführlich erklärt und so mancher Küchentipp verraten. Vor allem für wenig erfahrene BäckerInnen ist interessant, wie man z. B. eine Garprobe macht, wie man Kuchen quer durchschneidet oder eine glatte Glasur schafft.
Und schon kann es losgehen: Ob Mürbteig, Rührteig, Hefeteig oder Strudelteig, mit den Schritt für Schritt Anweisungen gelingen Köstlichkeiten wie Limettenkuchen, Haferflockenschnitten, Zimtschnecken, Haselnuss-Bananen-Torte, Bienenstichtorte mit Puddingfüllung ....auch jenen, die wenig Backerfahrung mitbringen.
Das Schönste am veganen Backen ist, dass man die süßen Versuchungen ohne schlechtes Gewissen genießen kann, weil dafür kein Tier leiden musste. Das Buch ist somit eine wahre Fundgrube für alle tierfreundlichen und ge-sundheitsbewussten Naschkatzen.
Kurz und gut: Süße Träume werden wahr!
Ihre Michaela Schaller


Büchereingang:
Heike Kügler-Anger
Käse veganese – Milchfreie Alternativen zur Käseküche, pala-Verlag Darmstadt 2008, 220 Seiten, Hardcover, 16 EUR(D), 978-3-89566-237-9

 

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Professor Ude und Brigitte Bardot

Den Namen des katholischen Theologen Univ. Prof. DDDr. Johannes Ude (1874 – 1965) kennt heute kaum jemand mehr. Der strenge asketische Ude und Brigitte Bardot, das Sexidol der 1950er und 1960er Jahre haben wenig gemeinsam, außer den Vegetarismus und das mutige Eintreten für ihre Überzeugung.


Ude, Sozialreformer, fühlte sich anfänglich durch die antikapitalistischen Punkte des nationalsozialistischen Parteiprogramms (Brechung der Zinsknechtschaft etc.) angesprochen, wurde aber nach der ‚Reichskristallnacht’ entschiedener Gegner des NS-Regimes. Die Niederbrennung der Grazer Synagoge veranlaßte ihn zu einem scharfen Protestbrief an den steirischen NS-Gauleiter (‚Ich schäme mich, Deutscher zu sein’), wofür er aus der Steiermark verbannt wurde; Einlieferung ins KZ hielten die Machthaber beim Bekanntheitsgrad Udes nicht für opportun. 1944 wurde er für antinazistische Äußerungen wegen Wehrkraftzersetzung und Feindbegünstigung zum Tode verurteilt; der Zusammenbruch des Regimes rettete sein Leben. Nach dem Krieg erschien sein Buch „Du sollst nicht töten“, er war unermüdlich pazifistisch tätig. Einmal bat ihn eine Zeitschriftredaktion, Formulierungen in einem Artikel zu mildern; denn sie fürchtete gerichtliche Verfolgung. Ude lehnte ab: Er habe den deutschen Staatsanwalt nicht gefürchtet, er fürchte sich auch vor dem österreichischen nicht.


Ä hnlich Bardot. Als Tierschützerin, die weniger quälerisches Schlachten in Frankreich durchgesetzt hatte, kämpft sie konsequent gegen das muslimische Schächten. Das hatte ihr wegen angeblich verallgemeinernder Formulierungen schon vier Verurteilungen wegen Rassismus eingetragen und jetzt wieder eine.


Die anima hatte sich schon vor genau zehn Jahren ausführlich mit B.B. befaßt, als sie verurteilt wurde, weil sie sich scharf gegen die Überhandnahme der moslemischen Tradition des Schächtens in Frankreich wandte und Furcht vor einem moslemischen Frankreich äußerte. Wir hatten damals Auszüge aus einem Interview gebracht, in dem sich Bardot rechtfertigte wie folgt:


Solange es die französische Regierung zuläßt, daß Schafe ohne Betäubung geschlachtet werden - was gegen das Gesetz verstößt, für das ich fünfundzwanzig Jahre lang gekämpft habe, werde ich wild! Die Moslems können machen, was sie wollen, nur sollen sie mit diesem Massaker aufhören. Also, wie kann man da von Rassismus reden? Und andererseits waren zum Beispiel die Jäger und Pferdemetzger, die mit blutigen Messern zu mir gekommen sind, um mir die Haut abzuziehen, keine Moslems, darum ging es nicht. Und bei der Sache mit den Seehundbabys waren es Kanadier. Damals hat man mich auch nicht als Rassistin bezeichnet. Aber solange man das Leben respektiert, ist für mich alles in Ordnung.“


Jetzt erhielt sie eine Geldstrafe für einen vor zwei Jahren geschriebenen und später veröffentlichten Brief an den damaligen Innenminister und heutigen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy. In dem - laut Pressemeldungen - unverbesserlich wieder stand: „Schafe, denen beim islamischen Opferfest die Kehle durchgeschnitten wird, müßten in Frankreich betäubt werden“, und (mit Blick auf Muslime) „sie habe es satt, von einer Bevölkerung an der Nase herumgeführt zu werden, die uns zerstört, die unser Land zerstört, indem sie uns ihre Handlungsweisen auferlegt”.


Die Tendenz, den Herrschenden nicht genehme Meinungen zu unterdrücken, ist nicht auf Frankreich beschränkt. Eine neue andere Dimension bekommt die politische Korrektheit aber dann – schrieb unlängst der bekannte Journalist Hans Winkler in der Wiener ‚Presse’ – wenn sie Meinungen als nicht zulässig erklärt, die jemand über Minderheiten... oder auch Religionen hat. Er bringt als Beispiel den Wiener SPÖ-Abgeordneten Al-Rawi, dem es gelang, einen Vortrag der deutschen Islamwissenschaftlerin Christine Schirrmacher, die das Islam-Institut der Deutschen Evangelischen Allianz leitet, zu unterbinden. Al Rawis Aktion folge einem Denkmuster, das Schirrmacher wie folgt beschreibt: Manche islamischen Organisationen drängen schon heute darauf , daß nichts ‚Negatives’ mehr über den Islam veröffentlicht werden dürfe, da dies eine Diskriminierung des Islam sei. Alles was nicht aus muslimischer Sicht geschrieben wurde, ist zu unterbinden. Es werde darauf ankommen, in welchem Maß unsere Gesellschaft bereit sei, ihre mühsam erkämpfte Presse- und Meinungsfreiheit zu verteidigen. Winkler zitiert den früheren deutschen Bundespräsidenten Herzog: Die politische Korrektheit kann keine legitime Grenze der Meinungsfreiheit sein.


Man kann den Menschen verbieten, Probleme beim Namen zu nennen, wegreden kann man sie nicht. Auch wenn ein Wortgewaltiger für Tierquälerei eine politisch korrekte Umschreibung erfindet, es werden immer wieder Menschen gegen Tierquälerei aufstehen, Gott sei Dank.

E.L.

 

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Tierschutz in die Verfassung
die zentrale Forderung der österreichischen Tierschutzbewegung


Schon vor 12 Jahren forderten 460.000 Österreicher im Rahmen des Tierschutzvolksbegehrens, dass Tierschutz als Staatszielbestimmung in die Verfassung aufgenommen werden möge. Vor 4 Jahren, im Mai 2004, unterstützten ALLE Parteien einstimmig im Parlament den Antrag, dass Tierschutz in die Verfassung aufgenommen werden sollte, wie folgt:
" Die Gesellschaft schützt das Leben und das Wohlbefinden der Tiere aus der besonderen Verantwortung des Menschen für das Tier als Mitgeschöpf."
Vor der Nationalratswahl 2006 gaben alle Parteien an, weiterhin für die Aufnahme des Tierschutzes in die Verfassung einzutreten Bisher ist nichts geschehen. Darum haben sich nun fast alle österreichischen Tierschutz-Organisationen zur Initiative "Tierschutz in die Verfassung - JETZT" zusammengeschlossen, um gemeinsam die Politik an das gegebene Versprechen zu erinnern.


Tierschutz in die Verfassung - Warum?
Die Verfassung ist die Grundlage des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft. Sie legt die Grundwerte fest, auf die wir uns in der Gesellschaft geeinigt haben. Tierschutz ist schon längst ein solcher Grundwert und muss daher endlich in der Verfassung verankert werden.


Was bringt Tierschutz in der Verfassung?
Was als Wertekonsens in der Verfassung steht, muss von allen Verantwortlichen in der Gesellschaft beachtet werden und in alle Entscheidungen einfließen, wie z.B. Beschlussfassungen von neuen Gesetzen im Parlament – Vollzug von Gesetzen durch die Exekutive – Genehmigungen von Tierversuchen – Entscheidungen von Gerichten, wie bestehende Gesetze interpretiert werden – Ausmaß der Förderung von Tierschutz durch die öffentliche Hand (z.B. Tierheime)


Das bedeutet konkret?
Tierversuche Die Genehmigungskommission für Tierversuche kennt keine ethischen Ablehnungskriterien. Mit Tierschutz in der Verfassung würde Ethik eine Rolle spielen müssen. In Deutschland wurden genau deshalb bereits besonders grausame Tierversuche verboten.
Betäubungsloses Schächten Wenn Tierschutz neben Religionsfreiheit bereits in der Verfassung verankert gewesen wäre, dann hätte das Verbot des betäubungslosen Schächtens in Tirol nicht aufgehoben werden können.
Singvogelfang Der Verfassungsgerichtshof hat das Verbot wildgefangene Singvögel auszustellen aufgehoben. Mit Tierschutz in der Verfassung hätte der Tierschutz Vorrang vor der Tradition gehabt.
Kunst Immer wieder gibt es Kunstaktionen, die aus Sicht des Tierschutzes inakzeptabel sind: Seien es Goldfische im Mixer, wobei es den AusstellungsbesucherInnen überlassen bleibt, ob sie den Mixer anschalten oder nicht, ein verhungernder Hund oder Tiertötungen im Rahmen von Orgien-Mysterienspielen. Solange Tierschutz nicht ebenso wie die Freiheit der Kunst als Staatsziel anerkannt ist, wird es hier nie zu einer angemessenen Berücksichtigung der Interessen der Tiere kommen.


EU und Tierschutz Strengere österreichische Tierschutzbestimmungen sind laufend in Gefahr durch die EU aufgehoben zu werden. Das strenge österreichische Tiertransportgesetz wurde etwa zu Fall gebracht, weil es den freien Warenverkehr nach Ansicht der Verantwortlichen übermäßig erschwert hätte. Auch andere österreichische Tierschutzgesetze wurden und werden durch die EU bedroht. Z.B. das Verbot von Wildtieren im Zirkus oder das Verbot Stachelhalsbänder in Verkehr zu bringen. Tierschutz in der Verfassung wäre ein deutliches Signal der gesellschaftlichen Aufwertung von Tierschutz, und es würde damit der EU viel schwieriger gemacht, österreichische Tierschutzgesetze aufzuheben.


Deutschland und die Schweiz haben bereits Tierschutz in der Verfassung verankert
Unsere Nachbarländer Deutschland, die Schweiz und Slowenien haben Tierschutz bereits in der Verfassung verankert. Auch das Bundesland Salzburg hat Tierschutz in der Landesverfassung aufgenommen. Ein deutlicher Beweis dafür, dass der Schutz der Tiere schon längst einen sehr hohen gesellschaftlichen Wert darstellt.


Liebe Leserinnen und Leser, bitte unterstützen Sie die Initiative. Näheres gibt es im Internet unter www .tierschutz-in-die-verfassung.at. Sie finden dort auch Anleitungen zur Versendung von Unterstützungs-Emails an maßgebliche Politiker. Oder Sie schreiben eine Postkarte an Politiker mit dem Text „Bitte setzen Sie sich für eine Staatszielbestimmung Tierschutz ein.“ oder mit selbst formulierten Worten. Politiker-Adressen: Bundeskanzler Dr. Alfred Gusenbauer, Ballhausplatz 1, 1014 Wien; Vizekanzler Mag. Wilhelm Molterer, Bundesministerin Dr. Andrea Kdolski, beide Hintere Zoll-amtsstr. 2b, 1030 Wien, und die Tierschutzsprecher der Regierungsparteien, die Nationalratsabgeordneten Dietmar Keck (SP) und Franz Eßl (VP), beide Parlament, Dr. K.-Renner-Ring 3,1017 Wien.

 

Seite 18

Rocky

Als ich unlängst so durch die Supermarktregale schnüffelte, war ich sehr erfreut, nirgendwo Eier aus Käfighaltung zu finden. Ab 1.1.2009 ist die Käfighaltung von Legehennen in Österreich verboten und der Einzelhandel hat aufgrund steigender Sensibilität der Kunden schon früher Schaleneier aus dieser tierquäle-rischen Haltungsform ausgelistet.
Ihre Macht als Konsument
Heute sind, Gott sei Dank, viele bereit, für Eier aus Freilandhaltung tiefer in die Tasche zu greifen, weil sie derart rücksichtslose Tierhaltungsformen verachten und am Elend der Tiere nicht mit schuld sein wollen. Übrigens: Auch Bodenhaltung ist keine artgerechte Hal-tungsform für Hühner. Bodenhaltung bedeutet lebenslange Hallenhaltung in bedrückender Enge ohne Auslauf.
Aber noch gibt es ja Legebatterien. Wo hin verschwinden diese Eier, habe ich mich gefragt und Recherchen angestellt. Dabei erfuhr ich, dass die verarbeitende Lebensmittelindustrie sehr oft zu den billigsten Zutaten, im Fall von Eiern also zu Käfigeiern, greift. Auch in Cafe´s, Restaurants und selbst in hochpreisigen Hotels werden Käfigeier verwenden. Konsu-mentInnen essen also immer noch – oft ohne ihr Wissen, Eier von gequälten Tieren die in Kuchen und Torten, Keksen und sonstigen Backwaren, Mayonnaisen, Nudeln und Aufstrichen versteckt sind.
Die Firma Coppenrath & Wiese (Konditoreiwaren) und Bahlsen (Kekse) antworteten auf meine diesbezügliche Anfrage nahezu stolz, dass sie aus hygienischen Gründen nur Eier aus Käfighaltung verwenden. Von wegen hy-gienisch – mir dreht es den Magen um und mir blutet das Herz, wenn ich an die Bilder von Legebatterien denke.
Doch letztendlich wollen die Firmen verkaufen und somit das herstellen, wozu viele Menschen greifen. Und hier hat jeder einzelne Macht! Mehr, als so mancher vielleicht denkt. Wenn Sie, so wie ich und mein Frauchen, grausame Tiernutzung ablehnen, möchte ich Sie bitten, unbedingt „lästig“ zu sein und immer wieder bei Firmen bezüglich der Herkunft tierischer Produkte nachzufragen bzw. zu protestieren, wenn diese aus tierfeindlichen Haltungssystemen kommen. Beginnen Sie am besten gleich bei Ihrem nächsten Einkauf damit und kon-frontieren Sie die/den FilialleiterIn mit Fragen und Wünschen. Schreiben Sie Firmen an, mit Internetzugang macht das heute wenig Aufwand. Informieren Sie Menschen in Ihrem Umkreis und bitten Sie diese, sich ebenso zu verhalten.
Auch das Angebot an vegetarischen bzw. veganen Produkten wird immer größer werden, wenn KonsumentInnen vermehrt danach fragen und diese auch anstelle von tierischen Produkten kaufen.
Die Nachfrage bestimmt noch immer das Angebot, weiß


Ihr Rocky

 


Amstetten ist überall
So entsetzlich und „einmalig" das Verbrechen von Amstetten auch ist – für Millionen von Tieren ist das lebenslange Eingesperrtsein ohne Tageslicht und frische Luft dauernde Realität. Mit dem Unterschied, daß ihr Martyrium nicht so lange währt, weil sie vorher umgebracht werden – um von ihren Nachfolgern ersetzt zu werden.
Ausnahme: Wenn es gerade darum geht he-rauszufinden, welche fürchterlichen körperlichen und seelischen Folgen Langzeit-gefan-genschaft hat. Dann dauert auch das Leiden der Tiere länger als üblich. Freilich: Was die Verbrechensopfer danach erwartet, ist nicht ihre Befreiung, sondern ihre Ermordung.
So ist es immer, wenn Verbrechen an Men-schen entdeckt werden, die so grauenvoll sind, daß die Weltpresse binnen kürzester Zeit vor Ort ist, um darüber zu berichten: Für viele Tiere ist das Unvorstellbare längst Realität. Weltweit. Und in unserer Nachbarschaft.


Helmut F. Kaplan ©
Bücher von H.F.Kaplan
u.a.: Der Verrat des Menschen an den Tieren
Tierrechte – Die Philosophie einer Befreiungs-bewegung
www. Tierrechte-kaplan.org

Seite 20:

Die Justizministerin und der Gumpoldskirchner

Gumpoldskirchen ist – zur Information für nicht Orts- und Weinkundige – eine Weinbaugemeinde südlich Wien und zwar, das ist wichtig, im Sprengel des Landesgerichts Wiener Neustadt. Dort in Wiener Neustadt wird nämlich das Verfahren gegen die Tierschutz-Häftlinge geführt. Und da spielt ein Gumpoldskirchner, ob Wein oder Ortsbewohner ist für Außenstehende nicht ganz klar, die wesentliche Rolle.


Bevor wir jedoch versuchen, das Rätsel zu lösen, ein Blick nach Köln und zuvor zwei Feststellungen: Unserer Justizministerin Dr. Maria Berger ist, wie sie in einem Schreiben an die grüne Abgeordnete Petrovic betonte, an der Rechtsstaatlichkeit an Österreichs Gerich-ten und Staatsanwaltschaften sehr gelegen. Und: Wer vorsätzlich fremde Sachen ganz oder teilweise kaputt macht, muß damit rechnen, eingesperrt zu werden. Das gebieten Recht und Ordnung. Und der Schutz derer, denen die Sachen gehören. Und die Abschreckung anderer vor solchen Übeltaten. Ebenso muß wer Menschen ganz oder teilweise kaputt macht, damit rechnen, eingesperrt zu werden. Allerdings nicht immer und überall.


Z.B. in Köln. Da hatte ein Bursch, gemeinsam mit einer Jugendbande einen Passanten ins Koma geschlagen und fürs Leben ruiniert. Kürzlich wurde das Urteil gesprochen: keine Strafe sondern nur die Verpflichtung zu zehn Stunden Sozialarbeit und Absolvierung eines Anti-Aggressionstrainings. Selbst der Verteidi-ger und Justizkreise staunten. Anders der Richter: Im Jugendstrafrecht gehe es um die soziale Integration des Täters, der, mag auch die Polizei schon in siebzehn anderen Fällen gegen ihn ermittelt haben, mag er auch eine Entschuldigung verweigert haben – die verstieße gegen seine Ehre, auf gutem Wege sei. Einsperren könne da nur schaden. Viele Leute in Köln allerdings fürchten sich jetzt noch mehr vor Jugendbanden.
Manchmal urteilen Gerichte strenger. Zwar gab es auch in Österreich jüngst ein sehr mildes Urteil gegen einige Burschen und ihre weibliche Anstifterin, die einen anderen fast zu Tod und vollständiger Lähmung getreten hatten, doch es gab in ähnlichen Fällen schon Anklage wegen Mordversuchs. Auch wer sich dagegen wehrt, totgetreten zu werden, weiß nie, wie der Staatsanwalt reagiert. Einer erschießt den Angreifer in Notwehr und wird nicht angeklagt, der andere läuft davon, was er kann, wird von der Schlägerbande eingeholt, wehrt sich in Todesangst mit dem Messer und wird dafür verurteilt.


Es kommt halt sehr auf den Staatsanwalt und auf den Richter an.
Damit es da nicht zu viel Willkür gibt, ist die Zuständigkeit streng geregelt. Maßgeblich ist im allgemeinen der Tatort, allenfalls der Wohnort des Täters. Damit sich der Staatsanwalt nicht den Richter aussuchen kann, ist der in der Geschäftsverteilung vorausbestimmt. Der Richter 1 bekommt z.B. die Angeklagten mit Anfangsbuchstaben A bis G, der Richter 2 H bis N usw. Nur wenn es mehrere Angeklagte gibt, kann der Staatsanwalt ein bißchen jonglieren: Wen setzt er an die Spitze der Angeklagten? Danach regelt sich nämlich die Zuständigkeit.


Zurück zu unserem Rätsel: Warum ist die Wiener Neustädter Staatsanwaltschaft zuständig für das Verfahren gegen die zehn Tierschützer? Das schwerwiegendste Delikt im Konvolut der Anklagebehörde: Am 5.Jänner 2001 wurde in Pummersdorf, das liegt im Landesgerichtssprengel St.Pölten, in fünf leeren Hühnermasthallen Feuer gelegt, zwei gingen in Flammen auf. Dazu gab es auch ein Bekennerschreiben, unterfertigt mit ALF – Autonome TierbefreierInnen, in dem es u.a. hieß: „Wir mußten zu diesem drastischen Mittel greifen, um den Tieren direkt zu helfen und gleichzeitig ein Umdenken in der Gesellschaft voranzutreiben.“ Einen anderen Brandanschlag gab es in Linz, Buttersäure in Wien und Graz. Die unter den Eingesperrten führenden Vertreter der Tierrechtler wohnen in Wien. Warum wird da das Verfahren ausgerechnet in Wiener Neustadt geführt?


Unsere Frau Justizministerin Maria Berger hat es der Grünen Frau Petrovic geschrieben: „Die Entscheidung, welche Staatsanwaltschaft für die Ermittlungen zuständig sein soll, orientierte sich im konkreten Fall nicht an einer Person sondern am Tatort Gumpoldskirchen. Gegen Mattias P. bestand in diesem Zusammenhang ein Tatverdacht.“ Dazu erinnern wir, nicht die Ministerin: P. ist grüner Gemeinderat in Gumpoldskirchen, Fleischesser und absolut kein Tierrechtler. Er geriet ins Visier der Justiz, weil man ihn – fälschlich – verdächtigte, antinazistische Parolen an eine Hauswand gemalt zu haben. Es besteht also nicht der geringste Zusammenhang mit den inkriminierten Tierschutzaktivitäten. Deshalb wurde P. logischerweise an die Spitze der Liste verdächtiger Tierschutzaktivisten gesetzt.

Können Sie, liebe Leser, folgen? Das Verfahren gegen P., führt die Ministerin weiter aus, wurde zwischenzeitlich eingestellt. Also noch einmal: Weil es in Gumpoldskirchen zu antinazistsischen Schmierereien kam, ganz was anderes als die Tierschutzsachen, und das diesbezügliche Verfahren gegen einen Gumpoldskirchner eingestellt wurde, führt die für Gumpoldskirchen zuständige Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt das Verfahren gegen Tierschützer aus anderen Gerichtssprengeln und wegen Taten, die im Sprengel St. Pölten und in Linz, Graz und Wien begangen wurden. Verstehen Sie das? Wenn nicht, trinken Sie am besten ein paar Viertel Gumpoldskirchner, dann leuchtet es Ihnen bestimmt ein. Unsere Justizministerin hat es ja schließlich auch kapiert und der ist wie erwähnt, an der Rechtsstaatlichkeit der Verfahren sehr gelegen.


Der grüne Nationalratsabgeordnete und Korruptionsaufdecker Peter Pilz allerdings, anscheinend ein mehr nüchterner Typ, meinte: An die Spitze der Verdächtigen ist der grüne Gumpoldskirchner Gemeinderat P. – nochmals, kein Tierschützer – nur aus zwei Gründen gekommen: a) weil er ein Grüner ist und b) damit mit seinem Wohnort Gumpoldskirchen der Wiener Neustädter Staatsanwalt das Verfahren bekommt. So schlecht denkt er von der Justiz, der Pilz.


E.L.

Seite 20

Impressum:

anima- Zeitschrift für Tierrechte erscheint vierteljährlich. Keine feste Abonnementgebühr; Kostenbeiträge nach Ermessen der Leser.
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